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Deswegen muss es ja in den sogenannten Graben...![]()
Es gehört daher zu den Grundregeln der guten Orchestrierung, so zu instrumentieren, dass die Sänger nicht platt gemacht und an die Wand gespielt werden.Kommen Sänger_innen dennoch einmal nicht über das, sich im Graben befindliche ,Orchester wird der Dirigent hier wie ein Tontechniker agieren und den jeweiligen Orchesterstimmen vorgeben wie laut/leise sie spielen sollen.
Eine Gesangsprofessorin von mir sagte mal sinngemäß: "gegen eine Sopranistin kannst du als Bass nicht anstinken - die macht dich immmer platt wenn sie will". Und das kann ich bestätigen. Deshalb gehe ich mit Sopranistinnen auch immer besonders liebevoll umKlassisch geschulte Sopranistinnen können in ihrer "Wohlfühllage" durchaus den Schalldruck eines startenden Kampfjets erreichen...

An genutzten Resonanzräumen und dem daraus resultierenden Obertönen. Also dem Sängerformanten wie @Abendspaziergang ja schon schrieb.Opernsänger brauchen kein Mikro, man hört sie trotzdem bis in die hinterste Ecke. Woran liegt das?
Vor ca. 35 Jahren stand ich mal in einer Schlange an und hörte der Unterhaltung direkt hinter mir zu. Da erzählte jemand (männlich), dass er (klassischen) Gesang studiere. Auf Rückfrage "Oper?" meinte er, er wolle ins Liedfach gehen - er habe keine Lust, sich durch ständiges Über-das-Orchester-wegbrüllen-Müssen die Stimme kaputt zu machen.
Ich kann natürlich nicht beurteilen, in wieweit ein Opernsänger "brüllen" muss, um über das vor ihm im Graben sitzende Orchester drüber zu kommen, aber wenn ein Student von vorneherein einen nicht unwichtigen Bereich seiner möglichen späteren Berufsausübung ausschließt, könnte durchaus auch etwas dran sein. Oder besagter Student stand noch ganz am Anfang seiner Studien und wusste gar nicht, wovon er redete ... (ich habe seinen Namen nicht mitbekommen, kann also nicht recherchieren, was er inzwischen treibt)
Vielen herzlichen Dank für die Anekdote! Dabei sind es die Klassiker, die uns "modernen" immer sagen, wir machen uns die Stimme kaputt.Auf Rückfrage "Oper?" meinte er, er wolle ins Liedfach gehen - er habe keine Lust, sich durch ständiges Über-das-Orchester-wegbrüllen-Müssen die Stimme kaputt zu machen.
Eine Gesangsprofessorin von mir sagte mal sinngemäß: "gegen eine Sopranistin kannst du als Bass nicht anstinken - die macht dich immmer platt wenn sie will". Und das kann ich bestätigen. Deshalb gehe ich mit Sopranistinnen auch immer besonders liebevoll um
Wenn er tatsächlich "brüllen" muss, um mit dem Orchester mit zu halten, dann hat seine Stimme nicht die für das dramatische Fach nötigen Voraussetzungen und Kapazitäten und seine Entscheidung war zweifelsohne richtig. Jedenfalls stimmlich betrachtet, mit dem Liedfach alleine seinen Lebensunterhalt zu bestreiten ist dagegen ziemlich ambitioniert.Auf Rückfrage "Oper?" meinte er, er wolle ins Liedfach gehen - er habe keine Lust, sich durch ständiges Über-das-Orchester-wegbrüllen-Müssen die Stimme kaputt zu machen.
Lied und Oper sind stimmlich betrachtet zwei Welten und nur wenigen Sänger war bzw. ist es vergönnt, von ihren stimmlichen Möglichkeiten, ihrer Flexibilität und ihrem stilistischen Einfühlungsvermögen in beiden Welten überzeugend zu hause zu sein. Nach wie vor unerreicht darin bleibt für mich Fritz Wunderlich. Oper, auch dramatische Rollen, Operette, populäre Schlager (seiner Zeit), Kunstlied - alles genial gesungen und interpretiert (bitte selber googeln, es gibt zahlreiche Aufnahmen von Fritz Wunderlich).Unter anderem deshalb kommen z.B. bei Wagner eben auch die grossen dramatischen Stimmen zum Einsatz.
Leider kenne ich mehrere Beispiele, wo die betreffenden Kollegen schließlich gar nichts mehr spielten, sondern berufsunfähig wurden.Es gibt Musiker bei denen es tatsächlich durch das häufige Spielen in grosser Besetzung zu Tinitus oder anderen Gehörschäden gekommen ist. Die spielen dann nur noch Mozartopern u.ä., nicht mehr aber Wagner oder Strauss.
Lied und Oper sind stimmlich betrachtet zwei Welten und nur wenigen Sänger war bzw. ist es vergönnt, von ihren stimmlichen Möglichkeiten, ihrer Flexibilität und ihrem stilistischen Einfühlungsvermögen in beiden Welten überzeugend zu hause zu sein.
eine unheimliche Stimmkultur hatte und auch sowohl im Lied wie in der Oper zuhause war. Ganz wichtig! Gilt übrigens auch für Kirchen. (Ähnlich: Weshalb setzt sich eine unverstärkte Gitarre, die deutlich leiser als eine Stimme ist, in der Kirche oder einem kleinen Konzertsaal auch ohne Verstärkung durch? Wo doch im Akustikgitarrenteil des Forums viele meinen, für ihr 20qm Wohnzimmer zu Hause einen Amp zu brauchen...)Neben den gesanglichen Fähigkeiten spielt sicherlich auch die speziell optimierte Akustik der allermeisten Opernhäuser eine nicht zu unterschätzende Rolle.