Lautstärke des Event hochziehen?

von Brandenburger92, 21.10.16.

  1. Brandenburger92

    Brandenburger92 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.16   #1
    Hallo,

    vorweg: ich bin Anfänger und habe das Thema Pegel noch nicht so richtig durchblickt.

    Mein Problem: Das Take liegt bei 0db, ist aber einfach zu leise.

    ich nutzer Cubase Elements 8 und frage mich gerade wie ich meine Cleane E Gitarre lauter bekomme ohne das es irgendwie clipt.
    Ich habe sie mit einem Focusrite Scarlett 2i2 mit ca 40% Gain eingespielt, sodass ich in Guitar Rig bei 0 db Eingangspegel lag. Nach der Simulation lag ich bei -0,7db Ausgangspegel.
    Das Take hat ja jetzt bei Cubase noch diesen Lautstärkepfeil in der Mitte. Wenn ich den Hochziehe wird auch die Waveform größer (und auch die Lautstärke).
    Leider ist das Take halt zu leise. (Obwohl ich am Interface UND Guitar Rig schon am Clipping bin).

    Kann ich an dem Lautstärkepfeil den Pegel ins unermessliche fahren? Oder mir damit zumindest helfen, ohne das es clippt? Weil dort hat man ja keine Anzeige. Andersherum denke ich, dass wenn ich da über 0,0 db gehe Übersteuerung erzeuge.

    Könnte mir einer kurz sagen, wie ich das am besten anstelle?

    Gruß
    Brandi
     
  2. Rescue

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    Erstellt: 21.10.16   #2
    Eigentlich macht man das mit einem sogenannten Compressor oder Limiter den legst Du Dir als insert auf die Audiospur und wählst dann ein Preset aus bei den cubase eigenen wird da ne Menge mitgeliefert
     
  3. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.16   #3
    Dir fehlen einige essenzielle Grundlagen in Sachen Aufnahme und Mix.
    Lass die Finger von der Waveform. Du kannst ruhig 6 dB oder auch mehr "headroom", sprich Luft nach oben lassen.

    Suche nach einem Tutorial zu "unity gain" (zb auf Bonedo.de) und versuche erst einmal zu verstehen, was da so abgeht.
    Beschäftige dich mit der Funktion von Kompressor und Limiter, wie Resecue sehr richtig bemerkt hat.
    Ich fand als Einsteiger die DVDs vom Recmag mit dem Hr. Pallemann sehr aufschlussreich.

    Sei dir bewusst, dass ein guter Mix nicht laut sein muss. Laut macht man dann im Master.

    Jetzt hast du ein paar Anregungen. Wenn die Grundlagen mal geschaffen sind, macht die Sache gleich nochmal so viel Spass!
     
  4. Brandenburger92

    Brandenburger92 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.16   #4
    Hey!
    Vielen Dank für die Infos und Vorschläge!
    Ich bin halt Musiker und möchte nur meine Ideen ein bisschen graderücken und garnicht soviel Mix machen.
    Also gut- Finger von der Waveform (gemerkt!).
    Kompressor habe ich schon ein wenig verinnerlicht. Was den Limiter angeht, denke ich immer der ist nur dazu da, das Signal nicht übersteuern zu lassen.
    Ich habe auf der Summe z.b. einen Limiter mit -10 db für die Zeit des Aufnehmens und mixens.

    Sollte man am Pre-Gain was verändern oder auch lieber Finger weg, als Anfänger ?:ugly:

    Mir drückt sich grade noch eine Frage zum Pegel auf:
    Gerade eben habe ich am Interface einfach mal auf 80% Gain gestellt um die ruhigen passagen auf zu nehmen. Dadurch bekomme ich einen ordentlich cleanen Pegel.
    Ich dachte immer, dass Konzept sei aber, einmal vor der Aufnahme einzupegeln und dann den ganzen Song mit dem selben Pegel auf zu nehmen.
    Man könnte jetzt ja aber auch die ruhigen Passagen mit mehr Pegel aufnehmen und die lauteren halt mit weniger.(wg. Übersteuern)
    Oder hab ich da wieder eine Mißkonzeption im Hirn?:evil:
     
  5. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.16   #5
    ich bin sonst einverstanden mit deinem Post, nur mit diesem Satz nicht so ganz. Man kriegt im Mastering nicht jeden Mix laut. Das beginnt schon beim Mixen. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass man möglichst nah an 0dB rankommen muss, überhaupt nicht, da soll man ruhig Headroom lassen. Man muss aber drauf achten, dass die Dynamik nicht aus den Fugen gerät. Ist die Dynamik zu gross, kann das im Masteringprozess nicht einfach plattgewalzt werden, zumindest nicht so, dass es noch gut klingt. Wenn bereits im Mixingprozess darauf geachtet wird, kann man beim Mastering wesentlich mehr Lautstärke raus holen.

    hmmm das kommt auf die Situation an. Ob das Zusammenhängend klingen soll, oder nicht.
    Wenns zusammenhängend sein soll, dann darauf achten dass die lautesten Stellen nicht peaken, wenns die leisen Stellen leise sind, ist egal, das kannst du später mit einem Kompressor, oder Lautstärkeautomationen ausgleichen...
     
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  6. bafc24

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    Erstellt: 21.10.16   #6
    nein, ein lauter mix beginnt nicht erst beim mixen, sorry.
     
  7. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.16   #7
    Was? Hilfe! warum das denn? Wenn du nicht weißt, was ein Limiter genau macht, lass den um Himmels Willen von dem Master Out weg!
    Wieso -10 dB?
    Ist womöglich deswegen deine Spur zu leise?

    Nimm dir den Artikel zum gain staging her, der hilft dir wirklich weiter.
    https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/mixen-in-der-daw-1.html
    https://www.bonedo.de/artikel/einze...produktion-am-rechner-mixen-in-der-daw-2.html

    Du hast in dem digitalen Umfeld einen recht großen Bereich, in dem du ohne Qualitätsverlust arbeiten kannst. Lass lieber mehr Headroom nach oben. Du musst eigentlich nur über dem "Grundrauschen" bleiben. Ich weiss das ist etwas ungenau ausgeführt, die lieben Herren "Möchtegernsignalschwarzes" mögen mir nicht die Worte im Mund rumdrehen oder mit besonderen Fällen kommen oder mit allg. gültigen Dingen, die für den Anfänger hier MEINER Meinung nach (noch) nicht hilfreich sind.
    Du kannst den Pegel so einstellen, dass du die lauten Passagen clipfrei im Griff hast und mit der Einstellung eigentlich auch die leisen Passagen einspielen.
    Sollte sich die Aufstellung des Mikrofons ändern oder sonst irgend was oder einfach weil man will, darf man natürlich auch eine eigene Spur für die andren Passagen anlegen und beide im Mix individuell behandeln.

    Hab ich nicht behauptet. Ich habe geschrieben ein GUTER Mix MUSS nicht laut sein.
    Sonst hast du sehr richtig beschrieben, was nötig ist, um eine tendenziell lautes Master zu erhalten. Ist aber in dem Fall noch nicht so wichtig.
    Ich wollte vor allem darauf hinweisen, dass man seinen (ungemasterten) Mix nicht im Sinne der Lautheit mit "fertigen" CDs messen soll, was ein typischer Anfängerfehler ist und ununterbrochen ein Vorwurf von Hobby Musikern, die bei mir im Studio ne CD aufnehmen. Die fragen dann mit nem Mix in der Hand auch dauernd, warum das so leise ist... Aber das ist eigentlich eine andere, wenn auch lustige, Geschichte.

    Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass ein Mix im Mix beginnt?
    Falls du drauf hinaus wolltest, dass man, möchte man bei den Lauten Produktionen im Sinnes des sog. Loudness Wars mitmischen möchte, das schon beim Songwriting berücksichtigen sollte, dann stimme ich dir zu.
    Wenn du dagegen bist, dass man ein Sauberes Signal, welches vernünftig ausgesteuert ist und dann auf Unity Gain (gebracht, wenn nicht ist) bearbeitet werden sollte um einen Mix zu erhalten, der für mein Verständnis "gut" ist, dann bin ich dagegen.

    Bitte jetzt nicht so auffassen, als ob ich euch was reindrücken will, wollte nur meine etwas ungenauen Aussagen richtig stellen.

    Allen ein schönes Wochenende und fröhliches Aufnehmen und Mischen. Gemastert wird erst wieder am Montag:tongue:
     
  8. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.16   #8
    Ja, das stimmt. Das sollte auch kein Angriff auf dich sein, ich wollte deiner Aussage nur was hinzufügen, was man sonst leicht falsch verstehen könnte. Wie ich jetzt seh, sind wir einer Meinung:)
     
  9. bafc24

    bafc24 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.16   #9
    Ja genau, Songwriting, Arrangement, Spieltechnik.
    Aber wenn es laut werden soll, dann ist die richtige Wahl der Mikrofone extrem wichtig, ansonsten wird das nichts. Hat so aber absolut nichts mit Loutness War zu tun.
     
  10. adrachin

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    Erstellt: 22.10.16   #10
    Oder mit dem Lautstärkeregler....... :D
     
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