Kleine/Reisegitarre mit Nylonstrings, Budget 400 €

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Hallöchen zusammen,

dies hier ist mein erster Post in diesem Forum! Ich habe mich schon ein wenig eingelesen, aber meine (speziellen) Anfängerfragen konnte ich noch nicht beantworten – und hoffe daher auf eure kompetente Hilfe :)

Ich spiele seit 1,5 Jahren Ukulele und möchte gerne auch Gitarre lernen. Seit einiger Zeit informiere ich mich daher über verschiedene Akkustik-Gitarren, Unterschiede etc. Was ich bisher herausgefunden habe ist, dass mir normaler Gitarren meistens zu groß, wuchtig sind. Was daran liegen kann, dass ich Ukulele gewohnt bin ;-) Daher habe ich mich bei den Mini-/Reisegitarren umgeschaut. Nach langer Überlegung hatte ich mir dann die Taylor BT2 bestellt, und nach kurzer Zeit festgestellt, dass Stahlsaiten nichts für mich sind. Vielleicht Gewohnheit, oder doch eine Vorliebe für ein weicheres spielen? Jedenfalls, nach einer Woche habe ich die wirklich sehr schöne Taylor zurückgeschickt. Die Recherche ging also weiter und führte mich zur Cordoba Mini. Diese hat Nylonsaiten und wäre fast wie für mich geschaffen, jedoch habe ich gelesen, dass sie aufgrund der kurzen Mensur und den Nylonsaiten auf A gestimmt ist. Nun meine Anfängerfrage: welchen Unterschied macht dies zur Standardstimmung E? Ich kenne mich leider überhaupt nicht aus, würde ich ja natürlich gerne auf der Standard-Stimmung lernen.

Kennt jemand die Cordoba Mini, oder kann mir andere Empfehlungen im Bereich Mini-/Reisegitarre mit Nylonsaiten geben?


(1) Wie hoch ist das (eingeplante) Budget? Wo liegt die finanzielle Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden soll?

ca. 400 Euro


(2) Soll es eine Westerngitarre, Klassische Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein? (Informationen hierzu: https://www.musiker-board.de/wester...schiede-zwischen-konzert-westerngitarren.html )

Konzertgitarre bzw. Mini / Reisegitarre mit Nylonsaiten


(3) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf? Internet- oder Ladenkauf? In letzterem Falle: Möchtest du eine Empfehlung für ein Fachgeschäft? Wenn ja, welche Gegend?

Neukauf (ggf. auch Gebrauchtkauf)

(4) Wo setzt du das Instrument primär ein (Zu Hause, Bühne, Studio?) und wie groß ist deine Erfahrung mit akustischen Gitarren?

zu Hause / wenig Erfahrung

(5) Suchst du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?

Jazz, Blues, Rock'n Roll

(6) Welche Korpustypen / Korpusgrößen kommen für dich in Frage? (Informationen hierzu: https://www.musiker-board.de/wester...m-pickups-bei-akustikgitarren.html#post651036 )

egal

(7) Welche Sattelbreite würdest du bevorzugen? Gibt es Vorlieben zu Halsdicke oder -form?

nein, keine Vorzüge

(8) Welche Features sind dir besonders wichtig?
[] Massive Decke
[] Massiver Boden und Zargen
[] Cutaway
[] Tonabnehmer

Tonabnehmer nicht wichtig


(9) Hast du Wünsche bezüglich der Holzsorten?

Decke: keine Wünsche
Boden & Zargen: keine Wünsche

(10) Weitere Wünsche wie Optik, klangliche Eigenschaften (mit Vergleich?) oder sonstiges:

keine Wünsche


Viele Grüße,
Jürgen
 
Eigenschaft
 
Wenn du GITARRE Lernen willst, würde ich sie auch in GITARRENstimmung spielen, sie als Gitarre spielen und nicht als eine größere Art Ukulele. Es sind beides eigenständige Instrumente, so wie auch die Ukulele nicht einfach nur eine Art Minigitarre ist wie viele immer meinen ...

Ich selber finde die sog. Kindergitarren da einen guten Kompromiss, für Erwachsene am besten die 3/4 Größe (aber 1/2 geht auch wenns wirklich so klein sein soll). Die sind zwar kleiner als normale, sind aber richtige Gitarren wenn man auf Qualität achtet, und liegen noch in deinem Budget.

Ich selber spiele neben Gitarre ebenfalls Ukulele, und auch wenn ich bei den Gitarren normalerweise die üblichen Größen spiele fand ich die 1/2 und 3/4 Gitarren die meine Enkel spielten immer sehr angenehm und durchaus gut klingend, die kleinen Dinger haben echt Spaß gemacht.

(An Stahlsaiten kann man sich übrigens durchaus gewöhnen wenn man regelmäßig spielt ... ich wechsle bei meinen da ständig durch, habe bei den Resonatorgitarren sogar richtig dicke drauf, aber ich achte da gar nicht mehr drauf wenn ich wechsle ;))
 
Ich habe auch ab und zu die 1/2 Klassik meiner Tochter in der Hand. Mit guten Saiten ist die sehr schön zu spielen.
 
Danke euch beiden für eure Nachrichten :)

Ja, ich denke auch dass ich auf jedenfall eine Gitarre mit E-Stimmung (also Standard-Gitarren-Stimmung) nehmen sollte. Vielleicht war ich zu voreilig mit meiner Ablehnung der Stahlsaiten... ich muss wohl noch ein wenig testen und mich vielleicht auch einfach trauen ;-)

Habt ihr denn einen Tipp für mich? Die Taylor BT2 hatte ich ja bereits getestet, die Cordoba Mini hat Standardmäßig eine A-Stimmung. Habe aber irgendwo im Internet gelesen, dass sie auch auf E stimmbar ist (ggf. andere Saiten).
 
Wenn es nur um das Spielen für Dich alleine geht, dann ist die absolute Tonhöhe völlig egal. Das wird nur relevant, wenn Du mit anderen Instrumenten zusammen spielst oder Gesang begleitest. Oder absolutes Gehör hast. Ich selbst habe das nicht, irgendwo steht auch eine Wandergitarre rum, die tiefergestimmt ist, das stört mich nicht wirklich.

Du kannst auch als Mini-Reisegitarre eine Guitalele für wenig Geld nehmen und die parallel zum Hineinwachsen in in eine gute, "richtige" große Gitarre nutzen. Gute kleine Instrumente zu bauen, ist aufwändig. Es ist einfacher, eine normal große oder 7/8-Gitarre für wenig Geld gut zu bauen, als eine kleine.
 
Eine höhere Stimmung wie A hat aber natürlich auch einen ganz anderen Klangcharakter, weniger "gitarrig" ;)

Eine Guitarlele hatte ich auch mal eine Weile als ich noch "was Kleines" wollte, ich dachte das sei auch ein guter Mittelweg zwischen der Gitarren- und Ukulelenwelt. Aber das war für mich ein Fehlkauf - hat sich nicht gut angefühlt und angehört, war irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch. Die 1/2 und vor allem die 3/4 Gitarre meiner Enkel waren für mich von Anfang an klar richtige Gitarren, haben sich so gespielt und so geklungen.
 
Eine höhere Stimmung wie A hat aber natürlich auch einen ganz anderen Klangcharakter, weniger "gitarrig"
Wenn ich also das Kapo bei meiner Martin auf den 6. Bund setze, klingt sie nicht mehr nach Gitarre? ;)
Wenn ein Gitarrist einen Barre-Akkord auf dem 7. Bund spielt, klingt sie nicht mehr nach Gitarre? ;)

sry, aber das kann man so wohl nicht ausdrücken ...
 
Ich denke du weißt wie's gemeint ist (siehe auch Anführungszeichen und Smiley) ;)

(Es geht hier doch um von "vornherein dauerhaft höher gestimmt". Klar, gab und gibt es auch, ist dann aber eben keine "normale" Gitarre sondern ein spezieller Typ. Und Capo setze ich gerade dann ein WENN eben ein bestimmter ANDERER Klang gewünscht ist, oder weil auch bei einem Original deswegen ein Capo eingesetzt wurde, und ja, auch mal als Krücke wenns mal sonst mit dem Singen nicht klappt oder schnell die Tonart geändert werden muss ... Und ein Griff ist einfach nur ein Griff ;) ... Beides nicht der "Normalklang" einer Gitarre. Wenn ich in den Laden gehe um einer neuen Gitarre auszuprobieren, habe zumindest ich keinen Capo dabei, und beurteile den Grundklang auch nicht nach Barregriffen in höheren Lagen ;)).
 
In welchem Klangbereich klingt eine Trompete "trompetig" oder eine Geige "geigig?" ;)

Jeder Ton, den ich auf einer Gitarre erzeuge klingt "gitarrig", die 7. Lage klingt nunmal anders als die Lage mit offenen Saiten, das ist klar und selbstverständlich.
Aber dass eine Gitarre nur in der 0./1. Lage wirklich "normal klingt" halte ich trotzdem für eine seltsame Theorie - aber gut, das ist deine Meinung, meine ist da anders :)
Stell dir mal Manouche-Musik auf einer echten schönen alten Maccaferri oder Selmer nur in den ersten Bünden gespielt vor. Klassische Gitarristen spielen ihre Nylosntrings auch
in seltenen Fällen mal höher als auf dem 5. Bund.

Vllt. baust du ja mal eine Gitarre, die nur die ersten 3 Bünde hat ...
 
... trotzdem klingt meine große Nylonstring im XII Bund anders als meine Oktavgitarre im I (oder als meine Kontrabassgitarre im XXIV klingen würde, falls sie diesen hätte). Aber als ernsthaftes Problem für den Anwendungsbereich des TE würde ich das nicht sehen.

Nachtrag: Zumal es hier nur um eine Quarte geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@jvstraelen

Hi!

Ich spiele ebenfalls Gitarre + Ukulele.

Als Reisegitarre hatte ich mir damals die Gitalele von Yamaha gekauft. Sie ist billig, robust und klingt für ihre 70 € eigentlich ganz passabel. Für den harten Outdoor-Einsatz (Zelten, Segeln) ist sie neben meiner Billig-Uke immer noch meine 1. Wahl.
Nachteil der GL-1: Die Saiten liegen eng zusammen. Ich habe zwar nur relativ kleine Fingerchen, aber beim Fingerstyle-Spiel nervt mich das doch.

Daher habe ich mir noch eine Cordoba Mini zugelegt. Die Sattelbreite von 50 mm wie bei einer Konzertgitarre finde ich sehr angenehm. Ich habe den originale A-Saitensatz gleich runtergenommen und den E-Saitensatz von Aquila (speziell für die Cordoba Mini) draufgemacht. Der A-Saitensatz soll voller klingen als der E-Satz. Da habe ich bisher keine Erfahrung.

Zum Unterschied zwischen E- und A-Stimmung wurde ja schon was gesagt. Die Akkord- und Tonleiter-Patterns bleiben dieselben, bekommen nur andere Namen (Verschiebung um 5 Halbtöne). Die A-Stimmung entspricht dem Low-G der Ukulele

Die Cordoba Mini ist allerdings grösser als als die Yamaha GL. Sie hat in etwa die Grösse einer Bariton-Ukulele.

Gruss vas
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessante Diskussionsrunde ;-) Ich lese natürlich alle eure Beiträge, wenngleich einiges von meinem eigentlichen Thema abweicht! Fühlt euch trotzdem frei ;)

@vas: Danke für deine Einschätzung / Erklärung! Ich denke, dass ich als Gitarrren-Anfänger auf jedenfall mit der E-Stimmung lernen möchte. Man weiß ja nie, wohin der Weg führt, ob man mit anderen Musikern spielen möchte etc. Und dann stimmt es ja tatsächlich, dass es einen E-Saitensatz für die Cordoba Mini gibt, prima! :) Damit rückt das Instrument doch gleich wieder in meinen Fokus! Ich werde mich nochmal genauer Informieren!

Danke euch allen schon mal für eure Beiträge!! Finde es toll hier, euer Feedback hilft mir sehr :)
 
Zu dem (guten) Tipp bezüglich 1/2 oder 3/4 Gitarre hast du leider nichts gesagt. Das wäre auch mein Tipp. Klein und Standardstimmung.
 
Tja, wenn es wirklich nur ums Reisen geht, würde ich mir wohl die Guitarlele von Harley Benton besorgen. Kostet weniger als 1 - 2 x Essen gehen und macht wirklich Spaß, meine Tochter hat sich so eine für Wandertouren zugelegt.
Da es aber (auch) um ein Instrument zu lernen gehen soll, hm, eine gute 3/4 Gitarre. Fertig.
 
@ schmendrick: die Option einer 1/2 oder 3/4 Gitarre ist natürlich immer gegeben. Ich wollte zunächst aber noch die anderen Möglichkeiten checken, es gibt ja einige. Am Wochende wollte ich eh noch in den Musikladen und mir ein paar 3/4 anschauen ;-)

@ zwetsche: ja klar, natürlich möchte ich Gitarre auch erstmal lernen. Und da muss es auch nicht die günstigste sein.
 
Gitarre LERNEN macht bei normalen Körpermaßen eigentlich erst ab einer 7/8 bzw. einer etwa 63er Mensur Sinn, einfach, weil sich der Körper auch bestimmte haptische "Erfahrungen" merkt. SPIELEN kann man als ausgewachsene Person sicherlich auch auf einer Oktavgitarre, aber zum "richtig Gitarre-Lernen" würde ich diesen Umweg nicht gehen wollen.
 
Dagegen spricht, das Kinder auch wenn sie zuerst auf der 1/2 und dann 3/4 gelernt haben problemlos umsteigen auf eine größere. Oder auch schnell mal wechseln zwischendurch ... meine Enkel schnappen sich wenn sie bei uns sind und ihre kleineren nicht dabei haben einfach eine von meinen und kommen damit zumindest so mal kurzzeitig damit prima zurecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dagegen spricht, das Kinder auch wenn sie zuerst auf der 1/2 und dann 3/4 gelernt haben problemlos umsteigen auf eine größere.

Spricht m.E. eben gerade nicht dagegen, da die Kinder dann wachsen und das Instrument mit denen. (Ich schrieb oben von "Lernen mit normalen Körpermaßen".)

Oder auch schnell mal wechseln zwischendurch ... meine Enkel schnappen sich wenn sie bei uns sind und ihre kleineren nicht dabei haben einfach eine von meinen und kommen damit zumindest so mal kurzzeitig damit prima zurecht.

Mit der Erfahrung geht dann vieles... Ich spiele heute auch vom Bass zur Oktavgitarre und Ukulele so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt. Aber wenn es bspw. darum geht, ohne hinzusehen überstreckt eine Quarte zu greifen, dann sind die "haptischen Erinnerungen" schon sehr instrumentenspezifisch. Am Lagerfeuer ist's allerdings egal.
 
... da die Kinder dann wachsen und das Instrument mit denen.
Das stimmt allerdings.

Aber wenn es bspw. darum geht, ohne hinzusehen überstreckt eine Quarte zu greifen, dann sind die "haptischen Erinnerungen" schon sehr instrumentenspezifisch.
Auch das stimmt ... aber da hat er noch eine Weile hin ... hier geht es ja erst mal um "Gitarre lernen" ...
Kommt Zeit, kommt "richtige" Gitarre ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch nicht ganz klar ist mir, ob es bei der Größe der Gitarre mehr um den Korpus oder die Mensur oder beides geht ...
 

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