Könntet Ihr euch ein Leben so ganz ohne Röhrenverstärker vorstellen?

Digital, alles schön und gut, Jeder wie er mag, ich eher weniger, und da fällt mir den Song von Lonzo wieder ein:
"Hamburg '75,
Jungs war das gemütlich
Da schien noch ein richtiger Mond in der Nacht
Die Musik haben wir noch mit der Hand gemacht
So was gibt es heute nicht mehr
Is′ verdammt lange her,
is′ verdammt lange her"

Ich muss Musik nicht nur hören, sondern bei mir hat das auch viel mit Gefühl zu tun.
Der Text ist von Hans Scheibner. Erschien 1995, da war Saure-Gurken-Zeit für die Pösel-Eppen-dorfer Szene.
Selbst Udo Lindenberg steckte im Tief.

Musik ist doch immer Gefühl, was denn sonst?
 
ähm, ganz ehrlich, zu welchem Ziel, soll denn dieser Fred führen? Da gibt es IMO kein Ziel.
Jeder kann das halten, wie er mag; jeder kann dazu denken, was er mag, es gibt kein richtig oder falsch... diese Diskussion ist also im grunde völlig ziellos und kann daher auch gar nicht nicht zielführend sein. :whistle:
Genau so sehe ich das auch. Es hat doch jeder so seine Gründe und/oder Vorlieben, die ihn an ein Leben nach dem...äh´ ohne Röhre glauben lassen. ;-)

Nicht wenige sind da ja heute auch längst mehrgleisig unterwegs. Davon abgesehen würde sich z.B. so mancher Jazzer vielleicht eher über meinen Transistoramp (benutze ich extrem gern für meine akustischen Gitarren) als meinen Röhrenamp freuen.

Es gibt halt nicht nur die eigene Bubble und auch die Musik ist ja sehr vielfältig. Die Schlager-Festzelt-Kapelle hat da ja vielleicht auch ganz andere Vorstellungen (wenn überhaupt :D), als der gemeine Rocker, der vielleicht auf ganz bestimmte Sounds und Amps steht. Bedroom-Player, Produktion & Studio, Hobby-Recorder, Profi-Mucker, usw., da hat jeder so seinen eigenen Bedarf.

Ich selbst würde es eher so formulieren:
Ich habe viel Spaß mit Röhrenamps, in der jeweils passenden Situation, aber ich bin heute auch sehr flexibel und dankbar für so manche Alternative.

Ganz ohne, aus meiner persönlichen Sicht?
Auch das, wenn es denn sein müsste. Muss aber nicht! ;)

Was da heute so alles geht, ist doch irre! :rock:
 
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Der Titel verrät ja schon worum es geht. Was bedeuten euch noch Röhrenverstärker.
Ich hole meinen Sound komplett aus Pedalen (meist analog) und brauche nur eine gute cleane Plattform. Da hab ich mich vor einiger Zeit auf die Sachen von Quilter eingeschossen und bin absolut happy. Vor kurzem auch mal die billige Endstufe von Harley Benton ausprobiert, passt super als Notfall-Lösung. Also, Leben ohne Röhren-Amp, für mich problemlos machbar.
 
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Meine simple Antwort auf die Frage: Nein.

Für mich geht nichts über das voll analoge Spiel über Röhrenamp und passende (echte, nicht virtuelle) Box.
Ich mag aber eine Ausnahme sein, da ich weder aufnehme, noch über eine PA spiele.
Die Extras, die virtuelle Lösungen bieten, brauche ich nicht.
Mich als Purist hat noch kein virtuelles Teil komplett überzeugt, selbst wenn (im Gegensatz zu mir Digitallegastheniker^^) Könner den Kemper, das Axe(FX), das Tonex oder was auch immer bedient haben.

Ich möchte auch nichts, was digital so ähnlich klingt wie eine per Mikro abgenommene Aufnahme.
Warum eine Kopie, so lange das Original noch erhältlich ist und bestens funktioniert? Ich halte es da ganz mit: "Never change a winning team."
 
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Deine Antwort @DirkS könnte von mir stammen :hi5:
 
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Kulturelle Aneignung! :D
 
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Warum eine Kopie, so lange das Original noch erhältlich ist und bestens funktioniert
Das ist ein wichtiger Punkt. Für mich funktionieren kleine Lösungen besser, da andere Aspekte wie nur der reine Sound auch beachtet werden.

Kleines Beispiel aus einem meiner letzten Konzerte:
Ich versuche mein Kram möglichst einfach auf und abbauen zu können. Das heißt, es gibt nur wenige Kabel die verlegt werden müssen, die Aufstellung ist variabel und insgesamt bin ich in 10min aufgebaut, und in 5min abgebaut wenn es sein muß. 1 Kabel für Strom, jeweils 1 Kabel von Gitarre zu Amp und dann zur Box, 1 Mikrokabel. Geht mit den kleinen Sachen flott und passt für alle meine Kapellen, bzw ist auch nötig.
Ich sage dem Keyboarder der Zwischenband noch, er soll sich bitte beeilen, es gibt nur 15min Umbaupause. "Jo, alles klar, mach ich." Dann kommt er an mit einem 12 Kanal Mischpult, 2 Keyboards, 1 Aktiv Monitor und einer Sporttasche mit einem Knäuel Kabel. Ein dickes Knäuel... Nach 30min war dann alles aufgebaut. Klang sehr gut, aber hätte man deutlich besser im Handling machen können.
Was will ich damit sagen?
Soundtechnisch hat beides funktioniert. Umbautechnisch halt nicht.
Ciao
Monkey
P.S.: Der besagte Keyboarder spielt mit seiner Band eigentlich immer alleine so 3-4 Stunden mit Pausen. Keine Notwendigkeit schnell zu sein...
 
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Und? Was sind euere Zeitfresser? Modeler oder Röhrenamps? :D
 
Was ich mir an Servicezeiten und mehrfach gehen spare, stecke ich halt ins programmieren.
Auf der Bühne wird nix verstellt, was nicht unter dem Fuss oder dem globalen EQ liegt.
 
Ich habe zwei Röhrenamps hier. An Servicezeiten haben ich bei einem eine einzige Röhre ausgetauscht, das ein einziges Mal über etliche Jahre.

Mit Modeler habe ich bereits Tage und Wochen verschwendet an die ich lieber gespielt hätte. Das nur mal so als Feststellung für mich. Sound tüfteln, Presets bauen, die gleichen Presets an einer anderen Location anpassen, FRFR-Kisten ausprobieren, IR suchen und laden, Firmware-Updates durchführen...

Inzwischen ist ein gutes Modeling so gut aufgelöst, dass es auch mir genug Dynamik liefert. Dennoch höre und spüre ich bei einer guten Amp und Speaker-Kombi, viel mehr hinzugefügte Obertöne. Da wird einfach etwas hinzugefügt, was ich so von einem Modeler nicht erhalte, zumindest nicht in diesem Umfang. Auch etwas Lautstärke (muss ja nicht höllenlaut sein..) und die entsprechende Rückmeldung einer Gitarrenbox gehört für mich zum E-Gitarrenspiel dazu. Mir macht das einen Riesenspass und wenn ich das so nicht haben kann, spiele ich lieber eine Western-Gitarre. Insofern kann ich mir als E-Gitarrist kein Leben ohne Röhrenamps vorstellen.

Müsst ich allerdings viele Sounds auf eine Bühne abliefern (oder gar mit In-Ear spielen), würde ich mir das auch überlegen es mit einem Modeler umzusetzen aber zum Glück muss ich das nicht.

Ich kann auch verstehen, dass etliche alte Hasen die viele Röhrenamps gespielt haben, sich heute an den Möglichkeiten eines guten Modeling erfreuen. Nun, diese alte Herren kennen aber auch ihre Amps und deren Charakter. Ich "Jungspund" dagegen, bin noch am Erforschen verschiedener Ampmodelle die mich in einer bestimmten Richtung inspirieren und formen. Vielleicht bin ich deshalb etwas verloren bei digitalen Lösungen die etwas reproduzieren sollen was ich noch nicht verinnerlicht habe. Ja, meist klingt es gut aber der Funke springt für mich nicht rüber.
 
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Für mich ist es mit Band, als auch zuhause, ne kleine Orange Vollröhre im 0,5 oder 1 Watt Modus - mit Band per DI Box mit Frequenzkorrektur in die PA.
Bei Aufnahmen (und Sologigs) zum Teil auch ein Koch Röhrenpreamp direkt ins Pult.
Ich mag einfach, wie die Röhrenschaltung reagiert, muss aber auch zugeben, dass ich noch keinen "hochwertigen Modeler" getestet habe, gab es bei mir bisher keinen Grund für, bzw. wurde erfolgreich ignoriert - für mich ist es ein Hobby, da möchte ich meine Songs schreiben und spielen und nicht Stundenlang tüfteln, nur um damit das nachzubauen, was ich schon habe.
Die Brocken von früher - Redknob Twin, Laney Head mit 2x12 Cab, etc. - würde ich mir Heute aber auch nicht mehr antun wollen, weder Gewichts- noch Lautstärkemässig, da reicht der kleine Rocker locker aus.

Also klares nein, zumindest derzeit kann ich mir (ausser Akustikgitarre) ein Setup ohne Röhre für mich nicht vorstellen.
 
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Ich lass das jetzt einfach mal hier stehen :p

Hatte noch nie einen Röhrenamp und lebe glücklich mit digitalen Modelern vom Line6 PodGo über Software Amps in Reaper bis zum Mooer Prime P1.
Eine Mooer GTRS Gitarre habe ich auch. Die braucht nur einen Kopfhörer und ein Smartphone. 🤓
 
Ja, kurz und schmerzlos.
Ich habe im Lauf der Zeit diverse Röhrenamps besessen, einen hab' ich noch - eingemottet.
Mit digitalen Amps habe ich mich ausgiebig beschäftigt: u.a. FM3, FM9, QC, Helix . . .
Seit langem bin ich mit dem Helix rundum glücklich (Blues bis Hard Rock).

Zurzeit liebäugle ich mit einem Helix Stadium und dem AmpX. Mal abwarten (AmpX :coffee: ), es drängt ja nicht.
An eine Vollröhre denke ich nicht mehr.
 

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