Kein Platz für Poesie

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Das ist gar nicht so lang her,
es wäre nicht viel zu erzählen,
nur hab ich nichts mehr zu sagen,
und wen würd das interessieren

Diese viel zu tiefen Augen,
ihr langes blondes Haar,
zum erinnern viel zu fern,
zum vergessen noch zu nah

Sie redet nur von Sex und in Klischees,
ist es das worum's ihr geht,
glaubt sie das tut mir noch weh,
sie ließ nie Platz für Poesie


Ich glaube ich schreibe nichts mehr dazu, denn irgendwie habe ich das Gefühl damit wäre alles gesagt. Liedlänge: ca. 1 Minute.
Reicht das?
 
Eigenschaft
 
Gefällt mir wieder mal :) Vielleicht "Ist es das, worum es geht?", aber sonst fein, fein. Länge finde ich auch gut. Das Stück würde ja auch anbieten einen ausgiebigen Instrumental Teil anzubasteln (so à la Bright Eyes "A Scale..." oder *räusper* Godot bei "Ich träume oft von Zügen" *räusper* (ich dachte mir würden noch mehr einfallen. Naja, dann muss halt die Selbstreferenz her :D).
 
Klar reicht das!
Mir gefallen die Zeilen. Sehr direkt, aber trifft.

Kurze Lieder können super funktionieren, hör dir z.B. mal Iron&Wine mit "Die" an.
 
Puh, ein Glück. Herzlichen Dank.
Meine Band hält den zweiten Vers leider für untragbar kitschig.. ich dachte das gibt dem ganzen irgendwas greifbares ;)
Naja, muss ich da wohl nochmal ran.

Ich dachte von der Umsetzung her eher an sowas:
http://www.youtube.com/watch?v=Y8GFchSvBYg
Der Iron&Wine-Track ist ja krass stark! Bin beeindruckt!
 
Hey NoUse4aName,

In der Tat kann man deinen Bandkollegen da zustimmen. Sie redet in Klischees, dann begib dich doch nicht mit ihr auf eine Ebene und tu das gleiche. Da müsste irgendwas knackigeres hin... was macht sie besonders?

Aber ansonsten mal wieder super von dir. Bei manchen Texten ist weniger durchaus mehr!


Gruß Priceless
 
hallo,

ich beneide Menschen die es schaffen in wenigen Zeilen so viel auszusagen und solche Bilder und Emotionen zu wecken.
Finde auch es reicht vollkommen.

was mir fehlt ist so ein bisschen das Alleinstellungsmerkmal der Guten.
In Klischees zu sprechen finde ich da gar nicht mal so schlimm, aber sie sind eben sehr allgemein und nicht speziell.

Ich hab selber nicht so die Ahnung vom leider schreiben, war immer mehr der Gedichte Typ und schreib grad erst an meinem 2. Lied. Das erste ist fast fertig. bis auf Kleinigkeiten.

Hoffe es hilft trotzdem ein wenig.

Grüße
 
Super Text, gefällt mir wahnsinnig gut!

Die zweite Strophe ist zwar kitschig, aber vielleicht lässt sich das irgendwie verarbeiten mit dem Anfang der dritten Strophe :gruebel: Wenn sie nur in Klischees redet, warum dann nicht von ihr in Klischees reden und dabei feststellen, dass das mit ihr nicht das Richtige sein kann und dass da nicht sehr viel mehr ist als nur das Oberflächliche? Vielleicht müsste am Ende der zweiten Strophe noch so ein Einlenken kommen...nur so als Anregung ;) Ansonsten fällt mir da keinerlei Kritik ein!
 
Dann meld ich mich mal wieder..
Ich hab's jetzt ein wenig sacken lassen - wirklich zufrieden war ich mit Vers 2 auch beim Schreiben schon nicht. Das ging so in einem Guss runter (wie halt irgendwie immer) und die ersten beiden Zeilen da waren nun mehr Lückenfüller als Geistesblitz. Trotzdem steh ich vor der Schwierigkeit das Verskonzept nicht wirklich umwerfen zu können: die Dame war ein wandelndes Klischee. Sowas von unfassbar falsch für mich, dass das wirklich einem Blinden ersichtlich gewesen sein muss.. und wie so oft: mir halt nicht. Die Frau hat schlicht und einfach kein Alleinstellungsmerkmal, wirklich ausmachen tut sie nichts (ok, doch: es ist das erste mal das ich wirklich jemanden für einen schlechten Menschen halte - nur passt das nicht rein).

Die ganze Geschichte war wirklich wie Heroin für mich. Ein verdammt gutes Gefühl so lange es hielt, schwer davon loszukommen (hat auch mehr als einen Anlauf gekostet) und es bleibt nur ein ganz großes "niemals wieder".
Im Grunde hätte ich diesen Text vor einer (gefühlten) halben Ewigkeit schreiben sollen.

Nur wie mach ich damit jetzt weiter?
Der Grundgedanke ist in Vers 2 griffiger zu werden, konkreter. Schwierig. Erstmal drüber schlafen :redface:

edit: sonst herzlichen Dank fürs Feedback. Unsere Setlist ist voll und ich schreibe nur noch, wenn ich wirklich die ganze Nacht kein Auge zu bekomme. Tut gut zu hören, wenn das.. naja, noch Wert hat.
 
Hmmm... vielleicht sowas:

Diese viel zu blauen Augen
Dieses sinnlos blonde Haar
Und das blendend weiße Lächeln
Überstrahlt was gar nicht war.:gruebel:
 
Bombenhübsch war sie zwar schon, aber die Metapher der Blauäugigkeit möchte ich auf jeden Fall vermeiden ;) Ich danke dir aber für den Vorschlag - er kommt mir nur zu komikhaft vor um meinem inneren Tenor gerecht zu werden!

Im Moment ist meine halbfertige Version eher sowas wie:

Das ist gar nicht so lang her,
es wäre nicht viel zu erzählen,
nur hab ich nichts mehr zu sagen,
und wen würd das interessieren

Wir lagen lange nicht mehr wach
wir sind nie mehr wirklich stumm,
hier geht es nicht mehr um Musik,
hier geht es höchstens noch um Kunst

Sie redet nur von Sex und in Klischees,
glaubt sie das tut mir noch weh,
ist es das worum's hier geht?
Sie ließ nie Platz für Poesie


Warum jemanden beschreiben und einzigartig machen, den man nicht nur vergessen, sondern wirklich aus der Erinnerung streichen will?
Möglicherweise habe ich mich damit aber völlig vergriffen. Ich weiß nicht. Alkohol, späte Stunden und ein befristetes Leben in der Bibliothek halt. Entweder ich kann mein verbliebenes Verhältnis nicht besser darstellen als in diesen 4 Zeilen.. oder nicht schlechter - but that's not for me to decide.
Helft mir nochmal aus. :redface:

Gute Nacht
 
Hey,

ich als blutiger Anfänger finde es gar nicht so schlecht. Aber mir kommt es recht zusammengewürfelt vor. Ich sehe in der 2. Strophe nicht s wirklich nen roten faden bzw ne Aussage.
Mache mir da aber nochmal Gedanken drüber, dann kann ich da mehr zu sagen, was genau mir fehlt. Vielleicht ist da ja wer anders schon weiter.
 
What's happening, forum?

Eigentlich gar nicht meine Art so vermehrt nach Kritik zu fragen - aber ich wollte den Song wohl die Tage gerne aufnehmen und dem Ding eine Heimat geben und wirklich sicher bin ich mir nun doch nicht mehr.
Mit der zweiten Strophe habe ich mich mittlerweile sehr angefreundet. Irgendwie scheint sie mir dieses Wechselbad aus Verlangen und besserem Wissen gut zu spiegeln.. nur wird auch in irgendeiner Form verständlich was ich meine? Mir als Schreiber ist das natürlich auf eine ganz andere Art und Weise klar.

Küsschen links rechts
 
Warum jemanden beschreiben und einzigartig machen, den man nicht nur vergessen, sondern wirklich aus der Erinnerung streichen will?

DAMIT bringst Du Dein Problem auf den Punkt!...
... und lieferst gleichzeitig sogar die bestmögliche Idee!

Je stärker Du jemand wegwischen willst, um so deutlichere Spuren hinterlässt Dein Wischen!

Die erste Version war am dichtesten dran.
 
Ich muss gerade an Thom "Gott" Yorke denken :)

"The more I try to erase you, the more that you appear"
 
Ich muss gerade an Thom "Gott" Yorke denken :) "The more I try to erase you, the more that you appear"
Genau! Wobei diese Aussage auf verschiedenste Art und Weise dargestellt werden kann.
 
knaller! voll gut! mehr davon :D
 

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