Input zu Proberaum Mixing/Recording - Audiointerface und Mixer

notafake
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Proberaum mit 2 Aktivboxen, 2 verbundene Focusrite Scarlett 18i20 (USB) und ein Notebook mit Focusrite Software sowie Reaper. Wir "mischen" alles im Focusrite Software Mixer und geben die gewollten Spuren zusammen als Mix direkt auf die Aktivboxen aus. Für die Aufnahme aller Spuren verwenden wir Reaper.

Problem:
Wir haben keine EQ oder Kompressor Möglichkeiten, die Focusrite Interfaces geben alles so aus wie es reinkommt. Gerade für den Gesang (2-4 Mics) wäre ein (Live) EQ hilfreich.

Meine Optionen:

Mischpult
Hinter das Interface einfach ein Mischpult anhängen und die gewünschten Spuren einzeln darauf führen - die Aktivboxen am Mischpult anschliessen.
Vorteile: Weiterhin alle Inputs fürs Recording verfügbar, relativ kleiner Anschaffungspreis für ein kleines Mischpult, alle Spuren einzeln EQ
Nachteile: Ein weiteres Gerät am Tisch, mehr Patching
Unklar: Qualität günstige Mischpulte? Macht so ein Setup überhaupt Sinn?

Digital Mixer
Die Interfaces durch einen grossen, digitalen Mixer ersetzen.
Vorteile: Alles in einem
Nachteile: Platzverbrauch (was ich gesehen habe relativ gross) bei 16+ Spuren, Preise
Unklar: Unteres Preissegment brauchbar?

EQ Hardware (Rack?)
Ich habe mir auch Rack Hardware angeschaut, dabei aber nichts gefunden was meinen Bedürfnissen entspricht. Bin aber offen für alles


Habt ihr mir weitere Optionen oder Bemerkungen zu den bestehenden?
Danke schonmal
 
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chris_kah
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einen grossen, digitalen Mixer
Oder vielleicht durch einen kleinen Rackmixer?
Bei mir ist das Behringer XR18 sowohl Live- Mischpult als auch Audio-Interface (Coronabedingt gerade vorwiegend letzteres).
Würde ich sofort wieder kaufen, eventuell den großen Bruder X32 Rack. (und ich verwende auch Reaper).
Natürlich Geschmackssache, denn auch Soundcraft UI24 (die kleineren eher nicht) oder Presonus Geräte sind dafür gleichermaßen nutzbar.
Klangqualität? Wenn nicht absolute tolle Profis ... limitiert vor allem die Klangquelle und nicht die Hardware *) . Just my 2 cents.
Da sollten sich alle Kandidaten nichts schenken.

*) Wenn ich mit einer Aufnahme von mir nicht zufrieden bin, dann habe ich einen Patzer produziert, meine Stimme klang nicht, Interpretation nicht stimmig ... Da können weder Mikrofon noch Interface noch DAW was dafür. Dann kommt lange nichts und dann kann man vorsichtig anfangen, über Rauschfreiheit, höhere Auflösung, höhere Sample Rate und bessere Darstellung von Transienten zu reden. Ich nehme mit den 44.1 kHz und 24 Bittiefe auf, das reicht völlig. Eigentlich würden sogar 16 Bit reichen (CD Qualität), aber die 24 Bit geben mehr Handlungsspielraum bei der Aussteuerung.
 
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Wir "mischen" alles im Focusrite Software Mixer und geben die gewollten Spuren zusammen als Mix direkt auf die Aktivboxen aus.
Von wie vielen Spuren sprechen wir hier? Und wie viele Signale werden aufgenommen?

An sich seh ich da zwei Optionen. Einmal einen kompletten Austausch der Audio-Interfaces durch ein Digitalpult mit Mehrspur-Audio interface. Das fängt so bei einem X(R)18, oder dem Midas MR18, an, das allerdinsg mit maximal 18 Eingängen begrenzt ist. Das geht dann weiter mit einem X32 oder einem Ui24 und nach oben gibts da ja eh keine wirklichen Grenzen. Wenn man mit mit 44,1 kHz sein Auslangen findet, was nach wie vor der Standard bei Pop/Rock und ähnlichem ist, dann sind die genannten Kandidaten durchaus einem Scarlett ebenbürtig, finde ich.
Will man aber unbedingt mit 96 kHz arbeiten dann müsste man schon auf ein SQ von Allen&Heath ausweichen. Das ist dann aber empfindlich teurer. Als Alternative könnte man auch mit analogen Splittern das Signal vor dem Interface aufteilen und einmal geht man in die Interfaces und einmal in ein, wiederum digigitales, Mischpult, mit dem man den Monitor Sound machen kann. Nachteil dieser Lösung ist dass man dann nicht wirklich einfach die Aufnahme kontrollieren kann.
Ein analoges Pult neu anzuschaffen ist schon etwas fragwürdig. man gibt recht schnell gleich viel wie für die kleinen digitalen Pulte aus, zw.B ein analaoges mit 16 Kanälen gibts neu fast nicht unter 400 € zu haben, das X18 kostet so um die 500 € derzeit. Allerdings hat man beim analogen noch fast gar nichts mit an Bord, während die digitalen allesamt recht üppig mit EQs, Effekten Kompressoren und Gates ausgestattet sind. Und Platz brauchen die meist noch mehr als die digitalen.
Vom Platz her gibts eben auch die Varianten der Stagebox Mixer, die man auch schon mal auf dem Boden platzieren kann. So mache ich es zumindest mit meiner Band mit einem XR18. das liegt vor allem Live in der Regel zwischen mir (Bass) und dem Drummer. das hält auch gleich die Kabel kurz.

Also um es kurz zusammen zu fassen. Ich würde ein X(R)18 oder ein X32 nehmen, die sind gut, vielfältig ausgestattet und klingen anständig. Das ist immer noch eine der vernünftigsten Lösungen, finde ich.
 
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zwischen mir (Dass) und dem Drummer.
da hast du dich vertippt, glaube ich. Das sollte sicher "Dass und dem Brummer" heissen, oder?
Sorry, ich konnte nicht anders ;-)

zur Sache: meine Empfehlung, wenn du etwas längerfristiges haben möchtest, erweiterbar, ausreichend gut, dann ein X32 (welches auch immer) oder mit verbesserter hardware, aber gleicher Software ein M32.
 
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Ups, ist schon korrigiert. Danke für den Hinweis.
 
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Danke für die wie gewohnt schnellen Rückmeldungen!

mmhhh:
https://www.thomann.de/de/behringer_x_air_xr18.htm
kleiner geht's eigentlich wirklich nicht mehr.


die ganze x-serie von behringer ist extrem brauchbar.

gruß, horst
In die Richtung hatte ich noch gar nicht überlegt, habe wohl immer die grossen nicht-Rack Mixer im Kopf mit schön vielen Hardware Knöpfen und Potis. Was ist deine Meinung zur Software die da mitkommt?

Oder vielleicht durch einen kleinen Rackmixer?
Bei mir ist das Behringer XR18 sowohl Live- Mischpult als auch Audio-Interface (Coronabedingt gerade vorwiegend letzteres).
Würde ich sofort wieder kaufen, eventuell den großen Bruder X32 Rack. (und ich verwende auch Reaper).
Natürlich Geschmackssache, denn auch Soundcraft UI24 (die kleineren eher nicht) oder Presonus Geräte sind dafür gleichermaßen nutzbar.
Klangqualität? Wenn nicht absolute tolle Profis ... limitiert vor allem die Klangquelle und nicht die Hardware *) . Just my 2 cents.
Da sollten sich alle Kandidaten nichts schenken.

*) Wenn ich mit einer Aufnahme von mir nicht zufrieden bin, dann habe ich einen Patzer produziert, meine Stimme klang nicht, Interpretation nicht stimmig ... Da können weder Mikrofon noch Interface noch DAW was dafür. Dann kommt lange nichts und dann kann man vorsichtig anfangen, über Rauschfreiheit, höhere Auflösung, höhere Sample Rate und bessere Darstellung von Transienten zu reden. Ich nehme mit den 44.1 kHz und 24 Bittiefe auf, das reicht völlig. Eigentlich würden sogar 16 Bit reichen (CD Qualität), aber die 24 Bit geben mehr Handlungsspielraum bei der Aussteuerung.
Im Rackmixer "fehlen" mir dann halt die meisten physikalischen Fader und Knöpfe. Das finde ich weiterhin angenehmer als in einer Software an einem Regler zu drehen. Ist aber bestimmt eine Überlegung wert, gerade da ich damit die bestehenden Focusrite komplett ersetzen könnte. Was ist deine Einschätzung zur Behringer Software zum XR18?
Zur Qualität: Wir betreiben kein Studio und sind uns dessen bewusst - mit Qualität meinte ich auch eher Verarbeitung als Klang. Ich möchte die Hardware auch in 5-10 Jahren (mit Sorgfalt) noch verwenden kann.

Von wie vielen Spuren sprechen wir hier? Und wie viele Signale werden aufgenommen?

An sich seh ich da zwei Optionen. Einmal einen kompletten Austausch der Audio-Interfaces durch ein Digitalpult mit Mehrspur-Audio interface. Das fängt so bei einem X(R)18, oder dem Midas MR18, an, das allerdinsg mit maximal 18 Eingängen begrenzt ist. Das geht dann weiter mit einem X32 oder einem Ui24 und nach oben gibts da ja eh keine wirklichen Grenzen. Wenn man mit mit 44,1 kHz sein Auslangen findet, was nach wie vor der Standard bei Pop/Rock und ähnlichem ist, dann sind die genannten Kandidaten durchaus einem Scarlett ebenbürtig, finde ich.
Will man aber unbedingt mit 96 kHz arbeiten dann müsste man schon auf ein SQ von Allen&Heath ausweichen. Das ist dann aber empfindlich teurer. Als Alternative könnte man auch mit analogen Splittern das Signal vor dem Interface aufteilen und einmal geht man in die Interfaces und einmal in ein, wiederum digigitales, Mischpult, mit dem man den Monitor Sound machen kann. Nachteil dieser Lösung ist dass man dann nicht wirklich einfach die Aufnahme kontrollieren kann.
Ein analoges Pult neu anzuschaffen ist schon etwas fragwürdig. man gibt recht schnell gleich viel wie für die kleinen digitalen Pulte aus, zw.B ein analaoges mit 16 Kanälen gibts neu fast nicht unter 400 € zu haben, das X18 kostet so um die 500 € derzeit. Allerdings hat man beim analogen noch fast gar nichts mit an Bord, während die digitalen allesamt recht üppig mit EQs, Effekten Kompressoren und Gates ausgestattet sind. Und Platz brauchen die meist noch mehr als die digitalen.
Vom Platz her gibts eben auch die Varianten der Stagebox Mixer, die man auch schon mal auf dem Boden platzieren kann. So mache ich es zumindest mit meiner Band mit einem XR18. das liegt vor allem Live in der Regel zwischen mir (Bass) und dem Drummer. das hält auch gleich die Kabel kurz.

Also um es kurz zusammen zu fassen. Ich würde ein X(R)18 oder ein X32 nehmen, die sind gut, vielfältig ausgestattet und klingen anständig. Das ist immer noch eine der vernünftigsten Lösungen, finde ich.
16 Spuren max fürs recording und nur etwa 3-6 davon gehen dann an die Speaker. Der Raum ist nicht riesig (8.5mx5.5m) somit werden wir nie die komplette Band verstärken müssen/wollen/können. Ich bräuchte also eigentlich nur so 3-6 Spuren mit EQ, daher auch die Idee mit dem kleinen Pult dahinter. Die Interfaces funktionieren ja sonst für unseren Zweck bestens.


zur Sache: meine Empfehlung, wenn du etwas längerfristiges haben möchtest, erweiterbar, ausreichend gut, dann ein X32 (welches auch immer) oder mit verbesserter hardware, aber gleicher Software ein M32.
Das X32 ist definitiv ausserhalb meines Budgets und für unsere Zwecke wirkt es etwas overkill. Wir haben bereits die jetzt verfügbaren 16 Spuren nicht ausgelastet, und der Raum ist auch nur so gross ;)




Da auf die Option "Einfach ein Mischpult dahinter" niemand wirklich einging war das wohl nicht die beste Idee? Für EQ auf 3-6 Spuren das halbe Setup zu wechseln fällt mir etwas schwer zu begründen, auch wenn 500Euro für das XR18 nach einem sehr gutem Preis aussieht (Schweiz hier, Zoll und Versand ist noch dazuzurechnen..).
 
chris_kah
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Ich möchte die Hardware auch in 5-10 Jahren (mit Sorgfalt) noch verwenden kann.
Ich hab meines (XR18) seit Mitte 2016. Läuft zuhause so mindestens jeden 2. Tag als Audio Interface.
Keinerlei Ausfälle.

Wenn du bisher mit den Audio Interfaces und Software gefahren bist, dann ist das mit der Steuersoftware (X-Air Edit) ein Fortschritt.

Was ich auf gar keinen Fall mehr wollte, wäre ein Mischpult mit Aufnahmegerät verkabeln. Ich hatte das (12 Kanal Mischpult + 8-Spur Roland Audio Recorder. Das war immer ien Aufwand.
Jetzt schalte ich nur noch einen Schalter ein und das Pult ist ansteuerbar und als Interface nutzbar.
 
siebass
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Was ist deine Meinung zur Software die da mitkommt?
die für den win PC funktioniert ausgezeichnet, für android ist
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.davidgiga1993.mixingstationpro
ein quasi standard und durch nichts zu überbieten, und vom preis her nicht mehr zu unterbieten :).
von behringer selber gibt es zwar auch etwas, aber das kenne ich nicht wirklich und kann auf keinen fall mit der variante MixingStation mithalten.
alles, soft- und hardware hat mich in jahren noch nie, weder zu hause im studio noch im gig, im stich gelassen.
 
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Wenn du sicher bist, daß du nur maximal 6 Spuren mit EQ brauchst, dann vielleicht das Soundcraft signature 12? Wenn du gerne analog arbeitest, könnte das Soundcraft signature 22 MTK dein Problem lösen,da Mischpult und Interface in einem. Nutze es selbst für Aufnahmen/Live-Auftritte mit Rock/Metalband. Kriegt man gebraucht teils recht günstig.
Wenns digital sein darf, aber mit analoger Bedienung, Soundcraft si Expression 1. Allerdings scheint Soundcraft Lieferprobleme zu haben, sieht auf der Thomann Seite so aus. Über Kleinanzeigen sollte was zu finden sein.
Zu der Software kann ich dir leider nichts sagen, nutze ich nicht.
 

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