Intonation beim Tenorsaxophon

von Hurdliwutsch, 06.07.07.

  1. Hurdliwutsch

    Hurdliwutsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #1
    Hallo zusammen,

    ich spiele seit ca. 20 Jahren Tenorsaxophon und noch 15 Jahre länger Klarinette. Allerdings bin ich kein Profi, sondern reiner Amateur.

    Die letzten Jahre hatte ich ein geliehenes Keilwerth Toneking Tenorsaxophon. Da ich das zurück geben muß, habe ich mir ein neues Keilwerth SX90R Tenorsaxophon gekauft. Ich spiele ein Berg Larssen Mundstück mit La Voz Blättern Medium Soft. Leider bin ich mit dem neuen Keilwerth Saxophon nicht zufrieden. Ich habe in der 2. Oktave enorme Intonationsprobleme. Alle Töne ab G abwärts sind etwas zu hoch. Ganz extrem ist es beim D in der 2. Oktave. Mit ein bißchen Druck ist das ein Dis. Auf ein mit dem Stimmgerät gemessenes D kann ich den Ton gar nicht fallen lassen. Keilwerth hat das Instrument nach der Reklamation zurück geschickt, mit einem Anschreiben, dass die Intonation im Rahmen der Toleranz liege. :confused:

    Bin ich der einzige, der diese Probleme mit diesem Instrument hat?
     
  2. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #2
    Hi,
    D'' ist immer bissl zu hoch. u.U. kann ma da durch die Klappenaufgänge nochmal was machen...

    Viele Grüße

    Chris
     
  3. Hurdliwutsch

    Hurdliwutsch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #3
    Mein Instrumentenbauer hat die Klappenaufgängen reguliert. Allerdings wird das D" dann so matt, dass es furchtbar klingt. Das war nicht der Schlüssel zum Erfolg. In der Zwischenzeit hat er ein Tonloch etwas verkleinert. Jetzt ist das Instrument spielbar, aber das D" ist schon ein bißchen dumpfer als alle anderen Töne.

    Bei einem 3000 Euro Instrument hätte ich schon erwartet, dass es ab Werk perfekt ist. Zumal man in Internet nur positives über dieses Instrument liest.

    Nochmal die Frage: Hab nur ich die Probleme mit dem Keilwerth SX90R Tenorsaxophon?
     
  4. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #4
    Vielleicht einfach ein schlechtes erwischt?!

    Wie hast du das denn gekauft?! Normal merkt man so etwas gravierendes doch im Laden oder der Laden gibt dir das mit nach Hause, je nachdem.

    Viele Grüße

    Chris
     
  5. Hurdliwutsch

    Hurdliwutsch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #5
    Ich hab das beim Instrumentenbauer bestellen müssen, weil er es nicht vorrätig hatte.
    Ich hab es dann im Laden ausprobiert, aber da es am Oktavwechsel liegt, ist mir das halt nicht aufgefallen. Ich hab nach der Reklamation im Laden noch ein anderes SX90R gespielt, diesmal mit Stimmgerät. Da war es genauso.
     
  6. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #6
    Hm... bei anderen Instrumenten ist das nicht so?!

    Dann hast du wohl das falsche Horn gekauft :)

    Verkaufen, anders holen, wenns wirklich so schlimm ist^^

    Viele Grüße

    Chris
     
  7. volkerkaufmann

    volkerkaufmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #7
    Als SX90R Spieler kann ich dir folgendes sagen.
    Beim Keilwerth ist das D" immer ein gutes Stück zu hoch, das liegt eben an der speziellen Bauart. An dem weiten Bogen und der sehr offenen Bauweise.
    Wenn dir das zu dumpf klingt, wenn du es ausgleichst, kannst du gleichzeitig zum normalen Griff noch die Klappe fürs D3 drücken.
    Das ist eben der Nachteil bei Keilwerth. Dafür klingen sie halt so wie kein anderes Sax klingt, wenn man denn auf diesen Sound steht und bei keinem anderen Saxophon sprechen die tiefen Töne sp leicht an. Jedes Sax hat so seine anderen Tücken in der Intonation.
    Wenn du ein Nahezu perfektes Sax, was Intonation angeht willst kauf dir so ein silbernes von Yanagisawa. Was besseres gibt es nicht
     
  8. Hurdliwutsch

    Hurdliwutsch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #8
    @Volker: Danke, den Tip mit dem D3 werde ich ausprobieren.

    Wenn das D" beim SX90R immer ein gutes Stück zu hoch ist, dann ist das doch wohl ein Konstruktionsfehler von Keilwerth. Das Tonloch für´s D" müßte offensichtlich etwas tiefer sitzen.

    Das, was Du sonst über das Instrument sagst, stimmt natürlich. In der 1. Oktave hat das Horn einen absolut gigantischen Sound und spricht wunderbar an. Deshalb wollte ich ja gerade dieses Instrument.
     
  9. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #9
    Habe mir das mal von nem Sax Lehrer erklären lassen, er meinte er hat das von einem Freund der Konstrukteur bei Selmer ist:

    Es ist nich möglich, das Perfekte Horn zu Bauen, Der Abstand D1 D2 waere imer mehr als eine Oktave. Sinnvollerweise wird lieber das D2 etwas zu hoch "gebaut", weil das leichter zu intonieren ist,als das D1.
    Beider weiten Keilwerth Mensur ist das eben stärker als bei anderen Herstellern!

    Viele Grüße

    Chris
     
  10. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #10
    Natürlich kann man das perfekte Horn nicht bauen, es sind viel zu viele
    Faktoren, die alle zusammen hängen ...
    D'' ist bei jedem Saxophon das ich bisher angespielt hab zu hoch und davon
    waren die wenigsten Keilwerth.
    Ich könnte mir auch vorstellen, das die Into-Probleme mit deinem Saxwechsel
    an sich etwas zu tun haben. Du sagst du hast jetzt Jahre lang auf dem geliehenen
    Sax gespielt. Kann sein, das du dich einfach an das Toneking gewöhnt hast und
    alle Töne automatisch so "korrigierst", das sie auf dem alten Horn passen würden,
    auf dem Neuen aber nicht.
     
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