Kaufberatung gebrauchtes E-Piano für Anfänger

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Hallo zusammen,
ich habe vor kurzem mit dem Klavierspielen angefangen und möchte mich hier gerne von kompetenten Leuten beraten lassen. :)
Zunächst mal ein paar kurze Infos zu mir:
Ich hatte bisher 2 Klavierstunden in der Musikschule. Meine musikalische Vorbildung ist realtiv umfangreich, angefangen habe ich im Alter von 6 Jahren mit Blockflöte spielen und habe das ganze bis ich etwa 16 Jahre alt war gemacht (Sopran, Alt, Tenor, Bass und Subbass; u. A. auch bei Jugend Musiziert mitgemacht). Mit 12 Jahren habe ich mit Schlagzeug spielen angefangen und mache das bis heute (bin momentan 24 Jahre alt). Zwischendurch habe ich noch für ca. 5 Jahre Saxophon gespielt.
Aufgrund meines Studiums habe ich dann das Musikmachen aufgeben müssen, da die Zeit und das Geld einfach nicht mehr da waren und man in der WG so schlecht laut Musik machen kann.

Vor Weihnachten habe ich mich dann entschlossen, dass ich Klavier lernen möchte. Mich hat dieses Instrument schon immer gereizt und ein weiterer Grund ist, dass ich ein Instrument spielen möchte, das ich auch zu Hause in meiner Mietwohnung üben kann. Hier bietet sich als nur ein E-Piano an.

So, das wars erstmal zu mir, nun kommt hier der ausgefüllte Fragebogen:

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 500 €
[X] Gebrauchtkauf möglich und auch erwünscht

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ______________________________ ____________________
[x] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[x] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[x] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
selten, d. h. wenn ich umziehe :)

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu ___ kg Gewicht spielt eigentlich keine Rolle

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Klavierersatz

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Alleine, zunächst typische Anfängerstücke und klassiche Sachen

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[X] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[X] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[X] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: ______________________________ ____________________
[X] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[X] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[ ] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[ ] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[X] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[X] sonstiges: Pedale wie beim normalen Klavier

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
klavierähnliches Aussehen, Wohnzimmertauglich, schwarz bevorzugt

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
______________________________ ____________________


So, ich bin gespannt auf eure Antworten und Hinweise/Empfehlungen!

Schöne Grüße
Sebastian
 
LaRate

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500€ sind ein sehr enges Budget, auch für gebrauchte Instrumente. Ich würde an Deiner Stelle auch noch mal überdenken, ob es denn wirklich Wohnzimmer-Optik sein muss, oder ob Du auf das Holz (dass in der Regel ein zusätzlicher Kostentreiber ist) verzichten kannst.

Ansonsten gilt die Devise: Markt beobachten (ebay, kleinanzeigen, musicgear etc.), Dich an die Marken halten (Yamaha, Kawai, Korg, Roland, ggf. Casio und Kurzweil) und nach Möglichkeit nichts kaufen, was älter als 5 Jahre oder 2 Gerätegenerationen ist.
 
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Hi,

ich empfehle dir ein gebrauchtes Roland EP 880 das eventuell schon für 500,-- zu haben ist und nicht allzu alt. Du musst hier aber bei der Wohnzimmeroptik Abstriche machen, ich folge hier der Meinung von LaRate.

Ich verstehe immer nicht so ganz, warum die Wohnzimmeroptik bei schmalem Budget nicht als erstes dem Rotstift zum Opfer fallen darf. Gute Tastatur und deren gute Abstimmung auf den guten Klaviersound sollten doch das allerwichtigste sein.

Vllt. magst du auch mit 50,--€ Gutschein dir hier etwas aussuchen (lass die Classic Cantabile außen vor). Wäre aber sehr übers Knie gebrochen, da die Aktion Ende Januar endet. Aber du hast hier auch eine Auflistung der in Frage kommenden Preisklassen:

http://www.redcoon.de/c09310200-Digital-Pianos?refId=affilinet

Vorab Gutscheincode:
http://www.goopons.de/elektronik/yamaha-piaggero-np-31-angebot
 
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Hallo,
erst einmal besten Dank für eure Antworten.
Natürlich kann ich auch, wenn es das Budget nicht zulässt, auf die Wohnzimmeroptik verzichten!
Da aber im Fragebogen danach gefragt wurde, habe ich es auch angegeben :) Hätte ich die Wahl zwische Klang gut/Aussehen schlecht und Klang schlecht/Aussehen gut würde ich mich immer für den guten Klang entscheiden.
Das Roland EP880 ist ja scheinbar ein Stagepiano, ich meine gelesen zu haben (hier im Forum), dass sich die Preise zwischen normalem E-Piano und Stage Piano nicht stark unterscheiden. Rein logisch müssten die Stage Pianos aber doch günstiger sein, weil ja das "Gestell" deutlich einfacher ausfällt bzw. wegfällt oder? <-- im direkten Vergleich zweier Instrumente mit der gleichen technischen Ausstattung.

Gruß
Sebastian
 
LaRate

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Rein logisch müssten die Stage Pianos aber doch günstiger sein, weil ja das "Gestell" deutlich einfacher ausfällt bzw. wegfällt oder? <-- im direkten Vergleich zweier Instrumente mit der gleichen technischen Ausstattung.

Genau dort liegt die Krux: in der Regel gibt es zu einem Stage Piano kein technisch komplett äquivalentes Home Piano oder umgekehrt. D. h. es ist eher eine Daumenregel, dass man bei gleichem Preis bei einem Stage Piano etwas mehr Features bekommt. Das bezieht sich aber nicht zwangsläufig auf alle Eigenschaften (z.B. gibt es bei Kawai Homepiano-Modelle mit Echtholztastatur ab ca. 1.600€ [CA 13] - bei den Stage Pianos ist das dem deutlich teureren Spitzenmodell MP10 vorbehalten). Je nach Zielgruppe sind da eben auch die Schwerpunkte unterschiedlich gesetzt.

Da Du mit Deinem Budget nicht so wählerisch sein kannst, ist es einfach sinnvoller, beide Varianten in Betracht zu ziehen. Es spricht natürlich nichts dagegen, bei einem günstigen Angebot für ein Homepiano zuzuschlagen (vorausgesetzt, Mobilität spielt keine Rolle).
 
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Das EP 880 ist für mich nun auch kein "waschechtes" Stagepiano, man sieht da schon, dass es zumindest auch sehr viele Homeuser ansprechen soll, rein optisch.

Ich glaube es sind eher marktpolitisch-psychologische Gründe, nicht die Materialien, dass wie mir scheint mal ein Stagepiano, mal ein Homepiano bei ähnlichen Features trotz unterschiedlicher Optik teurer ist als das jeweilige "Gegenstück".

Z.B. Roland F 120, ein Homepiano für 990,--, hat die Tastatur und Klangerzeung vom Roland FP4F, kostet aber WENIGER. Gut, nun könnte man die vielen Features nennen, die das FP4F zusätzlich hat, aber es erscheint mir trotzdem als Beispiel, dass, wenn es nur um Sound und Tastatur geht hier die Stagevariante aus preispolitschen usw. Gründen teurer ist. Man wird auch wieder Gegenbeispiele finden.

Also, lass dich nicht verwirren, kauf letztlich das, was gut zu dir passt, egal in welche Kategorie man es steckt.
 
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Das EP 880 ist für mich nun auch kein "waschechtes" Stagepiano, man sieht da schon, dass es zumindest auch sehr viele Homeuser ansprechen soll, rein optisch.

Ich glaube es sind eher marktpolitisch-psychologische Gründe, nicht die Materialien, dass wie mir scheint mal ein Stagepiano, mal ein Homepiano bei ähnlichen Features trotz unterschiedlicher Optik teurer ist als das jeweilige "Gegenstück".

Z.B. Roland F 120, ein Homepiano für 990,--, hat die Tastatur und Klangerzeung vom Roland FP4F, kostet aber WENIGER. Gut, nun könnte man die vielen Features nennen, die das FP4F zusätzlich hat, aber es erscheint mir trotzdem als Beispiel, dass, wenn es nur um Sound und Tastatur geht hier die Stagevariante aus preispolitschen usw. Gründen teurer ist. Man wird auch wieder Gegenbeispiele finden.


Also, lass dich nicht verwirren, kauf letztlich das, was gut zu dir passt, egal in welche Kategorie man es steckt.

Oder irgendwie ist es gar nicht so recht durchschaubar. Trotzdem kann man grundsätzlich sagen, wie mal jemand im Forum schön schrieb: Die D-Pianos skalieren recht gut mit dem jeweiligen Preis (FP F 4 dann halt mehr Features).

Roland packt wie mir scheint immer am meisten mit rein, Yamaha ruht in sich selbst und hat oft einfache aber sinnvolle Features*, Kawai verweist gerne darauf, dass sie auch echte Klaviere bauen und Korg zeigt gern, welche berühmten Musiker sich für ein Korg entschieden haben.

(Ich selbst spiele Korg, Yamaha und Roland und habe Schülern jetzt das Kawai CL 26 empfohlen, kann also jeder Firma was abgewinnen. Auch Kurzweil und Casio finde ich auf ihre Weise sympathisch).

Wenn man z.B. den Yamaha-Klang nicht mag, charakterisiert man ihn eher als drahtig, wenn man ihn mag, dann ist er eher brilliant.
Roland wenn man es nicht mag eher mumpfig, wenn man es mag warm und weich und voll. Usw.



* Ein äußerst simples, aber gutes geniales Extra beim Yamaha CP 33 ist z.B. der Button, mit dem man alles "fixieren" kann, dass also die Einstellungen nicht aus Versehen geändert werden können, wenn man schnell mal gegen einen Taster kommt.
 

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