Leichte Allround-E-Gitarre mit kurzer Mensur gesucht

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Enkin Fled

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Ich bin grundsätzlich sehr gut mit Gitarren versorgt.
Ich habe aber gemerkt, dass mir die Gibson Les Paul Mensur mehr liegt als die Strat-/Tele-Mesur. Deshalb nehme ich diese auch öfter als meine Strat- und Tele-Modelle in die Hand.
Die Les Paul ist wiederum relativ schwer und unhandlich. Sie schmiegt sich einfach nicht so an den Körper.
Gibt es eine Gitarre mit einer 628 mm (oder weniger) Mesur, die auch leicht und „angenehm“ zu spielen ist?
Das Gewicht sollte max. bei 3,3 kg liegen. Ach ja, es sollte möglichst keine Singlcut Form sein und auch keine einfache „Brett-Gitarre“ wie die Tele.
 
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Hi,

so eine habe ich:

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das ist eine "T.man Toro". Andreas Thiemann lehnt sich stark an PRS*-Gitarren an. Diese hat eine Mensur von ca. 625mm.
Sie wiegt unter 3kg. Bestückt ist sie mit splitbaren Häussel-PU. Die Bespielbarkeit ist absolut super und der Klang auch.
Inzwischen 10 Jahre alt hat sie rund 2500€ gekostet.
Ich vermute mal, du willst dir keine bauen lassen, aber eben nur als Beispiel, das es Gitarren nach deinen Vostellungen schon gibt. Viel Glück bei deiner Suche, Micky
 
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Vielleicht eine Gibson/ Epiphone SG?
 
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  • #4
Ja, Gibson SG, Gibson Junior und PRS* sind wohl die naheliegensten Kandidaten.
 
Vielleicht auch Reverend Bob Balch, Roundhouse Air oder Sensei, die Set Neck Modelle haben alle 24 3/4 Mensur.
Gerade der Low Cut macht die Reverend Gitarren sehr vielseitig und sehr tauglich als Allrounder.
 
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sehr leicht sind Flying Vs, haben auch 628mm Mensur
ev auch bei Gretsch und Düsenberg reinschauen ob da was für dich dabei ist

Aristides 020 Modelle haben auch 628mm Mensur, sind aber mit ca 3.6kg etwas über deinem Wunschgewicht, haben aber ein modernes DC Design
 
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aus eigener Anschauung, weil vor kurzem eingetroffen... Fender* Mustang 90 (610 er Mensur, 2 x P90, 70er Headstock, eine Art von Doublecut, ergonomisch, leicht und mit für mich gut geeignetem etwas fetterem Halsprofil). Gibts nur noch gebraucht, tauchen aber immer wieder genügend auf dem Markt auf) und liegen irgendwo um die 450,-. Ich bin LP Spieler und habe dennoch grosse Freude an der kompakten Mensur und endlich mal eine Schraubhalsgitarre die für mich gut passt.
 
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Hallo,
ich werfe mal die Squier Paranormal Strat-O-Sonic in den Raum. 2 P90 Pickups.
Habe ich selbst. Spielt sich gut. Dünner Hals, kurze Mensur.
Habe sie allerdings etwas umgebaut, weil mir der Hals-Pickup zu muffig war.
Ist aber reine Geschmackssache.
 
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  • #10
Ich werfe PRS* in deinen Warenkorb: Ich mag die längere Stratmensur auch nicht. Über Les Pauls bin ich bei PRS* gelandet. Spiele fast ausschliesslich nur noch diese.
 
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  • #11
Ja, PRS würde mir schon zusagen. Nur alle, die ich bisher in die Hand nehmen durfte waren doch auch recht schwer.
Schade, dass die Online Shops keine Gewichte der Gitarren angeben.
 
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  • #12
Ibanez AM73G-BK
 
  • #13
ich habe spaßweise nachgesehen, einer meiner PRS wiegt tatsächlich nur 3,3 kg. Es gibt diese Teile also tatsächlich. Hilft dir jetzt freilich nichts, aber erstens würde ich mich nicht auf die 3,3 kg versteigen (wenn das möglich ist) - weil du damit vielleicht "deine" Traumgitarre ausschliesst, wenn diese dann 3,5 kg hat. Und zweitens, hast du bzgl. Gewicht bei Thomann angefragt? Die nehmen für die Fotos doch die Gitarren aus der Verpackung, vielleicht legen sie die Gitarre dann auch auf eine Waage und haben das Gewicht daher im Hintergrund im System gespeichert.
 
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  • #14
Ich bin grundsätzlich sehr gut mit Gitarren versorgt.
Ich habe aber gemerkt, dass mir die Gibson Les Paul Mensur mehr liegt als die Strat-/Tele-Mesur. Deshalb nehme ich diese auch öfter als meine Strat- und Tele-Modelle in die Hand.
Die Les Paul ist wiederum relativ schwer und unhandlich. Sie schmiegt sich einfach nicht so an den Körper.
Gibt es eine Gitarre mit einer 628 mm (oder weniger) Mesur, die auch leicht und „angenehm“ zu spielen ist?
Das Gewicht sollte max. bei 3,3 kg liegen. Ach ja, es sollte möglichst keine Singlcut Form sein und auch keine einfache „Brett-Gitarre“ wie die Tele.

Es gibt so viele Gitarren, was soll man da sagen?

Wichtig ist, dass sie mechanisch gut aufgebaut ist und gut klingt.
Kommt auch auf die Stilrichtung an, die Du spielst.

Ich würde dringend empfehlen, selbst ein paar Gitarren in die Hand zu nehmen.
Gefällt Dir das Halsprofil? Ist der Hals gerade, hält er die Stimmung gut.
Wie ist die Qualität der Mechaniken, sind die Bünde gut gefeilt, oder bleibt man dran hängen.
Laufen die Potis gut? Ist die Elektronik ok.
Ist die Gitarre gut ausbalanciert? Kann man sie auch gut im Sitzen spielen?
Reicht der Einstellweg für die Bridge?
Ist das eine ordentliche Brücke oder ist der Haltemechanismus "Historisch blöd", wo ein Bügel, der die Bridgesaddles nach unten drücken soll, wie eine Sitar mitschwingt?
Firebird war zu kopflastig. Flying V sieht geil aus, aber lässt sich im Sitzen nicht so bequem spielen.
Eine Gibson Explorer mit ihrer ausladenden Form ist der Feind aller Mikroständer auf der Bühne.
Ein passender Koffer sollte am besten dabei sein.
Bei Jazzgitarren ein Muss, der wird immer auf die Gitarre angepasst, damit er Halt gibt, aber nicht auf die Decke drückt.

Am besten vor Ort ausprobieren, eine Gitarre muss man in die Hand nehmen und spielen.

Es kommt auch sehr auf den Hersteller und die Serie/das Baujahr an.
Nur wenige feilen die Enden der Bünde, weil das noch in Handarbeit gemacht werden muss.
Bei so gut wie jeder Gitarre solltest Du einplanen, nochmal zum Gitarrendoc Deiner Wahl zu gehen,
um sie durchchecken und besser als von Werk einstellen zu lassen.
Damit meine ich nur die Bundreinheit.
Oft sind die Sättel nicht ordentlich gefeilt und wenn die Saite im 1. Bund zu hoch über dem Bund schwebt, dann bekommst Du hinten auch nur eine schlechte Saitenlage hin. In den Bridgesätteln sollte sich der Halsradius widerspiegeln und da muss u. U. hinten noch ein wenig rundgefeilt werden, damit die Saiten beim Ziehen nicht reißen.
Wenn Du da einen guten Gitarrendoktor hast, dann kann man selbst sehr preiswerte Gitarren aufwerten und gut bespielbar machen.

Zum Thema Mensuren.

Die Mensuren von Les Paul und 335 sind ein guter Kompromiss.

Bei der Tele hast Du durch die lange Mensur eine höhere Saitenspannung und beim Spielen weniger Probleme, dass die Tonhöhe schwankt, je nachdem, wie fest man die Saiten beim Spielen drückt.

Kürzer als Les Paul gibt es auch, da fällt mir die Gibson Byrdland ein. Durch die kürzere Mensur ist die Saitenspannung nicht so hoch und da kann man dann einen 10er-Satz deutlich entspannter spielen.

Kehrseite der Medaille einer sehr kurzen Mensur:
- Bei gleicher Saitenstärke weniger Saitenspannung. Man sollte hier die Saiten am besten eine Nummer dicker planen.
- Kein Drama, aber das Stimmen der Gitarre oder auch das Einstellen der Bundreinheit gestaltet sich etwas filigraner. Durch die kürzere Mensur (= kürzerer Weg) ändert sich die Tonhöhe schneller.
- Bei großen Händen (oder dicken Fingern) ist eine längere Mensur vorteilhafter zum Greifen von Akkorden. Es gibt aber auch Akkorde, da profitiert man von einer kürzeren Mensur.
 
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  • #15
Vielleicht eine Brian May Red Special ... mit einer 610mmm Mensur.
 
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  • #16
+1 für die Reverend-Gitarren - ergonomisch angenehme Modelle gibts da recht viele, wobei die kurze Mensur weitgehend den Set Neck-Modellen vorbehalten ist, aber das ist ja bei den meisten Herstellern so. Mir haben speziell die Halsprofile schon immer sehr gut gefallen, und es sind Gitarren, die für meinen Geschmack zu den gelungensten Designs gehören, die eigenständig wirken, ohne bemüht oder schräg zu wirken.

Die SG wird hier öfter genannt, allerdings bin ich mit der nie warm geworden - obwohl ich ein großer Fan von so einigen bekannten Usern des Modells bin... Das ist halt Gefühlssache, aber irgendwie finde ich da nie eine gute Position, bissl kopflastig, Korpus schon eher zu dünn, Hals steht so weit raus. Am ehesten gefallen mir noch die seltenen Versionen mit 24 Bünden und dickerer Ahorndecke, teils sogar gewölbt und schon fast wie ne LP mit zwei Cutaways. DI Normalversionen haben auch keine sehr vertrauenerweckende Halsverbindung, was sich gelegentlich auch im etws dünnen Sound bemerkbar macht oder gar in Brüchen an dieser Stelle bei etwas heftiger Bühnenshow. Muss man halt selber ausprobieren.

Das bei PRS die Gewichte eine ziemliche Bandbreite haben, habe ich auch schon ab und zu festgestellt. Dazu kommt, dass sich schon ihre eigene 635mm-Standardmensur spürbar weicher spielt, die Auswahl ist da schon sehr groß. In den letzten Jahren sind zunehmend mehr Modelle mit Gibson-Mensur dazugekommen, die McCarty 594 dürfte als Double Cut-Version doch recht gut passen. Und die gibt es in allen Preisklassen von der günstigsten SE Standard über die S2 bis zu Core und drüber. Sind 635mm schon kurz genug, kämen auch noch die Custom Semi Hollow-Versionen dazu, bei denen die großzügigen Kammern das Auffinden eines leichten Exemplars noch wahrscheinlicher machen dürften:

*

EInen Blick wert sind auch die Mira-Modelle, die auch gebraucht oft recht günstig zu haben sind und mMn ziemlich unterschätzte Gitarren sind - für mich sowas wie eine SG, bei der die Sachen wegfallen, die ich an einer SG nicht mag...

Darfs auch was ausgesprochen modernes, rockiges sein, bietet ESP bietet in der LTD-Serie auch eine ziemlich klassische Superstrat mit kurzer Mensur, die Maverick:

*

Sicher kein Schwergewicht, und ergonomisch schon sehr nah an der schmeichelnden, weichen Gestalt :twisted: einer Strat.

Sehr angenehm zu spielende Gitarren sind auch die Yamaha Revstar. Eigenständige Form, meist sehr gut verarbeitet, hängen für mich sehr "selbstverständlich" am Körper, und sind meist auch nicht so schwer.

Zu guter Letzt würde ich an Deiner Stelle vielleicht auch eine kleine Semi Hollow in Betracht ziehen. Wo die ausladenden ES-335-Epigonen wie die Originale schon auch mal recht gewichtig ausfallen, sind Teile wie die ES-339, die Eastman t484 und die D'Angelico Mini DC nicht nur hohl, sondern auch angenehm handlich. Da ist schon gar nicht so viel Material da, als dass die allzu schwer werden können. Meine Mini DC aus der günstigen Premier-Serie hat mich gebraucht kaum mehr als 400 € gekostet, der Neupreis ist aber auch sehr vernünftig. Die hat sich schnell zur meistgespielten Gitarre im heimischen Musikzimmer entwickelt, schon weil sie einfach super bequem ist - kaum mehr als 3 kg, sehr gute Bundierung, freie Bespielbarkeit bis in die höchsten Lagen und ein sehr vielseitiger Semi-Sound.

Eine (leider nicht ganz billige) Alternative wäre es natürlich zu guter Letzt, einen sog. Conversion-Neck auf eine Strat zu montieren, der ihr einen kurze Mensur verpasst. Der Pionier war dabei Warmoth, inzwischen gibts das vielleicht auch anderswo. Die Suche im Netz fördert sicher auch GItarrenbauer zu Tage, die sowas auf Bestellung machen.

Gruß, bagotrix
 
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  • #17
Eine Fender Jaguar hat eine 610mm-Mensur und läßt sich angenehm spielen.
Man hat unterschiedliche Specs (Trem/Brücke usw.) zur Auswahl, die Gewichte fallen unterschiedlich aus. Eine mex. Jaguar die ich mal hatte war sckschwer, meine derzeitige japanische Jagur ist sehr viel leichter- hab hier leider keine Waage sonst könnte ich genauer werden.
 
  • #18
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  • #19
Das war bisher eine tolle und umfassende Beratung. Vielen Dank. Ich habe es bisher auch noch nicht geschafft alle Tipps zu recherchieren, bzw. zu beurteilen.

Aber einige schon. Z.B. die Brain May ist leider nichts, obwohl ich ein BM und Queen Fan bin. Zunächst stören mich die Single Coils. Einen Humbucker möchte ich schon haben. Und zweitens die extrem schmalen Bünde. Deshalb ist BM raus.

Extrem spannend finde ich die ESP, der Haken ist allerdings das FR.

Eastman habe nichts gefunden, was mir zusagt. Reverend sagt mir nichts. Muss ich mir anschauen und in die Hand nehmen.

So tendiere ich am ehesten zu PRS.

Nun, ich habe von meiner Frau zum Geburtstag einen ganzen Tag bei Thomann geschenkt bekommen. Da werde ich alle hier genannten Gitarren in die Hand nehmen und ausprobieren.

Außerdem hat @bagotrix noch eine ganz tolle Idee gehabt. Ich habe ja eine MJT Telestyle Body und an diesen einen RBC Hals montiert. Diesen könnte ich durch einen entsprechenden Hals ersetzen. Muss ich schauen wer mir einen anfertigt.

Der MJT Body ist super und hat Bauch und Arm Shaping.
 
  • #20
Conversion-Neck auf eine Strat zu montieren, der ihr einen kurze Mensur verpasst.
Ich habe ja eine MJT Telestyle Body
kurz hinterfragt:
kann man ohne Bedenken einen Hals mit kürzerer Mensur auf einen Body von Strat/Tele ranschrauben? Die Bridge ist auf die Berechnung der Fender-Mensur rangeschraubt. Wenn die Mensur kürzer ist, muss man die Saitenreiter verstellen, um auf die Oktavreinheit zu kommen, reicht da der Weg mit den Madenschrauben, andernfalls müsste die Brücke verschoben werden.
 
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