@flautino musikus
Hallo Norbert
Prima, dass Du an der Musikschule einen Termin bekommen hast.

Während der Wartezeit rate ich dazu, Dich auf Musik zu beschränken, die mit dem 5-Tonraum auskommt und dadurch mit einer Hand ohne Lagenwechsel gespielt werden kann. Dann brauchst Du Dir keine Gedanken über den Fingersatz zu machen.
Da Du durch das Flötespiel bereits Noten lesen kannst, vermute ich, dass Du beim Anblick einer Notenfolge auch eine Tonvorstellung hast, die es Dir ermöglicht, innerlich voraus zu hören, was gleich am Instrument klingen soll. Das bringt Dir gegenüber denjenigen, die noch gar kein Instrument spielen, einen großen Vorteil, weil Du hörst, wenn Du die falsche Taste triffst.
Welche Klavierschule für Dich die richtige ist, muss Dein Klavierlehrer mit Dir zusammen herausfinden. Daher empfehle ich Dir hier nur ein Heft, mit dem Du Deine Neugier schon ein wenig befriedigen kannst. Es ist geeignet, die Koordination von Notenlesen und Reaktion der Hand systematisch zu trainieren.
http://www.stretta-music.com/search/q/Fingerkraft/schaum-fingerkraft-heft-1-nr-199435.html
Das ist reines Techniktraining.
Als zweites empfehle ich Dir, mit Hilfe eines Notenschreibprogramms (z.B. MuseScore) vom Flöten vertraute Melodien, die sich innerhalb des 5-Tonraums bewegen, in Klaviernotation zu übertragen. Dabei würde ich folgendermaßen vorgehen:
1. Melodie in den Violinschlüssel übertragen
2. Die Noten vom Violinschlüssel in den Bassschlüssel kopieren und anschließend nach unten octavieren.
Wenn Du dann beim Üben abwechselnd G- und F-Schlüssel liest und mit nur einer Hand spielst, kannst Du Dich schon etwas in den Basschlüssel einlesen.
Transponiere die im Notenschreibprogramm erfassten Melodien in verschiedene Tonarten, damit Deine Auge-Hand-Koordination nicht völlig auf eine Tonlage fixiert wird. Dann bist Du von Anfang an gezwungen, im Notenbild melodische Zusammenhänge ("Wege") zu erfassen und übst, diese ganzheitlich umzusetzen.
Viel Erfolg
Lisa