Instrumentalstück mit wechselnden Modi über E

von eDHa, 06.08.08.

  1. eDHa

    eDHa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.08   #1
    Hallo

    Neues Stück (Rohversion): eDHa - No1

    Grundidee ist, dass wechselweise die E-mixolydische und E-phrygisch-dominante Skala über einem Esus4-E7-Vamp eingesetzt wird, im Impro-Teil dann ein E-dorisch-blues-Mix. Satriani macht öfters solche Sachen mit wechselnden Modi bei gleichbleibendem tonalen Zentrum, ich finde es verblüffend, was dabei für unterschiedliche Stimmungen entstehen.
    Das Stück soll erstmal die Grundidee darstellen, spiel- und soundtechnisch will ich's noch verbessern. Vielleicht habt ihr ja noch Anregungen?

    Schönen Gruß!
     
  2. summer 2005

    summer 2005 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.08   #2
    Hi eDHa,
    gefällt mir sehr gut, sowohl sound- als auch spieltechnisch. Deshalb keine Anregungen von mir
    Hast Du den backing track selbst eingespielt oder gibt´s den irgendwo zum download?
    Gruß
    A.
     
  3. rustbucket

    rustbucket Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #3
    Sehr, sehr, sehr, wirklich sehr geil! Mehr gibt's da nicht zu sagen - punkt!

    Soundmäßig könnte die Nummer etwas mehr atmen. Wenn du nix dagegen hast, würde ich da gerne mal ein bissle dran rumbasteln!
     
  4. eDHa

    eDHa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #4
    @summer 2005 und rustbucket:
    Danke für eure Rückmeldungen.
    Also mir selbst gefällt der mittlere Improteil mit der cleanen Solo-Gitarre noch nicht so gut. Ist irgendwie konzeptlos, soll noch besser werden. Rustbucket, was meinst du genau mit "atmen" (Equalizing/Kompression am End-Mix? Bastel ruhig mal)?

    Das Backing ist komplett selbst erstellt. Hand-editiert in Cubase mit SuperDrumFx für die Trommeln und SuperWaveP8 für Bass und Synthi (alles Freeware-VSTi). Gitarre: Ibanez JS-1000 (neue Errungenschaft, eBay-Schnäppchen), Vox Tonelab SE.
     
  5. rustbucket

    rustbucket Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #5
    Leider ist das Ausgangsmaterial etwas überkomprimiert. Zudem hab ich's bei "meiner" Version dann doch etwas übertrieben - und die mp3-Kompression macht ihr Übriges. Aber tendentiell lässt sich da noch was rausholen denke ich. Aber wie auch immer - das Stück ist und bleibt der Hammer:

    No1 (überge-mastered) ;)
     
  6. eDHa

    eDHa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #6
    @rustbucket:
    Also, deine gemasterte Version klingt viel klarer. Ich glaube, ich muss da noch etwas lernen und mich mal mehr mit dem "Mastern" beschäftigen. Bei meiner Rohversion sind einfach die Spuren zusammengemixt und dem ganzen dann mit einem Limiter die Spitzen etwas genommen. Was hast du für Software bzw. Plugins benutzt?
     
  7. steve69

    steve69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #7
    Na, da hat sich doch jemand schön weiterentwickelt :)

    Fein hast das gemacht :great:

    Schönes Impro !


    so long

    Stefan
     
  8. musiker01

    musiker01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #8
    EdHA :great::great::great::great::great:. Echt krasse Weiterentwicklung! :great:

    Gitarrensound gefällt mir (Tonelab halt :great:) und vor allem die Drums find ich klanglich super (glaub, muss mich auch mal mit SuperdrumsFX beschäftigen, schlummert bis dato auf meinem PC -keine Zeit :(-)

    Kannst Du das Backing mal als JamTrack einstellen?

    Viele Grüße

    P.S.: also mir persönlich gefällt klanglich die ungemasterte Version deutlich besser.
     
  9. summer 2005

    summer 2005 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #9
    Hallo eDHa,
    was ist ein eigentlich ein Esus4/E7 "Vamp"? Heißt das du mixt die beiden Akkorde zu einem oder spielst sie abwechselnd im backing track?
    Könntest du den Akkord als tab notieren (z.B. als Ziffernfolge von hoher E zu tiefer E Saite wie z.B. für E7 001030).
    Vielen Dank
    Gruß
    A.
     
  10. eDHa

    eDHa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #10
    @steve69 und musiker01: Freut mich, dass es euch gefällt! Danke!

    Schau 'mal hier: Wikipedia: Vamp

    (Erstmal: ich hab mich verschrieben, ist es ein E7sus4)
    In meinem Stück spielen Bass und Synthi über weite Strecken eine 2-taktige Figur über die Akkordfolge ||: E7sus4 | E7 :||. In dem Mittelteil mit der cleanen Solo-Gitarre nimmt die verzerrte Gitarre auch dieses Schema auf. Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, die Akkorde auf der Gitarre zu greifen, z.B. so:

    E7sus4: 0202xx
    E7: 07675x

    Der Clou ist halt, dass zu der Akkordfolge sowohl die mixolydische als auch die phrygisch-dominante (mit großer Terz) Skala passt.
    mixolydisch: 1-2-3-4-5-6-b7 (als Modifikation kommt an einer Stelle auch #4 vor)
    phrygisch-dominant: 1-b2-3-4-5-b6-b7 (wenn euch das spanisch vorkommt, soll das so sein)
     
  11. Hans_3

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    Erstellt: 10.08.08   #11
    Stimmt. Vielleicht um 50% kürzen und eher sphärische Sounds mit längeren Notenwerten anbieten. Ich hör da tendenziell eher einen Syntie - oder Du gehst aufs Gegenteil und machst es noch akustischer Richtung Herrn diMeola.

    Was ich eigentlich zum Gesamten sagen wollte: Sehr schön gelöst der Skalenmix! Man spürt, dass Du was Bestimmtes willst, vorhast und das beim Spielen gut umsetzt. Erinnert mich teilweise an die "guten alten" Fusionsachen aus den 80ern (<-- das Jahr soll jetzt nicht abwertend sein ;)) : Steve Khan, Lee Ritenour und diverse anderen LA-Cats.

    Dann hast Du ja auch noch einen penatonischen Teil drin. Dass das formal insgesamt keine schlüssige Komposition ergibt, weißt Du ja selbst (und damit tu ich mich auch schwer), aber das ist ja eh nochmal eine ganz andere Baustelle. Als selbstgestellte Spielaufgabe jedoch spannend.

    Problem ist oft das Formale. Man fängt erstmal an und entwickelt das dann "irgendwie" weiter. Hier ein Teil, dort noch einer. "Gute" Stücke beruhen immer auf klaren Formteilen (die akribische Ausgangslage sind oder sich aufgrund formeller Erfahrung einfach so klar entwickelt haben). Sofern man sich das nicht als Zwangsjacke sondern als wirksamen und hilfreichen Rahmen vorstellt, kann man es z.B. so angehen:

    Intro
    Thema 8T
    Thema Var 1 8T
    Thema Var 2 8T
    Thema mit Übergang zu B-Teil (10 Takte):
    B1 / B2 Impros 8 + 8 Takte + Rückführung zu Thema
    Thema 8T
    Thema Var 2 8T
    Thema Var 3 8T
    Thema 8T + Ende

    ODer mit 10.000 anderen Möglichkeiten. Wichtig ist halt, dass irgendeine Form, die man als "funktionierend" empfindet, dabei heraus kommt. Manchmal hilft es, die Form vorher festzulegen und machmal überhaupt nicht. Was wir an Musikstücken von Aufnahmen kennen, sind ist ja letztlich immer nur die Spitzen der Eisberge und die 0,1% Ergebnisse von 99,9% Entwicklungsarbeit.
     
  12. rundd

    rundd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #12
    Hey leute, ich muss mich hier mal wieder bedanken, für den grossartigen Lehrgehalt dieses threads!!

    wirklich klasse gemacht, und auch hans´ kritik spricht mir aus der seele.
    gerade, da ich noch nicht so ein geschultes gehör habe, hätte mir eine struktur wie hans es anspricht sehr " hilfreich gewesen...

    aber super leute.
    werde das hier geschriebene gleich mal versuchen umzusetzen

    lg
     
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