Laienreview Roland fr-1x

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Balgstopp

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Alles, was ich so über das fr-1x gelesen habe stimmt - dazu gleich mehr.
Nachdem ich das kleine Weltmeister-Kristall, das ich mir als "schnell für zwischendurch mal im Garten" und als Reiseinstrument ausgesucht hatte, eher schweren Herzens zurückgesandt hatte, bestellte ich mir - obwohl es ja nur 26 Diskanttasten bei 72 Bässen hat - ein fr-1x. Vielleicht, so dachte ich mir, ist es für Reisen mit dem Auto auch gut, kein Wachs im Instrument zu haben. In Pensionen und Hotels lässt sich außerdem nur mit Kopfhörer spielen.
Ich denke, dass ich im Vorfeld im Netz alles, was meine Sprachkenntnisse zuließen,i gelesen hatte und so ein ziemlich diffrenziertes Bild von den Roland-Instrumenten bekommen hatte. Auch sämtliche greifbare YT-Videos schaute ich mir mehrfach an.

Die Meinungen gehen ja von "geht gar nicht" über "alles hat seine Zeit und seinen Ort" bis zu "mir kommt nichts anderes mehr ins Haus". Jetzt habe ich das Teil ein paar Wochen, habe mich ein bisschen eingefuchst und schreibe, falls es jemanden interessiert oder vielleicht bei einer Entscheidungsfindung hilft, einige Zeilen über meinen ersten Eindruck. Da ich nur fortgeschrittener Anfänger mit Musikschulunterricht bin, muss jeder sehen, was er damit anfangen kann.

Mein Akkordeon kam fabrikneu von Roland (nachdem ich beim ersten Versuch einen Versandrückläufer mit deutlichen Gebrauchsspuren und einer technischen Macke bekommen hatte) und entspricht dem, was ich erwartet und gelesen hatte: Ein auf den ersten Blick kompliziert zu bedienendes Plastikinstrument, keine High-End-Materialien, aber i.O. Die Tastenmehrfachbelegung, das archaische Display und eine Menge (notwendiger!) Einstellungsmöglichkeiten machen zunächst eine ständige Konsultation des Handbuches unbedingt notwendig - auch, wenn man nach dem Einschalten natürlich sofort losspielen kann. Zunächst habe ich die Orgelsounds und die Orchesterklänge links liegen lassen.

Zum Einstellen der 16 verschiedenen Akkordeons (die wiederum jeweils eine Vielzahl von unterschiedlichen Registern haben) stehen nur 4 Registerschalter plus einem blauen "Set-Registerschalter", mit dem man zwischen den Funktionen "Ich wähle einen Akkordeontyp" und "Ich wähle ein Register für das vorher ausgesuchte Akkordeon" umschalten kann. Das ist zuerst unübersichtlich, zumal man jeweils eine Sekunde warten muss, bis das Gewählte geladen ist, man darf in dieser Zeit nicht schnell etwas anderes drücken. Während dieser Zeit blinkt es im Display. Ich habe mich schnell daran gewöhnt und komme gut damit zurecht.

Zum Akkordeonklang: Ich spiele meist über die Lautsprecher, gelegentlich über die Kopfhörer (die das Instrument "echter" klingen lassen, wie ich finde), der Klang ist, das ist überall zu lesen, eher gut gemacht akkordeonähnlich als ein echter Akkordeonklang. Das ist aber auch bei den verschiedenen Akkordeontypen und Registern unterschiedlich. Bei den 4 Akkordeons im 1. Registerschalter hat mich (auch z.T. wegen des Bassklanges) noch keines richtig begeistert, sehr gern und viel spiele ich aber Akkordeon 3/1 (I-Folk) mit Register 3/2 (Musette). Aber da muss ich wohl noch wochen- und monatelang probieren. Abwechslungsreich / Spaßig ist die Möglichkeit, den Akkordeonbass durch Akustikbass / gezupften Bass / Tuba / gestrichenen Bass zu ersetzen. Auch eine einfache Perkussionsbegleitung (8 unterschiedliche) sind zuschaltbar und machen hin und wieder Freude.

Dann gibt es noch 4 unterschiedliche Orgelklänge, die für meinen Geschmack gelungen sind und eine Reihe von anderen Instrumenten (Flöten, verschiedene Bläser, ein (gutes!) Tenorsaxophon, Oboe, Mandoline, Jazz-Chöre,..), die man auf der Diskantseite spielen kann - spätestens da hat man ein Hochkantkeyboard. Nicht nur für den Bass kann man andere Instrumente wählen, auch auf die Akkordtasten lassen sich unterschiedliche Instrumente (Strings, Orgel, Piano,...) legen, sodass man im Extremfall gar keinen Akkordeonklang mehr dabei hat - in der Tat mache ich das oft und habe meine Freude daran. Außderdem lassen sich die Akkordeonklänge und die Orchesterklänge im Dual-Modus gleichzeitig spielen. Das habe ich bis jetzt aber nur einmal der Form halber ausprobiert.

Weil es so viele Instrumente und Register auf Vielfachbelegungstasten gibt, habe ich mir aus der Anleitung die wichtigen Tabellen kopiert und auf einer A4-Seite zusammengeklebt, sodass ich alles schnell einstellen und finden kann.

Trotz des dürftigen Displays kann man sich mit ein bisschen Übung schnell mit den Funktionen vertraut machen und gut zurechtfinden. Ich bin nun wirklich kein Technik-Jünger, und Bedienfreundlichkeit sieht sicher anders aus, aber unmöglich ist das nicht.

Über den bei Roland downloadbaren "Set-Editor" habe ich noch eine Reihe anderer Instrumente aktiviert und in vier zusätzlich frei belegbaren User-Sets abgelegt (also 4 mal 16 zusätzliche Speicherplätze für andere Instrumente), da muss man sich aber beizeiten über eine sinnvolle Reihenfolge klar werden, damit z.B. ähnliche Instrumente aufeinanderfolgen oder, wenn man das lieber mag, Instrumente, die man häufig schnell nacheinander benötigt. Auch die Akkordeonklänge kann man mit dem Set-Editor bearbeiten. Ich werde mal versuchen, denn von mir nicht geliebten Bass bei einigen Akkordeontypen meinem Geschmack anzupassen. Viel geht, aber man benötigt Zeit und Lust, sich einzufuchsen.

Um beim Spielen ganz schnell zwischen häufig benötigten Instrumenten / Kombinationen / Belegungen wechseln zu können, gibt es die Möglichkeit (nur!) 8 Userprogramme anzulegen, mit denen man dann aber wirklich blitzschnell umschalten kann. Ich habe mir mein Lieblingsakkordeon (3/1, Register 3/2) und meine derzeitige Lieblingsorchesterbegleitung (TenorSax / Drums Nr. 5 / fingered Bass / Orgelakkorde) daneben. So kann ich eine Strophe / ein Lied so und gleich als nächstes anders spielen. Ich bin ein schlichtes Gemüt und habe Freude daran.

Der Balg ist ok, stellt man das Ventil so ein, dass man eine anständige Balgbewegung hat, zischt es nervig, ich habe es jetzt so eingestellt, dass der Balg sich nur wenig bewegt. Ich habe mich an den Balg gewöhnt, nach ein paar Minuten habe ich, auch wenn ich vorher das "richtige" Instrument in der Hand hatte, darauf eingestellt. Man kann sogar spielen, ohne den Balg zu bewegen, dann aber nur mit drei festen Lautstärkepegeln.
Gut gefällt mir die Möglichkeit, das Instrument einfach leiser zu drehen, ich spiele dann ganz normal weiter, muss nicht vorsichtiger sein, nerve dann aber niemanden im Nebenzimmer.

Meist spiele ich mit Akkus, habe mir drei Satz Eneloop XX und ein intelligentes Ladegerät für 8 AA/AAA Akkus gekauft, genau die Zahl der Zellen, die ins Akkordeon müssen. Eneloops halten die Ladung viel länger als herkömmliche Akkus und müssen nicht dauernd kontrolliert werden. Leider lassen sich die Akkus nicht über das Netzteil im Akkordeon selbst laden. Ob für die Technik kein Platz im Instrument mehr war? Das ist, finde ich, ein echtes Nachteil.

Es gibt diverse Ausgänge, kann direkt über ein USB-Kabel MIDI im PC aufnehmen oder über Klinken in den MP3-Recorder gehen. Bis das klappte, dauerte es bei mir, weil ich erst herausfinden musste, dass der Ausgangspegel im Instrument heruntergestellt werden musste.

Für die (auf dem Display mir nur drei "Buchstaben" abgekürzten) vielen Einstellunsmöglichkeiten gibt es im Handbuch eine Tabelle, die ich mir kopiert und laminiert habe, damit ich auch unterwegs schnell etwas verstellen kann. Ohne diese Hilfe geht, wenn man sich nicht dauernd damit beschäftigt, nichts.

Mir gefällt das Instrument als zusätzliches immer mehr. Natürlich (!!) ersetzt es kein traditionelles Akkordeon, ist aber, auch das war oft zu lesen, eventuell eine gute Ergänzung.

Eine deutschsprachige Anleitung kann man hier downloaden: http://www.roland-musik.de/produkte/FR-1x/index.php#anchor

Ach ja, der Tastenumfang ist natürlich arg knapp, mindestens das tiefe "A" fehlt mir schmerzlich, nach oben hin kehre ich Akkorde halt um, geht auch, ist aber eher suboptimal. Man kann halt nicht alles haben. Ich kann unterm Strich gut damit leben.
 
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Balgstopp

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Ich ziehe dann mal ein Zwischenresumee:
Nach einem Vierteljahr gefällt mir das 1x immer noch. Zum "richtigen" Üben benutze ich ein richtiges Akkordeon, aber zum Schnellmalzugreifen ist das Roland super. Es steht mit einem Tuch abgedeckt auf dem Schreibtisch und ist immer mal schnell zu Hand, drinnen, draußen und in der Küche...
Nachdem ich einige Einstellungen festgelegt habe, schalte ich mich nur noch selten durch die komplizierten Untermenues, es gibt ein paar feste "Schaltroutinen" für typische Klänge im Akkordeon- und Orchesterbereich, die laufen fast blind. Dazu könnte ich dann auch auf das Minidisplay verzichten, weil ich inzwischen weiß, welches Instrument auf ein anderes folgt oder wie die Reihenfolge bei den Registern ist.
Im Urlaub war es prima, im Ferienhaus via Kopfhörer üben zu können, als Gepäck fiel das sehr leichte Instrument im Auto eh kaum ins Gewicht.
Die Lautsprecher sind ok, laut genug für meinen Zweck.
Was mich stört, ist, dass das Gehäuse etwas knirscht, Plastik halt, ist aber kein gutes Gefühl beim engagierten Spielen.
Ein Satz Akkus hält lange, im Display soll es rechtzeitig blinken, wenn die Akkuspannung zu gering wird, in der Praxis habe ich das aber noch nie gesehen, sodass das Instrument sich in der Regel mitten in einem Lied abschaltet. Deshalb versuche ich mir anzugewöhnen, zwischendurch immer mal die Taste zu drücken, die das Display die Kapazität (in allerdings nur drei Unterteilungen o / oo / ooo) anzeigen lässt. Das Spielen mit dem Netzteil ist für mich gar nicht praktikabel.

Ich habe das fr-1x oft in der Hand, freue mich aber dann auch immer wieder, wenn echte Zungen vor der Brust vibrieren.
 
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karlkola

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Ich möchte dem "nur fortgeschrittenen Anfänger mit Musikschulunterricht"- wenn's gestattet wäre,
ein paar Fragen stellen:
*wie komme ich an die verschiedenen Akkordeons mit ihrer Vielzahl von unterschiedlichen Register?
*was muss ich konkret tun?? bitte erklären Sie mir Schritt für Schritt 1.) 2.) 3.) usw.- die Bedienungsanleitung macht das nämlich nicht!

Die Bedienungsanleitung als auch Sie schreiben zwar über die Möglichkeiten, z.B. über die Einstellung verschiedener Bässe (Akustik-, gestrichen-, gezupft) sowie eine 8-fach unterschiedliche Percussionsbegleitung mit einstellbarer Lautstärke als auch das Spielen ohne Balgbewegung (sehr von Vorteil beim Erkunden des Instrumentes!)- aber WIE??
*Wie bekommen sie beispielsweise die Akkordeoneinstellung 3/1 (I-Folk) mit Register 3/2 (Musette)?
dies alles Schritt für Schritt erklärt, das wär mal was- aber sonst nur Tristess....

Im voraus jeglichen erdenklichen Dank und viele grüsse

Thomas-
(bin 65 Jahre, DiplIng. Maschinenbau, spiele schon 60 Jahre Akkordeon, davon die ersten 6 Jahre Privatunterricht)

Rauch_Thomas@gmx.net
#0631/31043478
 
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Ich würde nun denken, dass das eher ein spezielles Problem ist. Aber: Kein Problem! Hier die Antwort:

Guten Tag,
wegen des kleines Displays ist die Bedienung in der Tat nicht sehr übersichtlich - ich habe mich aber gut daran gewöhnt.

So wählen Sie einen Akkordeontyp aus:

1. blaue "Set"-Taste drücken, Zahlen blinken dann (nach dem Einschalten bei mir immer 222)
2. zügig einen der vier Registerschalter drücken, um auf ein anderes Akkordeon umzuschalten (zweistellige Nummer blinkt, solange Sie das Akkordeon wechseln können).
3. Folgende 2-stellige Ziffern bezeichnen dann folgende Instrumente:
  • 11 Concerto, 12 Classic, 13 Bajan, 14 Scala (alle erreichbar über "SET" und Registerschalter "1")
  • 21 Jazz, 22 f-Jazz, 23 Bandoneon, 24 Studio (alle erreichbar über "SET" und Registerschalter "2")
  • 31 i-Folk, 32 f-Folk, 33 d-Folk, 34 sp-Folk (alle erreichbar über "SET" und Registerschalter "3")
  • u1 Alpine, u2 Cajun, u3 Tex Mex, u4 Scottish (alle erreichbar über "SET" und Registerschalter "4")
macht insgesamt 16 Akkordeontypen.

Nachdem Sie den Typ angewählt haben, springt die Anzeige auf 3 Ziffern zurück (wieder 222).

Jetzt können Sie die Klangfarbe zum gewählten Instrument wählen:

OHNE "Set" einfach die vier Registerschalter (maximal 4x) drücken:

  • Schalter 1: 1a Bassoon - 1b Bandon - 1c Cello - 1d Harmon
  • Schalter 2: 2a Master (beim Einschalten aktiviert) - 2b Organ - 2c Accord - 2d Violin
  • Schalter 3: 3a Clarinet - 3b Musette - 3c Celeste - 3d Tremolo
  • Schalter 4: 4a Piccolo - 4b Oboe
Es stehen also 14 Klangfarben zur Verfügung. Em Ende jeder Reihe gehts von vorn los.

Im Akkordeonbetrieb (Orgel- und Orchesterfunktion lasse ich aus) bedeutet dann die dreistellige Ziffer 222, dass Diskant- und Basstasten Akkordeontöne von sich geben (zeigen aber nicht, welchen Typen), die dritte 2 zeigt an, dass eine der vier Klangfarben von Registerschalter 2 aktiviert ist (Master - Organ - Accord - Violin).
223 bedeutet also: irgendein (!) Akkordeontyp in Diskant und Bass, aber eine Klagfarbe von Schalter 3 (Clarinet - Musette - Celeste - Tremolo)

Schalten Sie die Orchester- oder Orgelfunktion / eine andere Begeleitart für den Bass ein, ändern sich auch die ersten zwei Zahlen. Das führt hier aber zu weit.

Wichtig ist beim Spielen also nur die dritte Ziffer, die grob angibt, welche von vier möglichen Klangfarben eines Registerschalters aktiviert ist.

Die Frage: "Wie bekommen sie beispielsweise die Akkordeoneinstellung 3/1 (I-Folk) mit Register 3/2 (Musette)" beantworte ich also so:

1. Instrument einschalten
2. SET drücken
3. Zahlen blinken, Registerschalter 3 ein Mal drücken --> Anzeige "31" blinkt
4. kurz warten bis Anzeige zurückspringt (oder, wenn das zu lange dauert, noch einmal SET drücken) --> Anzeige "222" blinkt
5. Wenn dreistellige Anzeige zu sehen ist, Schalter 3 zwei mal drücken --> Anzeige 3b
6. Anzeige 223 steht fest

Hört sich kompliziert an, geht aber blitzschnell, wenn man sich daran gewöhnt hat.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich bin auch noch nach anderen Funktionen gefragt worden, die ich per PN beantwortet habe und jetzt hier poste:

Ich versuche eine kurze und verständliche Anleitung:

1. andere Bässe aktivieren:
Akkordeon einschalten, auf der Diskantseite den dem Kinn am nächsten liegenden keinen runden Knopf mit der Bezeichnug "BASS" drücken. Das ist alles. Es stehen 8 verschiedene Basstypen zur Verfügung (zwei (drei im dritten Schalter) pro Registerschalter auf der BASSseite!) - 1a Akustikbass, 1b e-Bass, 2a gestrichener Bass, 2b irgendein elektronischer Jazzbasston, 3a Tuba mix, 3b Tuba, 3c fretless). Ausschalten wieder über das BASS-Knöpfchen rechts. Das Display zeigt, wenn ein Orchesterbass aktiviert ist, an erster Stelle eine "1".

2. Perkussion:
Rechts das Knöpfchen "Drums" drücken (an und aus). Das Einstellen einer anderen Begleitung geht so:
1. SET-Taste lange drücken --> AUd erscheint
2. Registerschalter 4 so oft drücken, bis drS erscheint
3. Mit den Registerschaltern 1 und 2 lässt sich jetzt Perkussions-Set 1 - 8 anwählen. Man kann sie sofort ausprobieren, ohne mit "SET" zu bestätigen.
4. Bestätigen mit "SET", um zur Standardanzeige zurückzukehren.

3. Spielen ohne Balgbewegung:
1. SET-Taste lange drücken ---> AUd erscheint
2. Registerschalter 4 so oft drücken, bis blC erscheint (da muss man oft drücken!)
3. Mit den Registerschaltern 1 und 2 lässt sich jetzt die Balgempfindlichkeit einstellen. 1: ohne Balg und leise; 2: ohne Balg und mittellaut; 3: ohne Balg und laut.
4. Mit "SET" bestätigen.

4. Orchester und Orgel im Diskant:
1. "Orchester", bzw. "Organ"-Knöpfchen drücken (beim Hauptschalter).
2. Mit den Registerschalten im Diskant verschiedene Ochester- oder Orgelklänge auswählen (genauso wie die Klangfarben bei Akkordeontypen).
 
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Uff, jetzt hat es karlkola erschlagen. Keine Reaktion mehr.

Ich hatte hier in Musiker-Board entdeckt, mitbekommen, daß es elektrische Akkordeons gibt. Dann dauerte es ein paar Tage und man will mehr wissen. Immer wieder nach "digitale akkordeons" gegoogelt. Wo kann man die her beziehen? Was haben diese für Eigenschaften? Über Yt-Filme Solisten spielen lassen. Hört sich ja gut an.
Viele Anbieter rausgesucht. Wo haben diese ihren Geschäftsstandort? Wie sind die Preise?
Erstaunlich: FR-1x bis Fr-8x das jeweilige Modell 100€ bei den Anbietern unterschied. Aber wie das bei den Modellen hochgeht. Ob sich der Schnickschnack, die Zusatzmöglichkeiten, lohnen?

Ist gut, daß ich das nun hier gefunden habe. Was Balgstopp geschrieben hat, findet man so wohl nicht wieder. Ich hätte nicht gedacht, daß das Urgerät, wie ich die 1 ansehe, schon so kompliziert ist. Ich bin auch soweit, mir nur die 1 zu kaufen. Reicht doch auch für mich alten Knacker aus. Darf aber die andere Hälfte nicht erfahren. Die hält nichts von meinem Gedingele.Ich habe da noch einen anderen Spielort mit Strom und elektrischer Heizung. Fahre ich selbst zum Händler westlich Bamberg (Thomann).

Ich habe doch im Board geschrieben in "Akkordeon lernen über 50". Ab Seite 53 kann man es nachlesen was ich für Schwierigkeiten habe. Da kommt auch noch ein Beitrag mit Fotos von dem Instrument.

Über Roland habe ich noch nicht alles erfahren. Aber soviel:
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
http://www.accordeon-special.de/Instrumente/Elektronische/ROLAND.html

Wo ist denn nun der Herstellungsort (Land)?
Ich habe es noch gefunden: 64569 Nauheim. Ein großes Objekt
 
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Wo ist denn nun der Herstellungsort (Land)?
Ich habe es noch gefunden: 64569 Nauheim. Ein großes Objekt

Dort werden keine Akkordeons gebaut, das ist nur der deutsche Konzernsitz.
 
Didilu

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Hallo,

das Roland FR1b das ich hatte, eins von den ersten FR1, war made in Italy. Stand jedenfalls drauf.

Gruß, Didilu
 
Tobias R.

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Wo ist denn nun der Herstellungsort (Land)?
Ich habe es noch gefunden: 64569 Nauheim. Ein großes Objekt

Hallo,

m.W. werden die nach wie vor in Italien gebaut (mein FR-3X hatta auch ein Schild "Made in Italy" dran), allderdings mittlerweile nicht mehr in einem Werk von Roland selbst, sondern bei Fatar; Fatar ist ein renomierter Hersteller im mittelrpreisigen Segment u.a. für Keyboard-, Digitalpiano- und Miditastaturen, E-Orgelpedalen etc.
Aber zu wie viele und welche Anteile der Produktion bei Fatar liegen und ob einzelne Teile wie Bälge, Elektronik etc. aus anderen Werken und Ländern kommen, weiß ich leider auch nicht.

Gruß,
Tobias
 
Laeufer

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Ich danke für euer Eingreifen. Insgesamt ist es doch ein interessantes und tolles Imperium.
 
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Hi, war noch keiner wieder hier. Traurig, traurig.
Balgstopp hat oben schon mal einen ausführlichen Anfang gemacht. Aus seinen Sätzen geht aber auch teilweise Unzufriedenheit hervor.
Bisher und jetzt habe ich noch ein großes Akkordeon. Herstellungsjahr 1951 bei Meinel und Herold in Klingenthal. Modell Amoretta, 9Kg, 46cm hoch. Links und rechts 4-chörig. Nach viele jahrzehntelanger Spielpause spiele ich wieder und bin erstaunlich wieder gut reingekommen. Als alter Knabe bin ich geschrumpft, so daß das Spielen damit von den Dimensionen gerade so möglich ist. Teilweise ist es etwas verstimmt. Innen die Leder stehen meist etwas ab. Meine andere Hälfte ist von meinem spielen gerade nicht so begeistert. Wir wohnen in der Platte. Da kann ich auch nur verhalten spielen. Dann schwingen manche Stimmen nicht oder verzögert an. Das ich mir ein neues Roland FR-1x, 7Kg, 36cm hoch, gekauft habe, weiß sie gar nicht. Für mich Mumie ist es so in Ordnung. War eben mal schnell heimlich nach Vorbestellung in die Landeshauptstadt zu einem Händler gefahren. Damit spiele ich nun in einer Art Werkstatt außerhalb der Stadt, wo ich auch Elektroversorgung habe. Wegen der Kälte sitze ich dann auf einem Raumheizkörper. Verrückt.
Beide zu spielen, oft beide an einem Tag, ist etwas hemmend. Mein altes ist die oberste Taste f°. Beim neuen h°.
Nun habe ich das Akkordeon Roland FR-1X BK. Ein größeres Modell halte ich nicht für nötig. Die Preissprünge sind aber auch zu gewaltig. Die Betonung liegt von mir auf Akkordeon. Wenn ich es mir anhänge, einschalte, erscheint auf dem Display 222. Im Verborgenen hinter jeder 2 ein a. Meine Feststellungen mit der Anzeige weichen von der Beschreibung im Heft ab. Nichts wird gedrückt. Auch keine SET-Taste. Ich spiele dann wohltönendes Akkordeon. Schöner als mein altes.
Diskantseite ist ja 2a eingeschaltet (rechte 2 auf dem Display). In der Tabelle bezeichnet mit Master. Bestehend aus fünf Einzeltönen. Toller voller Ton. Nehme ich gewöhnlich bei eintönig. Bei mehrtönig nehme ich nicht so vielstimmige Kombinationen ( Müsette , Tremolo usw.) In den anderen Tabellen heißt das wieder anders. So, mit Musette spiele ich auch gern. Taste drei gedrückt. Seht dabei mal in dem Moment auf das Display. Für einen Bruchteil von Sekunde ist dabei auch das b zu sehen und die drei wird rechts gesetzt. Ich kann dann rechts Musette spielen. So ließen sich dann auch noch nach dieser Tabelle andere Tonkombinationen verwenden. Mit der kurzen Buchstabenanzeige weiß ich doch sicher, welchen Ton ich eingestellt habe. Ende der Seite 26. Da brauche ich doch vorher nicht die blaue Set-Taste zu drücken.
Ab Seite 27 hakt es dann bei mir aus. Noch paar Tabellen mit verschiedenen unverständlichen Bezeichnungen für die weitere Programmierung an der Diskantseite. Aber ich will ja nur Akkordeon spielen.
Das Instrument wird auch mal wieder ausgeschaltet. Dann bricht das vom Spieler Programmierte zusammen. Schaltet man wieder mal ein, erscheint 222. Jeweils mit a im Hintergrund. Darüber schreibt aber niemand. Also wieder neu programmieren. Für mich nicht nötig, wenn ich nicht wieder auf Musette möchte. Nachfolgend kommt Ihr auf die Bedienungsanleitungen, die man von Roland abrufen kann:
https://www.roland.com/de/support/b...manuals/5be1b503-3965-4555-a5f5-52e3282139a1/
Auch oben "Balgstopp": erst mal blaue Set-Taste drücken. Darunter dann ohne. Warum fängt man nicht mit dem Einfacheren an, ohne Programmierung?
Na, wem der viele Schnickschnack spaß macht, mag sich dem hingeben. Ich brauche keine Tuba und kein Schlagzeug usw.. Wem das aber spaß macht, muß sich erst mal noch sein Verzeichnis anlegen. Wo ist die Gitarre? Vielleicht finde ich mal noch Geschmack daran. Ich möchte Akkordeon spielen. Habe mir schon etliche Youtubfilme angesehen, die so etwas bieten.
Diskantseite Breite der Tasten eine Oktave 5mm Differenz zum anderen Instrument. Das gibt keine Schwierigkeit. Den Balgwiderstandsregler habe ich noch gar nicht angefaßt. Ich finde die Einstellung gut.
Oben wurde von Balgstopp schon bemerkt: mit Stereokopfhörer hört sich alles etwas besser an, als mit den inneren Lautsprechern (sind es zwei getrennte ?). Jede Instrumentseite hat ihre Muschel. Nur Andere können das leider nicht mithören. Habe auch diese Meinung. Also, ich wollte nicht nur meckern.
Hier im Board, in "Akkordeon lernen mit 50 plus, Teilthread 55 " zeige ich Liedteile, wie ich mit einem Zeichnenprogramm selbst Notenblätter aufsetze aus schlecht lesbaren Notenpapieren. Da ich oben nun die Begrenzung h° habe, werde ich alles nochmal korrigieren. Gerade bei Doppelton kommt das öfter vor.
Ich lache innerlich so, wie es mich so mit Erfolg erwischt hat. So was braucht man noch im Alter.
 
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Hallo Freunde des Roland V-Akkordeons.
Das Fr-1X hatte ich nur 1 Woche zum Kennenlernen der V-Akkordeons und habe dann doch vor einem Jahr ein Fr-3X gekauft das in seinen Funktionen klarer gegliedert ist und auch insgesamt bessere Eigenschaften hat. Damit bin ich sehr gut zurechtgekommen, mit 3 Batteriesätzen habe ich immer genug Spielreserve und komme so im Schnitt mit einem Satz auf ca. 4 Stunden Spielzeit. Die Programmierung einiger spezieller Sounds mache ich mit dem Editor von Roland, der leider nicht sehr benutzerfreundlich ist, man hört erst das Ergebniss der Veränderungen beim Testen über USB. Mit der Zeit geht das schon aber doch umständlich. Auch das neue Fr-4x ist nicht viel anders aber doch sehr teuer. Schade dass man ein neues Fr-3x nicht mehr für einen guten Preis erhält.
Jetzt in der Weihnachtszeit ist die Vielfalt der Stimmungen des Fr-3x oder auch der V-Akkordeons nicht zu unterschätzen. Für viele Lieder kann man stimmungsvolle Einstellungen aussuchen und einstellen, das gibt eine tolle Abwechslung und kommt gut bei den Zuhörern und Sänger an. Mein Notenmaterial finde ich in diversen Ausgaben von Hildner oder im Internet. Mit dem freien Notensatzprogramm MuseScore2 bereite ich schwierige Teile auf um auch besser alles lesen zu können. Mit meiner derzeitigen Kombination bin ich schon zufrieden aber ab und zu nehme ich mein Weltmeister TOPAS IV um auch die Naturklänge eines Akkordeons wieder zu hören.
 
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Kleiner Tip zur Stromversorgung so eines digitalen Akkordeons. Ich spiele am Netz. Andere nehmen acht Batterien. Ob Akkus (1,2V) oder nicht wiederaufladbare ist egal. 1,5VX8=12V. Das haben auch die KFZ-Batterien. Da gibt es die kleineren Motorradbatterien. Wer das Geschick hat, baut sich so eine Vorrichtung zum Anklemmen. Natürlich auf die Polarität achten. Aber bitte so eine kleine Sicherung dazwischen. Kurzschluß bei der Handhabung ließe sonst gleich das Kabel in Rauch und Flamme aufgehen.
 
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