Kennt jemand den Korg Wavestate?

von anorak73, 17.10.20.

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  1. anorak73

    anorak73 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.20   #1
    Hallo,

    neben meinem kleinen Hobby-Homestudio bin ich derzeit auf der Suche nach was "kleinem netten fürs Sofa".. Also Musikinstrument für den Schoß sozusagen. Mal mit in den Urlaub nehmen, oder Abends im Bett oder auf dem Sofa..
    Hatte mal so mit 300 Euro angefangen, bin mittlerweile bei 800 Euro angelangt und tendiere zum Roland MC 707.
    Jetzt habe ich gestern in der KEYS einen Bericht zum Korg Wavestate gelesen. Ich habe mir dann auch gleich mal ein paar Videos dazu angehört. Leider habe ich noch keines gefunden, wo - möglichst in Deutsch - kurz das Prinzip so richtig erklärt wird. Klanglich finde ich es auf jeden Fall Superinteressant, weil es im Prinzip genau das ist, was ich eigentlich gesucht habe. Spaß an Sounds und ihren Möglichkeiten zu haben. Langs Flächige Sounds, die sich stetig verändern und zum Experimentieren einladen..
    Allerdings verstehe ich das Prinzip nicht so ganz. Wenn ich das richtig verstehe bietet das Keyboard die Möglichkeit 4 Samples unabhängig - und auch Zufallsbasierend - voneinander abzuspielen und so immer neue Flächen zu produzieren.
    Aber eine Art Sequenzer oder Drummachine hat das Gerät nicht, oder?

    Vielleicht hat hier ja jemand schon das Gerät, oder konnte es näher testen und mir vielleicht von seinen Erfahrungen berichten und in wie weit es als "Standalone-Unterwegs" Gerät geeignet ist, oder ob ich doch lieber beim Roland MC707 bleiben sollte, weil es halt individueller zu programmieren ist.

    Vom Musikstil würde ich mich eher in die "Chillout" Ecke setzen.. New Age auch meinetwegen :)
    Prinzipiell bin ich da aber auch nicht sehr festgefahren und spiele im Prinzip alles was gut klingt von Klassik bis Pop.
     
  2. M_G

    M_G Registrierter Benutzer

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  3. anorak73

    anorak73 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.20   #3
    Ja, der MC 707 ist halt ne Groovebox. Schnelles Arbeiten mit 8 Spuren.. 3000 Patches... Finde ich halt für Unterwegs ziemlich schick. Bei einer DAW gibts immer "zuviel" und oft auch Sachen, die nicht funktionieren und dann frustrieren.
    Aber die Wavestate klingt ziemlich cool. Viel Bewegung in den Sounds. Nur bin ich mir da noch nicht so sicher wie schnell das dann langweilig wird. Andererseits kann man den Sound auch wieder in die DAW einbinden und mit anderen Instrumenten verbinden..
    Nur verstehe ich halt noch nicht so ganz die Entstehung der Klänge (bzw. bin dabei das herauszufinden). Also ob das alles eher Wave-Samples sind und man dann auch auf diese angewiesen ist, oder ob es eine Synthetische Klangerzeugung ist, die ganz Individuell verändert werden kann. Habe allerdings schon im Video gesehen, dass da durchaus Möglichkeiten besteht z.B. bei einer Drumsequenz die Drums zu verändern/tauschen.

    Meine "Angst" war ja, dass die Layer alle feste Waves sind, die nicht verändert werden können. Dem scheint wohl aber nicht so..
     
  4. Antallion

    Antallion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.20   #4
    Die KORG wavestate ist ein Ambientmonster ala Zimmer und Eno.

    Sequencer ist an Bord. Drummachine nicht - dafür müsste 1 Lane herhalten, bleiben 3 für andere Sachen ggf. auch 4 Lanes für eine Premium Drummachine (Drums/Samples sind genug da zum tweaken), dann wird aber zwangsläufig Multitrack-Aufnahme nötig sein.

    Leider findet sich auf YT meistens nur das Preset oder DJ/Groovebox Gedönse.
    Leider programmieren sich auf der wavestate komplexe Performances nicht eben so im Handumdrehen.
    Das ist also eher kein Synth für das abendlich Jammen auf dem Sofa, da er mit Wavesequencing v2.0 "noch komplexer" als sein Vorgänger geworden ist.
    Das Tweaken der Layer/Waves/Performances ist durch deutlich mehr Drehregler lebendiger geworden.

    Die gute Jennifer nutzt das Duo wavestate/minilogue xd für ihre mobilen Produktionen.

    Ich habe ihn mir ebenfalls zugelegt, und bin begeistert. Allerdings dauert es einige Einarbeitungszeit bis man bspw. ARP- oder moog-artige Ambient Klänge zaubern kann.
    Vor allem da die Lanes jetzt aufgebröselt wurden mit SST (Smooth Sound Transitions) weich auslaufende Samples bei Samplewechsel, dediziert nutzbarer Zufallsgenerator auch in Echtzeit und wählbaren Steps innerhalb einer Lane inkl. 100% Modulation, schier unendliche Möglichkeiten und der auch die Langweiligkeit von starren Sequenzen ausgetrieben werden kann.

    Aber auch die Brot und Butter Waves wie Strings & Co sind nicht von schlechten Eltern.

    Viele haben die wavestate im Reflex mit GAS gekauft und füllen jetzt die "große und kleine Bucht" für schmales Geld, da sich auch auf Knopfdruck (Zufallsgenerator) keine WOW-Erlebnisse einstellen um sie produktiv ohne Kentnisse nutzen zu können, und es nur unter Windows 10 derzeit wohl seit Sommer 2020 noch Editorprobleme gibt - das erschwert vieles ohne KORG Hilfe/Update.
    Gestern bei einigen Händlern von 769,- auf die 699,- runtergesetzt gesehen.
     
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