Lange Autofahrten bei Hitze mit Akkordeon


SyIvia
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Hallo,

ich habe panische Angst, dass mir mein Akkordeon auf langen Autofahrten "schmiltz".

Scheinbar gibt es keine so grossen Kuehlboxen, in die mein Akkordeon (+Polster oder Rucksack) hineinpasst.
Oder kennt Ihr da welche?

Ich packe mein Akkordeonrucksack immer hinter den Fahrersitz und hab dann, wenn es sehr heiss ist, den Klimaanlangenwindstrom
an mir vorbei nach hinten. Dabei hab ich mir mal wegen dem Zug eine kaputte Schulter geholt + drei Tage nicht spielen koennen (davon
abgesehen mag ich keine Klimaanlage) - Raststelle, Strullern, Mittagsschlafen faellt da auch aus :-/

Wie macht Ihr denn das auf gaaaanz langen Fahrten?

Viele Gruesse,
Sylvia

p.s. Eigentlich ist die eine Sommerwoche fuer dieses Jahr ja schon vorbei, aber Murphy verfolgt mich seit Jahrzehnten sehr hartnaeckig,
deswegen gehe ich von >35°C aus (aber natuerlich nur an den Tagen, an denen ich mit meinem Akkordeon im Auto sitze, eh klar) ...ich weiss, dass ich Murphy letztlich nur mit einer Blockfloete entgehe...
 
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lil
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Hallo Silvia,
soooo große Sorgen würde ich mir dann doch nicht machen.
Ich vermeide es, das Akkordeon im Sommer (oder auch im Wintere) längere Zeit im stehenden Auto zu lassen. Aber ne Pinkelpause oder Mittagessen gönne ich mir schon. Ich versuche dann zwar, einen Parkplatz im Schatten zu finden, aber ne halbe Stunde in der Sonne müsste das Akko dann doch auch überleben. Und während der Fahrt wirst Du ja schon wegen Deiner Gesundheit versuchen, die Innentemperatur auf einem erträglichen Maß zu halten. Deshalb musst Du nicht extra den kalten Luftzug aus der Klimaanlage aufs Akko richten. Das Akko ist zwar temperaturempfindlich, aber doch nicht aus Schokolade ...

Gruß,
INge
 
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hiltruda
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Im Winter ist steht mein Akko vorm Beifahrersitz oder liegt hinter mir auf der Rückbank (im abgetrennten Kofferraum wärs kalt), im Sommer wenns warm ist, liegt es im Kofferraum, der wird dann (vermutlich) weniger warm als der Autorinnenraum.

Und ich hab mal meinem Lehrer gefragt, weil ich nach dem Unterricht noch ins Schwimmbad wollte (liegt halbwegs aufm Weg) und der meinte, ein paar Stunden würde das schon dauern, bis die Hitze durch den Koffer das Akko erreicht, da bräucht ich mir keine Sorgen zu machen (und als Profi, der auch mal länger zu Auftritten unterwegs ist, weiß er das hoffentlich).

Wenn Du ganz sicher gehen willst, besorg Dir ein Thermometer und teste das mal aus. Und lass' uns die Ergebnisse wissen!
:)
 
Fish
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Ich habe die Treads gerademal überflogen und es geht anscheinend um irgendein Wachs das nicht zu warm werden darf. Bin sllerdings kein Akkordeonspieler.... .
Was spricht dagegen das Instrument in eine Warmhaltebox für Essen zu packen um die Hitze während der Autofahrt draußen zu halten?
Z.b. http://www.thermobox-online.de/warmhaltebox.html
Die gibts in allen möglichen Grössen.

Gruß
Fish
 
SyIvia
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Hi Wil,

der eine geht um Erschütterungen und der andere schien ein Aprilscherz: "Thermostatisierte Koffer" (eigentlich genau was ich suche, aber am 1.April?!)... dann lese ich mir den mal durch.

Gruss,
Sylvia
 
reini2
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Was spricht dagegen das Instrument in eine Warmhaltebox für Essen zu packen um die Hitze während der Autofahrt draußen zu halten?

Die Tastache, daß die Innenräume solcher Boxen in der Regel für ein Akkordeon nicht passen und die Boxen durch die sehr dicke Isolierung äußerst unhandlich werden. Die Idee mit einer wärmisolierenden Hülle (z.B. eine Wolldecke) ist aber schon gut. Wie aber Hiltruda schon schreibt, dauert es eine ganze Weile, bis die Hitze durch den Koffer bis in das Akko gekrochen ist. Wenn man es selbst im Auto aushält, wird es dem Akkordeon auch nicht zu warm. Das Auto mitsamt dem Akkordeon für lange Zeit in der prallen Sonne abstellen würde ich allerdings auch vermeiden.

Gruß
Reini2
 
morigol
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Ich habe meine Instrumente in den alu-formkofferne von hohner, die innen mit schwarzem Styropor ausgeschäumt sind. Ich habe den Test mal gemacht und ein Min-Max-Thermometer mit reingelegt. -> über Stunden kein Problem, sowohl im sommer als auch Winter.


Natürlich, Stundenlang in der Sonne geht nicht, da werden Temeraturen erreicht, die das Wachs weich werden lassen - Weich aber nicht flüssig. Und da die Platten i.d.R auch noch genagelt sind, passiert auch da dann nix. Mir ist in meiner ganzen Akki-ReparaturZeit noch nie ein 'verflüssigtes' Instrument vorgekommen. Ich bin eh erstaunt, was die Dinger aushalten, wenn ich so sehe, wie manche mit den Instrumenten umgehen.

Wichtig ist wohl nur, dass Ein Instrument mit Temperaturschock - sowohl warm als auch kalt- erst langsam wieder an die Raumtemperatur angepasst wird.

Von diesen ach so tollen Gig-Bags halte ich überhaupt nix. meine Akkis reisen immer im o.g. Hohner Formkoffer. Die meisten Schäden entstehen meines Erachtens dadurch, dass ein Akki im gig-bag abstürzt. Da habe ich schon viel schlimmes gesehen.

Aus Gewichtsgründen auf ein GigBag umzusteigen ist m.E. der falsche Weg um gewicht zu sparen. z.B. Meine Morino IV N im Formkoffer ist gefühlt 5 Kg leichter als eine 4er Scandalli einer Orchesterkollegin im Gigbag.

grüße
morigol
 
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Aus Gewichtsgründen auf ein GigBag umzusteigen ist m.E. der falsche Weg um gewicht zu sparen. z.B. Meine Morino IV N im Formkoffer ist gefühlt 5 Kg leichter als eine 4er Scandalli einer Orchesterkollegin im Gigbag.
Ist eigentlich in diesem Thread ot, aber trotzdem: ich habe nach ca. 5 Jahren Gigbag mein Instrument zum ersten Mal wieder im Koffer transportiert: war im Koffer gefühlt 5 Kg schwerer als im Gigbag!

Gruß,
INge
 
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hi inge,

ja klar, wenn es sich um das selbe instrument handelt, ist das natürlich im gig-bag leichter als im koffer. Ich habe ja aber ein tolles leichtes und ein eher mäßiges instrument miteinander verglichen, wobei die scandalli irre teuer war.

jetzt aber hurtig zum thema zurück....

Wenn das akki vorne mitfahren darf und die klimaanlage läuft, ist es völlig egal, wo das akki plaziert ist. ob es nun bei 18° oder 25° reist ist völlig egal.

Ich habe mir die Freds angeschaut auf die oben verwiesen wird. Dort ist alles bestens erklärt mit Taupunkt und so und wie man alles richtig macht.

grüße
morigol
 
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Hallo Sylvia,

wie du ja von den vorherigen Posts gesehen hast, ist die eigentliche Fahrt nicht das gefährliche beim Akkordeontransport. Solange du selber mit drin sitzt und es noch aushältst, solange ists deinem Akkordeon auch nicht zu warm.

Ob im Koffer oder Gigbag, die Transporthülle wirkt zusätzlich als dämmende Schutzschicht, so dass sich starke Temperaturänderungen nur langsam auf das Akkordeon übertragen. D.h. eventuell eine Jacke, Decke oder äbhliches über den (schwarzen) Koffer legen, wenn zu erwarten ist, dass während der Fahrt sie Sonne stundenlang auf den Koffer scheint.

Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn man während längerer Fahr mal ne halbe Stunde Unterbrechung macht - so schnell wirds da im Koffer nicht zu warm.

Gefährlich wird das Ganze, wenn man das Auto längere Zeit abstellt, weil man eine Stadtbesichtigung macht, oder eine Tageswanderung plant - da können dann die Temperaturen im autoinnern schon mal so um die 80 Grad betragen - und das ist dann für das Akkordeon tödlich. Das sind dann die Situationen, wo man sich ganz genau anschauen soll, wie und wo man dann das Auto abstellt.

Wo man das Instrumtent im Auto transportiert, dazu hatte mein früherer Akkobauer eine rigorose Haltung: Ein Akkrodeon gehpört hinter den Fahrer der Beifahrersitz und zwar so, wie man den Koffer trägt.... und wehe er hat einen gesehen, wie man das Intrument aus dem Kofferraum holte! Da holte man sich erst mal ne Standbpauke ab, gal ob es sich um eine Morino oder um eine Concerto I handelte!:eek: .. Das hat sich zumindest bei mir nachhaltig eingeprägt...

Gruß, maxito
 
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Wo man das Instrumtent im Auto transportiert, dazu hatte mein früherer Akkobauer eine rigorose Haltung: Ein Akkrodeon gehpört hinter den Fahrer der Beifahrersitz und zwar so, wie man den Koffer trägt.... und wehe er hat einen gesehen, wie man das Intrument aus dem Kofferraum holte! Da holte man sich erst mal ne Standbpauke ab, gal ob es sich um eine Morino oder um eine Concerto I handelte!:eek: ..
Dann sag mir mal bitte, wie ich mein Akkordeon hinter dem Fahrer- oder Beifahrersitz transportieren soll ... selbst in vorderster Stellung der Sitze ist da einfach nicht genügend Platz ... :bang:

Oder was hätte Dein früherer Akkobauer empfohlen, wenn Akkordeon(s) und gleichzeitig mehrere Mitfahrer transportiert werden mussten?

Gruß,
INge
 
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hi maxito,

gibt es für den senkrechten transport eine erklärung? mir verschließt sich der Sinn, warum es schädlich sein sollte, ein akki liegend im kofferraum zu transportieren. Da liegen nämlich meine seit zig jahren und tausenden kilometern.

momentan dürfen die aber auch auf dem rücksitz stehen, das ist bei meinem cabrio (wenn offen) die einfachste lösung.

Irgendwelche schläge dürften doch da auch keine rolle spielen, die kräfte sind bestimmt nicht höher als wenn man bei fff eine taste drückt.

mitunter kursieren ja auch vehement vertretene meinungen, die jedoch bei näherer unteruchung völlig haltlos sind.

ich hatte ja in den letzten monaten die ehre von 'balg' zu lernen, erstmal alles -auch irgendwelche festzementierte lehrmeinungen- gründlich zu hinterfragen.

grüßle
morigol
 
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gibt es für den senkrechten transport eine erklärung?

wie gesagt: das war die Ansicht meines Akkobauers!

und vorgefertigte Meinungen erstmal zu prüfen ist auch unbedingt und immer zu empfehlen!:great:

Der Grund, warum es hinter dem Fahrersitz sein sollte, war ganz einfach - je näher an der Achse, desto heftiger wirken sich die Stöße aus. Je weiter in der Mitte zwischen den beiden Achsen, desto schonender . Und wenn dann noch auf dem Sitz , dann erst recht, da noch besser gepolstert. Und wenn einem einer in den Kofferraum fährt, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Akko überlebt höher.

Soweit die Überlegungen meines Akkobauers.

... Wie gesagt, der Herr hatte diesbezüglich rigorose Ansichten und Akkordeons stellte er grundsätzlich höher als Autos, was die Wertschätzung anging. - Natürlich geht das nicht immer und natürlich kann man das auch anders transportieren. Die Akkordeons halten schon was aus.

Was die Transportlage anging, so hatte mein früherer Akkobauer die These, dass die Haltung für die Ventile am schonensten sei... Diesen Punkt konnte ich auch nie nachvollziehen, bzw. ich finde keinen Grund, warum genau die Transportlage besser sein soll als eine andere. Ich denke, das war eine persönliche Einstellung, die sich nicht nähers untermauern lässt.:nix:

Man muss auch noch dazusagen, dass der Herr seinerzeit immer ein Auto mit Stufenheck fuhr - also mit abgetrennten Kofferraum hatte. Vielleicht kommt auch von daher seine Anweisung, das Akko im Fahrgastraum zu haben, um eben die gleiche Temperierung zu haben... Ich kann den Herrn ja bei Gelegenheit mal besuchen und fragen, aber ich befürchte, dass er im Alter nicht unbedingt seine Ansicht geändert hat und auch nicht näher erläutern will /kann.

Für mich die Erkentnis ist für den Transport , dass es hinter dem Fahrersitz einen etwas besseren Schutz gegen Auffahrunfälle hat und durch die Mittenlage etwas weniger Stöße abbekommt, bzw. die Stöße sich etwas sanfter auswirken. Drum transportier ich meine Akkos in der Position, so ich kann - wenns nicht geht, dann gehts halt nicht, dann kommts auch in den Kofferraum.

.. Nur was ich nie mache, ist mein Akko im Kofferraum/Auto lassen, wenn ich nicht 100% sicher weiß, dass es keine Überhitzung durch Sonne geben kann...;)

Gruß, maxito
 
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@ Inge: hatte ich Dich nicht auf irgend einem Bild mit riesigem BMW gesichtet?:cool:

grundsätzlich: ich bin echt froh, dass ich nur noch durchgehende Stimmplatten mit genieteten Stimmzungen hab. Kein Wachs!! Damit kann man auch in der Hölle spielen. (schon einige male vorgekommen)

Liegende Positionen "helfen" bei Erschütterungen und gleichzeitig anliegendem Akkordeonrucksack, die Bassknöpfe ins Innere verschwinden zu lassen.
Natürlich gibt es manchmal Konstruktionen und Vorrichtungen (Sperren) die das verhindern, aber ab und an passiert es und dann fummelt man vor dem Konzert die Knöpfchen aus ihren Löchern heraus. Konvertermechaniken rutschen in der Stellung auch gern mal in eine Position, aus der sie nicht ohne Hilfe wieder herausgeschaltet werden können.

Mein Instrument steht auf dem Bassteil auf der Rückbank. Früher mußte ich es anschnallen weil ich aggressiver Rennfahrer im Sportwagen war. Inzwischen fahre ich wie ein Opa und die Bremse ist nur Formsache. Ich verbrauche 3 Liter und schaue von Zeit zu Zeit, ob sie noch funktioniert. Das Klima steht auf 22 Grad. Bei Ankunft nehme ich es sofort heraus weil es sowieso sofort gebraucht wird.
 
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aha!

jetzt analysieren wir die sache mal weiter:

Ventile:
Bei einem CasottoInstrument sind ja die Stimmstöcke im und außerhalb des Cassotos um 90° versetzt. Das bedeutet, dass je nachdem, ob das Instrument auf seinen Füßen steht oder liegt, mal die einen Ventile, mal die anderen durch die Schwerkraft von ihrer platte nach unten weggezogen werden.
Dabei wirkt sich aber (n ach meiner erfahrung) die absolute Standzeit (am besten in Jahren oder Jahrzenten gemessen aus) wenn man in alte Instrument (so ab 25 Jahren aufwärts) hieinguckt ist der effekt bei einigen Instrumenten gut sichtbar. Daraus folgt eigentlich, dass die schonensde Dauerlage für ein Instrument diese ist, wo die Ventile durch die Schwerkfraft nicht von der Platte weggezogen werden können.

jetzt die Quizzfrage an die Spezialisten: Welche Lage ist das?

Das ist die Stellung, in der man das Instrument beim spielen hat, und wie einige spieler ihre kisten auf den boden stellen. Das ist die Seite, die nicht dafür vorgesehen ist. wäre dem so, so wären dort füße.
Im Koffer ist das aber kein Problem. Ich habe meine Instrumente aber alle wunderhübsch entweder auf ihren Füßen oder im Koffer stehen. Meine beiden ältesten Instrumente, die noch nie überholt wurden sind eine morino IV N von 1966 mit reinem Lederventilbesatz und eine atlantic auch aus der zeit mit kunststoffventilen. bei der morino stehen ein paar wenige etwa 1-2 mm ab. das ist also nix. Ich habe aber auch schon instrumnete gesehen, bei denen der Effekt deutlicher zu sehen war.

Die kurzzeitige lagerung im auto (< 1 woche *lol*) wird also in dieser richtung keinen nennenswerten effekt haben können.

Wichtig für die Gesunderhaltung des Instruments sind wohl wirklich gleichbleibende Bedingungen, was ich bei meinen morinos auch beherzige. Mitunter lasse ich diese dann auch zuhause und weiche auf die Atlantic oder Tango aus. Bei denen ist es mir dann wirklich egal, ob die ein bischen leiden oder nicht. Aber gerade die atlantic ist da hart im nehmen. Die musste schon bei minustemparaturen im freien ran, und dann sofort wieder in die warme bude (polonaise an silvester durchs ganze grundstück:))) )... es wird alles nur halb so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

natürlich ist das schädlich, aber die instrumente sind dazu da gespielt zu werden.

grüße
morigol
 
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Ich war einmal in meinem Leben unvorsichtig und ließ eine 96er Hohner Cassotto gedankenlos während unseres Spaziergangs im dunklen Kofferraum meines Autos während draußen knapp 30° herrschten. Im Alukoffer.
Anschließend konnte man es nicht mehr benützen.
Es kam kein Ton mehr raus.
Wir stellten es eine Weile kühl und nach und nach kamen die Töne wieder.
Ich habe sonst nichts dran gemacht, denn mochte dieses Instrument sowieso nicht.
Während eines Auftritts auf einer Sonnenseeterrasse ohne Sonnenschirm musste die Atlantic einer Mitspielerin dran glauben.
Auch da war das Wachs geschmolzen und das ging ohne HZIM nicht mehr.
Während einer Autofahrt habe ich eigentlich keine Bedenken, denn die Klimaanlage läuft, es ist schön kühl und man hat seinen Hund mitunter ja auch dabei.
Gruß Jutta
 
SyIvia
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Hallo,

ich habe mal ein paar Messungen mit drei Min/Max-Thermometern gemacht. Auswertung siehe Anhaenge.

Kurze Erlaeuterung:

20 Messungen mit Angabe von Dauer: 1h=1Stunde, 1w=eine Woche (19. Messung)
P= Parken (ohne Akkordeon)
F= Fahren (mit Akkordeon)

Gemessen habe ich wie schon geschrieben Min und Max

Vorn = die ersten drei Messungen ohne Abdeckung unter der Windschutzscheide (war mir spaeter zu riskant)
ab der vierten Messung im Beifahrerfussraum mit einem kleinen duennen Handtuch abgedeckt
Mitte = Hinter dem Fahrerinnensitz, abgedeckt mit Isomatte und hellen Betttuch drueber
Hinten = Im Kofferraum, abgedeckt mit Anorak und hellen Betttuch

Das Akkordeon war bei den Fahrten im Koffer; das Thermometer befand sich nie im Koffer.

Resume: Kofferraum oder hinter dem Sitz ist eigentlich egal und die Temperaturen sind nicht besonders erschreckend,
also wie schon oben im Faden erwaehnt: Sommerfahrten sind kein Grund zu Sorge :)


Falls jemand gern andere Messungen haben moechte, dann bitte ansagen, dann mache ich das gern nochmal.

Viele Gruesse,
Sylvia
 

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Hallo,

wer nicht den Luxus einer Klimaanlage im Auto hat,
bzw. das Instrument länger im Auto lassen muß, kann sich für wenig Geld
eine große Styrophor Kühlbox kaufen.
Das sind die Kisten, in denen auf Großmärkten Gemüse oder Fisch klimatisiert wird.
Die Formen und Größen variieren stark, es gibt sogar welche , bei den passt gleich der ganze
Koffer mit rein. Bei 5 cm Wandstärke bleibt die Temperatur länger konstant , im Winter, wie im Sommer.
Kleiner Nebeneffekt : Wirkt auf Langfinger nicht so vielversprechend, wie ein edler Kunstleder Instrumentenkoffer !

Gruss,
polifonico
 
M
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Kleiner Nebeneffekt : Wirkt auf Langfinger nicht so vielversprechend, wie ein edler Kunstleder Instrumentenkoffer !

Bingo! Große Styropor-Boxen! Jetzt wissen die Langfinger - und NSA - , worauf sie in Zukunft besonders achten werden.

Gruß

morino47
 

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