Jazz-comping für Anfänger?

von Sam Urai, 24.02.05.

  1. Sam Urai

    Sam Urai Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.05   #1
    Hi Leute, ich spiel noch nich so lange Klavier, kenn mich aber musiktheoretisch recht gut aus, da ich Gitarre spiele und en super Lehrer hab :great: . So jetzt zu meinem Problem: Ich hab mir grad das Leadsheet von Freddie Freeloader von Miles Davis ausm I-Net geholt, wiel die Melodie und die Harmonik ziemlich einfach sind. jetzt weiß ich aber nich, was ich mit der linken Hand spielen soll, wenn ich rechts die Melodie spiele :confused: Wenn ich die kompletten Akkorde spiele klingts total scheiße, das noch größere Problem ist aber die Rhytmik. Das Sheet gibts hier http://mapage.noos.fr/realbook/index_accueil.htm
     
  2. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.05   #2
    Das ist ja ein geiler Link!!! :)

    Probiere erstmal die Grundtöne in die Linke zu legen, dann Verbindungen schaffen und evtl. die Akkorde auf beide Hände verteilen...
    Wenn du Akkorde in der Linken spielst, versuche sie so weit wie möglich zu spielen...keine Sekunden etc...klingt sonst scheisse...
     
  3. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 25.02.05   #3
    Hallo Sam Urai,
    wie Du richtig erkannt hast ist die Rhythmik für einen Pianisten extrem wichtig im Jazz, da das Piano bekannter Weise zur Rhythmsection gehört.
    Da Du nach eigener Aussage theoretische Grundkenntnisse besitzt, muss ich über ternäre Spielweise im Jazz nicht viel erzählen.

    Aus langjähriger Erfahrung heraus kann ich Dir nur empfehlen mit Deinem linken Fuß die Beats 2 und 4 zu markieren (siehe HiHat - Drums).
    Deine linke Hand spielt die Off’s auf 2+ und 4+ als kurzen Kick.
    Linker Fuß und linke Hand zusammen genommen machen also folgende rhythmische Figur:

    1 2+ 3 4+

    Es ist sozusagen ein rhythmischer Bestandteil der Standard Ride Cymbal Figur. Das Ride Cymbal würde zusätzlich noch die Beats 1 und 3 spielen. Das machst Du nicht!
    Die Akkorde der linken Hand sind harmonisch gesehen antizipiert zu spielen. Das heißt, der Akkordwechsel im nächsten Takt wird schon auf der 4+ des vorherigen Taktes gespielt. O.K.?

    Ist das mal gut drauf geschafft, hast Du schon die halbe Miete. Es muß allerdings grooven.
    Lasse Dir mit der rechten Hand Zeit. Spiele als Übung zunächst einmal nur die Downbeats 1 und 3. Später wirst Du auch Achtel spielen wollen. Dazu bedarf es einer gewissen Unabhängigkeit, da die linke Hand ihren Pattern konstant durchzieht.

    Zum Stück ist zu sagen:
    Ich habe mich der Einfachheit halber für 3-stimmige Voicings entschieden. Das kommt auch dem Timbre des Stückes zugute finde ich. An manchen Stellen spiele ich auf die 4 und die 4+ jeweils einen Akkord. Der Akkord auf der 4 ist dabei harmonisch gesehen ein chromatischer Vorhalt. Wenn Dir das zu schwer ist, kannst Du diesen Akkord auf der 4 zunächst einmal weglassen.

    CIAO
    CUDO
     

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  4. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.05   #4
    Der Mann mit dem Plan hat gesprochen...How (indianisch)!!! :)
     
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