Körper-, Handhaltung bei 48Bass mit B-Griff

  • Ersteller Ersteller Zurfer
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  • #21
Hallo,
Vielmehr ist der Balg selbst instabil und lässt sich nicht gerade zurück führen.
Genau! Denn es gibt kein Balg wie Balg. ;) Die Orgel verwendet z.B. einen Balg, der mit konstantem Druck gefüllt ist. Dieser Balg bewegt sich in einem genau definierten Raum, ohne dass Abweichungen möglich sind. Bei einem Akkordeon ist das ganz anders. Der Balg des Akkordeons ist nicht fixiert. Der Akkordeonbalg arbeitet nicht bei konstantem Druck (z. B. 72 mm Wassersäule). Und dafür zahlen wir, Akkordeonisten, einen Preis in Form der Instabilität des Balgs und der Notwendigkeit, uns an den Balg jedes Akkordeons, das wir spielen, erst einmal zu gewöhnen. Aus meiner Sicht ist dies jedoch ein akzeptabler Preis für unsere „Freiheit“. Als Organist kann ich die Lautstärke und Klang eines bestimmten Registers nur mithilfe der Jalousien regulieren. Beim Akkordeon arbeite ich direkt mit dem Balg, und das ist ein fantastisches Gefühl!

Gruß, Vladimir
 
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  • #22
Alles richtig. Es ist nur so, dass größere Instrumenten nur im sitzen gespielt werden.
1. Abstellmöglichkeit
2. Größeres Füllvolumen und deshalb weniger Weg bei gleicher Leistung
3. Das Sitzen erlaubt dem Körper Verlagerung und damit geradlinigeres Zurückführen

Also vielleicht nicht perfekt, aber doch kontrollierter als bei einer kleinen Quetsche.
 
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  • #23
Na ja ,
man könnte auch eine Diskussion darüber führen :
" wie fahre ich entspannt auf einem Kinderfahrrad " ?
Auch da muss die Antwort lauten : " sorry, das Ding ist für Dich einfach zu klein " !

Jetzt will man aber doch ...
Dann reicht es aber nicht sich das Teil fester zu schnallern.
Dann wandert es nämlich automatisch dorthin, wo die Armlöcher an den Gurten sitzen, nach oben !
Es baumelt also vor der Brust .
Mit Verlaub , das mag bei den Herren annährernd funktionieren, bei den Damen kommt da aber anatomisch was in die Quere.
Zudem: wenn man nun so kurze Ärmchen hätte, wie ein Tyranosaurus Rex , wäre das vielleicht eine tolle Spielposition,
die langen Arme werden aber ungünstig abgeknickt.

Also Gurte lääänger ?
Das Teil schlackert unkontrollierbar herum , siehe Klangbutters Video.

Was hilft ?
In der Tat , da kann man das Akkordoen oben drauf platzieren, es kann nach unten nicht weg und rückt auch etwas nach vorn.
Wer eine hat , ist gut dran !

Idealerweise ruht ein Akkordeon in Sitzposition mit dem Balg auf dem linken Oberschenkel.
Die Rundung an der Unterseite, des sich öffnenden Balgs passt da hervorragend.
Da uns normalerweise die Oberschenkel nicht schon auf Höhe der Tailie aus dem Bauch wachsen,fehlt da nun eine Fixierung.
Nun kann da ein Gitarrenbänckchen helfen, das linke Bein kommt höher und kann zumindest schon mal den Balg an der Vorderseite
etwas stützen. Meine Kinder hatten früher so ein doofes Stofftier , das wie ein Kirschkernbeutel gefüllt war. Das habe ich mir bei meinem (72 Bass) Akkordeon manchmal auf den Oberschenkel gelegt.

Jetzt mal so ganz ins Grüne phantasiert :
Normalerweise baumelt ein Akkordeon ja an der Gurten.
Ein Balgschoner aus Polster oder Leder hilft bei der Balgführung, baumelt aber bei den Kinderinstrumenten auch nur mit herum.
Was wäre, wenn man sich eine etwas größere Vorrichtung , wie eine gepolsterte Platte , mit Gurten umschnallt , wo das kleine Akkordeon an den Gurtösen mit kurzen Lederriemen fixiert wird ?
Idealerweise wäre diese etwas länger, daß sie bis zu den Oberschenkeln reicht und hätte vielleicht sogar unten ein Polster, wo der Balg geführt werden könnte ? Dann könnte man das Instrument sogar im Stehen spielen ?

Also in etwa so
( sorry für die krakelige Skizze , hab hier nur den kleinen Labtop dabei , es soll nicht so aussehen, wie eine schlechte Ritterverkleidung beim Kinderfasching...) :





Bildschirmfoto 2026-07-24 um 10.40.00.webp
 

  • #24
" wie fahre ich entspannt auf einem Kinderfahrrad " ?
wenn man nun so kurze Ärmchen hätte, wie ein Tyranosaurus Rex , wäre das vielleicht eine tolle Spielposition,
Ich musste so lachen, herrlicher Vergleich. Aber klar, so war das damals ...

1784883696728.webp

[Hinweis für Suchmaschinen: KI-generiertes Bild]

Ein Gedanke, der mir noch kam: Viele der steirischen Harmonikas sind doch auch ähnlich klein. Vielleicht kann man sich da was abgucken, denn die kommen ja auch klar.

Oder zum Beispiel Servais Haanen, der hat ja auch immer relativ kleine Instrumenti


View: https://www.youtube.com/watch?v=6n_4SrqvJoQ
 
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  • #25
Nichts gegen Servais, aber er spielt sehr introvertiert und unsportlich und manchmal wenn ihn die Kamera von der Seite zeigt, sieht man auch den wahnsinnigen Platz zwischen ihm und dem Instrument.
Wenn er mal plötzlich einen großen Akzent spielen müsste oder sehr laut und Sprünge usw., dann ginge das nicht mit diesen Einstellungen.

Man müsste da eher bei Pixner und Co schauen.

aber er hat auch seine spezielle Haltung. Der rechte Daumen UND !!! das rechte Bein hält die Harmonika nach rechts fest.

1784902761120.webp
1784902793383.webp



Beim Ziehen ist es irgendwie fest, man sieht nicht so richtig warum. Aber ich denke er spannt sich einfach richtig rein.
Hier in der Szene ab 7:00 ganz gut zu sehen


View: https://youtu.be/eoDasLiuTwM?si=lhGUxGjax51tsh8L&t=420
 
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  • #26
Schaut euch doch einfach mal Diatoniker an, die Zweireiher oder Club-Harmonika spielen. Die sind in der Regel so groß wie ein 48er Akkordeon. Die Riemen müssen natürlich die gleichen sein, wie bei einem großen Akkordeon. Ich habe unter Anderem ein 40er Knopfakkordeon aus Klingenthal von 1951 aus einer kleinen Werkstatt. Es ist generalüberholt und ich spiele zwischendurch gerne damit. Ich halte es genauso wie ein Großes, nämlich auf dem linken Oberschenkel und da schlackert nichts. Notfalls setzt man sich etwas niedriger, auf ein Sofa zum Beispiel oder Maxitos Spezialhocker ;-). Ein Konzert gibt man damit ja wahrscheinlich nicht, höchstens am Lagerfeuer oder zur Grillparty und da findet sich immer eine niedrige Sitzgelegenheit.
 
  • #27
Steirische werden oft nur mit einem Riemen gespielt. Wie schaffen die das?
 
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  • #28
Meine Vermutung:

Der rechte Riemen ist gut eingestellt und hält wenn man nach links zieht.

Bei Druck nach rechts hält der Daumen am Griffbrett und das rechte Bein dagegen.
 
  • #29
Der rechte Riemen ist gut eingestellt und hält wenn man nach links zieht.

Bei Druck nach rechts hält der Daumen am Griffbrett und das rechte Bein dagegen.
so beobachte ich das auch des öfteren... ganz extrem sieht man das öfter auch bei den Schwyzerörgelispielern:

https://blog.zermatt.ch/wp-content/uploads/2019/08/cr-Holger-Knecht-_-2009-2-1024x683.jpg

... aber so kann man nicht wirklich mit einen chromatischen Akko spielen... der ständig erforderliiche Daumendruck begrenzt die rechte Hand schon auch

ich kenne noch das Duo "The Royal Squeeze Box" die treten auch mit einem relativ kleinen Akko auf - gut sind 72 Bässe - aber für Performance mit umhergehen und so doch auch eher klein... und da hat der Spieler das Akko relativ weit "oben" hängen
https://www.royalsqueezebox.de/assets/images/gallery01/6a8f4458_original.jpg?v=9557c48d

mir scheint dass es mit so kleine Instrumenten bei Erwachsene kein perfekt und optimal gibt, sondern eher nur: mit welchem Kompromis will ich leben...
 
  • #30
Ich habe auch bei Umzügen schon wegen der Gewichts mit einem kleinen Akkordeon gespielt und kann mich eigentlich nicht erinnern, dass es sich besonders unangenehm angefühlt hat. Klein halt ;)

Ist sicher aber auch eine Frage des Repertoires.
 
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  • #31
Ist sicher aber auch eine Frage des Repertoires.
d as ist, denke ich, ein Faktor den man eigentlich nie außer Acht lassen sollte

jedes Instrument bringt aufgrund seiner Größe und seines Gewichts bestimmte Faktoren mit die es fördert und welche die es weniger bis nicht unterstützt. Und wenn man schaut, was mit dem Instrument einfach machbar ist, und seien Musikdrauf einstellt hat man Spaß, wenn man meint jede Musik muss auf jedem Instrument gleich gut gehen, hat man ein Problem.
 
  • #32
Man muß glaub unterscheiden: Spielt man im Sitzen oder im Stehen.
Eine steirische mit einem Gurt kann man nicht wirklich bequem im Stehen spielen, man braucht den Gegendruck des Beines.
Man kann das rechte Bein überschlagen, dann gibt's einen guten Gegenhalt oder, was man bei den Franzosen oft sieht, werden die Beine irgendwie verdreht, dann findet man auch eine Ecke, die hält oder wie die Schwyzerörgelispieler, die stützen normalerweise das Instrument über das linke Bein ab.
Was man bei vielen sieht, dass sie sich vorbeugen - das sieht irgendwie unergonomisch aus.
Das extremste, was ich bisher gesehen habe, war ein Musiker einer Morris-Dance Gruppe in England - weit über 80 - der hatte das Instrument mit dem "Gesicht" nach unten auf dem Schoß liegen, weil es ihm an den Schultern zu schwer war.
Im Stehen hilft bei vielen Spielern von kleinen Instrumenten die Schwerkraft mit, wenn man den Daumen verwenden will - die höngen dann oft Richtung Balg nach unten.
Diese Beobachtungen helfen Dir jetzt aber nicht weiter...
Ich selbst bin recht groß >1,90 und spiel ein 72er Gehäuse (Taste). Ich hab zum einen sehr breite Gurte und zum anderen find ich einen gut eingestellten Rückengurt sehr wichtig, dann kann das Instrument beim Zudrücken unten nicht ausweichen. Bei mir sitzt das Instrument etwa mittig auf der Brust - Tendenz nach unten. Lässt sich somit gut im Stehen als auch im Sitzen spielen - und wenn die Sessions lang werden, kann man auch das rechte Bein überschlagen zum Abstellen.
Viel Erfolg beim finden Deiner eigenen Einstellung
Jonny
 
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