Kostenfrage - Musikunterricht

von Babsi1974, 23.08.16.

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  1. Babsi1974

    Babsi1974 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.16   #1
    Hallo an alle,

    hoffe ich bin im richtigen Forum gelandet. Ichmöchte gerne die D-Prüfung für Organisten in Kirchenmusik machen. Soweit so gut. Der Kurs an sich ist völlig kostenfrei. Ich müsste nur privat den Orgelunterricht bezahlen. Daran scheitert es aber, weil ich mir den nicht leisten kann.

    Nachdem ich herum telefoniert habe, wurde mir gesagt das 30 Euro PRO Stunde (nicht pro Monat) Standard sind, das kann ich mir leider definitiv nicht leisten, außerdem brauch ich noch eine Kirchenorgel zum Üben. Nicht jede Gemeinde (auch nicht meine) zieht damit. Mein Onkel hat mir gesagt, das viele gar nicht wollen, das nur drauf herum gespielt wird.

    Ich würde, wenn ich eine Kirchenorgel zum Üben finden würde ,mir das weitgehend selber beibringen, weil Keyboard hab ich mir seit meinen 10. Lebensjahr (bin jetzt 42) auch selber bei gebracht, wobei ja schon ein großer Unterschied zwischen den Instrumenten besteht. Kirchenorgel durfte ich als Teenager schon mal an Weihnachten spielen. Seitdem bin ich hin und weg.

    Es scheitert bei mir einfach nur an den Orgelunterricht, weil ich einfach kein Geld habe (auch keine Familie mehr oder Bekannte die haben selber nix) wo ich das in Angriff nehmen könnte. Kann ich auch die D-Schein Prüfung OHNE Unterricht machen oder muss der Nachweis für Orgelunterricht da sein? Und meine Frage, die mich noch interessieren würde, was würde man ungefähr im Monat als evangelischer Kirchenmusiker im Schnitt Netto verdienen?

    Gruß Babsi

    PS: Falls es das falsche Forum ist, bitte verschieben. Danke
     
  2. bluestime

    bluestime Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.16   #2
    Wie die Anstellungsverhältnisse sind kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich fast nur nebenamtlich...habe einmal etwa 20€ pro Dienst gelesen...
     
  3. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 23.08.16   #3
    Ich denke, so ein Nachweis hat durchaus auch seine Berechtigung und sollte nicht nur als eine formale Hürde gesehen werden. Mal vor 25-30 Jahren eine Kirchenorgel gespielt zu haben oder sich selbst etwas Keyboard beigebracht zu haben ist vielleicht ein Anfang, aber wohl kaum ausreichend, um eine Prüfung als Organist zu bestehen. Mehrere Manuale gleichzeitig zu bedienen und Orgelregister zu schalten, vor allem aber das Spiel mit Pedalen ist etwas, das man erst einmal lernen muss. Und dafür ist Unterricht unumgänglich. In der Theorie kann man sich das auch selbst beibringen, aber ob man es dabei auch korrekt lernt, so dass man regelmäßig in Gottesdiensten spielen kann, ist eine andere Sache.

    Wenn man zumindest einen Lehrer hat, der die eigenen Fertigkeiten einschätzen kann und attestiert, dass man für die Prüfung bereit ist, ist das schon mal ein Anfang. Die Prüfer haben eben kein Interesse daran, dass sich Leute daran versuchen, die die Anforderungen unterschätzen und salopp gesagt ihre Zeit verschwenden.

    30€ pro Stunde scheinen mir nach kurzer Recherche nicht unüblich zu sein. Wenn das zu viel ist, würde ich mal in für dich erreichbaren Gemeinden nachfragen, ob sich etwas aushandeln lässt. Es ist möglich, dass die Kosten für Unterricht gesenkt werden, wenn man im Gegenzug bei Gottesdiensten, Chorproben und ähnlichen Gelegenheiten spielt - wofür man aber natürlich erst einmal geeignet sein muss.

    Dass nicht jede Gemeinde ohne weiteres eine Orgel zum Üben bereitstellt, kann ich verstehen, schließlich kann das - gerade bei ungeübten Spielern - eine Menge Lärm machen. Es werden allerdings in den Kleinanzeigen von Zeit zu Zeit Orgeln für Selbstabholer verschenkt oder für 1€ verkauft, bei denen der Transport das größte Problem ist. Die meisten dieser Orgeln sind jedoch elektronisch und unterscheiden sich klanglich, als auch vom Spielgefühl her von Kirchenorgeln. Falls wirklich keine Orgel zum Üben bereitsteht und das Budget sehr schmal ist, wäre das aber zumindest eine Option, die mit mehreren Manualen und Pedalbass zumindest etwas näher an einer echten Orgel dran ist als reines Keyboard-Spiel.

    Was den Verdienst angeht, würde ich mir keine großen Hoffnungen machen. Es hängt natürlich sehr von der Gemeinde ab, aber Organisten verdienen eher wenig. Hauptberuflich wird es vermutlich nicht ausreichen - zumal es für jemanden ohne Orgelerfahrung, ohne formelle Ausbildung und derzeit auch ohne Schein erst recht schwierig werden wird, eine gut bezahlte Stelle zu finden.

    Die meisten Keyboarder würden gerne mal eine richtige Kirchenorgel spielen (mich eingeschlossen), daher kann ich verstehen, dass dich die Idee fasziniert. Aber nüchtern betrachtet würde ich mir nicht all zu hohe Chancen ausrechnen, dass du ohne finanziellen Einsatz innerhalb kürzester Zeit das Orgelspiel erlernst und dann auch noch die Möglichkeit hast, damit genug Geld zu verdienen. Daher solltest du es vielleicht mehr als ein Hobby sehen, als als Karrieremöglichkeit.
     
  4. Gast 2346

    Gast 2346 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.16   #4
    Hmmm, wenn es den Interessenten so schmackhaft gemacht wird, wird Kirchenorgelmusik in 50 Jahren nur noch vom Band kommen... Schon krass!
     
  5. bluestime

    bluestime Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.16   #5
    Ich persönlich finde die Voraussetzungen für den D-Kirchenmusiker durchaus gerechtfertigt. Natürlich kostet der Unterricht Geld, aber 30€ sind noch günstig, man muss auch an die Leute denken, die durch das Unterrichten Geld verdienen wollen.
    Und dass der D-Kirchenmusiker als Aushilfsmusiker nicht das große Gehalt erwarten kann ist selbstverständlich.
    Ich glaube auch, dass auf dieser Ebene die Leidenschaft fürs Instrument eine wichtigere Rolle spielt und nicht die "Karriere".
     
  6. Babsi1974

    Babsi1974 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.16   #6
    Hm die Idee mit einer Heimorgel von Dir schön und gut, aber ich habe eine sehr kleine Wohnung, da hab ich echt keinen Platz für so eine Heimorgel ,auch wenn ich die günstig dann kriegen könnte. Ich bin zurzeit leider auf Hartz IV angewiesen, da ich auch jetzt länger aus dem Berufsleben raus bin (hatte familiäre Gründe) und ich somit gerne einen Einstieg wieder finden wollte.

    Immerhin hab ich ja schon mal Kirchenorgel gespielt und die waren wirklich (ohne mich selbst loben zu wollen) sehr begeistert, von meinem Orgelspielen. Da mir damals meine Eltern keinen Unterricht trotz Talent gewähren wollten (ja sowas gibt es leider auch) habe ich mir das Meiste selber bei gebracht.

    Platzmäßig krieg ich weil ich das auch mal in die Ecke stellen kann, nur mein Keyboard unter. Ich werde mal sehen, was sich über meine Beziehungen evtl. machen lässt. Gesang gehört ja auch zum Kirchenmusiker dazu und da zahl ich über die Musikschule mit Ermäßigung nur 11 Euro im Monat und die kann ich berappen. Hatte mich heute dort mal erkundigt, aber Orgel bieten die leider nicht an - nur Klavier und Keyboard.

    Denke bei den vielen Kirchen die wir hier in unserer Großstadt haben, sollte es kein Problem sein, eine zu finden, wo ich regelmäßig dranüben kann. Wegen der Preise scheint das dann wohl doch Standard zu sein. Puh. Sonst muss ich nebenbei noch was machen, damit ich mir das finanzieren kann, denke nicht das das Jobcenter so eine außergewöhnliche Ausbildung fördert, grad was die musikalischen und kreativen Berufe angeht und ich wollte seit meinen 4. Lebensjahr nix anderes als Musikerin werden. Den Traum könnte ich mir jetzt damit endlich erfüllen.

    Die Idee in der Gemeinde evtl. zu helfen, die ist auch sehr gut. Mal sehen, wie ich da jetzt vorwärts komme.
     
  7. Gast 2346

    Gast 2346 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.16   #7
    Es geht mir da noch nicht mal um den Unterricht und dessen Preise. Eher die ganzen Gegebenheiten. Schade eigentlich.
     
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