Korrekte Stimmführung nach Korsakov

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RalfBeutlin
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Im schlechten beispiel sind oberstimmen zwischen dem oktavierten bass, im guten liegen sie darüber. Eine weise regel, überprüfe das klanglich.
Bei sextakkorden sollte man die terz im bass nicht oben verdoppeln, wohl aber die quinte bei quart-sext.
 
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RalfBeutlin
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Erst mal vilen vielen Dank für deine Hilfe.
Das bringt mich einen schritt weiter.
Wenn ich das aber richtig sehe gehts beim schlechten beispiel nur um den ersten akkord. Den C-Dur akkord. Und auch da ligt über dem C ja noch eine Oberstimme drüber. Heisst also am besten sollen beide drüber liegen?
Und beispielweise der dritte Akkord (G-Dur) wäre aber ok denn da ligt ja H und D über dem G Stimmts?
Das hat mich ein wenig irritiert weil ich ein duchgängig Falsches Beispiel erwartet hatte.
Aber ich glaub jetzt hab ichs kapiert :)
 
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RalfBeutlin
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Ach ja und wenns die Melodieführung erfordert darf man natürlich dagegen verstoßen?
 
Günter Sch.
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Alle oberstimmen sollen über dem bass liegen, evtl. im einklang mit dem oberen ton, wenn der bass oktaviert ist, was im orchestersatz dauernd vorkommt. .
 
klaus111
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Noch einmal ausführlich:

Der oktavierte Bass wird in allen vier Fällen mit Oberstimmen gemischt:

Das c' (oktavierter Bass) ist höher als das g (niedrigste Oberstimme).
Das folgende a (oktavierter Bass) ist höher als das folgende f (niedrigste Oberstimme).
Das folgende g (oktavierter Bass) ist höher als die zweite halbe Note f (niedrigste Oberstimme).
Das folgende a (oktavierter Bass) ist höher als das folgende e (niedrigste Oberstimme).

Im "guten Beispiel" kommt es nicht vor, daß der oktavierte Bass höher ist als eine Oberstimme.

Gruß
Klaus
 
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Hallo Klaus,

jepp hast recht. Nur den 2ten Akkord würde ich als F-Dur akkord deuten...hast dan aber immer noch recht.
 
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RalfBeutlin
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Aber die Melodie ist trotzden die erlaubte aussnahme..oder?
 
klaus111
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Hallo Klaus,

jepp hast recht. Nur den 2ten Akkord würde ich als F-Dur akkord deuten...hast dan aber immer noch recht.

Klar ist das der F-Dur-Akkord. Ich bezeichnete keine Akkorde, sondern einzelne Noten (alles kleine Oktave, bis auf das c').

Aber die Melodie ist trotzden die erlaubte aussnahme..oder?

Im Prinzip klingt es schöner, wenn der Bass gut erkennbar ist und sich keine andere Stimme einmischt. Doch wenn es wichtigere Gründe geben sollte (wichtige Melodielinie) muß das Prinzip eben zurückstehen.

Gruß
Klaus
 
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Ok.
Das heisst man sollte bei der Melodie ein wenig darauf achten.
Wobei ja fast alle melodien mir dem Grundton beginnen und auch damit aufhören, was absolut engegen des Prinzips stehen würde. Zumindest am Anfang und am ende einer Melodi.
 
klaus111
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Nein, ich meinte, daß es gute Gründe geben sollte, um dieses Prinzip zu verletzen, also nicht nur ein wenig darauf achten.

Außerdem: Es enden zwar die meisten der bekanntesten Melodien mit dem Grundton, doch ich würde darauf tippen, daß sie zwar oft, aber nicht meist mit dem Grundton anfangen.
Und wenn, würde das nicht gegen das o.g. Prinzip verstoßen, denn nach Deinem Buch wird es ja als "gut" bezeichnet, wenn der oktavierte Bass identisch mit der untersten Oberstimme ist.

Such Dir einfach einmal ein paar Partituren von guten Komponisten heraus und studiere, wie die das gemacht haben. Es gibt ja heute viele urheberrechtlich freie Partituren im Internet.

Gruß
Klaus
 
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Hallo Klaus,

du schreibst "Und wenn, würde das nicht gegen das o.g. Prinzip verstoßen, denn nach Deinem Buch wird es ja als "gut" bezeichnet, wenn der oktavierte Bass identisch mit der untersten Oberstimme ist."

das würde heissen das über der Melodie noch die Terz und Quinte (je nach dem :) ) stehen sollte.
Dagegen würde aber sprechen was er im Kapitel über die Melodie geschrieben hat das es gut klingt wen die Melodie etwas abgehoben von rest ist... also auch über dem rest notiert ist.
Ich will nicht nerven...Ich wills nur 100% richtig verstehen :)
 
klaus111
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Typischerweise ist die Melodie in der obersten Stimme. Da hebt sie sich normalerweise am besten ab und ist dort i.d.R. auch am beweglichsten, muß aber nicht sein. Die Melodie kann auch z.B. durch relativ gleichbleibende Oberstimmen begleitet werden, während sich die Melodie durch Bewegung abhebt.

Ich habe oben eher an den Fall gedacht, daß die Melodie ziemlich tief liegt und nur der Bass eingesetzt hat. Es wäre schlecht, wenn sie unter dem Bass liegen würde.

Du siehst vielleicht, dass es den Komponisten sehr darauf ankommt, daß sich die wichtigsten Stimmen (im strengen vierstimmigen Satz alle) gut abheben und damit gut erkennbar sind.

Gruß
Klaus
 
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Jepp.
Mir ist gerade klar geworden das ich die ganze Zeit ne menge falsch mache.
Auf die Stimmführung...gegenbewegung, keine Oktavparalellen und so hab ich geachtet. Aber den Korsakov hätte ich mal vorher lesen sollen !
 

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