Leslie 147 - Problem beim Anlaufen des SLOW-Motors

von Tommy100, 16.11.19.

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  1. Tommy100

    Tommy100 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.19   #1
    Hallo,

    ich habe bei meinem Leslie 147 kürzlich folgendes festgestellt: Wenn ich von fast auf slow schalte, dann bleibt der die Rotortrommel fast stehen und beginnt dann ganz langsam wieder anzulaufen. Außerdem brummt der Slow-Motor wie ein Trafo. Ziehe ich die Stromversorgung für den Motor ist Ruhe und der obere slow Motor schnurrt ganz ruhig. Also irgendetwas scheint da nicht zu stimmen. Folgendes habe ich inzwischen bereits ausprobiert:
    • weiße Stecker upper und down getauscht, der Fehler bleibt, Rotor läuft bei slow nur langsam an, beim Horn ist alles OK, also dürfte der Fehler schonmal nícht an der Spannungsversorgung vom Amp, sondern am Slow-Motor o. ä. liegen.
    • dann den Slow-Motor mittels der 4 Schrauben gelöst. Motor auf ein Stück Dämmung gestellt (Stift natürlich frei) und Stromversorgung angestellt. Also Motor ohne Last um hier etwaig zu hohe Belastung aus der Spannung des Antriebsriemens auszuschließen. Das Brummen ist noch da, vielleicht etwas leiser.
    Hat jemand vielleicht eine Idee, was das mit dem Brummen auf sich hat. Kann der Motor "rückwärts" ggf. auch den Amp beschädigen ? Falls ich einen neuen SLOW-Motor brauche, wo bekomme ich diesen in Deutschland oder muss ich in den USA bestellen ?

    nachrichtlich:
    Die Motoren laufen mit 117 V. Ich habe die Trommelumdrehungen bei SLOW gemessen. Demnach sind es exakt 34 RPM, was ja bei 50 Hz auch passt und bei 60 HZ etwa bei 41 RPM liegen würde, also genau die in der Literatur angegebene Umdrehung.

    Kann jemand mir zu der beschriebenen Problematik einen Rat geben ?

    Viele Grüße

    Thomas
     
  2. Bholenath

    Bholenath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.19   #2
    *Glaskugel polier*
    Das klingt vielleicht nach einem beschädigten bzw. in den Werten stark abweichenden Kondensator.
    Wenn Folienkondensatoren sehr alt werden können die langsam vertrocknen.
    Es könnte auch das Lager sein.
     
  3. Don Leslie

    Don Leslie HCA Hammond/Leslie HCA

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    Erstellt: 17.11.19   #3
    @Bholenath: welcher Kondensator bitte? Und Folienkondensatoren trocknen nicht aus.
    Du scheinst da was zu verwechseln. Du fischst wirklich im See der Unwissenheit. Welches Lager? Es gibt mindestens 4 Lager.

    @Tommy100:
    Zunächst prüfen: wird der Motor warm? Wärmer als der obere Slow-Motor?

    Tauschen der Stecker bringt übrigens gar nichts. die sind einfach parallel geschaltet.

    Abschrauben des Slow-Motors ist nicht so gut, weil Du damit die Justierung (Andruckkraft am Reibrad) nach dem Wiederzusammenbau verändert hast. Damit handelst Du Dir eine zweite Fehlerquelle ein.

    Nachdem Du mir gesagt hättest, ob der Motor sich nicht stark erwärmt, hätte ich als nächste Fehlerquelle auf schlechte Justage getippt.

    Aber das Symptom des Brummens deutet auf sterbende Motorwicklung hin. Vermute, daß der Motor bereits einige Windungsschlüsse hat (führt zu Leistungsminderung und starker Erwärmung). Ist der Nylon-Wickelkörper gelb bis braun angefärbt?
     
  4. Tommy100

    Tommy100 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.19   #4
    1573992353624862643483012850482.jpg
    Vielen Dank,
    erstmal für die Hinweise. Also die Sache stellt sich jetzt so dar:
    • Den Motor hatte ich ja schon demontiert und erstmal an den richtigen Stellen geölt. Dann die Welle unten mit Spiritus gereinigt.
    • Den O-Ring überprüft, der war verölt. Dann den Ring mit Spiritus gereinigt.
    • Alles wieder zusammengesetzt und gestartet.
    • Slow Fast umschalten. Alles OK.
    • Nach einer halben Stunde war auf der Welle wieder etwas Öl, bei Slow blieb Trommel stehen, dann nochmal gereinigt und justiert. Jetzt läuft erstmal alles wie es soll.
    • nun noch zum Motor, immer noch ein leichtes Brummen, ich vermute mal, das hier doch bald ein Ersatz her muss. Falls ja, woher? Gefühlt sind beide slow Motoren gleich warm. Ich werde das mal mit einem Infrarot Thermometer messen und das Ergebnis mitteilen. Anbei ein Foto vom Motor.
    Viele Grüße
    Thomas

     
  5. Don Leslie

    Don Leslie HCA Hammond/Leslie HCA

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    Erstellt: 17.11.19   #5
    Von Ölen hattest Du bisher in der Ausgangsbeschreibung Deines Problems nichts geschrieben.
    Spiritus/Alkohlol) ist kein Ölbinder (Vielleicht höhere Alkohole - Isopropyl~ gerade noch). Test(Wasch-)Benzin ist der richtige Entfetter. Auch kommt es dann noch auf richtige Einstellung des Andruckwinkels an, ebenso wie Höhe der Achse.

    Der untere Slowmotor hat normalerweise einen Ölschleuder-Ring (so eine schwarze, konische Scheibe), der das Öl von der Welle fernhält.

    Brumm könnte auch mechanisch übertragen werden. Wenn z.B. die Alu-Distanzröhrchen in den Gummipuffern fehlen und die Flügelschrauben zu fest angezogen werden, überträgt sich das Brummen auf's Holz.

    Auch wenn der Motor sonst irgendwie neben der Gummilagerung noch mechanischen Kontakt zum Gehäuse hat, kann das zu mechanischer Übertragung des Brumms führen.
     
  6. Tommy100

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    Erstellt: 17.11.19   #6
     
  7. Don Leslie

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    Erstellt: 17.11.19   #8
    Danke für den Hinweis mit dem Waschbenzin. Ich werde damit die Reinigung nochmals wiederholen.

    Das Brummen ist m. E. nicht mechanisch. Ich hatte den Motor doch deshalb extra ausgebaut und in separat auf einer Dämmung laufen lassen. Auch da gab es Brummen, wie gesagt, es klingt wie das Brummen eines Eisenbahntrafos aus Kinderzeiten. Ich denke daher eher, das es etwas mit der Wicklung zu tun hat.

    Thomas
     
  9. Don Leslie

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    Erstellt: 17.11.19   #9
    Ich konnte außer Deines Selbstzizats nichts Gehaltvolles in Deinem vorherigen Beitrag entdecken, deshalb mein Fragezeichen.

    Brummen ist (in diesem Zusammenhang) immer mechanisch, sonst könntest Du es nicht hören.
    Der Motor ist ja ein sog. Kurzschlußläufer, der diese dicken zusammengeschweißten Cu-Drähte hat, die durch das Blechpaket gehen. Die führen zu einer Belastung der Feldspule (Wicklung 117V).

    Normalerweise ist alles fest zusammengepreßt. Sollte aber die Feldspule locker sein, so kann sie vibrieren.
    Kannst mal versuchen, einen kleinen Holzkeil zwischen Blechpaket und Spulenkörper zu treiben, aber eigentlich sollte da keine Luft mehr zwischen sein. Wenn Du den Motor im ausgebauten Zustand auf den Holztisch legst, brummt es natürlich.

    Solltest Du in der Lage sein, den Wechselstrom zu messen, der durch den Motor geht, so sollte der bei etwa 40mA (im Leerlauf) liegen, höchstens 100mA, bei Belastung im Antrieb.
     
  10. Don Leslie

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    Erstellt: 18.11.19   #10
    Noch eine Bemerkung zu Deinen Ausgangsfragen:

    „Kann der Motor rückwärts den Amp beschädigen?“

    Antwort: „Ja“

    Der Netztrafo (beim 230V Amp) kann durchbrennen.
    Er hat zwar eine Primärwicklung, die so ausgelegt ist, daß sie die 115V-Motoren (Spartrafo-Prinzip) speisen kann, aber ein Motor mit Windungsschlüssen kann den Netztrafo mit ins Grab nehmen.
     
  11. Tommy100

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    Erstellt: 18.11.19   #11
    Habe heute mal mit dem Infrarot-Thermometer die Temparatur des äußeren "Eisenmantels" gemessen. So nach ca. 20 min Betrieb im Slow-Modus habe ich sowohl bei dem oberen als unteren Slow-Motor Temparaturen zwischen 42 bis 45 ° gemessen, je nach Stelle. Jedenfalls war der untere Motor nicht signifikant wärmer als der obere. Also ich beobachte das Ganze weiter und werde auch in Kürze mal die Stromstärke messen.
     
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