Kontrabass-Tasche - welche Anforderungen habt ihr?

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Hallo,

wie die meisten wahrscheinlich gelesen haben dürften, habe ich mir vor kurzem einen Kontrabass gekauft. Da ich ihn beim Transportieren gut schützen möchte, brauche ich jetzt aber noch eine passende Tasche.
Leider habe ich hier zu diesem Thema noch nichts gefunden, deshalb hier meine Frage an euch:

Welche Anforderungen muss eine Kontrabass-Tasche nach euren Vorstellungen haben?


Hintergrund der Frage: Verschiede Kontrabassspieler, die ich bisher gefragt habe, haben alle unterschiedliche Anforderungen. Klar, gut geschützt muss der Bass sein, aber was ist sonst noch von Wert?

Die einen meinen, eine Bogentasche ist sinnlos (weil man einen teuren Bogen eh nicht darin transportiert), andere verstauen hier halt sonstiges Material. Rollen braucht man angeblich nicht... Die einen schwören auf Rucksackgurte, die anderen meinen, dass man sowieso nichts anderes mehr außer dem schweren Bass trägt und die Unfallgefahr (durch Türen, reißen der Rucksackgurte) dadurch zu sehr steigt.

Ich wollte mir eigentlich so eine Tasche zulegen. Ein befreundeter Kontrabassist hat mir jetzt aber seine Tasche von Gewa gezeigt, dir mir auch sehr gut gefallen würde. Sie ist sehr stabil verarbeitet und würde um die 200 € kosten. Leider finde ich so eine Tasche nicht, alles, was ich bei Thomann von Gewa finde, kostet nur 100 € und die Rucksackgurte sind nicht annähernd so verarbeitet, wie auf der mir gezeigten Tasche (das sieht man schon auf den Bildern).


Also: Wer von euch legt auf was genau Wert? Welche Tasche benutzt ihr? Welche könnt ihr empfehlen?


Viele Grüße, Marcel



Edit: Hab jetzt noch die Slapin'B Taschen von www.kontrabassist.com gesehen. Haben zwar Rollen (was für mich auch wieder nur ein zusätzliches Risiko darstellt), aber scheinen sonst wohl nicht schlecht zu sein. Oder?
 
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Die einen schwören auf Rucksackgurte, die anderen meinen, dass man sowieso nichts anderes mehr außer dem schweren Bass trägt.

Das halte ich schon mal für Quatsch...gut, kommt drauf an, wie und wo man so unterwegs ist, aber oft genug hat man mindestens entweder einen Verstärker, eine Tasche oder einen Koffer bei sich, wenn nicht gleich alles zusammen.

und die Unfallgefahr (durch Türen, reißen der Rucksackgurte) dadurch zu sehr steigt.

Unfallgefahr...naja, man muss halt vorsichtig sein (sowieso!), aber für längere Strecken zu Fuß sind die Rucksackgurte (am besten gepolsterte) am angenehmsten. Abgesehn von Rollen vielleicht, das hab ich noch nie ausprobiert, könnte mir aber vorstellen, dass es eine feine Sache wäre. Ich trage ihn sonst meistens mit einer Schulter in einem Rucksackgurt und der Hand in der Schlaufe an der Seite, sodass ich die Kontrolle habe und selbst wenn ein Gurt reißt, würde ich ihn am anderen abfangen. Bei Türen hebel ich dann quasi den Hals nach unten/hinten, sodass ich mit dem dicken Korpus voran gehe, das minimiert die Unfallgefahr, da man nicht so sehr nach hinten "ausschwenkt" und so niemanden versehentlich umnietet oder mit dem Stachel aufspießt.

Die einen meinen, eine Bogentasche ist sinnlos (weil man einen teuren Bogen eh nicht darin transportiert), andere verstauen hier halt sonstiges Material.

Wenn ich eine Hand frei habe, nehm ich auch den Bogen im Case in die Hand, aber meiner Meinung nach spricht nichts dagegen ihn (im Case) in der Bogentasche zu verstauen.

Ich hab übrigens eine von Soundwear, allerdings eine billige Variante (da die auch schon über 200 gekostet hat...). Die erfüllt ihren Zweck, gepolsterte Gurte und vielleicht eine zusätzliche Außentasche wären aber nicht verkehrt..
 
Also was ich dazu sagen kann, ist, daß am wichtigsten für eine gute Tasche die Details der Griffe und der Schutz des Steges sind. Ob man nun Rucksackmethode oder Hinterherrollen bevorzugt, egal. ich persönlich bevorzuge das sanftere Tragen (und aufpassen an Türen). Obacht geben muß man eh in beiden Fällen wie ein Schießhund. Zudem wirkt man als Rucksackträger einfach auch höflicher - immerhin verbeugt man sich vor jedem Türdurchgang ;-)

Spaß beiseite: Aus meiner Erfahrung benötigt man an der Baßtasche vor allem gut vernähte und stabile (und zahlreiche;-) Griffe zum Ein- und Ausladen und eine sicher schließende Riege von Reißverschlüssen. Nichts nervt mehr, als wenn man durch Überlastung aufgegangene Reißverschlüsse hat und diese mühevoll wieder einfädeln muß.
Ob der Baß nun von GoreTex, Cordura...20mm oder 28mm Schaum geschützt ist, ist total piepegal, wenn der Steg schon im Normalbetrieb unter starkem Druck von der zu engen Vordertasche steht. Eine falsche Bewegung, und weg ist er ;-( Gleiches gilt für den restlichen Korpus - die Tasche ist immer nur so gut wie ihre schwächste Stelle - und das sind meist Griffe, Reißverschlüsse und die untere, hintere Zargenkante. Auch Details wie ein Stachellappen oder -sack sind so verkehrt nicht, insbesondere bei Rollbags, die man auch mal über nasse Strassen zerrt...
Gleiches gilt für die Taschen und speziell für die Bogentasche - ohne extra Etui geht da nix vernünftig! Manche Taschen bieten da ein Inlet an (siehe Bernies), was man mit Bogen drin läßt oder ohne Bogen halt rausziehen kann. Praktische Lösung das...

Also am besten einfach Taschen kaufen, die von auftrittserfahrenen Bassisten aus der Rockabilly-Liga empfohlen werden. Die Jungs haben den Baß am häufigsten on the road, und das offenbart am schnellsten die Schwächen einer speziellen Tasche. Ich selbst habe eine ziemlich simple Gewa-Tasche (das, was Maastri so einsetzt), wobei sich dieses Modell schon deutlich oberhalb 200,- bewegt.
Die verlinkte Seite von Bernie B ist auch gut, die Basstaschen sind absolut robust und Gig-tauglich. Und der Preis, na der ist ja nahezu lachhaft klein mit ungefähr 180,- im Vergleich zu den marktüblichen Werten!!! ;-)

Noch ein Gedanke zum Thema Preis und Kontrabasstasche: Wer ein hochwertigeres Fahrrad hat, der weiß, daß das Schloß gute 10% vom Fahrrad kosten sollte (natürlich nur bis zu einer technisch sinnvollen Obergrenze um 100,-;-). Spart man am Schloß, ist schnell der ganze Grund dafür überflüssig - das Fahrrad nämlich weg ;-( Genauso ist es mit den Instrumententaschen. Wer da spart, der riskiert sein Instrument (was ja oftmals neben dem finanziellen auch einen hohen praktischen Wert hat - Thema eingespielt etc.). Ist es das dann wert gewesen, ein paar Euro zu sparen?
Tip: Gebrauchtmarkt und Nischenanbieter!

Gruß
Roman
 
Hi,

habe mir jetzt eine Tasche von Slapin'B / Bernd Eltze / Kontrabassist.com zugelegt und bin sehr zufrieden bisher. Auf der linken Seite fehlt mir ein Griff, aber die Tasche an sich ist super und das ist nur Geschmackssache.

Meine alte China-Tasche, die ich geschenkt bekommen habe und auch schon einige Macken hat, würde ich gerne gegen Versandkosten weiterverschenken. Wenn jemand Interesse hat, kann er mir gerne ein PN schreiben, da ich die Tasche sonst entsorgen müsste.
 
Hast' mal 'n Bild parat?

Gruß
Roman
 
Sorry, dass ich mich jetzt erst melde.

Ich versuche, die Tage mal ein Bild einzustellen. Leider musste ich den Karton mittlerweile anderweitig verwenden. Ich kann die Tasche nun leider nur noch verschicken, wenn ich wieder einen Karton in angemessener Größe besorgen kann. =/
 
Die Erfahrungen und Tips von Bassistenschwein (schöne Grüße von einem Ex-Leipziger :) ) treffen der Kern - ich erleb es ähnlich. Bei mir hat sich diese Tasche sehr bewährt:
http://www.paganino.de/shop/a712/soundwear-performer-kontrabass-huelle.html
Der Hersteller hat sich auch bei Reparaturen äußerst zuvorkommend und kulant gezeigt - sehr zu empfehlen :). Da merkt man dann wirklich, daß man seine Tasche nicht vom Discounter hat ;).
Gerade zum Rucksack-Tragen finde ich die Tasche super - selbst nach einer halben Stunde Laufen schwebt der Baß immer noch förmlich hinter einem her. :great:

Einziger Schwachpunkt sind die Stoffummantelungen der Rucksackgurte - die sind bei mir nach zwölf Jahren und unzähligen Malen Auf- und Absetzen eigentlich reif für einen Tausch. Es ist nun mal normaler Verschleiß.

Grundsätzlich hängt auch viel davon ab, wie Du unterwegs bist: Eher mit oder ohne Amp, eher mit Auto oder mit Bahn/Bus? Mindestens im letzteren Fall solltest Du gucken, daß die Tasche solide, praktische Griffe hat - spätestens beim Einsteigen in ältere Straßenbahnen ist das sehr günstig ;). Und ich glaube, ein sehr solider Reißverschluß ist Gold wert. Da würde ich auch in jedem Falle drauf achten, denn den auszutauschen, wäre sicher horrend teuer.

Michael
 
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