Wie kommst Du denn auf das?
Es gibt auch noch andere Keyboards als Hammonds und Hammond-Klone.
WARNUNG VORAB: Ab hier kommt ausschließlich elektronische Musik! NICHTS FÜR BLUES- UND ROCKFANS!
Als Beispiel, was bei Livemusik mit Synthesizern geht, führe ich einfach mal Jean Michel Jarre an.
Anheizen an den Tasten plus Einsatz solcher Equipmentmengen, daß selbst mehrere Keyboarder die nicht so anordnen können, daß sie im Sitzen in Griffweite wären: "Equinoxe 5", Hochzeitskonzert für Prince Albert und Charlène Wittstock, Monaco 2011.
Eine Keytar kann hilfreich sein, aber nicht für AP/EP/B3, sondern nur für elektronische Sachen. Mitunter sogar mehrere Keytars. Beispiel: "Rendez-vous 4",
Destination Docklands, London 1988. Mit ein bißchen Hilfe von Hank Marvin, ehemals Gitarrist der Shadows, ehemals Begleitband von Cliff Richard.
Das hier läßt sich beim besten Willen nicht mehr im Sitzen per Hand spielen – mit den ganzen Instrumentenwechseln. "Oxygène 2",
Live In Your Living Room 2007.
Um das Ganze noch zu toppen, etwas mit mehr Jam/Improvisations-Charakter, auch wenn es durchaus arrangiert ist, und mit noch heftigeren Instrumenten- und somit Platzwechseln: "Oxygène 5/Variation III", Santiago de Compostela 2010.
Wer auf Musik ohne Gitarren allergisch reagiert, kann ab hier wieder weiterlesen!
Eins der besten Beispiele für einen Frontmann (!) einer Rockband (!) im Stehen am Synthesizer (!): Edgar Winter mit der umgehängten Tastatur seines ARP 2600.
Auch Keith Emerson machte andere Sachen, als Hammonds zu zerstören – z. B. alles aus einer 70.000 Dollar teuren Yamaha GX-1 holen. Emerson, Lake & Palmer, "Fanfare For The Common Man", Montreal 1977. Daß die Hammond und sein stark erweiterter Moog IIIc hinter ihm stehen, spricht genauso Bände, wie daß er die eigentlich zur GX-1 gehörende Bank nicht hat aufbauen lassen. Im weiteren Verlauf dieser Probe wird er also häufiger hinter sich greifen müssen, was hier leider nicht geschieht.
Martman