Kopfhörer am Line-out

von Valium, 02.04.12.

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  1. Valium

    Valium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.12   #1
    Moin,

    ich habe an meinem Focusrite Saffire 6 zwei Line-Ausgänge. Line-outs sind so weit ich weiß ja niederohmig und Kopfhörer hochohmig. Hat jemand eine Schaltung die das umwandelt? Oder geht das mit einem einfachen Operationsverstärker?

    mfg,
    Valium
     
  2. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.12   #2
    Umgekehrt, Line-Out hochohmig (600 Ohm). Kopfhörer niederohmig (32-600 Ohm).
    Für geringe Ansprüche tut's ein OpAmp mit NPN/PNP Emitterfolgerstufe aus z.B. BC327/337. Sonst gibt's auch passende (Kopfhörerverstärker-)OpAmps, die etwas mehr Strom können als die klassischen 20mA. Aber bis man da erst mal ne Versorgung zusammen hat, hat man auch den billigsten Behringer Kopfhörerverstärker gekauft.
     
  3. sir stony

    sir stony Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.04.12   #3
    Hm naja, nach meiner Erfahrung sind Line Outs heutzutage großenteils deutlich niederohmiger, von wenigen Ohm an bis etwa 100 Ohm, man kann also in der Praxis so gut wie alles da dranhängen. Die nominellen 600 Ohm sind eher bei vintage Equipment und übertragerbestückten Ausgängen üblich.
    Genau für diese Anwendung gibt/gab es von manchen Kopfhörern eben auch die höherohmigen Versionen, oftmals mit eben jenen nominellen 600 Ohm Impedanz wie z.B. den AKG 141 "Monitor", der aber m.W.n. nicht mehr hergestellt wird.

    Hat man allerdings tatsächlich Equipment mit so hochohmigen Ausgängen und "moderne" niederohmige Kopfhörer gilt was Carl schon schrieb. Und ein weiteres Problem hast du auch noch wenn sich der Pegel des Line Outs nicht regeln lässt - das kann u.U. brüllend laut oder auch viel zu lasch auf einem KH sein - ebenfalls ein guter Grund einen kleinen regelbaren KH Verstärker dazwischen zu hängen.
     
  4. Valium

    Valium Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.12   #4
    Das klingt interessant, kann ich das mit nem einfachen Multi-Meter durch messen? Wiederstand zwischen Masse und Hot?

    Ich hab noch diese Schlatung wieder gefunden: http://www.elektronikbasteln.pl7.de/stereo-verstaerker.html
    Da sollte ich mit nem Line-Out drauf gehen können oder?
     
  5. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.12   #5
    mit dem Multimeter kannst du nur den Gleichstrom-Widerstand messen, aber nicht die Impedanz.
    (behelfsweise 'Wechselstrom-Widerstand' genannt)
    ein 5532 Opamp kann soeben eine 600 Ohm Last treiben, weniger wäre jenseits der Spezifikationen.
    hab ich bei meinen Creamware Karten aber schon gemacht und es klang keineswegs gruselig
    ist aber ausgesprochen unpraktisch, weil man dann über den digitalen Pegelsteller geht und die bit-Tiefe reduziert
    und zwar so weit, dass es tatsächlich 'bescheiden' klingt
    ein motormässig kaputtes high-end Cassetttendeck lässt sich für sowas gut zweckentfremden
    ich hab das eine zeitlang mit dem NAD 1020 Vorverstärker gemacht

    cheers, Tom
     
  6. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.12   #6
    Jein, ein OpAmp hat am Ausgang im 'Audiobereich' < 1 Ohm, neigt aber zum Schwingen sobald da eine kapazitive Last (Kabelkapazität kann u.U. reichen) dran kommt. Daher ist das mit einem Widerstand entkoppelt und der kann alles zwischen 10 und 600 Ohm haben.
    Wenn man jetzt mit einem Multimeter rückwärts in den Line-Out misst, misst man genau den Widerstand und das entspricht dann auch recht genau der Impedanz.

    Aber: OpAmps haben einen interne Strombegrenzung, und das sind z.B. für eine NE5532 irgendwas zwischen 10 und 60mA (Fertigungsstreuung). Bei einer 600 Ohm Last mag er also noch seine volle Aussteuerung erreichen, aber bei 32 Ohm kommt der dann sehr schnell in die Strombegrenzung und sozusagen ins 'clipping'. Also auch wenn er nur wenige Ohm am Ausgang hat, macht er trotzdem an einem niederohmigen Kopfhörer recht schnell die Grätsche.

    Dieser gruselige Aufbau eines TDA Verstärkerchips taugt theoretisch, mit +-15V versorgt, auch als Kopfhörerverstärker. Nur einerseits vom Aspekt einer stabilen Stromversorgung, der ggf. vorkommenden Netzspannung im Netzteil und der Schwingungsanfälligkeit dieser ICs sollte man genau wissen was man tut. Ohne einen relativ engen Aufbau auf Lochrasterplatine wird das nix, und selbst da sollte man wissen, wo man das eine oder andere C plaziert. Ich könnte es, aber selbst von den Bauteilkosten (Gehäuse, Platine, ICs, Versand, Potis...) ist es unmöglich das https://www.thomann.de/de/behringer_ma_400.htm zu unterbieten. Für das Geld bekommt man vielleicht ein Netzteil, kein Gehäuse, oder nur die Lochrasterplatine und die Bauteile drauf ohne Buchsen.
    Also wieso was selbst bauen, wenn man es für 1/3 des Materialpreises ohne Versand gekauft bekommt?!?


    Als Anfängerschaltung halte ich einen Audioverstärker auch nicht als unbedingt am besten geeignet.
     
  7. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 03.04.12   #7
    Hallo,
    naja, aber - Achtung: Ironie! - weil Behringer draufsteht, hat das Teil bestimmt lausigste Qualität, was sich auch zu diesem Preis keiner antun sollte ...





    Gruß
    Ulrich
     
  8. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.12   #8
    Das wird kein neuester Stand der Technik sein, aber wird tun und hat eine Spec. die hoffentlich stimmt. Und wenn man selbst baut, merkt man am Ende nicht mal, dass das Ding pfeift und gruseligste Sachen macht.

    Ich überlege in der Tat im Moment mir einen Kopfhörerverstärker selbst zu bauen, weil mein Interface nicht genug Pegel für meinen HD590 bringt und ich gespannt bin, ob man nicht mit wirklich dem neuesten Stand der Technik mehr raus holen kann (Klirr <0,000...% an 32 Ohm und/oder 10Vrms). Aber das geht nicht ohne Platinenlayout und man ist da am Ende bei 1k€ aufwärts für den ersten Prototypen und 70€ Material in Stückzahl...
     
  9. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 04.04.12   #9
    Hallo,
    oh, das klingt interessant. Es wäre schön, wenn Du darüber berichtest, falls Du Dich wirklich daran machst.

    (Ich habe nur mal was Einfaches für 9V/12V-Netzteilbetrieb gebaut - geht für hochohmige Kopfhörer schon ganz gut, bei niederohmigen sollte je Kanal noch ein 47Ohm-Widerstand seriell vor den Ausgang, sonst geht der Verstärker in die Knie: Schaltplan - Lochrasterlayout - Gerät - geöffnet.
    Für die Kritiker: Inwieweit die Transistoren wirklich noch etwas zusätzlich zum OPA etwas bringen, sei mal dahingestellt. Ich wollte das immer mal testen, hab es aber bisher nicht getan.)

    Gruß
    Ulrich
     
  10. Norbert

    Norbert HCA Bass Amps/Elektronik HCA

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    Erstellt: 26.04.12   #10
    Hallo Ulrich,


    so was habe auch schon seit fast 30J einen Kopfhörer Amp in Betrieb: OP und externe Transistoren.

    Bauteile sind ein NE5532 und (seit damals) BC 140/160 - bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Heutzutage gibts aber schnellere und stärkere Kleinleistungs-Transistoren (BC639/640 - 1Amp). Mit ein paar strombegrenzenden Widerständen. Läuft mit stabilisierten-längsgeregelt- +/- 17V und macht mit meinem Beyer DT880 (!) einen klasse Job.
    Die ext. Transistoren machen die Leistung für den Kopfhörer, die Ansteuerung über den NE5532 (hatte auch schon LF356 im Einsatz) erledigt den Rest.
    Ach ja, und ich habe sogar eine Einschaltverzögerung und DC-Protection wie bei PA-Amps..... Damals hatte ich noch Zeit dazu...


    NB: mein Mackie VLZ 1202 treibt am line-Ausgang mühelos einen 100Ohm-Kopfhörer
     
  11. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 26.04.12   #11
    Ha, Norbert, den DT880 habe ich auch. Aber in der "Monitor"-Version, nicht den "Studio". (Oh Mann, sind wir alt ;))
     
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