Jazz

von ZAUBERBAER, 03.06.06.

  1. ZAUBERBAER

    ZAUBERBAER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.06   #1
    Das Thema Jazz interessiert mich schon lange, leider habe ich bis jetzt noch keinen Zugang gefunden. Dann wurde im benachbarten Thread das Buch von Norbert Seidel angeschnitten, welches ich leider nicht kenne. Wer hat Erfahrungen mit Jazz auf dem Akkordeon, bzw. wie habt Ihr Zugang zu diesem Thema bekommen, und könnt es vielleicht auch anderen empfehlen? Gibt es Literatur, oder auch allgemeine Einführungen in Improvisation?, und hat noch jemand anderes Erfahrungen mit dem erwähnten Buch gemacht?
    Ich freue mich schon auf eure Antworten.

    Grüssele
    baer
     
  2. akkpiadruman

    akkpiadruman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.06   #2
    Da ich Besitzer des von dir genannten Buches bin, und mich auch für Jazz interessiere, gebe ich hier mal meinen Senf dazu. Außerdem bin ich bei dem Buch schon ein ganzes Stück weiter. :great:

    Zu dem Buch:

    -Ist in deutsch und in englisch geschrieben. D.h linke Spalte deutsch, rechte englisch
    -Das Buch geht speziell auf die Improvisation auf dem Akkordeon ein (Standardbassakkordeon)

    Der Leser wird langsam an die Improvisation herangeführt, indem er im ersten Teil ein paar (wichtige) theoretische Grundlagen lernt, die dann im zweiten Teil auch angewand werden können. Es fängt mit sehr (!!!) einfachen Stücken an, die linke Hand ist also praktisch nicht gefordert (auch bei Anfängern!).

    Sehr gut finde ich, dass es am Anfang des zweiten Teils Akkordgriffbilder gibt, bei denen die "wichtigsten" Akkorde grafisch dargestellt werden.

    Dazu sagen muss ich allerdings, das die Stücke im weiteren Verlauf etwas schwieriger werden (welch Wunder...), und es meiner Meinung nach für den totalen Anfänger nicht ganz leicht ist, die verschiedenen Akkorde (in der linken Hand) zu greifen bzw. auch die Griffwechsel zu vollziehen.

    Vorne auf dem Buch steht zwar: "Für Anfänger und Fortgeschrittene"
    Mit Anfänger ist aber IMO gemeint, dass man die "Bässe" (und auch die Tasten) schon etwas besser kennen sollte.
    Allerdings hängt das natürlich auch vom Lerneifer des Lernenden ab ;) .

    Andere Literatur:

    -Alfred Baresel : Wie spiele ich Jazz auf meinem Akkordeon
    -Heinz Both: Jazz-Studio.Anleitung zur Improvisation für Akkordeon
    -Peter Michael Haas: Akkordeon-Spiel
    -Curt Mahr: Tanzstudio.Einführung in die Spielpraxis moderner Tänze für Akkordeon
    -Wolfgang Ruß: Basic Jazz für Akkordeon

    Die Literatur ist dem Buch "Akkordeon Jazz Akkorde" von Norbert Seidel entnommen.


    Ich selber spiele seit ca. 1/2 Jahr Jazz, bzw. Blues und Funk. Drauf gekommen bin ich eigentlich, weil mich Improvisation schon immer fasziniert hat ("wie können die bloß so gut ohne Noten spielen?") und, weil ich einfach die Schnauze voll von Klassik hatte. Auch wenn ich jetzt im Blues, etc. viel einfachere Sachen spiele als ich es in der Klassik und Co. kann/konnte, ist es IMO einfach ein tolles Gefühl, "vor sich hinzuswingen". Die Musik hat einen ganz anderen Drive und läuft nicht einfach stur vor sich hin!
    Das ist es, was mich zum Jazz zog und was mich (hoffentlich) noch lange dort hält.

    Falls ich irgendeinem überzeugten Klassiker (der sich diesen Thread wahrscheinlich nicht angeschaut hätte...:rolleyes: ) mit meinem gewettere gegen die Klassik zu nahe getreten sein sollte, bitte ich dies zu entschuldigen.

    Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Entscheidung (ist es eine?) helfen.

    Gruß,

    Felix
     
  3. Martin WPunkt

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    Erstellt: 05.06.06   #3
    Ich spiele seit ich denken kann Jazz auf dem Akkordeon. Auch mich hat Jazz immer interessiert. Und da ich nebenbei noch Klavier spiele, habe ich mir vor einigen Monaten einen guten Piano-Jazz-Lehrer gesucht und habe bei dem jetzt unregelmäßig Unterricht. Kann ich jedem nur empfehlen, weils einfach viel besser zu lernen geht, als nur zuhause mit Buch.

    Ein Buch kann ich aber besten Gewissens empfehlen: Frank Sikora "Jazz-Harmonielehre". Wurde hier im Board schon mehrfach besprochen, ich glaube sogar, Sikora war auch mal kurz hier als registrierter User unterwegs. Ist ein ziemlich dicker Schinken (das Buch....), lohnt aber den Preis und die Mühe....
     
  4. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #4
    .. also Akkordeon und Jazz ist ja so eine ambivalente Sache.
    Meine Empfehlung: Ein Heft "Basic Jazz für Akkordeon" von Wolfgang Russ.
    Das findest Du hier: http://www.russ-musikverlag.de/Bandausgaben.html
    und damit hast Du eine gesunde Einführung.
    auch Hefte wie: AKKORDEON JAZZTIME Band 1 und 2
    dort sind mM ziemlich gut.

    Im alleingang wirst Du Dir aber sehr schwertun. Der richtige swing, groove und die Rhytmik, off-beats etc. sind durch Noten und Bücher kaum zu vermitteln, wenn Du es ernst meinst brauchst Du einen Lehrer. "Jazz spielen heisst Jazz hören".

    mfg Balgseele
     
  5. senseo

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    Erstellt: 07.12.06   #5
    Gibt es eigentlich Notenmaterial in dieser Richtung? Meine Suche ist in dieser Hinsicht immer ziemlich schnell im Sande verlaufen. Ich habe da zwar ein Heft "Jazz Accordion Solos" von Gary Dahl, in dem einige Jazz-Standards ziemlich gut arrangiert drin sind. Leider sind das aber alles Stücke aus den Jahren 1916 bis 1921. Sind nicht wirklich leicht zu spielen und stellen schon eine gewisse Herausforderung dar, aber ich habe das Problem, dass sich das irgendwie nach dem dritten Stück alles gleich anhört. Also zumindest habe ich für mich festgestellt, dass dieser "Schmuse-Jazz" der frühen Zwanziger nicht so wirklich mein Ding ist.

    Aber was den Schwierigkeitsgrad angeht, da denke ich, dass sich guter Jazz/Blues durchaus mit den klassischen Werken messen kann. Ich denke, es kommt da einfach auf die richtige Mischung an. Immer nur Klassik fände ich langweilig, immer nur Jazz ebenfalls warum also auf eine Richtung festlegen?

    Gruss Senseo
     
  6. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.06   #6
    wieso macht ihr das nicht wie alle Jazzer?? die nehmen die Realbooks und dann hat sich das - natürlich ist es sinnvoll, die Stücke schon mal gehört zu haben vorher...


    Das Vermischen von Klassik und Jazz ist deshalb nicht unproblematisch, weil das Feeling total unterschiedlich ist - deshalb ist ja Jazz von Klassikern gespielt so "schrecklich", das ist perfekt gespielt, swingt aber keinen Schwanz und ist deshalb nicht mal "unter ferner liefen" interessant.
    Für die Ausnahmen, braucht man nicht sehr viele Hände zum Zählen...!
     
  7. Eleni05

    Eleni05 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.06   #7
    Da das Christkind ja nun bald kommt, wollte ich ihm auch ein paar Tipps geben können in Hinblick auf die geeignete Akkordeon-Jazz-Literatur.
    Nach euren Beiträgen, aber auch nach ein bissel Googeln schwanke ich zwischen dem Buch von Norbert Seidel und dem von Wolfgang Russ. Was mich bei beiden stört - und jetzt bitte nicht schlagen-, ist, dass es zu beiden keine CD gibt.
    Bitte jetzt keine Kommentare wie "Lern Noten Lesen+Spielen, Mädel!", dessen bin ich durchaus mächtig. Allerdings habe ich gemerkt, dass es sehr hilfreich ist, ich sage jetzt mal, das "Feeling" für ein Stück zu entwickeln, wenn man's mal gehört hat.
    Besonders gut finde ich dabei auch, dass man nebenher die Stücke auch ein wenig "üben" kann, wenn man z.B. gerade Auto fährt oder das WoZi aufräumt. ;)
    Das mit den "Realbooks" (WilliamBasie) wäre natürlich auch so 'ne Idee.

    An die Leute die o.g. Bücher kennen, welches Buch gefällt euch besser? Warum?
    Kennt ihr eventuell (Akkordeon-)Jazz-Bücher mit CD?
     
  8. senseo

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    Erstellt: 11.12.06   #8
    Gary Dahl: Jazz Accordion Solos

    Nicht schlecht, ordentlicher Schwierigkeitsgrad und eine CD ist auch dabei. Das Heft ist nicht leicht zu finden, gibt es aber beispielsweise bei chords-online.

    Gruss, Senseo
     
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