Kaufberatung für Synthie (oder is doch ein Keyboard besser geeignet?)

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Paddi
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Hallo erstmal ;)

Also mal die Vorgeschichte: Wir haben vor ner Weile meine Freundin die vor Jahren mal Klavier gelernt hat in unserer Band als Keyboarderin reaktiviert. Zufällig hab ich mal von ner Bekannten ein altes Casio Keyboard geerbt (CT-670 wenn ichs richtig im Kopf hab) die Betonung liegt auf alt... funktionieren tuts aber mal davon abgesehen dass keiner weiß wie lang, is es auch klanglich nicht ganz das was wir uns alle vorstellen.

Ich füll dann mal den Fragebogen aus

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 700 €
[x] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ______________________________ ____________________
[x] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[ ] Anfänger
[x] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[x] Zuhause
[x] auf der Bühne
[x] im Proberaum
[x] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
zwischen 1 und 3 mal in der Woche

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
solangs ins Auto passt kann man es transportieren ;)

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Für den Bandbetrieb halt

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Auf jeden Fall Metal... genaue Definition ham wa noch nicht

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[x] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[x] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[ ] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[x] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[x] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[x] ja: Die Sachen von Samsas Traum dürften soundtechnisch ganz gut da sein wo wir hin wollen um ein Beispiel rauszufischen - Duell mit Gott ;)
[ ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[x] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[ ] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[ ] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[x] sonstiges: Siehe die vorige Frage

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
nö... Funktionalität geht über alles

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
Ich hoffe mal für unsre Ansprüche braucht man wirklich nen Synthie und kein Keyboard ^^ ansonsten bitte dahin verschieben wos hin gehört.


Danke schonmal für alle Antworten, Tipps usw.

mfg
Paddi
 
Eigenschaft
 
Sorry für die Frage aber: Weißt du was ein Synthie ist?

Denn mit Frage 11 hast du dich ja gerade gegen einen Synth ausgesprochen :)

Nur mal so...

EDIT: Hab mir gerade den Vorschlag angehört, ihr braucht natürlich einen Synthesizer.

Spontan fällt mir jetzt der Waldorf Blofeld ein: https://www.thomann.de/at/waldorf_blofeld_keyboard_black.htm

Man sollte sich auf jeden Fall mit dem Soundschrauben auseinander setzen, denn Presets sind nicht immer brauchbar.

Neu, unter 700€ kommt eigentlich ja eh nur der Blofeld in Frage find ich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry für die Frage aber: Weißt du was ein Synthie ist?

Denn mit Frage 11 hast du dich ja gerade gegen einen Synth ausgesprochen :)

Vom Preis mal abgesehen erfüllt z.B. der neue Roland Jupiter 80 Synthesizer die Anforderungen sehr wohl. Oder Korgs PS60 (Performance Synthesizer). Synth ist nicht gleich verrückte elektronische Klänge oder dicke Workstation, die klassichen Rompler leben auch heute nocht. Ein Synth ist exakt das, was gesucht wird!

Ich würde den Yamaha MoX ins Rennen geben, kostet mehr als 700, zahlt sich aber locker aus. Günstiger gibts z.B. Korgs PS60 oder einfach ein Stagepiano. Sonst halt einen alten Yamaha MO6... etc
 
Frag aber erstmal deine Freundin, ob sie Lust auf Soundschrauberei hat oder ob ihr fertige Sounds lieber sind. Dass sie mal Klavier gelernt hat, hilft ihr beim Soundschrauben nicht. Oder einer von Euch macht's...

Das würde die Frage entscheiden, ob Ihr eher einen Synthesizer oder eher ein Keyboard/Stagepiano mit vielen Presets braucht. Dann gibt's noch Workstations wie mein Kurzweil PC3, die beides können - aber nicht für 700 EUR. Mit Presets wirst du wahrscheinlich selten genau den gewünschten Sound hinkriegen.
 
Frag aber erstmal deine Freundin, ob sie Lust auf Soundschrauberei hat oder ob ihr fertige Sounds lieber sind. Dass sie mal Klavier gelernt hat, hilft ihr beim Soundschrauben nicht. Oder einer von Euch macht's...
guter Punkt - und beim 'Schrauben' seh ich auch ein Problem...
hab mal in das Referenzbeispiel reingehört - und war angenehm überrascht... das Bild liess Schlimmes befürchten, aber nein... sehr cool :great:

dann mal versucht, sowas in einen guten Live-Sound mit kompaktem Setup umzudenken.
Meine subjektive Idealbesetzung wäre ein DX-7 (für's pling, Pads und Effektsounds), den Protheus 2 für 'klassische' Instrumente... tja, fehlt das vermutlich obligatorische (Grand)Piano. Kompromiss wäre der Protheus FX, ein eher seltener Vertreter auf dem Gebrauchtmarkt.
Allerdings... und deswegen das Stichwort Schrauben:
der DX braucht schon die passende Effektsektion (Boss VF-1), der Protheus käme auch mit 1 pathetischen Hall über die Runden.
Im Klartext sind das dann (im ungünstigsten Fall) Programmwechsel über 3 Geräte - schon etwas lästig. Sowas einzurichten muss man mögen... :gruebel:

Ein 'all in one' Kompromiss könnte der Korg X50 sein, ist zumindest nicht so cheezy wie der PS60, kA was die Effektsektion im Detail noch hergibt - Korg ist ja ab und zu auch für Überraschungen jenseits der Presets gut.
Grundsätzlich sind die Sounds aber gegenüber den (Beispiel) Aufnahmen um Klassen flacher und weniger intensiv - weswegen mir die alten Möhren da oben in den Sinn kamen. Die Sample-Sets sind winzig (in Relation), aber haben eine ganz andere Durchschlagskraft.
Und ein DX-7 kann wesentlich mehr als dieses berüchtigte ePiano und Glöckchen :p
(bin fast sicher, dass so einer auch in dem Beispiel zu hören ist - oder halt ein Software Pendant)
Ich habe hier 3 Scope Karten mit 2 dutzend 1a Synths im Rechner, aber den TX-7 würde ich nie entsorgen :cool:
...nicht dass es heisst: das schreibt einer, der nie was anderes auf den Ohren hatte... :D

lange Rede kurze Frage: wie nah wollt ihr an den Bombast mit Druck des Beispiels live ran ?
(am Rechner ist das relativ leicht zu produzieren)

cheers, Tom
 
@Leef: ein klassicher Rompler ist aber doch kein Synth. Synth ist sehr wohl gleich elektronischer Klang. Mit einem Synth kann man Natursounds zwar simulieren, aber sollte der Schwerpunkt auf Natursounds ausgerichtet sein ist es nicht ein Synth den man benötigt, sondern Samples. Deine angeführten Beispiele sind demnach ja auch keine reinen Synths, sondern verfügen eben auch über diese Samples um Naturklänge spielen zu können. So auch der völlig überladene Jupiter 80...(meine bescheidene Meinung :D)

Hier wird aber ohnehin ein Synthesizer gesucht denke ich, oder eben ein Keyboard/Stagepiano mit guten Synth Samples, aber da bin ich eher skeptisch.

Anfügen möchte ich noch, dass mein vorgeschlagener Blofeld nur 49 Tasten hat, das könnte etwas eng werden...hätte aber Oktav-Shifter Tasten.

Neu für 700 € ist die Auswahl an Synths leider sehr begrenzt, man mag es ja nicht glauben...
 
Zuletzt bearbeitet:
oh, ich mag das gern glauben...
stände ich vor der Entscheidung, hätte ich da ein Masterkeyboard (oder irgend 'n altes Teil) unter dem ein Winzrechner stände.
Betriebssystem ohne Firlefanz, FM8, ein Sample-Player, ein virtueller Flügel als physical model und ein paar Effekte im VSTHost, fertig.
Dann kommt auch der Sound aus dem Beispiel aus den Boxen.
Bis auf den Flügel könnte man alles mit Freeware realisieren, wenn man beim FM ein paar Abstriche macht (der ist ja eher effektmässig aufgestellt)... Oder so'n Spectrasonics Kram...

Ich denke, das ist heute eher die Regel als die Ausnahme - aber hier war ja ausdrücklich nach einer all-one Lösung gefragt worden.

cheers, Tom
 
das wär sicher die flexibelste Lösung. Außerdem gibt es einige tolle Freeware Synths, die echt was drauf haben. Der TYRELL von u-he zB..

700 € für so ein System...geht sich aber auch nicht aus denke ich...es sei denn ein Rechner wäre vorhanden.
 
@Leef: ein klassicher Rompler ist aber doch kein Synth. Synth ist sehr wohl gleich elektronischer Klang.

Ja, aber keins der genannten Geräte ist wirklich ein "klassischer" Rompler. Als solche würde ich höchstens die Geräte aus den frühen Neunziger zählen, die keine vernünftigen Filter oder Modulationsmöglichkeiten hatten. Mit modernen Romplern, und damit meine ich alles ab ca. JV-1080 oder Korg Trinity/Triton, kann man durchaus problemlos elektronische Klönge fabrizieren und diese sind auch in den Presets zuhauf vorhanden.

Schwieriger wird es, wenn man komplexere Modulationen auf Oszillator-Ebene machen will, wie z.B. Sync, FM oder Waveshaping. Aber das kann man meistens mit entsprechenden Samples (die in vielen Romplern vorhanden sind) gut emulieren.

Mit einem Synth kann man Natursounds zwar simulieren aber sollte der Schwerpunkt auf Natursounds ausgerichtet sein ist es nicht ein Synth den man benötigt, sondern Samples.

Da hast wieder recht. :) Und wenn ich mir das Referenzbeispiel mal anhöre, braucht die Keyboarderin ganz klar Streicher und Chöre und daher einen Rompler oder Sampler.

Neu für 700 € ist die Auswahl an Synths leider sehr begrenzt, man mag es ja nicht glauben...

Ja, deswegen rate ich auch fast immer zum Gebrauchtkauf. Man schließt einfach zu viele andere interessante, ältere Geräte aus, wenn man sich nur auf Neukauf einschießt.

Ich habe mir z.B.vorgestern hier in Köln einen Motif ES6 für 800 EUR angesehen. Im Prinzip ein geiles Gerät, da ist alles drin was man braucht: Rompler/Synth, Sequenzer, Sampling, Arpeggiatoren usw, nur leider zu groß und zu schwer für mich. Für eine Metalband m.E. aber genau das Richtige.


Chris
 
das geht locker - der Rechner braucht ja nicht leise zu sein - live ...
geh zu einem Elektronikverramscher (Conrad etc), da gibt's tonnenweise Siemens PCs mit Intel815 chipsatz für 20-50 Euro.
17" TFT für 60 Euro, dürfen halt nicht die allerdicksten VSTs sein - da läuft ja dann nix anderes drauf, vor allem kein recording.
Kannst auch eine gebrauchte Creamware Pulsar/Scope reinstecken, die gibts inzwischen fast nachgeschmissen.
Keine Latenz und 1 a Synths, eventuell incl Mastering Software.
Aber selbst ein halbwegs aktueller Rechner schlägt nicht wirklich durch - sieht halt nur bescheuert aus :p

cheers, Tom
 
Erstmal danke für die vielen Antworten.

Also rechnermäßig hätte ich nen 0815 HP Laptop zur Verfügung (I5 Prozessor, 4GB RAM) mit Windows 7. Müsste dann auch funktionieren oder? Und ihr meint statt dem Synth einfach n Masterkeyboard anschließen und Freeware Synthie drauf?

Das mit dem "Soundschrauben" würd ich mir eigentlich zutrauen... Photoshop hab ich ja auch irgendwann behirnt ;)
Und dass ich das richtig verstehe... der Rechner/Laptop steht einfach nebem dem Keyboard, wird aber während dem Spielen nicht weiter bedient? (mit der entsprechenden Software halt offen)

Ansonsten hab ich mir den KORG X50 mal angeschaut.... damit bearbeit ich die Sounds einfach zu Hause mit dem Rechner, speicher diese auf dem Synthie in verschiedenen Bänken ab und beim Gig/Proben/spielen halt braucht man keine weiteren Hilfsmittel und schaltet einfach die Bänke durch?

Ich glaube das ist vorerst alles was mir einfällt ^^

mfg
Paddi
 
Rechner müsste reichen solang du den nicht mit Samples volllädst und hauptsächlich eben Synths verwendest. Gibt wirklich ein paar interessante Freeware Plugins und die Host Programme kommen meist auch schon mit Onboard Instrumenten daher. Aufstocken könnte man natürlich immer noch.

Falls ihr vorhabt eben auch Recordings zu machen und an eurem Sound rumexperimentieren wollt ist sowas bestimmt die beste Lösung. Würd zumindest ich sagen.

So wie du das beschreibst ist das absolut machbar.

LG
 
Ich weiß nicht - warum denn rechnerbasiert? Ich dachte, hier gehts um einen Synthi für den Bandeinsatz? Da würde ich auf Hardware setzen. MOX6 wurde ja schon genannt, ich bringe mal Kurzweil SP4-7 und als Gebrauchtgerät einen Roland JV-90, XP-60 oder XP-80 ins Spiel, evtl auch noch Yamaha SY85 oder gar SY99. An letzrem kann man sich aber synthesemäßig sehr gut austoben und als Bandkeyboard macht er auch eine gute Figur - wenn man jemanden zum Schleppen hat (das Ding ist schon ein Klopper).
 
der SY-99 ist ein guter Hinweis, Piano, Natur, FM Sounds und Effekte an Bord plus sehr gute Tastatur... :great:
(hat ich gar nicht auf dem Schirm, oops)

cheers, Tom
 

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