Kaufberatung E-Piano, € 600,- bis € 1000,-

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Thepic
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Einen guten Abend!

Vor kurzem habe ich meine Klavierkarriere erneut begonnen. Und damit ich nicht für jedes Mal spielen zu Verwandten reisen muss, würde ich mir gerne ein eigenes E-Piano zulegen. Ich fülle erstmal den Fragebogen aus, der Rest steht dann unten.

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 600-1000 EUR;
[X] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[X] ja: gute Kopfhörer und Lautsprecherset
[ ] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[X] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument bevorzugt einsetzen?
[X] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
Vielleicht ein paar Mal im Monat, vielleicht auch gar nicht. Stage Piano würde ich aber trotzdem bevorzugen.

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu ___ kg Daran soll es nicht scheitern.

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Klavierersatz/ Alleinunterhalter Board

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Momentan spiele ich nur einfach klassiche Stücke. Später sollen vor allem viele Covers gespielt werden: Adele, Coldplay, Hans Zimmer aber auch Imagine Dragons, Red Hot Chilli Peppers also Songs in denen gar kein Piano spielt. Im Idealfall parallel mit unterschiedlichen Instrumenten aufgenommen.

(7) Welche Gerätetypen kommen für dich in Frage?
[X] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
[ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)
[ ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Tastatur)
[ ] Wie oben, aber Expander 19-Zoll-Rack geeignet

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[X] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[X] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[X] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[X] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[sagt mir nichts] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
[ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
[ ] Sequenzer/Midi-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
[ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[X] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[ ] sonstiges: ___________________________________ _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
Optik ist nicht so wichtig. Schlichtes Schwarz aber das sind ja fast alle.

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?

Also wie gesagt ich bin Anfänger. Habe aber schon einmal Klavier gespielt, deswegen komme ich ganz gut wieder rein.

Für den Anfang soll das Piano eigentlich nur als Klavierersatz dienen. Später würde ich das Gerät gerne über MIDI an ner vernünftigen Soundkarte anschließen. Deswegen wären eingebaute Lautsprecher gut aber kein muss, da ich sonst Soundkarte, Programm und die virtuellen Instrumente direkt einrichten müsste. Aber das müsste ja eigentlich Standard sein.
Eine sehr gute Hammertechnik oder einfach der Tastenschanschlag ist wichtig. Die Klangerzeugung ist nicht ganz so wichtig, weil die ja später dann über den Computer laufen soll.
Wo ich beim nächsten großem Punkt bin. Was für Zubehör brauche ich dann und wie hoch sind dann die Kosten. Welche Soundkarte ist erstmal nicht so wichtig, aber welche Programme sind da gängig und wie viel kosten die? Auch wenn das mehr ein Thema fürs Software unter Forum ist.
Und zu meinen Wiedergabegeräten. Ich besitze ein 60-70€ Sennheiser Headset, das sollte ja fürs erste reichen. Und dann ein 5.1 Lautsprecher Set mit Verstärker. Aber macht es überhaupt Sinn über ein 5.1 Set zu spielen?
Und zu den erzeugten Tönen: Haben die virtuellen Instrumente am PC die gleiche Qualität wie wenn der Klang direkt am Piano entstehen würde? Oder zahl ich da mit dem Programm nochmal ordentlich drauf?

Der nächste Punkt der mich interessiert: Wie sieht es mit dem Preisverfall von e-Pianos aus? Ein Piano oder Klavier bleibt ja im Wert relativ konstant, wobei jede Technik im Preis eigentlich sehr schnell sinkt. Das Problem ist nämlich, dass ich in 6-12 Monaten evtl. für längere Zeit im Ausland sein werde (bis zu einem Jahr), und somit das E-Piano ungenutzt rumstehen würde. Dann hätte ich 3 Optionen: Kaufen und behalten; Kaufen, verkaufen und wenn ich wieder da bin ein evtl. besseres und teureres E-Piano zulegen; oder leihen und dannach ein eigenes kaufen. Bei einem Musikshop in der Nähe würde ich in der Preisklasse ungefähr 2,5-3% monatlich zahlen. Was macht in der Preisklasse am meisten Sinn? Oder wie würdert ihr handeln?

Das sind erstmal meine Fragen. Ich hoffe jemand kann mir ein paar von diesen beantworten oder mir sogar schon E-Piano Vorschläge bieten, und dass klar geworden ist was meine Ansprüche sind.

In diesem Sinne
liebe Grüße
Thepic
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thepic,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Vorweg hätte ich erstmal ein paar Verständnisfragen:
1.Frage:
Angekreuzt hast du:
[X] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)

Ein Midi Masterkeyboard ist eine reine Tastatur. Diese muss man zwingend mit einem PC mit Soundkarte verbinden um damit spielen zu können. Die Töne entstehen im PC durch die Soundkarte.

An anderer Stelle schreibst du, das du auf dem Gerät erstmal spielen willst und es erst später mal an den PC anschließen. Das geht mit einem MIDI Masterkeyboard nicht.

Dann schreibst du wieder:
(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
Vielleicht ein paar Mal im Monat, vielleicht auch gar nicht. Stage Piano würde ich aber trotzdem bevorzugen.

Also Kreuz an der Falschen Stelle gemacht und du suchst ein Stage Piano mit USB-/Midi- anschluss? :confused:


2. Frage:
(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument
Klavierersatz/ Alleinunterhalter Board

Verstehe ich das richtig, das du Wert auf eine Begleitautomatik legst?
Oder würden dir auch nur viele verschiedene Sounds reichen? :confused:

Lg, TaTu
 
Bei der MIDI Masterkeyboard Variante steigst Du im Verhältnis vermutlich am billigsten aus und hast den geringsten Wertverlust. Ein gutes Master Keyboard verliert nicht viel an Wert weil die technologischen Entwicklungen in der Mechanik langsamer vonstatten gehen. Auch wenn eine neue verbesserte Tastatur auf den Markt kommt wird die vorhandene ja dadurch nicht schlechter. Das ist keine Wertanlage sondern ein Arbeitsgerät.

Bei der Emulations Software tut sich schon öfter mal was, da hat Du aber die Möglichkeit durch Upgrades relativ kostengünstig auf dem Stand der Zeit zu bleiben. Etwas, das mit einem Standalone Piano so normalerweise nicht geht.

Es ist aber viel umständlicher im Handling. Das muss man schon bedenken. Einfach mal Klappe öffnen und 10 Minuten Spielen geht da nicht gut, wenn Du nicht dauernd einen Sound PC auf Standby hast. Den müsstest Du aber zum Preis dazu rechnen, wenn das nicht Dein "Tagesrechner" machen soll. Für einen guten Sound brauchst Du dann aber auch gute Lautsprecher und wenn Du den PC erst soundtechnisch aufrüsten musst, ist ein Hunderter auch schnell ausgegeben.

Wie bei Komplett Pianos auch sind die Sounds der verschiedenen Piano Emulationen Geschmackssache. Die einen lieben dies, die andren das. Musst Du selbst testen. Es gibt Samples zum anhören und auch Demoversionen.

Die möglicherweise günstigste Variante einer hochwertigen Klavier Simulation. Wenig Schnickschnak, viel Piano, <100€

Andere Mütter haben auch hübsche Töchter und andere Firmen haben auch gute Piano Sounds. Synthogy solltest Du Dir anhören.

Bei der Überlegung welches MIDI-Keyboard für "Pianisten" fällt mir spontan das Kawai VPC1 ein, das ist aber etwas außerhalb Deines Budgets.

Eventuell das Studiologic
Ein Pedal und einen guten Ständer sowie ggf. ein MIDI Interface für den PC müßtest Du noch einrechnen, das sollte aber die 1000€ Grenze nicht überschreiten.

Das Problem ist eher, dass Du die Tastaturen aller Kandidaten vorher unbedingt selbst anspielen solltest. Die "upper-Class" Fatar TP40/Wood im Studiologic Keyboard hat beispielsweise MIR überhaupt nicht zugesagt. Andere loben sie über den grünen Klee.

"Ausland" muss übrigens nicht heißen dass Du Dein neues Piano nicht mitnehmen kannst. Oder doch? Ein Stage-Piano und ein Flightcase könnten dafür sorgen, dass Du fern der Heimat noch üben kannst.

Wenn das aber sowieso schon in 6-12 Monaten ist, besteht auch die Möglichkeit mit der ganzen Sache zu warten bis Du wieder da bist. Ein halbes bis ganzes Jahr für den Wiedereinstieg und ein ganzes Jahr Pause werden Dich sowieso wieder weit zurück werfen. In zwei Jahren schaut die Empfehlung vielleicht wieder ganz anders aus.
 
Willkommen im Board :)


Sampling und Sequenzer kannst du in einem Stage-Piano vergessen - das wäre eher die Domäne einer Workstation.

Auf ein reines Masterkeyboard würde ich indes nicht setzen, wenn du noch keine DAW eingerichtet hast.

Es kann durchaus ganz praktisch sein, nicht jedes mal den PC starten zu müssen, wenn man "nur" etwas Klavier spielen möchte... Darum würde ich anstelle eines Masterkeyboards auf ein Stage-Piano mit interner Klangerzeugung und Speakern ausweichen!


HTH
:hat:
 
Vielen Dank für die Antworten!

Erstmal ein MIDI Masterkeyboard kann also auch 88 Tasten mit Hammermechanik haben. Das wusste ich vorher nicht, hab mich da von "keyboard" zu sehr täuschen lassen. Googeln rettet Leben.
Das was ich über "am Angang mit Lautsprechern spielen" geschrieben habe ist dann in der Tat völliger Käse.

Stage Piano mit USB-/Midi- anschluss? :confused:

Stage Pianos mit Midi Anschluss sind also unüblich? Und wie üblich sind überhaupt die Standalone Geräte mit Midi Anschluss?


Verstehe ich das richtig, das du Wert auf eine Begleitautomatik legst?
Oder würden dir auch nur viele verschiedene Sounds reichen? :confused:

Die Begleitautomatik würde ich wenn nur mit MIDI Anschluss am PC nutzen. Und damit meine ich eine Spur einspielen und dann eine neue Spur mit anderem Instrument drüber spielen. Oder über heruntergeladene Spuren spielen. Aber das ist Zukunftsmusik.


"Ausland" muss übrigens nicht heißen dass Du Dein neues Piano nicht mitnehmen kannst. Oder doch? Ein Stage-Piano und ein Flightcase könnten dafür sorgen, dass Du fern der Heimat noch üben kannst.

Das ist wohl als Backpacker leider wirklich ausgeschlossen :bad:


Was ihr alle drei jetzt so sagt: Ein Masterkeyboard ist wohl für den Anfang wirklich nichts für mich. Vorallem wenn ich sowieso in 6-12 Monaten erstmal weg bin. Der Aufwand würde sich für den Angang nicht lohnen.
Ich ändere mal die paar Dinge im Fragebogen.

@bebob99 Du hast jetzt nur von den Masterkeyboards gesprochen. Ein Standalone Stage Piano verliert also schneller an Wert?


Sampling und Sequenzer kannst du in einem Stage-Piano vergessen - das wäre eher die Domäne einer Workstation.

Das beantwortet wohl auch meine Frage nach der Üblichkeit von MIDI in Stage Pianos. Also lieber Finger weg und Geld in andere Features stecken?


Wie hört sich denn der Plan an, sich zu Beginn ein Stage Piano zu kaufen/ leihen, und auf die MIDI Funktion zu verzichten. Also dann eindeutig ein Einsteiger Modell. Und in zwei Jahren auf ein Masterkeyboard umzusteigen?
 
Vielleicht ganz grundsätzlich:

Eine MIDI-Anbindung in irgendeiner Form (herkömmliche MIDI-Schnittstelle oder USB-Buchse) gehört heute zum Standard fast jedes Masterkeyboards, Stage-Pianos, Arrangers, Expanders oder Workstation.

Was den Wertverlust angeht:
Da tun sich Markenhersteller i.d.R. nicht viel - wenn du bezüglich überdurchschnittlichem Wertverlust bei Tasteninstrumenten besorgt bist, kannst du den Effekt deutlich abmildern, indem du dich auf dem Gebrauchmarkt umschaust.


Nimm' vielleicht mal ein Kawai ES-100, ES-7 oder ein Yamaha P-115 auf deine Anspiel-Liste.

Wenn es Richtung Workstation gehen darf, dann den Roland Juno-DS 88 oder den Yamaha MOXF8.


HTH
:hat:
 
USB und oder Midi Anschlüsse am Stage Piano sind eher Standard. Ich hatte mich so ausgedrückt, weil ich dachte das es dann klarer ist.
War wohl nichts. ;-) :D

ok. Also Digital- oder Stage- piano. Das kannst du später auch an einen PC anschließen und mit entsprechenden Musikprogrammen einzelne Spuren aufnehmen. (Begleitautomatik ist noch mal was anderes)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zonquer,
MIDI Masterkeyboard ist bei dem TE vom Tisch. Hatten wir oben geklärt. ;-)

Ein Masterkeyboard ist wohl für den Anfang wirklich nichts für mich.


Hallo Thepic,

ich ergänze Hairmetall81 Vorschlag:
Nimm' vielleicht mal ein Kawai ES-100, ES-7 oder ein Yamaha P-115 auf deine Anspiel-Liste.
in Sachen Stage Piano noch ein wenig.



Eventl. auch noch:
Geschmackssache.

Lg, TaTu
 
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@bebob99 Du hast jetzt nur von den Masterkeyboards gesprochen. Ein Standalone Stage Piano verliert also schneller an Wert?
Im Prinzip jein.

Ein "Standalone Stage Piano" ist eine Kombination von Tastatur und Klangerzeuger. Der Gebrauchswert mindert sich auch nach etlichen Jahren nicht wesentlich. MIDI wird voraussichtlich noch in einigen Jahren Stand der Technik sein und wenn man die Tastatur Mechanik nicht kaputt spielt, taugt das dann auch noch. Selbst der Klang ist in 10 Jahren noch genau so wie heute. Aber DAS kann möglicherweise den Nutzwert mindern, wenn man selbst anspruchsvoller geworden ist, das Sound Modul ja nicht mit wächst und man das Instrument am Gebrauchtmarkt deshalb deutlich billiger verkaufen muss(?)

Aber muss man das? Der Wertverlust ist exakt genau so hoch wie Deine Ansprüche in dem Zeitraum zunehmen und der haben-wollen Reflex für das neue Modell einsetzt. Der "Verlust" reduziert sich ganz beträchtlich, wenn Du nach Anschaffung des Instruments aufhörst nach "besseren" Alternativen zu suchen. Wozu soll das auch gut sein, solange Du damit zufrieden und glücklich bist. Das macht nur unglücklich und zwar in ALLEN Lebensbereichen.

Einen echten Wertverlust hast Du nur, wenn das Instrument unreparierbar kaputt geht und ersetzt werden muss, ein Problem dass bei gebrauchten Instrumenten mit zunehmendem Alter ein Faktor sein kann. Dann kannst Du den TCO Wert (Total Cost of Ownership) über die Nutzungsdauer herunter rechnen und kommst auf vielleicht 10-20€ pro Monat. Deine Überlegung muss nun sein: Ist es mir das wert?

Das hast Du übrigens auch bei mechanischen Klavieren (und Autos). Wie schon erwähnt kann dieser virtuelle Verlust reduziert werden, wenn man gebrauchte Teile kauft. Dann fängt man auf der sich abflachenden Kurve des Wiederverkaufspreises schon weiter unten und in einem flacheren Kurvenstück an. Man bekommt allerdings nicht zwangsläufig auch die gleiche Qualität an Sound/Tastatur als bei einem neuen Instrument, auch wenn das Gebrauchte früher eine Stufe höher im Ranking lag. Kann sein, muss aber nicht. Mit etwas Glück und wenn man warten kann, bekommt man aber auch mehr "Bang for the Buck" mit einem gebrauchten Premium Gerät.

In der 600-1000€ Klasse für transportable (neue) Pianos tummeln sich:
Kawai ES-100
Yamaha P-115
Roland F20
KORG SP-280
Kurzweil SPS4-8

Bis 1500€ - da ist wieder ein Sprung bezüglich Tastatur/Sound/Features
Roland FP-50
Yamaha P-255
Kawai ES-8

Eventuell muss man noch unterscheiden zwischen "transportablen" Pianos und "echten Stage Pianos". Letztere haben oft keine eingebauten Lautsprecher, weil das für den Anwendungszweck als Bühneninstrument nicht nötig ist, dafür haben sie Ein/Ausgänge die dort häufiger benutzt werden als im Wohnzimmer. Ich würde auch davon ausgehen, dass mehr Aufwand in ein robustes Äußeres gesteckt wurde.
 
Die TP100LR sind meines Wissens eher "leichte" Hammermechaniken.
Es ist halt die Frage, was man sucht.... :nix:

Ich habe keine Pianistenfinger und auch nicht vor, mich auf Dauer in ein tägliches Training von einer Stunde aufwärts zu stürzen, um die entsprechende Kraft und Mechanik zu erwerben. Deshalb wäre diese Eigenschaft für mich kein Nachteil.

Der Umfang und die Qualität der Software-Ausstattung des Keylab 88 spielt sich mit dem bereits von bebop99 oben empfohlenen Pianoteq und Co in einer höheren Liga ab als das, was das Fatar an Klängen mitbringt.

Die Tastatur wurde zumindest beim Arturia auch anders beschrieben als "leicht":
"Die hier verbaute Hammermechanik Fatar TP/100LR...setzte neue Maßstäbe beim Kompromiss zwischen Gewicht und Anschlagsverhalten. Beim KeyLab 88 ist sie mit Aftertouch ausgestattet. Mir persönlich sagt das Spielgefühl sehr zu. Insgesamt ist die Tastatur recht schwergängig, doch das tat meiner Spielfreude wirklich keinen Abbruch."
Quelle: http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/arturia-keylab-88-test/2.html

Es ist vermutlich alles relativ mit den Einschätzungen.
Noch wichtiger ob eine Nuance leichter oder schwerer im Anschlag wäre mir aber, ob ein dynamisches Spielen gut unterstützt wird und das scheint der Fall zu sein:
"Schon beim Test dieses Keyboards hat mir die Tastatur außerordentlich gut gefallen, denn obwohl sie komplett aus Kunststoff gefertigt ist, hat sie einen wirklich guten Anschlag und lässt sich in allen Dynamikbereichen sehr gut spielen."
https://www.amazona.de/test-arturia-keylab-88-usbmidi-controllerkeyboard/3/

Abgesehen davon, ich habe weder einen Flügel noch ein Klavier und auch nicht vor, mir so etwas in die Hütte zu stellen.
Auf meinen Bedarf bezogen scheint es ein Nachfolger mit Mehrwert für mein vor Jahren verkauftes Doepfer LMK4 zu sein, in meinem Musikzimmer ist der Computer schon wegen der Medienbibilothek sowieso an.

Mit der Aussicht von @Thepic, das Gerät später auch am Computer zu nutzen (statt MIDI an Soundkarte nimmt da seit Jahren einfach ein MIDI-USB-Kabel) und seiner beeindruckenden Ausstattung zu diesem Preis ist das Keylab m.E. ein sehr interessanter Kandidat.

Gruß Claus
 
Der Umfang und die Qualität der Software-Ausstattung des Keylab 88 spielt sich mit dem bereits von bebop99 oben empfohlenen Pianoteq und Co in einer höheren Liga ab als das, was das Fatar an Klängen mitbringt.

Die Ausführungen sind ja durchaus gut und recht, aber:


  • Solange seitens des TE nachweislich keine DAW vorhanden ist, nützt auch die Empfehlung "Pianoteq" nichts.

  • Der Budget-Posten "Audio-Interface" scheint bei der ganzen Rechnung vergessen worden zu sein...

  • Lasse ich Einstiegs-Interfaces wie die Steinberg UR's mal aussen vor, kann ich für ein gutes Interface mit soliden Treibern locker(!) die Hälfte des Budgets des TE's 'vernichten'.

  • Ein Masterkey plus Interface kann ich selbst dann erstmal nicht 'Standalone' spielen.

  • Sehr wohl kann ich aber ein bereits autarkes Stage-Piano nachträglich in eine DAW-Umgebung einbinden!


Meine Empfehlung geht deshalb ganz klar in Richtung autarkes Instrument.



Mit der Aussicht von @Thepic, das Gerät später auch am Computer zu nutzen (...) ist das Keylab m.E. ein sehr interessanter Kandidat.

Nur zum Verständnis: Das Arturia Keylab hat keine Sounds, oder?

...wenn der TE also erst später das Masterkey am Computer nutzt, womit soll er es bis dahin nutzen? :nix:



Insgesamt ist die Tastatur recht schwergängig,

Im Vergleich zu was...?


...ich muss zugeben, dass auch diese Passage mein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von Bonedo-Artikeln nicht gerade bestärkt...

...aber du hast ja selbst schön gesagt:
Es ist vermutlich alles relativ mit den Einschätzungen.

:)



HTH
:hat:
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Textteil von @Thepic in seinem ersten Beitrag lässt mich vermuten, dass Computeranschluss und Software für ihn schon ein wesentliches Thema sind, zu dem er aber ein veraltetes Wissen hat.
Deshalb finde ich ein Update mit Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten sinnvoll.

Es sollte Thepics Entscheidung bleiben, ob er lieber ein Stage Piano oder sonstwas will und für diese Entscheidung sollte er hier einfach möglichst fachlich korrekte Informationen bekommen. Natürlich hat jeder seine persönlichen Vorlieben, die auch deutlich sein sollen, aber der sachliche Teil muss schon stimmen.
Der Budget-Posten "Audio-Interface" scheint bei der ganzen Rechnung vergessen worden zu sein...
Falsch, für den Anschluss des Keylab 88 an den Computer genügt ein MIDI-USB Interface, man braucht kein Audio USB-Interface.
Mein MIDI-USB Kabel hat wenige EUR gekostet und funktioniert seit etlichen Jahren.
Solange seitens des TE nachweislich keine DAW vorhanden ist, nützt auch die Empfehlung "Pianoteq" nichts.
Falsch. Pianoteq ist um Handumdrehen installiert und braucht zum Betrieb keine DAW.
Die Software ermöglicht bei der Installation ein Standalone Interface und ein VST Plugin.
Abgesehen davon, ich benutze als DAW die sehr populäre Software REAPER. Die kostet zum Ausprobieren gar nichts, bleibt unbegrenzt voll funktionstüchtig und für die Lizenz werden schmale 60 USD fällig.

Sehr wohl kann ich aber ein bereits autarkes Stage-Piano nachträglich in eine DAW-Umgebung einbinden!
Natürlich kann man ein Stage Piano ins Homestudio einbinden. Sinn macht das aber nur, wenn man dessen Eigenschaften auch tatsächlich nutzen und dafür bezahlen möchte.
An dieser Stelle zur Erinnerung, es geht Thepic auch um eine möglichst hohe Qualität der Tastatur.
Angesicht dieser Aussage empfinde ich eine Empfehlung auf Einsteiger-Digitalpianos als faulen Kompromiss wegen des Budgets. Für die üblichen Verdächtigen unter den guten Stage Pianos werden bekanntlich rund 1.500 EUR mit Tendenz aufwärts fällig.

Gruß Claus
 
An dieser Stelle zur Erinnerung, es geht Thepic auch um eine möglichst hohe Qualität der Tastatur.

Kawai verbaut keine minderwertigen Tastaturen.



man braucht kein Audio USB-Interface.

Diese Aussage halte ich für gewagt...

Ich stelle dem entgegen, dass ich für Libraries wie Pianoteq (obwohl es eigentlich keine ist) durchaus einen guten Treiber brauche, um den Computer zu entlasten.

(Nein, Asio4all war niemals mehr als eine Notlösung...)


Spätestens wenn Cubase oder eine andere DAW ins Spiel kommt, fehlt dir ohne ein ganz entscheidender Baustein!



Natürlich kann man ein Stage Piano ins Homestudio einbinden. Sinn macht das aber nur, wenn man dessen Eigenschaften auch tatsächlich nutzen und dafür bezahlen möchte.

Der TE hat auch die Frage nach dem Werterhalt ins Spiel gebracht - lass' mich ein Rechenbeispiel machen:


Studiologic SL-990 Pro (345€)
Tastatur ohne viel Schnickschnack, keine sonstigen Controller, aber die kann mann ggf. nachrüsten... Wie 'Bebop' es gesagt hat: sofern kein Defekt an der Mechanik auftritt, wird einem eine gute Tastatur viele Jahre treue Dienste leisten. Werterhalt im Rahmen des üblichen, stabil.

Steinberg UR-22 (112€)
Einsteiger-Klasse, aber okay. Selbst wenn nach 3-4 Jahren noch alles voll funktionsfähig ist und eigentlich so gesehen hardwareseitig stabiler Werterhalt gegeben ist, die Treiber-Software wird einem-, spätestens mit dem nächsten Betriebssystem, sprichwörtlich durch die Finger rosten. 3-4 Jahre, wenn's hochkommt. Treiber-Werterhalt gleich null... kein Mensch kauft heute noch fünf-Jahre-alte Interfaces, für die es keine aktuellen Treiber mehr gibt. Die löbliche Ausnahme ist RME, aber die kostet auch entsprechend.

(...dass du mir in Sachen Audio-Interface widersprichst, nehme ich jetzt einfach mal zur Kenntnis...)


Modartt Pianoteq 5 (299€)
State-of-the-Art in Sachen Physikalisch-gemodellte Pianos... ob die jetzt besser sind als Sample-basierte Libraries - darüber lassen sich Threads füllen. Spätestens mit dem nächsten Update ist Version 5 obsolet... Pianoteq 1, 2 und 3 interessiert niemanden mehr. Wie bei den Software-Treibern: Werterhalt bei Plugin-Software gleich Null.


Man wäre also bei einem Paket von zirka 750€ Gesamtpreis.
DAS wäre schon über dem Neupreis eines Kawai ES-100 - und das hält sich auch auf dem Gebrauchtmarkt noch ganz gut.



Sollte sich @Thepic für die Variante "Pianoteq" entscheiden, schlage ich vor,
dass er diesen Weg sofort einschlägt, und nicht wie angedacht erst später...

:) :hat:
 
Zuletzt bearbeitet:
Kawai verbaut keine minderwertigen Tastaturen.

Jede Firma baut bzw. verbaut bessere und schlechtere Tastaturen in verschiedenen Modellen. Ob einem das anvisierte Modell dahingehend ausreicht oder nicht hat nicht unbedingt etwas mit "Minderwertigkeit" zu tun... ;)

Der TE hat auch die Frage nach dem Werterhalt ins Spiel gebracht - lass' mich ein Rechenbeispiel machen

Zu Pianoteq: Pianoteq 5 Stage klingt meiner Meinung nach deutlich besser als alle Digitalpianos unter 1500,-, hat lediglich weniger Optionen als die größeren Versionen, und ist bereits für 89,- zu haben: https://www.thomann.de/de/modartt_pianoteq_4_stage.htm (also nochmal 210,- vom Gesamtpreis abziehen). Pianoteq läuft auch Stand-alone; eine DAW braucht man also nicht zwingend. Zum Werterhalt: Nach einem Update ist die gekaufte Version keineswegs obsolet, und man kann für wirklich kleines Geld auf die neuere Version upgraden (was bei der Klangerzeugung eines Digitalpianos von vornherein und per se ausgeschlossen ist; hier müsste man das gesamte Gerät austauschen): https://www.pianoteq.com/upgrades

Zum Interface: Sehe ich genauso wie Du, @hairmetal81: Für vernünftige Performance (Latenz usw...) braucht man eins. Bei den meisten ist auch direkt ein MIDI-Interface mit dabei (so auch beim genannten Steinberg); der Wertverlust ist bei einem Neu-Anschaffungspreis von 112,- zu verschmerzen...das gleiche, was für Treiber von Interfaces gilt, gilt übrigens auch für die Treiber von Tasteninstrumenten wie Digitalpianos (wenn sie nicht class-compliant sind).

Nachteil nach wie vor: Kein Plug 'n' Play; der Rechner muss immer vorher hochgefahren werden (-> geht mit einer SSD als System-Festplatte wirklich schnell; in meinem alten Dual-Core-Laptop ca. doppelt so schnell wie mein Motif XF hochgefahren ist!)...

Viele Grüße, :)

Jo
 
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Alllsoooo:

Ich finde eure Diskussion hier ja super aber wenn ich das so lese, will ich wirklich am Angang ein einfaches Standalone Gerät. Der MIDI Anschluss ist ja doch üblich :)D), und damit kann ich ja am PC ein wenig rumspielen. Zu mehr wird das am Anfang eh nicht. Aber was ist dann eigentlich der große Vorteil von MIDI Masterkeyboards? Kosten die einfach weniger oder ist die Tastatur besser da Lautsprecher und so weiter fehlen?

Dann war ich gestern im Music Store in Köln. Eigentlich relativ unerfolgreich da ich wenige Pianos in meinem Preissegment angespielt habe. Die Yamaha Tastaturen haben mir eigentlich alle gefallen. Besonders das MOXF8 hat es mir angetan aber preislich bin ich da raus. Und das Kurzwell SP5-8 fand ich beispielsweise schrecklich. Ich hab mir noch mehr aufgeschrieben aber der andere Zettel ist weg :confused:, aber egal.

Aber dann war ich heute noch in einem lokalen Piano Shop in der Nähe und die hatten mehr für mich:

Das Yamaha P-115 wurde hier ja schon ein paar Mal erwähnt. Die Tastatur finde ich super; die Bedienung ist einfach; vom Sound hört man die Preisklasse dann irgendwie schon, vielleicht war es auch nur Einbildung, und das Pedal ist völliger Müll aber das kann man ja aufrüsten.

Das Yamaha P-45 gefiel mir nicht, da saß ich auch nicht lange dran.

Und dann hab ich noch ein paar Home Pianos angespielt. Wo ich mir die Frage stelle: Ist ein Home Piano was genauso viel kostet wie ein transportabeles Piano, besser oder sogar schlechter? Oder lässt sich das so pauschal überhaupt sagen? Und mit Home meine ich alles was fest steht.

Denn das Yamaha Airus YDP-162 hat es mir angetan. Zwischen YDP-142 und P-115 habe ich nicht den krassen Unterschied gemerkt. Aber die Tastatur beim 162 und diese Beschichtung ist wirklich top. Der Sound kam mir etwas voluminöser vor aber das höre ich mir vielleicht nochmal mit jemanden an, der richtig Klavier spielen kann. Und die schlechtere Bedienung stört mich eigentlich nicht.

Das Kawai CN 14 war zwar auch ganz cool, stinkt gegen das YDP-162 aber ab.

Jetzt nach dem anspielen würde ich auf den transtportablen Aspekt sogar komplett verzichten, da mir das ganze in Stabil, mit vernünftigen Pedalen wertiger und sinnvoller vorkommt. Je nachdem was ihr zu der oben genannten Frage sagt.

Alles in allem hats mir Yahama schon echt angetan.



Und dann nochmal zum Thema werterhalt. Da der ja ziemlich gut sein soll: Ich denke mittlerweile ich lege mir ein Home Piano in Orginalverpackung zu und verkaufe das Gerät wieder, wenn ich dann fahre. Am besten dann direkt gebraucht. Momentan ist der tragbar Aspekt einfach nicht so wichtig und dafür hat mir das alles in Stabil zu gut gefallen. Und wenn ich wieder da bin, wo anders wohne und schon deutlich mehr Erfahrung habe, überlege ich mir das ganze mit dem MIDI Masterkeyboard in einer Preisklasse höher nochmal. Was haltet ihr davon?
 
Was haltet ihr davon?

Mach das. :great: Man hört ganz deutlich das dir die Tastatur richtig gut gefällt und du auch mit dem Sound zufrieden bist. Das ist das allerwichtigste!
Du sollst dich auf den Gerät wohl fühlen, deshalb wird hier auch immer so viel Wert darauf gelegt, das die Leute selber anspielen. Und es ist auch gar nicht so selten, das danach etwas anderes bei raus kommt. ;-)

Denn das Yamaha Airus YDP-162 hat es mir angetan.

Markengeräte bekommt man auch gut wieder verkauft. Orginalkarton aufheben ist aber auch eine gute Idee.

Und wenn ich wieder da bin, wo anders wohne und schon deutlich mehr Erfahrung habe, überlege ich mir das ganze mit dem ...

Als ich mit Klavierspielen angefangen habe, wollte ich unbedingt Klassische Stücke spielen und habe auch so angefangen. Jetzt spiele ich in einer PoP Musik Cover Band. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Es soll aber auch Leute geben die bei dem bleiben, was sie sich vornehmen. ;-)

Also schau einfach, wo du bist, wenn es soweit ist. ;-)

Lg, TaTu
 
Nur weil Gebrauchtgeräte überteuert im Netz stehen, heißt das aber nicht, dass man tatsächlich auch den Preis erzielen kann.
 
Guck' in die 'Beendeten' bei Ebay - ist ziemlich aussagekräftig.


:hat:
 

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