Leslie

von Zlaut, 17.06.08.

  1. Zlaut

    Zlaut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #1
    Hallo Orgel- und Leslie-Gemeinde!

    Ich habe ein Problem und brauche euren Rat. Ich habe mir vor ca. 6 Jahren eine Hammond XK 2 und ein Leslie 2101 mit Unterteil 2121 gekauft. Die XK 2 finde ich nach wie vor gut, das Leslie nicht.
    Ich denke das liegt daran, dass das 2101/2121 keinen "echten" Bassrotor und auch keinen Röhrenverstärker oder Röhrenvorverstärker besitzt. Da ich leider technisch ein Tiefflieger bin, draue ich mir nicht zu, ein altes Leslie bzw. einen Klon selbst auf zu motzen. Außerdem sind mir die Teile auch zu schwer.

    Deshalb denke ich an den Kauf eines Motionsound Pro 145 oder dem neuen Leslie 3300. Der Schriftform nach wäre mir das Motionsound aufgrund seines Gewichtes und der eingebauten Mikrofone lieber.
    Ich habe beide Modelle noch nie gehört. Das 3300 könnte ich zwar in Ulm antesten, das Motionsound jedoch nur als "Katze im Sack" bestellen. Da ich aber mein 2101/2121 verkaufen müßte, um mir diese Neuanschaffung leisten zu können, müßte ich dringend wissen, ob das Motionsound was taugt (auch von der Verarbeitung her).

    Es wäre klasse, wenn ihr mir ein paar Erfahrungsberichte liefern könntet!!!

    Gruß,

    Zlaut :)
     
  2. m-brose

    m-brose Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #2
    Hi Zlaut,

    ich habe mal eine XK-3 über ein Leslie 760 und über ein Motion Sound 145 gehört. Der Klang des 760ers gefiel mir deutlich besser, obwohl ich sagen muss, dass das Motion Sound richtig Dampf macht.
    Du wirst nicht umhinkönnen, Dir beide Teile anzuhören...
    Mein kurzes Fazit: 760er macht Sound "wie gewohnt" - das Motion Sound hat mehr Wumms, ist deutlich leichter und transportabler, aber klingt halt irgendwie "anders" - da muss man halt abwägen...

    Das Leslie 3300 habe ich noch nicht gehört.

    Schönen Gruß Martin
     
  3. hattrick

    hattrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.08   #3


    hi

    ich hatte: motion sound pro 145, leslie 860, leslie 323; ich habe: leslie 760 mit o&g(bühne), leslie 122xb; ich testete leslie 21 (ohne bassspeaker), ich hörte (gespielt von m. falkenstein) leslie 3300.

    fazit: die nummer 1 ganz klar: leslie 122 (wen wunderts??) dann mit abstand leslie 760, dicht gefolgt vom 3300, dann wieder mit abstand: leslie 860, dann (mit etwas weniger abstand): motion sound und zu guter letzt (aber immerhin noch vieeeeeelll besser als alle clones) leslie 323 und 21.

    der motion sound klingt einfach nicht wie ein echtes leslie. er ist zwar sehr laut und der röhrenpreamp ist auch ganz ansprechend, aber irgendetwas fehlt. ins gewicht fällt sicherlich der 15 zoll bass der grossen (122, 760, 3300) sowie die grösse des klangkörpers. die internen mikros haben mich nicht überzeugt. es tönt zwar alles schön logisch, aber irgendwie hat das teil dann zu wenig druck gebracht. das 3300 klingt sehr gut, sehr schön, sehr laut etc. vielleicht etwas zu schön. es hat für meine verhältnisse "zu wenig dreck" (wie chris von rohr zu sagen pflegt). ist aber sicher sehr gut und praktisch aber auch teuer. ich würde zu einem 760er mit o&g von reussenzehn raten, da ich nicht davon ausgehe, dass du ein 40 wattt röhrenleslie auf die bühne schleppen willst. also:

    klanglich und preislich: 760er mit o&g
    praktisch: motion sound (in den usa ca. 1700 dollar)
    kompromiss: 3300 (m.E. sehr teuer)

    gruss
    hattrick
     
  4. Zlaut

    Zlaut Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.08   #4
    Hallo hattrick und Martin!
    Zunächst einmal danke für euren Rat!
    Entschuldigt meine leihenhafte Frage: Aber was ist ein"o&g von reussenzehn"???

    Wie schwer ist das 760 mit diesem Umbau?

    Gruß,

    Zlaut
     
  5. andi85

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    Erstellt: 18.06.08   #5
    Schau mal auf https://www.musiker-board.de/vb/klavier-orgel-vintage/www.reussenzehn.de unter "Musiker" und dann irgendwo in der Liste unter "Orgel" den "Organ & Groove" => "o&g".
    Das ist ein Röhrenvorverstärker - also kein Umbau am 760, sondern ein weiteres Gerät, das vor das Leslie kommt und das Signal anzerrt.
    Am 760 wird daher nichts, auch nicht das Gewicht geändert. Was der Organ & Groove wiegt, kann ich dir leider nicht sagen - vielleicht findest du da was auf der Reußenzehn-Seite.
     
  6. HammondToby

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    Erstellt: 18.06.08   #6
    o&g heisst Organ & Groove und ist von Thomas Reussenzehn. Das ist ein Preamp, der einfach zwischen die Orgel und den Lesliepreamp gehängt wird, da ist kein Umbau nötig, nur ein weiteres Klinkenkabel. Der O&G ist ein Vollröhren-Preamp und wertet den Transistorsound des 760ers noch mal um einiges auf, vor allem, wenn es um Zerre und rotzigen Sound geht.

    Grüsse vom HammondToby
     
  7. Zlaut

    Zlaut Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.08   #7
    Ich war gerade auf der Seite von Reussenzehn. Das Gerät müßte ich demnach auch vor mein Leslie 2101 hängen können. Hat das schon jemand probiert?? Vielleicht könnte ich damit dann zumindest noch den Weile mit meinem 2101 leben... Habe es damals neu gekauft und meine Augen fangen zum tränen an, wenn ich daran denke, was ich wahrscheinlich noch dafür bekommen würde....

    Danke an alle Beitragsschreiber!

    Gruß,

    Zlaut
     
  8. hattrick

    hattrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.08   #8

    hallo zlaut

    theoretisch kannst du einen o&g natürlich vor deine 2101/2121 hängen, ABER: du kannst das leslie dann nicht mehr per 11-pin anschluss / kabel steuern, WEIL: der o&g hat keinen 11-pin sondern nur einen klinkenanschluss. will heissen: du fährst von der hammond mit klinke in den o&g mit klinke weiter ins leslie und wie steuerst du das teil dann? wird wohl schon irgendwie möglich sein.... alternative: du kaufts dir für sehr teures geld einen preamp, welcher aus klinke 11-pin "macht". ich hab so ein teil aus amerika (zusammen mit meinem 122er gekauft). das erlaubt mir, selbst vor das 122er xb (welches NUR 11-pin hat) den o&g einzuschlufen. ist natürlich luxus pur. kostet aber einige hundert dollar. den o&g könntest du auch in den effektweg einschlaufen, ABER: auf diese weise hast du immer die gleiche verzerrung, da der effektweg VOR dem "volumenknopf" kommt. und eine, bei jeder lautstärke stetig gleich starke, verzerrung hat mit röhrenleslie-sound nichts zu tun! zu guter letzt ist anzufügen, dass du auch mit einem o&g keinen sich bewegenden bassrotor bekommst.

    also: 760er leslie plus combopreamp II plus 9-pin kabel plus o&g und nur noch ein "echtes" röhrenleslie klingt authentischer!

    falls du an einer solchen lösung wirklich interessiert bist, könnte ich dir evt. weiterhelfen. schreib mir doch eine pn.

    gruss
    hattrick
     
  9. Zlaut

    Zlaut Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #9
    Hallo!

    Ich werde mich wahrscheinlich in Richtung des Tipps von "hattrick" verändern. Auf jeden Fall werde ich mich von meinem Leslie 2101/2121 trennen. Ich habe es mal bei Ebay eingestellt.
    Falls zufällig einer jemand kennt, der so ein Ding sucht - 20 Stunden läuf die Auktion noch!!!
    Wenn ich genug Kohle hätte, würde ich das 2101/2121 für kleinere Auftritte und für zu Hause behalten. Ich finde es für eine 2-Mann-Band oder einen Alleinunterhalter der Wert auf guten Orgelsound legt immer noch empfehlenswert. Denn es klingt um Welter besser als jede Simulation.

    Auch für nen Rückengeschädigten wäre es sicher eine Option.

    Genug der Werbung!

    Ich danke allen für die guten Tipps!!!!

    Bis nächstens...

    Kai (zlaut):great:
     
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