Lautstärke am Amp oder am Mischpult steuern?

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MonsieurAko
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Hi.

Es gibt ja am Amp ein Regler für die Lautstärke und am Mischpult für jedes Mikrofon ein Regler für die Lautstärke.

Soll man am besten beides auf der Mitte lassen wenn man 50% Lautsärke haben möchte? Oder doch lieber den Amp vollaufdrehen und am Mischpult dementsprechend stark runter drehen.

Ich hoffe man versteht was ich meine.
 
Ich höre Mikrofone und Mischpult und Amp.

Ich würde meinerseits behaupten, dass es drauf ankommt, wozu man etwas lauter drehen möchte, wenn es um die Frage geht, wo man lauter dreht.

Möglicherweise hast du Instrumente und Gesangsstimmen. Weiß man ja nicht. Da geht es um zweierlei: a) das Nutzsignal mit dem idealen Pegel weitergeben; b) die verschiedenen Signale in ein musikalisches Verhältnis bringen. Um beides unter einen Hut zu bekommen, muss man am Mixer ein bisschen spielen. Dabei ist es üblich, den idealen Eingangspegel (Aufgabe a) am Mixer mit dem Gain-Regler einzustellen, und das Verhältnis der Spuren zueinander mit dem Kanalregler (Aufgabe b).

Das gemischte Signal kann dann nochmals auf einen idealen Ausgangs-Pegel (von z.B. -10 dB) eingestellt werden mit dem Main-Mix-Regler.

Die Lautstärke, die die Boxen liefern sollen, regelst du am Verstärker - sicherlich nicht lässt du den ständig auf volle Pulle laufen, denn dann verstärkt er auch fröhlich Rauschen und macht alle Ohren kaputt, wenn auf einmal ein stärkeres Signal irgendwo herkommt (z.B. Feedback).

Sage ich jetzt mal ohne Toningenieur zu sein.
 
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Meine Devise: Erstmal die Bühne so aufstellen und einstellen, daß weitgehend jeder sich und die anderen hören kann, bevor man mit den Monitoren rumpfuscht. Daß also kein Element zu laut oder zu leise ist für den Kontext der Bühne (oder Proberaum). Die Speaker der Amps da, wo in halbwegs gerader Linie Ohren sind, also nicht hinter dir auf Knöchelhöhe... sonst föhnst du alle weg, die in Richtung vor den Knöcheln sind und du hörst dich immer noch nicht.
Das was du beschreibst hätte da seine Grenzen, wo ich am Mischpult alles runtergedreht habe, aber es (im Kontext) immer noch zu laut kommt. Oder ich was am Mischpult was soo laut drehen muß, daß es Probleme gibt, weil es auf der Bühne zu leise kommt.
 
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Ich halt mich erstmal zurück bis überhaupt klar ist in welchem Kontext die Frage gemeint ist.
 
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Soll man am besten beides auf der Mitte lassen wenn man 50% Lautsärke haben möchte?
50% Lautstärke von was???

Ein Gitarrenverstärker soll (meistens) auf der Bühne und im Publikum zu hören sein.
Für das Publikum sollte der reinen Lehre nach, möglichst wenig vom Bühnensound ankommen.
Auf der Bühne sollte auch die Lautstärke so gering wie möglich sein, da ein lauter Gitarrenverstärker in alle vorhandenen Mikrophone überspricht.

Ergo der Gitarrenverstärker sollte so wenig aufgedreht werden, wie eben möglich und die, für die PA notwendige Lautstärke, regelt der FOH-Techniker und wird es danken, wenn das auch so möglich ist und der Gitarrenverstärker nicht alles übertönt.
 
Leute es geht um eine normale Hifi Raum Beschallung. Z.B für Sprache (keine Gitarren keine Instrumenete)
 
Wenn ich mir die ganzen Beiträge von @MonsieurAko so zu Gemüte führe, glaube ich nicht, dass es sich hier um eine typische Band Anwendung handelt. Ich hab da mal irgendwas gelesen von Sprachübertragung oder so. Aber ich kann mich auch irren. Veilleicht kann da ja @MonsieurAko mal Licht in die Sache der Anwendung bringen.

Unabhängig davon, es gibt bei einer Signalkette bestehend aus (Klein-)Mischpult und Verstärker meist vier Regler an denen man den Pegel mit einstellen kann. Das beginnt mit dem Gain-Regler, geht über den Kanal-Regler zum Main-Regler. Das ist jetzt erst einmal alles am Mischpult. Und dann hast du einen Regler am Verstärker. Überall da kann man den Pegel mit bestimmen.
Mein erster Ansatz wäre da immer, die Endstufe mal auf 100%, wenn das eine echte Endstufe ist.
(Weil in einem anderen, dazu gehörigen Thread schon davon gesprochen wurde, hier das Bild der E-800)
1701456258296.png

Genau so würde ich mal starten.

Am Mischpult ist mein erster Pegel, den ich einstelle der Gain (1.) des Kanals. Da spreche ich mit kräftiger Stimme in das Mikro (nicht zu leise, das machen die anderen später von selber). Dabei erhöhe ich den Gain soweit bis die rote LED, im Bild unten mit Peak beschriftet, kurz zu leuchten beginnt und wenn das passiert, mache ich wieder ein klein wenig leiser, damit die LED nicht mehr blinkt.
Dann stelle ich den Fader vom Kanal (2.) so in etwa auf 0 dB, das ist in dem Pult der etwas dickere Strich neben der roten Taste.
Und am Ende drehe ich, immer noch kräftig sprechend, den Main Fader (Stereo bzw 3.) so weit auf bis es mir von der Lautstärke her gefällt.
Jetzt hätte ich mal eine halbwegs gute Einstellung.

1701456477084.png


Wenn ich aber bemerke, dass ich, damit der Pegel aus den Boxen nicht zu laut wird, den Main Regler im ganz unteren Regler-Bereich einstellen muss, dann drehe ich die Regler auf dem Verstärker so lange zurück, bis ich am Mischpult den Main Regler in der oberen Hälfte des Regelwegs, aber nicht über 0 bewegen muß, so wie ich das hier in dem Bild versuche zu verdeutlichen. Ähnliches gilt auch für die Eingangskanäle. Wenn ich da einen Kanal fast ganz abdrehen muss, dann hat es was mit der gesamten Gain Einstellung. Das sollte dann nochmal geprüft werden

1701457019266.png


Worum geht es dabei? An sich darum dass der Pegel im Raum passen eingestellt ist und dass ich bei den Reglern am Pult, speziell die Fader nicht in einem Endlagenbereich des Regler herum dümple. Wenn man sich die Skala der Regler genauer ansieht, dann sieht man, dass die nicht gleichmäßig verläuft. Das heißt wenn ich im unteren Bereich de Regler ein oder zwei Millimeter bewege, dann habe ich gleich ein Pegelsprung von 10 dB. bin ich dagegen im Bereich rund um, bzw unter 0 dB dann sind die ein, zwei Millimeter nur mehr ein, maximal zwei dB. Man kann also im oberen Bereich des Faders feinfühliger den Pegel anpassen.
 
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Nachträglich wiederhole ich noch den Hinweis aus einem fast zeitgleichen anderen Thema:
Leute es geht um eine normale Hifi Raum Beschallung. Z.B für Sprache (keine Gitarren keine Instrumenete)

(Weil in einem anderen, dazu gehörigen Thread schon davon gesprochen wurde, hier das Bild der E-800)
Im Wohnzimmer wirst Du mit dem E-800 wenig Freude haben. Abgesehen vom erheblichen Eigengewicht hat er einen ungeregelten und relativ lauten Lüfter. Hifi-Genuss ist damit nicht wirklich möglich. Meiner ist wieder rausgeflogen gegen ein lüfterloses Class-D-Modell.
 
Die E-800 ist nicht meine Idee. der TE hat im Thread https://www.musiker-board.de/threads/the-amp-e800-mit-mixer-verbinden.746496/ nach Hilfe zu genau dieser Endstufe gefragt. Daher habe ich die als Beispiel genommen, aber an sich ist das für meine Ausführungen nicht relevant weil das auch bei vielen anderen Endstufen nichts anderes ist. Und ja, auch ich bin in einem ruhigen Umfeld auch für eine lüfterlose Endstufe.
 

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