Konzertaufnahme mit portablem Recorder wie Zoom H2n, Tascam DR05

pilos
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Hi Leute :)
ich möchte in Zukunft die eigenen Gigs mit einem portablem Recorder wie dem Tascam Dr 05 oder Zoom H2 vom Publikum aus aufnehmen und frage mich wie ich das am besten bewerkstellige? Das letzte Mal ist das eher schief gelaufen: Wir haben mit der Band ein Konzert gespielt und ich habe davor den Recorder auf einen normal hohen Tisch gelegt, ca. 20 Meter vor der Bühne mittig. Das Problem war, dass das Konzert so laut gemischt war, dass sobald Schlagzeug oder Bass einsetzten die Aufnahme übersteuerte. Den Gain (Mic Input) hatte ich auf ca 50 Prozent aufgedreht - das werde ich beim nächsten Mal jedenfalls reduzieren und nur mit 10 Prozent Gain oder so aufnehmen.
Denkt ihr ist es wichtig, dass man den Rekorder auf ein Stativ schraubt um eine bessere Qualität zu erreichen? Oder reicht es, wenn es einfach erhöht auf einen Tisch oder ähnlichem liegt? Wie weit von der Bühne würdet ihr den Rekorder platzieren? Macht es einen Unterschied ob ich ein Akustikduo oder eine volle Band aufnehme hinsichtlich Position? Wie würdet ihr den Rekorder platzieren, wenn man in einer Kirche ein Akustikduo mit Verstärkung zum Beispiel aufnimmt?

danke für eure Hilfe vorab! :)

LG Pilos
 
nasi_goreng
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Hi,
ich würde auf alle Fälle so nahe an die Bühne rangehen, dass die Mikros innerhalb des Hallradius sind. Und den Recorder so platzieren, dass das Publikum den Direktschall nicht abschottet.
 
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en Gain (Mic Input) hatte ich auf ca 50 Prozent aufgedreht - das werde ich beim nächsten Mal jedenfalls reduzieren und nur mit 10 Prozent Gain
Wir schneiden im kleinen Proberaum mit einem Zoom H4n alles mit und haben den Input auf 20 stehen, das Gerät ist am Stativ auf ca. 2m Höhe.
 
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moin, ohne vorherigen sound- gaincheck geht gar nix.
gruß, horst
 
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Ich mache das mit meinem H5 so: wenn ich den direkt über mein Schlagzeug hänge, ist die Aussteuerung bei 1,5 von 10 richtig. Bei Konzertmitschnitten gehe ich dann einen Tick höher auf 2,0 - damit hatte ich noch nie Übersteuerung. Wichtig ist Wave Format und 24 Bit, dann kannst Du nämlich hinterher normalisieren, ohne dass die Qualität grottig wird.
Ganz hinten im Saal (oder so wie Du es beschrieben hast: 20 m von der Bühne entfernt) wird der Sound in Innenräumen sehr mulmig, außen hat so eine Distanz bei mir aber auf Straßenfesten schon sehr gut funktioniert. Im Saal würde ich daher versuchen, näher ranzukommen. Ist aber meist nicht so leicht, weil das Gerät mitten im Publikum nicht besonders gut steht... Als Stativ nehme ich immer ein Mikrostativ mit Adapter von 1/4" auf 3/8". Höhe wenn möglich über Kopfhöhe des Publikums, die schirmen sonst zu stark ab. Und draußen immer mit Windschutz!
 
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Hallo,

...die Mikrofone - egal, ob jetzt die eingebauten des Recorders oder externe am Mic in - gehören hoch. Über das Publikum raus, 2 m sind schon mal nicht übel. Ideale Entfernung und Aussteuerung müssen vorher getestet werden, ggfs. beim Aussteuern noch was Reserve lassen, da man beim Gig selbst häufig noch mal 'ne Schippe Pegel drauflegt. Wenn's vorher schon an der Grenze war, würde es dann übersteuern.
Je nach Recorder - ich nehme an, Du willst erst noch einen anschaffen - ist am Gerät die Möglichkeit einer "Doppelaufnahme" vorhanden, also entweder wav und mp3 gleichzeitig oder wav, normal ausgesteuert, plus eine "Sicherheitsaufnahme" mit einigen db weniger Pegel, das kann schon mal den Tag retten ;) Einige Tascam-Geräte können das auf jeden Fall, ansonsten geben die Bedienungsanleitungen Auskunft.

Viele Grüße
Klaus
 
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beim liverecording MUSS jemand am Pult stehn und die Pegel überwachen, sons wirds nix!


(du stellst viele fragen in der richtung , wär vieleicht besser mal n profi zu finden, der dir son bissel was zeigt, also in echtzeit , anwesend)
so man tach lehrling sein ?
 
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ich solte vieleicht noch erwähnen, das professionelles liverecording mit 2 Mischpulten gemacht wird und auch 2 professionelle techniker dazu gehören! 1es auf der Bühne und eins unten nur fürs Puplikum
 
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Hohe Qualitätsansprüche erfordern natürlich hohen Aufwand.
Ich habe früher Live Mitschnitte mit Zoom H2 ohne viel Aufwand gemacht und war von dem Ergebnis positiv überrascht.
Wie schon von anderen geschrieben, Gehört das Gerät nicht auf einen Tisch gelegt, sondern auf ein Stativ entsprechend hoch. Ich habe mit dem Zoom dann 4 Spuren aufgenommen. Vorderseite auf die Bühne ausgerichtet
 
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Hallo,

...vieleicht noch erwähnen, das professionelles liverecording mit 2 Mischpulten gemacht wird und auch 2 professionelle techniker dazu gehören!

....da muß ich mal reingrätschen. Der TE redet davon, mit einem mobilen Recorder, also ich denke mal, maximal 4-Spur, seine Gigs aufnehmen zu wollen. Von Profi-Recording mit x Spuren ist hier gar nicht die Rede.
Natürlich kann beim "unbewachten" Mobilrecording auch schon mal was in die Hose gehen, darum ja, wie auch schon vor mir gesagt, Soundcheck mit Pegelprobe...
Bevor hier Protest erschallt: Ich mache beides live im Klassikbereich mit guten Ergebnissen. Minimales Setup mit Tascam DR100-III mit zwei Schoeps CMC6/MK4 oder großes Besteck mit bis zu 16-Kanal mit Laptop und Interface, das ist dann die Größenordnung von Oratorien. Bitte nicht unterschätzen: Auch in der Klassik kann es _enorme_ Lautstärken und vor allem Lautstärkeschwankungen geben... beliebtes Beispiel: Die Sopranistin im forte in ihrer Wohlfühllage - das kann durchaus mal den Schalldruck eines startenden Kampfjets erreichen... dagegen dann bis ins piano pianissimo, das sind schon krasse Differenzen.

An @pilos : Einfach mal probieren - man kann auch mit 2 Spuren sehr schöne Aufnahmen hinbekommen. Alles eine Sache der Übung... ;)

Viele Grüße
Klaus
 
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so nahe an die schallquellen wie möglich und definitiv keine großen hoffnungen machen
ich denk das es nicht möglich ist, das mit den dingern richtig gute Aufnahmen zu machen
besonder nicht in einem Dom
da is das selbe problem

ich war froh, das die Kassettenrecorder verschwunden sind !und dann sowas!
mit nem billigen Behringer usb mixer laptop und mics hättest ne chance
 
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Hallo,

...erneut: Einspruch, euer Ehren ;)

ich denk das es nicht möglich ist, das mit den dingern richtig gute Aufnahmen zu machen
besonder nicht in einem Dom
Aktuelle Mobilrecorder haben oft erstaunlich gute Mics ab Werk verbaut, bei Tascam weiß ich das aus eigener Erfahrung, weil ich da auch ein paar Vergleiche hatte... wenngleich der Einsatz zumindest halbwegs vernünftiger externer Mics _natürlich_ Sinn macht. Aber wenn man keine am Start hat, geht's oft auch so.

Keine gute Aufnahme in Kirchen möglich? Hier mal ein Beispiel aus meiner Praxis. Kammerchor, 24 Personen (übrigens: selbst mitgesungen - daher nur Vorabcheck bei Anspielprobe möglich), kleines Kammerorchester. Setup: Tascam DR100-III mit Line Audio CM3 in AB (die Schoeps waren nicht am Start, weil ich nicht immer in unmittelbarer Sichtweite des Gerätes war, das war mir zu heiß...).
Raum: Elisabethkirche in Marburg, das ist ein ziemliches Riesenteil. Standpunkt des Recorders: Etwa gute 5 m von Chor und Orchester weg, Höhe der Mics ca. 2,30 m.
Reinhören hier: KLICK.
Nachbearbeitung: Bis auf Abfiltern eines Raumdröhnens irgendwo unter 50 Hz keine. Der Hall ist der originale Raumhall. Finde ich für eine "unbewachte" live-Aufnahme doch eigentlich sehr brauchbar :D Natürlich geht das auch noch besser, wenn man ein paar Stützmics mehr setzt, die ordentlich aussteuert, das Ganze ordentlich nachbearbeitet und und und...

ich war froh, das die Kassettenrecorder verschwunden sind !und dann sowas!
Wir reder hier, sorry, nicht von Cassettenrecordern à la Walkman, sondern von heutigen, aktuellen Mobilrecordern, und die sind ein paar Generationen weiter ;) Außerdem - sorry für OT - hast Du schon mal eine richtig gute Aufnahme gehört, die mit einem perfekt eingemessenen Nakamichi Dragon gemacht wurde (das war in grauer Vorzeit der unbezahlbare Traum der Cassettenliebhaber...)? Die konnten auch schon richtig was... end of OT.

Der Vorschlag "Laptop plus Billig-Behringer-USB-Mixer plus Mics" führt hier eine vermutlich vom TE nicht gewünschte Aufwendigkeit ein. Keep it simple... aufstocken kann man immer noch. Wobei man sich mit Kleinstmixern, die ohnehin nur Zweispur können (wozu also dann ein Mixer??) möglicherweise ganz üble Rauschgeneratoren einhandeln kann... Wenn, dann Laptop plus vernünftigem Einstergerinterface plus Mics...

Viele Grüße
Klaus
 
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ich war froh, das die Kassettenrecorder verschwunden sind !und dann sowas!
mit nem billigen Behringer usb mixer laptop und mics hättest ne chance
Diese Aussage muss ich mal kommentieren: es lohnt sich, zwischen dem eigentlichen Aufnahmeteil, den Preamps und den Mikrofonen zu differenzieren. Die Aufnahmequalität der Zoom Geräte bei Beschickung durch die Line Ins ist einem Kassettenrecorder haushoch überlegen (sofern man im Wave Format und mit 24 Bit Auflösung aufnimmt). Da ist kein Rauschen und der Frequenzgang ist gerade wie ein Lineal. Diesen Teil der Kette können wir m.E. getrost ausklammern.
Die eingebauten Mics von Handyrecordern variieren in ihrer Güte und sind immer auch auf die internen Preamps angewiesen. Die Zoom Mikrofone sind keine Neumänner, aber auch nicht so schlecht, als das man sie nicht gebrauchen könnte. Für einen schnellen und unkomplizierten Mitschnitt eines Konzerts gehen sie immer, die Qualität ist dann in etwa so gut, als wenn man zwei günstige KMKs in XY aufstellt und aufnimmt. Der Vorteil ist halt das "Set and forget" ohne Gekabel usw.
Will man mehr,cwirdces aufwändig und teurer: Geräte wie der Zoom H5 bieten die Möglichkeit, vier Spuren gleichzeitig aufzunehmen, davon sind zwei die eingebauten Mics und zwei Signale kommen über XLR/Line Eingänge rein. An diese XLRs kann man z.B. die Stereosumme des FOH Pukts anschließen und hat hinterher mit den Mikrospuren etwas mehr Möglichkeiten, das ganze gut klingen zu lassen. Genauso kann man aber auch sehr hochwertige Mikrofone anschließen und damit auch hochwertige Aufnahmen machen - der limitierende Faktor sind hier die Mikrofone, der Raum und die Positionierung der Mikrofone. Wenn man den Schwachpunkt der internen Preamps eliminieren möchte, hängt man noch einen Preamp der Wahl davor und geht mit Linepegel ins Gerät.
Echte Mehrspuraufnahmen sind mit einem Handyrecordern natürlich nicht drin, aber dafür gibt es heute andere Geräte, die dieses schon in der Budgetklasse recht gut hinbekommen (z.B. die ganze X32 Varianten und andere Digitalpulte mit Mehrkanalschnittstelle). Auch hier ist der limitierende Faktor aus rein technischer Sicht meist vor dem Gerät zu verorten (Mikro-/Signalqualität, Raum, Instrument, Musiker, you name it). Manchmal sitzt der limitierende Faktor auch hinter dem Pult... :)
Nachtrag: das bei Rundfunk, Fernsehen und professionellen Konzertmitschnitten anderes als X32 und co. Verwendung finden, ist klar. Um solche Aufnahmen ging es dem Threadstarter aber ganz sicher nicht...
 
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Mein schon etwas älterer Tascam DR40 hat eine Funktion, dass man auf Spur 3/4 ebenfalls die internen Mikros aufnehmen kann, allerdings mit reduzierter Aussteuerung. Das nimmt der Clipping-Angst etwas die Spitze, weil man dann für einzelne Stellen immer noch das geringer ausgesteuerte Signal reinschneiden oder gleich die ganze Spur 3/4 verwenden kann. Man braucht natürlich doppelt so viel Speicher.

Ich habe allerdings keine Ahnung, ob aktuelle Recorder diese praktische Funktion noch haben.

Banjo
 
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mit 4 spuren und ausreichend souncheck, kann man da wohl doch Brauchbare ergebnisse erziehlen(y)
vorausgesetzt die Band is dizipliniert und klingt sehr ausgewogen:claphands:
 
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Ich habe allerdings keine Ahnung, ob aktuelle Recorder diese praktische Funktion noch haben.
Der Zoom H5 (und die neueren sicher auch) hat diese Funktion an Bord. Man verliert aber zwei Spuren dadurch...
 
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