Klick auf "und"

von qu1r1n, 15.04.12.

  1. qu1r1n

    qu1r1n Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.12   #1
    Hallo liebe Drummer-Gemeinde!

    Ich hab ein neues Buch gekauft (Drum Trainung Groove von Martin Klee) und dort gibt es eine Übung die man mit Klick auf "und" spielen soll.

    Wie macht ihr das?
    Wie kommt ihr in den Groove rein? Finde das voll ungewohnt.:o
    Nutzt ihr diese Art des Klicks? Live oder zu Übungen?

    Es gibt zwar auf der CD ein Soundfile das zuerst 2 Takte gerade "klickt" und dann auf "und" wechselt, aber das is ja nicht das Ziel.

    Schöne Grüße aus Oberbayern
    Quirin
     
  2. Bacchus#777

    Bacchus#777 Drums, Crowdfunding Moderator

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    Erstellt: 15.04.12   #2
    Haha, lustige Geschichte! Habe ich gerade erst mit einem meiner Schüler durchgenommen!

    Mir hilft es, und so habe ich ihm das auch nahegelegt, mich einfach erstmal mit Kopf und Körper (Kopfwackeln) so einzugrooven, dass meine 1 zwischen den Clickschlägen liegt. Und wenn ich soweit bin, fange ich einfach an, meinen Beat zu spielen.

    Live nutze ich sowas nicht, üben tu ich das einfach manchmal, weils der Koordination/Unabhängigkeit recht dienlich ist. :)

    Das zuletzt genannte Soundfile ist dabei recht wichtig meiner Meinung nach. Erst, wenn man das mal wirklich durchexorziert hat, auch mit schwierigeren/komplexeren Beats, dann kann man das Feeling von Anfang an auf sich nehmen und durchstarten. So ist das zumindest mein eigener Weg.

    Viel Spaß dabei!

    Bacchus

    PS: Habe das Thema mal aufgrund des Übungsbezugs in's Spieltechnik Unterforum verschoben.
     
  3. s0ftcorn

    s0ftcorn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.12   #3
    Ich bin mir nicht sicher was du meinst... du meinst dass der klick auf die fettgedruckten geht: 1 und 2 und 3 und 4 und
    Richtig?
    Wenn ja... dann lasse ich mir nur die off-beats nie klicken, sondern wenn dann 1 und 2 und 3 und 4 und komplett. Ist aber normal, dass man da anfangs sehr sehr schlecht reinkommt, liegt in der "Natur" von off-beats... sind halt nicht so wirklich Takt! :D Einfach üben und dann kannse das irgendwann genau so lässig wie irgendwelche standard-grooves :p
     
  4. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.12   #4
    Wenn man auf der Bühne ein Metronom benützt, dann ist natürlich eine unverfängliche Einstellung sinnvoller.

    Ich kenne das Buch nicht, aber sowas habe ich schon vor 40 Jahren gemacht - das kann man auch noch weiter treiben und den einzigen Klick pro Takt z.B. auf die 3 und legen.
    Da bekommt der Agostini beim täglichen Repetieren nochmal einen zusätzlichen Kick...:D:D
     
  5. Nightrunner2000

    Nightrunner2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.12   #5
    Hi qu1r1n,

    Ich hab das Ding geschrieben :D
    konzentrier dich einfach auf die zwei Takte Einzähler am Anfang und spiele da schon den Groove im Kopf mit, dass macht es dir ein wenig leichter "rein" zu kommen. Dann spiel das Ding einfach runter... Am Anfang braucht das vielleicht ein wenig Zeit, weil wir Europäer erst lernen müssen unsere "Gehhilfe" zwischen den gewohnten Schwerpunkten zu hören.
    Das dient NUR zur Übung und zum Spass um deine Koordination und geistige Unabhängigkeit zu trainieren, dein Feel, dein Gehör, dein Mikrotiming, deine Sicherheit & Lockerheit beim Spielen im Umgang mit Time ..... Du kannst das auch als Anti-Stresstraining sehen :) Das sind so Übungen die bringt dich extrem runter und lassen dich in so mancher Bühnensituation absolut cool reagieren, bei denen andere komplett die Nerven verlieren und schlimme Sachen passieren....

    Für on Stage ist das natürlich eher nichts. Da lässt man sich den Klick selbstverständlich auf die 4tel geben bzw. 8teln. Allerdings gibt's auch hier Ausnahmen. Es gibt Drummer, die in manchen Situationen mit z.B. dem Off-Beat klick arbeiten, um schneller oder intensiver in ein bestimmtes Feel zu kommen. Aber wie gesagt, in der Regel (hier in Europa) folgt der Klick auf die 4tel oder 8telt durch, je nachdem.

    Weiterführende Übungen wären z.B. dass du mit dem Klick die 16tel durcharbeitest. Das braucht zwar einwenig mehr Zeit und Übung aber wenn man das drauf hat, bringt das richtig Spass und macht dich unfassbar Timingsicher und Co ;-)
    Für die einsamen Stunden im Keller:
    1. Stell den Klick auf 4tel ein und reiß einen Groove runter - Groove dich ein (Am Anfang macht es sinn einen ganz simplen Groove zu nehmen)
    2. Klick einfach so lassen und versuchen nun den Groove um eine 8tel nach hinten oder Vorn zu verschieben - jetzt klickt der Klick logischerweise wie bei der Übung auf die OFF's also die UND's (Anfangs kannst du dir auch das Tempo vom Klick geben lassen, Zähle in 8teln mit "1 und 2 und 3...", weiter zählen aber den klick ausmachen und auf ein von dir gesagtes "Und" wieder starten, dann loslegen - Ich hoff du verstehst wie ich das meine :D
    3. den Klick auf das zweite 16tel, also das "e" klicken lassen. Dabei machst dus genauso wie bei Zweitens. Tempo geben lassen, diesmal in 16tel mitzählen "1 e + d, 2 e + d, 3....", weiter zählen & klick ausmachen.... dann auf das "e" wieder starten lassen - konzentrieren..... Grooven - ruhig mit langsamen Tempo anfangen
    4. Das gleiche auf das vierte 16tel einer viertel, also das "d"

    Wenn du das übst, fällts dir irgendwann ganz leicht, den klick im kopf zu verschieben bzw. dein Zählen und Empfinden zu drehen, um in das richtige Feel zukommen. Dann klappt das von ganz allein. Das trainiert natürlich dein Timing und gibt deiner Kreativität einen guten Kick. Da entdeckt man schnell neue Sachen, weil man ganz anders hören und empfinden kann - Geistige Kontrolle & Unabhängigkeit..... Grenzenlose Möglichkeiten. Das Netz kann man natürlich noch viel weiter ausspinnen. Und wenn du dich auf sowas einlässt merkst du auch wie sich die Charakteristik des Grooves ändern kann wenn du den klick, wo auch immer er dann kommt (on beat, off beat, auf "e", auf "d") irgendwie, irgendwo akzentuierst. Das is der Killer!!!! Du kannst dein spiel dann kontrolliert und bewusst hin und her schieben, verlierst dabei aber niemals die eigentliche 1, zu der du dann evtl. irgendwann wieder zurückkehrst... Das ist das was die "Diggen" z.B. ein Dave Weckl oder Vinnie gerne machen und irre Grooves daraus entwickeln bzw. über solch Systeme Solieren und Leute beim Zuhören zum ausrasten bringen.... weil man als Zuhörer eine Zeitlang nichts mehr zu fassen bekommt und auf einmal ist Sie wieder da - die 1! Das ist der Moment, bei dem Leute anfangen zu schreien :D
    Wenn du das in deiner Band machst, schreit die auch... aber nicht aus positiven Beweggründen hahaha

    Unbegrenzte Möglichkeiten erwarten Dich junger Jedi :)))))

    Grüße
    Maddin ;)
     
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  6. qu1r1n

    qu1r1n Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.12   #6
    Hey Martin,

    Danke dir für die Hilfe und die weiteren Tipps! Werde mich gleich mal ran machen!

    Gruß
    Quirin
     
  7. Sticktricks

    Sticktricks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.13   #7
    Hi Quirin,

    eine sehr gute Übung, die Du da mitbringst und ab einem bestimmten Erfahrungsgrad als Drummer hier und da schon mal in das tägliche Üben einfließen sollte, aber nicht nur das. Du kannst das Klicken Deines Metronoms vielfältig interpretieren. Meistens "hört" man es halt als 1/4 Downbeat, also immer das, was man als "1", "2", "3", "4" und so weiter zählt.
    Dass Dir der Klick auf "und", also auf den Off-Beats schwer oder ungewöhnlich vorkommt, liegt einfach nur daran, dass Dein Gehör (noch) nicht daran gewöhnt ist.
    Wenn Du zum ersten Mal mit diesem "neuen" Klick arbeitest, dann versuche zunächst einfach mal die 1, 2, 3, 4 dazu zu zählen. Der Klick muss dann halt genau zwischen Deinen ausgesprochenen Zahlen liegen und dann spielst Du einfach nur Bassdrum und Snare dazu. Nach kurzer Zeit bekommst Du ein Gefühl dafür, wie sich der Klick einordnet und was das "und" bedeutet.

    Wie ich weiter oben schrieb, kannst Du das Klicken des Metronoms vielfältig interpretieren. Das Klicken auf und ist eine Variante. Versuchs doch mal als 1/16tel Off beat, also auf "1", "e", "+", "d" usw...oder als 3er Verschiebung, was dann langsam aber sicher wirklich fies, aber nicht unmöglich wird....
    Allerdings solltest Du dazu die Übung mit dem "und" mindestens sehr gut beherrschen.

    Viel Spass dabei!!!
     
  8. trommelfrosch

    trommelfrosch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.13   #8
    naja, vielleicht hat er´s ja mittlerweile (ein gutes dreiviertel jahr später) schon geschafft :D
     
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