K&M 3000/4000 vs. Manfrotto 087

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Hallo,

hat jemand Erfahrung mit den noch relativ neuen K&M Kurbelstativen im Vergleich zum Platzhirsch Manfrotto 087?
Insbesondere hinsichtlich der Stabilität & Standfestigkeit. Bei K&M gefällt mir der doppelt Kurbelmechanismus ohne Seil, Manfrotto sieht aber zumindest auf den Fotos wertiger aus.

Da nur kleine Sachen mache, würden mir die 3m Höhe vom K&M 3000 reichen. Das ist dann doch etwas günstiger und vor allem transportfreundlicher als das 087.
Geplante Last 12-15 kg (LED Pars und / oder Theaterleuchten).


Grüße

Jo
 
Grund: links angepaßt MfG. Basselch
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mit einer Erfahrung kann ich leider nicht dienen, aber die größere Standfläche beim K&M finde ich schon mal sehr gut. Dafür hat das Manfrotto schon den ausziehbaren Fuß eingebaut, den man beim K&M extra kaufen muss.
 
Das Manfrotto lässt sich einfacher balastieren, hat Löcher in den Füssen, um es auch im Boden mehr oder minder zu verankern und hat oben eine Öse zum Abspannen.
Auch der kleine Tritt ist oftmals hilfreich.
Seilzug vom Manfrotto muss man halt regelmässig prüfen/warten lassen.
 
Hallo,
wir haben wegen den K&M unsere Manfrottos verkauft, warum:
  • Die K&M haben den breiteren Stand
  • Wenn einem weniger Standfläche reicht (und man das zuverlässig auch einschätzen kann, bezüglich der Gefahr), kann man sie auch enger aufstellen.
  • Mit dem Ausgleichsfuß von K&M schafft man mehr Höhendifferenz als bei Manfrotto, z.B. eine ganze Treppenstufe.
  • Sie sind viel leichter!
  • Der 4000er hat mehr Endhöhe als der Manfrotto
  • K&M hat die höhere Belastbarkeit
  • Der Kurbelmechanismus von K&M ist seit Jahrzehnten bewährt. Wir haben mit dem Kurbelmechanismus weniger Wartungsärger als mit den Manfrotto Liften, wobei auch diese natürlich hervorragend sind, trotzdem sehe ich darin K&M vorne.
  • Die Kurbel ist abnehmbar, was im aufgebauten Zustand ein super Vorteil ist, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen und es sieht auch schöner aus.
  • Ersatzteile bei K&M sind um Welten günstiger als bei Manfrotto, wenn man mal etwas braucht. Der zugehörige Support wird direkt von K&M abgewickelt. Jeder Endkunde darf dort gerne direkten Kontakt aufnehmen.
  • Der K&M kostet mit Ausgleichsfuß und TV Zapfen Adapter weniger als der Manfrotto
  • Das leichte Gewicht, lässt auch den Transport in einer Tasche zu, wenn man die Oberfläche schonen will.
Ich sehe das Argument mit dem Ballast, jedoch ist es sowieso fragwürdig, wo so ein Lift noch stehen darf, wenn Ballast nötig ist, denn diese Lifte sind alle nicht in der Lager große Querkräfte aufzunehmen. Wir haben Ballast in so einem Fall nur extrem selten benötigt und für sinnvoll befunden. Als den größten Nachteil bei den K&M empfinden wir die 35mm Aufnahme. Als Verleiher ist die recht universelle Aufnahme der Manfrottos mit Loch für TV-Zapfen UND Mini TV-Zapfen UND ausfahrbarem Zapfen, der z.B. auch direkt für Mikrofongalgen passt, einfach sehr praktisch. Es würde mich sehr freuen, wenn K&M einmal einen vergleichbaren Kopf als extra Zubehör anbieten würde. Auch der Manfrotto Kopf ist nur per Schraube an das Endrohr geklemmt (leider mit einem anderen Durchmesser).

Sollte man sich für den K&M entscheiden, dann agiert man sogar nachhaltig, denn bei diesem Thema ist K&M sehr gut aufgestellt. In deutsche Arbeitsplätze investiert man auch noch.

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

Ich hatte mich jetzt schon vor der Antwort von Tobias für die Manfrottos entschieden. Entscheidend waren die vielen offiziell vom Hersteller vorgesehen zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten.

Die größere Standfläche der K&M ist schon ein Plus. Andererseits braucht man auch mehr Platz. Enger aufstellen geht natürlich bei dem K&M auch, aber dann muss man auch wissen was man tun und im Falle eines Falles wird man sich mit dem Vorwurf des unsachgemäßen Gebrauchs auseinandersetzten müssen.

Den Punkt mit der Wartung hatte ich gar nicht auf dem Zettel. Ich gehe aber mal davon aus, dass bei meinen wenigen Einsetzten (ca. 10 VA / Jahr) ich eine Weile Spaß damit haben werde, bevor da was fällig ist. Wie sind da so die Erfahrungswerte?

Grüße

Jo
 
bei meinen wenigen Einsetzten (ca. 10 VA / Jahr)
Nein. Die Wartung ist primär zeitabhängig und nicht primär nutzungsabhängig, d.h. nach Ablauf der Prüffrist muss der Lift vorgeführt und geprüft werden. Diese Prüffrist kann sich verkürzen, sofern das Hebezeug außerordentlich belastet wird, z.B. durch hohe Auslastung, widrige Umweltbedingungen. Die Prüfung muss mind. jährlich erfolgen.

8.2 Wiederkehrende Prüfungen
1. Lastaufnahme- und Anschlagmittel sind in Abstän-
den von längstens einem Jahr durch eine zur Prüfung
befähigte Person zu prüfen.
Je nach den Einsatzbedingungen der Lastaufnahme- und
Anschlagmittel können Prüfungen in kürzeren Abständen
erforderlich sein. Das gilt zum Beispiel bei besonders
häufigem Einsatz, erhöhtem Verschleiß, bei Korrosion
oder Hitzeeinwirkung oder wenn mit erhöhter Störan-
fälligkeit zu rechnen ist
Quelle: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3920. S21
 
Wer kann denn die Prüfung durchführen?
 
Eine Adresse hatte ich genannt.
Ansonsten größere Vermietbuden und natürlich der TÜV und andere Prüfinstitutionen.
 
ok, danke!
 
Erfahrungsgemäß brauchen die Manfrotto relativ wenig Wartung, solange man sie nicht überlastet. Überlastung mögen sie garnicht, also bitte zuverlässig an die 30 kg halten, dann wird man lange Freude damit haben. Falls es Arbeitsmittel sind, muss man trotzdem Prüfintervalle einhalten, im rein privaten Umfeld, wäre alles egal (Dein privates Gartenfest,...).
Viele Grüße
Tobias
 
im rein privaten Umfeld, wäre alles egal (Dein privates Gartenfest,...).
Aus diesem Grund geschehen auch die wenigsten Unfälle im privaten Haushalt, z.B. auch mit anderen Hilfsmitteln wie Leitern.
*duckundweg*
 
Aus diesem Grund geschehen auch die wenigsten Unfälle im privaten Haushalt, z.B. auch mit anderen Hilfsmitteln wie Leitern.
*duckundweg*
Ich will halt nur korrekt sein, weil immer so getan wird, als ob man überall und immer alles nach Vorschrift XYZ prüfen müßte. Da wird oft auch über das Ziel hinaus geschossen, bzw. gesundes Halbwissen verbreitet. Und unabhängig davon ist sowieso fragwürdig, warum NGOs wegen der "Stand der Technik" Klausel ständig neue "Gesetze" verabschieden - von denen unsere Regierung in der Regel gar nichts mitbekommt. Das fällt uns in Deutschland zunehmend auf die Füße, weil auch unglaublich viel Unsinn dabei ist, aber hier kommen wir in ganz grundsätzliche, politische Diskussionen hinein.
 
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Bin ich ganz bei dir. Vieles ist überreguliert und manchmal gar sinnbefreit weil gesunder Menschenverstand im Prinzip das Prinzip der Unfallvermeidung erklären sollte bzw. man dies erkennen kann.
 
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Ja, ich muss zugeben, ich bin von dieser Prüfvorschrift ein wenig kalt erwischt worden. Hätte ich mir ein billiges China-Stativ (ohne Lift) besorgt, wäre keine Prüfung notwendig. Richtig?
Ich wollte aber auf Nummer Sicher gehen und was Gutes kaufen.
Wenn ich am Ende vielleicht 3-4 Einsätze im Jahr habe ist eine jährlich Prüfung schon etwas über das Ziel hinausgeschossen und auch nicht mehr zeitlich und wirtschaftlich vertretbar.
BTW: Mit welchen Kosten muss man da so rechnen?
 
Jein.
Falls das ein Direktimport wäre, ohne deutschen Händler, dann wärst du der Inverkehrbringer und hättest noch mehr an der Backe. Daher der dringende Rat solche Gedankengänge direkt sein zu lassen.
Falls das ein offizieller Import durch einen deutschen Händler ist und das Stativ damit ein CE Prüfzeichenpapper hat, welche eigentlich vollkommen sinnfrei sind, dann wäre im gewerblichen Bereich dennoch eine Prüfung (Sichtprüfung) notwendig. Diese kann allerdings auch durch eine fach- und sachkundige Person durchgeführt werden, also durch dich selbst. Allerdings bist du dann auch für die Dokumentation zuständig und bist eben auch voll verantwortlich falls etwas passiert, z.B. der Sicherungsstift versagt oder das Teil in die Knie geht oder umknickt, weil es eben nicht gewartet wurde oder aufgrund techn. Mängel dennoch eingesetzt wurde.

Ich wollte aber auf Nummer Sicher gehen und was Gutes kaufen.
Ist auch grundsätzlich richtig und besser.

Wenn ich am Ende vielleicht 3-4 Einsätze im Jahr habe ist eine jährlich Prüfung schon etwas über das Ziel hinausgeschossen
Prinzipiell nicht, denn gerade bei wenigen Einsätzen übersieht man gerne Mängel, da man weniger damit rechnet. Je nach Lagerbedingungen und Einsatzbedingungen kann da schon "unsichtbar" etwas "wegfaulen", ganz zu schweigen von Materialermüdung wegen Fabrikationsfehler.
So ganz verkehrt ist das also nicht.

Man muss sein KFZ ja auch beim TÜV vorführen, egal wieviele km man im Jahr damit runterkurbelt.

Kosten für eine Prüfung nach DGUV inkl. Lastprüfung belaufen sich auf rund 25 €.
 
Mit China meinte ich jetzt auch kein Direktimport, sondern ein einfaches/günstig Stativ von den üblich Verdächtigen. Aber klar was du meinst, wenn was passiert, haftet man so oder so.
Und ja, Auto ist ein guter Vergleich. Ist deutlich komplexer und vermutlich auch gefährlicher als ein Stativ, hat aber hat ein Prüfungsintervall von 2 bzw. bei Neufahrzeugen sogar von 3 Jahren. Eine Prüfung von Stativen ist ja durchaus sinnvoll, aber das Prüfungsintervall ist schon sehr kurz - vor alle für nicht wirklich gewerbliche Nutzer.

Vielen Dank für die Preisinfo! Muss mal sehen, wer das dann bei mir in der Nähe machen kann, damit sich der Aufwand in Grenzen hält.
 
Nach meinem ganzen Mimimi habe ich das 087 jetzt ausprobiert: Das ist schon ein geiles Gerät! Heavy Metal. Das nimmt mir einige Sorge bezüglich Sicherheit bei der nächsten VA ab und lohnt den Aufwand.
 
Sagen wir mal so, Manfrotto ist State of the Art in dieser Liga und bei diesen Stands.
Allein durch die schiere Masse des Statives steht das sehr sehr sicher. Die Mechanik ist stabil und langlebig, die Sicherungsmöglichkeiten vielfältig.
Die 30 kg max. sind der weiteren Sicherheit geschuldet, doch das Stativ könnte durchaus deutlich mehr.
Nicht ohne Grund hat sich dieses Stativ seit mehreren Jahren immer wieder bewährt und wird weiterhin auf allen möglichen Bühnen und bei Film- und Fernsehproduktionen eingesetzt.
Ist dasselbe wie mit Genie, VMB und Work bei den größeren Liften.
Die paar Euro mehr kommen am Ende mehrfach wieder raus, denn wenn man ein solches Stativ pfleglich behandelt hebt es ein lebenlang (> 40 Jahre), Manfrotto wird auch weiterhin Ersatzteile dafür anbieten, eher nicht an der Konstruktion Änderungen vornehmen oder das Produkt einstellen, was bei anderen Herstellern - abgesehen mal von K&M - durchaus unverhofft geschehen kann.

K&M hat seine Kompentenzen eher bei Mikrofon- und Boxenstativen. Lampenstative eher weniger.

Dann kommt erstmal sehr lange nichts und das was dann kommt, naja. Ich bin jetzt böse und behaupte alles andere ist Spielzeug und gehört nicht auf eine prof. Bühne.
Ja, man kann mit den Hausmarken Bohrmaschinen Löcher in Wände bohren und für den Heimgebrauch ist das auch legitim. Doch der Profihandwerker weiß genau weswegen im Caddy der Hilti oder blaue Boschkoffer liegt, evtl. noch Makita.
 

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