Das überascht mich doch ziemlich. Hätte gedacht, dass man sich da um nen Raum zum jammen schlagen muss...
Als einer von nur drei Pianisten hätte ich eigentlich erwartet, keine freie Minute zu haben.

Aber wie gesagt, es wollte keiner. Ich saß z.B. mal mittags 'ne halbe Stunde am Klavier im Sax-Unterrichtsraum, einfach um was zu spielen (Standards, einfach nur Blues, egal, Hauptsache spielen ...), da ist kein einziger mit eingestiegen, obwohl die ganze Zeit Leute da rumgewuselt sind.

Darüberhinaus war das "W.Hoffmann" allerdings eins der geilsten Klaviere, dass ich je gespielt habe. Warmer, satter Ton, supergefühlvoll bespielbare Tastatur. Das etwas spitzere Schimmel und erst recht das dumpfe irgendwasisauchegal konnten einpacken dagegen.
Kannst Du mal den Link zu dem Workshop reinstellen?
http://www.jazz-workshops.de
Und mal allgemein, ab welchem Level amchen solche Workshops denn Sinn?
(so dass man nicht von 100 Leuten der mit Abstand shclechteste ist)
Es wär sinnvoll, wenn du grundlegende Kenntnisse von Jazz hast, also "Terz", "kleine Septime" und "II-V-I" keine Fremdworte für dich sind. Außerdem ist zumindest ein Minimum an Rhythmus- und Formgefühl IMHO Voraussetzung, denn es geht schließlich um freies Spiel und Improvisation.
Das Gesamtniveau quer durch alle Instrumentengruppen variiert wohl ziemlich. Jetzt in Erlangen würde ich mich eher zu den besseren zählen, was Jazz angeht. Es gab durchaus jede Menge Leute, die sehr gut vom Blatt spielen konnten, aber wie gesagt, "frei" sah es grau aus. Bei meinem ersten Workshop in Tübingen vor zwei Jahren war ich eher am unteren Ende. Und dort war das Können breiter gefächert. Es waren also richtige Cracks unter den Teilnehmern. Ich behaupte mal, von den Erlangern jetzt war niemand spielerisch in der Region unterwegs (zumindest hats keiner gezeigt

).