iOS/Android/Windows - Tablets auf der Bühne

  • Ersteller dr_rollo
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was meinst Du mit
Das einzige Dateiformat das unterstützt wird sind PDF-Dateien.
Laut Beschreibung läuft da Android drauf, und dann kommt es doch drauf an, welche App Du verwendest. Wenn Du also Apps wie OnSong, Setlistmaker, Bandhelper etc. drauf installieren kannst, bestimmen diese Apps die möglichen Dateiformate, die man als Texte einbinden kann. Der Gesamt-Speicher von 16 bzw. 11GB kann irgendwann mal knapp werden, vor allem, wenn Du dort Noten als PDF verwenden willst.
 
Ich habe bisher meine Texte und Akkorde auf Good Notes gespeichert und würde gerne ca. 20 Songs mit einem einfachen Programm neu ablegen, um leadsheets einzufügen und Stifteingaben zu machen (Ipad pro 21). bearbeiten würde ich das am liebsten zunächst auf einem Windows PC. Ich habe jetzt Bandhelper auf dem PC geladen und bin nach 2 Stunden immer noch ohne Ergebnis.
Vielleicht hat jemand einen Tipp, mit welchem einachen programm ich das hinbekomme. Ich habe 2 Tage Zeit dazu.
Bei Bandhelper bin ich scheinbar verloren...
 
Hallo Monte,

sofern du Texte in die Songtext-Felder von Bandhelper einfügst kannst du mit dem iPad-Stift dort keine Anmerkungen machen. Das geht nur, wenn du Dokumente in Bandhelper hinterlegst, dort kannst du dann mit dem Stift Anmerkungen machen:
https://www.bandhelper.com/tutorials/compare_lyrics_documents.html

In der Songtext-Feldern kannst du farbigen Text oder Text farbig hinterlegen. Das geht aber idealerweise nur mit Maus und am Rechner über Bandhelper im Browser.
Ist allerdings nicht so praktisch, wie Anmerkungen per Stift direkt einzufügen.

Viele Grüße
HD
 
Texte und Akkorde auf Good Notes gespeichert und würde gerne ca. 20 Songs mit einem einfachen Programm neu ablegen, um leadsheets einzufügen und Stifteingaben zu machen
.. da empfehle ich Dir SongBookPro (sozusagen ein (sinnvoll abgespeckter) Clone von OnSong, welches auch sehr gut war, das es nun leider nur noch im Abo gibt); kann alles, was „man“ braucht und hat auch eine Technik, um die Songs im Browser eines anderen Rechners (im selben WLan-Netz) zu bearbeiten.
 
Ich nutze Songbook+ dahin kannst du deine GoodNotes Dateien als pdf exportieren und dort sehr gut annotieren. Es kann auch vieles andere, inklusive Midi.
ich persönlich finde die Annotation besonders gut, weil man die Akkorde mittels Stempelfunktion einfügen kann. Und diese sind dann jederzeit einfach änderbar
 
Es funktioniert im Bandhelper so wie @hisdudeness es beschrieben hat, wie's auch mit anderen Apps wie hier erwähnt geht. Ich weiß nicht, in welchem Format Goodnotes Dokumente speichert, aber ich meine, dass es die Option gibt, die dort erstellten Dokumente als PDF zu exportieren. Diese kannst Du dann in Bandhelper importieren.
Im Grunde startest Du im Bandhelper, indem Du einen Song hinzufügst. Dies kannst Du bequem am PC machen. Dort kannst Du dann auch jeweils ein oder mehrere PDFs hinzufügen. Wenn Du dann die App am iPad synchronisierst, wird dir der Song dort mit dem PDF angezeigt, und du kannst dort über Annotate bzw. Anmerkung mit dem Stift oder auch anderen Optionen zusätzliche Eingaben machen.
Ich bereite meine Sheets üblicherweise mit Word am Rechner vor und speichere sie als PDF. Auch die Vorbereitungen für die App mache ich am Rechner. Finde ich bequemer als am iPad, auch wenn es dort genauso geht. Bei Bandhelper funktioniert die Synchronisation in beide Richtungen.
 
Danke für die Informationen von euch!
Ich habe da im Moment noch einige Hürden, beispielsweise die Akkorde einzufügen, weil die ja in einem Extrafenster eingefügt werden.
Dann würde ich gerne leadsheets einfügen oder Noten von einer midifilespur.
Am liebsten würde ich so einen „VHS-Kurs“ mitmachen, so ganz autodidaktisch ist es fast ökonomischer, die Texte und Akkorde auswendig zu lernen.
Aber es ist schon toll, dass es immer Antworten auf Fragen gibt, tolles Board hier, tolle Community.
LG
Peter
 
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Geneigte Mitleser,

aufgrund des oben von @xavier verlinkten Videos wurde mal wieder mein Interesse für den Einsatz meines vorhandenen iPadPro 2018 auf der Bühne als Klangerzeuger geweckt.

Ich habe mir spaßeshalber mal Korg Module heruntergeladen und aufgrund der guten Demo das Scarbee Classic EP-88M installiert. Ds Ganze ist mittels eines USB-C-Hubs von Baseus mit meinem NordStage 2 HA88 verbunden (Midi via USB, Audio mittels 3,5mm-Stereoklinke uas dem Hub in den Input des Stage).
Allerdings empfinde ich doch ein sehr ausgeprägtes indirektes Spielgefühl - vermutlich aufgrund von Latenzen...?

Ist das bei dieser Art der Verkabelung normal? Würde der Einsatz eines geeigneten Audiointerfaces (z.B. Focusrite Scarlett 8i6) hier entscheidende Besserung bringen, oder sollte das Ganze auch bei meiner Konfiguration funktionieren?
Das Focusrite würde ich aufgrund der Tatsache präferieren, da es den Einsatz von bis zu 3 Hardwareklangerzeugern als Mischpult für den Liveeinsatz gleich mit abdecken könnte...

Recht herzlichen Dank im Voraus für etwas Starthilfe zum Thema!

Viele Grüße
Stephan
 
Die Latenz könnte sich meit einem Interface schon deutlich verbessern. Probier es aus, falls es nichts bringt, kannst du das Interface ja wieder zurück schicken.

Wenn du keinen Klick brauchst, dann könnte auch ein Radial KL8 oder Key Largo Bodentreter passen. Ist deutlich bühnentauglicher als ein Interface.
 
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Hey Duplo,

vielen Dank für den Tipp mit dem Radial-Teil!
Behalte ich im Hinterkopf - Klick habe ich nie gebraucht und werde ich auch nicht brauchen... :)
 
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Die Latenz wird sich deutlich bessern! Ich merke die nicht mehr mit meinem Audio-Interface (Audient ID14 oder auch am Yamaha YC61 mit eingebauter Soundkarte).
Aber die Focusrite-Teile sind super und haben einen sehr guten Ruf.
Vielleicht nicht ganz unwichtig: Die Scarlett 8i6 ist nicht bus-powered und benötigt das mitgelieferte Netzteil.
Alle “kleineren” Modelle der Serie hingegen ziehen ihren Strom über USB-C, d.h. aus dem iPad. Sofern dein USB-C Hub auch einen “Power Delivery” USB-Ladeanschluss hat könntest du so mit einem Netzteil für das iPad auch die Scarlett versorgen. Geht natürlich auch alles über die Batterie vom iPad, dann halt entsprechend kürzer…. ;-)

Viele Grüße
HD
 
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Hallo HD,

herzlichen Dank für die ergänzenden Infos!
Merkst du Unterschiede hinsichtlich der Latenz zwischen Audient-Interface und Yamaha-Soundkarte?
 
Hallo skey68,

jein ;-) Ich nutze AUM für die Steuerung der AU3-Plugins B3-X und Korg Module Pro.
In AUM kann man in den Settings sowohl die Buffer Size als auch Sample Rate für die jeweilige Soundkarte einstellen.
Ich spiele immer mit 48kHz Samplerate und 128 Buffer Size ohne ein Gefühl von Latenz (sowohl bei der Audient als auch beim Yamaha). Wenn ich aber die Buffer Size auf 64 runterstelle gibt’s beim Yamaha Aussetzer, beim Audient nicht.
Daraus schließe ich, dass die Audient-Karte noch performanter bei der Latenz ist als die im Yamaha. Aber wie gesagt, für mich nicht von Belang, weil mir auch 128 völlig reichen.

Viele Grüße
HD
 
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Vielen Dank für die Infos!
Schade, ich kann leider weder dir noch Duplo Kekse geben, weil ich erst andere Nutzer bewerten soll...:ugly:
 
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Ich hätte das gleiche gesagt, kannst du mir einfach geben :-D
 
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Bin gerade über diesen Thread gestolpert, den ich vor ziemlich genau 12 Jahren mal gestartet hab, als ich vorhatte, den Textordner auf der Bühne zusammen mit dem klobigem Notenpult durch ein Tablet zu ersetzen, und mir nicht sicher war, welche Richtung ich gehen sollte.

Meine Erfahrung und Fazit nach 12 Jahren nun mal hier zusammengefasst:
Als erstes: Die Entscheidung für das iPad war exakt die richtige Wahl. Zu Beginn war es 'nur' die Darstellung der Sheets, für die ich damals mit dem Setlistmaker gestartet bin. Dann kam noch das Einspielen von Pausenmusik dazu. Als Sounderzeuger für das Keyboard ist es bei mir bislang noch nie zum Einsatz gekommen und wird es vermutlich auch nicht, obwohl es da ne Menge coole Sachen gibt. Aber ich hab mir etwa ein Jahr nach dem ersten iPad ein MacBook Pro geleistet, das mit Mainstage deutlich flexibler als Sounderzeuger genutzt werden kann.
In 2015 bin ich von analog auf einen Digitalmixer umgestiegen, und auch hier ist ein Tablet für die Bedienung quasi gesetzt. Seitdem bin ich auf der Bühne immer mit zwei iPads unterwegs, a. um beide Apps (Setlist und Mixer) ohne umswitchen immer im direkten Zugriff zu haben, und um b. auch redundant unterwegs zu sein, obwohl ich noch nie einen Ausfall hatte.

Anfangsschwierigkeiten​

Aller Anfang ist schwer, braucht eine Eingewöhnungszeit beim User sowie auch ein Umdenken und Anpassen an die Anforderungen beim Entwickler, sowohl der Hardware als auch Software.
So ein iPad hat neben dem Strom- bzw. Datenanschlusskabel auf USB nur einen Kopfhörer-Anschluss. Das heißt, es schreit nach einem Adapter für die unterschiedlichen Anwendungen. Hierfür kamen relativ schnell die ersten Docks auf den Markt, die neben der Stromversorgung auch bühnentaugliche Audio Ein- und Ausgänge, teilweise auch MIDI In/Out und sogar Video Out boten: Alesis io-Dock, Behringer iStudio, Focusrite und der eine oder andere Hersteller. Das war natürlich super bequem: iPad reinschieben und fertig. Erstes Problem war hier aber sehr schnell die Kompatibilität zu den verschiedenen iPad Modellen. Während iPad 2 und 3 sich lediglich durch die Dicke unterschieden, was man mit einer Kunststoffeinlage im Dock kompensieren konnte, wechselte Apple mit dem iPad 4 zu Lightning. Hier waren dann die alten Docks nicht mehr einsetzbar. Ich meine irgend ein Hersteller hatte die Option einer Umrüstung, aber trotzdem war das ärgerlich. Wobei die Entscheidung auf Lightning eigentlich eine gute und fällige Entscheidung war - lessons learned, und shit happens.
Auch die Hersteller von Tablet Holdern hatten ihre Probleme, weil sie anfangs Halter für spezielle Modelle anboten. Mittlerweile haben sie alle gelernt, und die Halter die man heute bekommt, können i.d.R. mit allen Modellen
genutzt werden. Somit hab ich anfangs einiges weniger nachhaltig an Peripherie investiert, was dann leider nicht von Dauer war.

Wo ging die Reise hin?​

Da ja ein iPad enorm vielseitg ist, musste ich für mich erst einmal checken, welche Einsatzmöglichkeiten neben dem reinen Textordner-Ersatz noch so möglich sind.
Ich hab gerade in der Anfangszeit viele virtuelle Musikinstrumente installiert und größtenteils auch gekauft, die wirklich super sind. Angefangen bei Animoog, Sunrizer, Sampletank, über die vielen Korg Apps, wobei mich die iPolysix umgehauen hat, mein erster Synthesizer Ende der 80er für knapp 4000 DM, den ich nun 1:1 als App für 17,90 EUR bekam, und die sogar noch mehr Optionen wie der Hardware Synthesizer bietet. Dann die ultrageilen Apps von Jordan Rudess wie SampleWiz und später GeoShred, die unabhängig von der outstanding Klangqualität völlig neue Optionen für das Spielen liefern. Aber auch wenn das iPad über Docks mit vernünftigen bühnentauglichen Anschlüssen versorgt werden konnte, oder mittlerweile auch problemlos über Audio-Interfaces angeschlossen werden könnte, und auch relativ schnell mit Apps wie Audiobus auch ein Management der Apps und auch die Verwendung mehrer Apps gleichzeitig ermöglicht, hab ich es bisher nie live als Soundlieferant auf der Bühne genutzt. Auch zum Abfeuern von Samplen, sogenannten OneShots wollte ich es mal nutzen, hab es aber nie umgesetzt. Lediglich zum Einspielen von Pausenmucke kam es mal zum Einsatz. Aber seitdem ich das Macbook auf der Bühne hab, besteht hier kein Bedarf mehr.
Mit der zusätzlichen Mixersteuerung, die bei mir in 2015 mit dem Umstieg auf Digitalpult kam, bekam das iPad eine neue wichtige Funktion auf der Bühne. Mittlerweile war ich auch schon beim 3. oder 4. iPad angekommen, die vorigen hab ich aber immer behalten, so dass ab sofort immer mindestens zwei iPads im Einsatz waren. Zum einen fand ich das umswitchen der Apps zu umständlich, als Keyboarder hab ich eh schon kaum ne Hand frei, und will so immer den direkten Blick auf die Sheets und auch auf den Mixer haben. Das iPad mit den Sheets sitzt in einem Halter immer im direkten Blickfeld, das für den Mixer liegt auf dem Keyboard, also auch im Blick und schnell für den Zugriff.
Ja, ich hab diverse iPads im Laufe der Zeit gehabt, häufig durchgewechselt, aber weniger, weil es nötig war, weil eins defekt war oder Akku schlecht, oder irgendwelche Inkompabilitäten. Hat sich irgendwie immer so ergeben. Teilweise hab ich sie neu gekauft, teilweise gebraucht. Irgendwann bin ich mal günstig an ein 12,9"er gekommen - die Augen werden ja mit dem Alter nicht besser, und ich bin nun mal Brillenverweigerer ;) - das war mir schon fast zu groß (mehr aus Gründen der Optik aus Zuschauersicht), bin aber mittlerweile von der 2. auf die 4. Generation beim 12,9er gewechselt, das ist ohne Homebutton, und damit ne Ecke kleiner, was ein guter Kompromiss ist. Ein 6er hatte ich mir mal neu gekauft, zusammen mit dem Apple Pencil, ein 5er hab ich mal für den Job bekommen, was dort aber nicht mehr eingesetzt wird. Im Moment liebäugle ich mit einem Apple iPad Pro 11" 4. Generation.

Speicherkapazit und Displaygröße​

Was die Speicherkapazität angeht, ist meine Erfahrung, dass ich mit 128GB eher sogar mit 64GB locker auskommen würde. Meine wichtigste App für die Songverwaltung, die in 12 Projekten über 800 Songs enthält, die jeweils mit einer oder mehreren PDF und die meisten auch mit einer MP3 Datei hinterlegt sind, passt immer noch auf mein kleinstes iPad Air mit 16GB. Apps brauchen nicht übermäßig Speicher, und Fotos mach ich damit nicht, die auf den iPhones üblicherweise den meisten Platz einnehmen.
Meine erste Sorge war das gegenüber dem gewohnten DINA4-Format doch deutlich kleinere Format bei dem 9,7". Nimmt man das iPad quer, hat man die Breite und könnte nun über Autoscroll alles anzeigen. Meine Erfahrung hier: ist Quatsch! Auch wenn es auf den ersten Blick kleiner aussieht, ist es alleine durch die Hintergrundbeleuchtung scharf genug, dass man alles gut lesen kann. Autoscroll wäre zwar eine Option, ist aber gewöhnungsbedürftig, bedarf einiger Anpassung, bis es denn passt, und ist mir dann doch wieder zu unflexibel. Meine Sheets, die ich zu Hause am Rechner erstelle, sind so skaliert, dass sie immer auf eine Seite passen. Insofern brauche ich kein Autoscroll. Ja, das 12,9er iPad ist schon komfortabler - die Augen werden nun mal nicht besser - und spätestens wenn man nach Noten spielt, dürften 9,7" sowieso nicht mehr ausreichen.

Wechsel bei den Apps​

Anfangs war die Frage, welche App ich für die Verwaltung meiner Songs und Sheets nutze. Kollegen nutzten OnSong, ich hab mich recht schnell für Setlistmaker entschieden, hat mich mehr angesprochen. Andere Apps hab ich probiert, bin aber immer wieder zu Setlistmaker zurück. Ich denk, das ist wie die Entscheidung für eine DAW. Alle bieten in etwa dieselben Möglichkeiten, aber irgendwann schießt man sich auf eine ein und bleibt dabei.
Relativ schnell sind mir meine Bandkollegen gefolgt, haben sich auch iPads zugelegt und haben dann auch Setlistmaker genutzt. Da es hier aber keine übergreifende Synchronisation für mehrere User gab, lief unsere Songdatenbank schnell auseinander. Daher bin ich in 2017 auf den Nachfolger Bandhelper umgestiegen. Gleicher App-Hersteller, aber der Unterschied zum Setlistmaker ist eine Datenbank beim Entwickler, die für eine zentrale Synchronisierung genutzt werden kann. D.h. alle haben die selbe Songdatenbank, nutzen nur bei Bedarf eigene Dokumente. Aber jeder - zumindest die mit Schreibberechtigungen - können neue Songs einstellen, die dann auf die iPads der anderen synchronisert werden, was die Vorbereitung für Proben extrem vereinfacht. Außerdem kann man so jederzeit an jedem beliebigen Ort der Welt alle Daten kurzerhand zur Verfügung stellen, z.B. wenn man einen Ersatzmusiker braucht, erstellt man ihm einen Account, gibt ihm Zugangsdaten und sofort hat er den selben Stand an Dokumentation (Sheets, Audio, Video) wie alle anderen.

Fazit​

Als Ersatz für den Textordner hat sich das iPad mehr als bewährt. Zum einen ist es ein optischer Gewinn gegenüber dem altbackenem Textordner. Gerade im Dienstleistungs-Sektor, wo man ein Repertoire von ca. 300 Songs vorhalten muss, kommt man nun mal ohne Kladde nicht aus, und ein iPad am Mikrostativ stört dort deutlich weniger als ein sperriges Notenpult. Wir arbeiten nicht mit vorher festgelegten Setlisten, sondern erstellen kurze Sets adhoc vor Ort. Das sind mit der entsprechenden App auf dem Tablet wenige Handgriffe, wo man vorher mit Hilfsmitteln am Ordner in Form von Büroklammern oder ähnlichem gearbeitet hat. Vor allem der schnelle Zugriff ist bei einem Tablet deutlich komfortabler, wenn man schnell einen Song einschiebt oder anhängt. Zudem bieten Apps wie Bandhelper eine Remotesteuerung über das Bühnen WLAN. Unsere Sängerin bekommt die Anzeige meines iPads auf ihres gespiegelt, unser Drummer verbindet sich seit kurzem mit meinem, wobei ich hier nur die Auswahl der Songs steuere, bei ihm aber seine Sheets angezeigt werden und nicht meine, wie bei der Sängerin. Schieben wir während des Sets noch schnell einen Song dazwischen, wähle ich den aus, und alle bekommen den bei sich angezeigt.
Wenn ich neue Songs vorbereite, lade ich die mit Text und MP3 in die Datenbank und jeder hat die sofort als Grundlage für die Vorbereitung auf seinem iPad verfügbar.
Selbst bei meinen anderen kleineren Bands, wo wir mit kleinerem Repertoire arbeiten und auch vorab feste Setlisten erstellen, ist das mit einer App auf dem Tablet in wenigen Handgriffen erledigt. Dazu kommen die netten Optionen, die Setlist in größerem Format auszudrucken (für die Leute, die kein iPad auf der Bühne nutzen und auch keine Sheets /Texte benötigen), eine angepasste Liste mit bestimmten Anweisungen pro Song für den Mann am Pult oder Licht, außerdem ist die GEMA Liste im Anschluss des Gigs in einem Handgriff exportiert.
Ausfallsicherheit: Ich hab in den letzten 12 Jahren nicht einen Ausfall gehabt. Ja die App ist tatsächlich schon mal abgestürzt. Neu starten und wieder da.
Textordner zu Hause vergessen - großes Problem! iPad vergessen? Ich hab immer ein Reserve iPad im Rucksack. Einmal mit dem jeweiligen Account angemeldet, synchronisiert und alles ist wieder da.
Letzten Samstag haben wir sogar unseren Bassisten überzeugt, auf iPad umzusteigen. Er war bislang der letzte, der sich noch geweigert hat, und am Textordner festgehalten hat, aber doch eingesehen hat, dass er immer derjenige ist, auf den alle anderen warten müssen. Mal schauen, wie er damit zurecht kommt.
 
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Als Anzeige ist es unschlagbar. Auch für Substituten genial, die müssen sich bei Bandhelper nur mit unserem Account Anmelden und haben alle unsere Songs und Sheets. Einfacher wirds nicht. Als Controller geht auch sehr viel praktisches. Als Klangerzeuger ist es immer noch eher Spielzeug.

Letzten Samstag haben wir sogar unseren Bassisten überzeugt, auf iPad umzusteigen. Er war bislang der letzte, der sich noch geweigert hat, und am Textordner festgehalten hat, aber doch eingesehen hat, dass er immer derjenige ist, auf den alle anderen warten müssen. Mal schauen, wie er damit zurecht kommt.

Bei unserer Cover Partie ist es noch der Drummer. Der weigert sich standhaft. :D
 
Toller Erfahrungsbericht! Würde ich genau so unterschreiben, allerdings mit dem Hinweis, dass das iPad durchaus als (alleiniger) Klangerzeuger beim „klassischen Tastendrücker“ zu gebrauchen ist (Piano, E-Piano und Orgel).
Aber Duplo spielt ja nochmal in einer anderen Liga :cool:

Zum Thema Bandhelper vs. Textordner: Ich versuche da verzweifelt seit rund 10 Jahren meine Bandkollegen zu überreden, ebenfalls auf Bandhelper umzusteigen. Accounts hab ich für sie - schlicht: Sie wollen nicht. Und gerade unser Gitarrist brachte mich immer wieder zum Wahnsinn, wenn er zwischen den Songs ewig in seinem Ordner nach dem nächsten Stück kramte und dann einfach los spielte in dem Glauben, man erkennt das Stück nach 2 Takten…..:bang:
Ergebnis nach 10 Jahren: Ich erkenne jetzt jedes Stück nach 2 Takten :fear:
 

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