Ich stimme den Ausführungen von
@InTune und
@Dietlaib zu: Der Charme der THRs liegt darin, eine sehr gut funktionierende "Stand-Alone"-Lösung zu sein. Ich hatte alle Varianten und bin beim "X" hängengeblieben, dass bei mir auch nach Jahren noch große Begeisterung erzeugt!
Allerdings: Versuche (vor Jahren) ein POD HD 500 X davor zu hängen - weil ich eben auch wissen wollte, welche "Amp-Modelle" im Vergleich besser klingen - waren unbefriedigend. Als "Lautmacher" taugt es in dem Kontext nur bedingt, der THR klang immer besser als der POD vor dem neutralen THR.
Vor einem halben Jahr machte ich einen ähnliche Erfahrungen mit dem HX Effects vor meinem THR 10 X, auch das hat mich nicht überzeugt. Der THR funktioniert super als "geschlossenes System". Auch das Vorschalten analoger Zerren gefiel mir nicht.
Übrigens funktioniert der THR auch prima in Kombi am Rechner für Recording. Über den Editor kann man dann auch auf alle Parameter zugreifen wie die verschiedenen Cab-Simulationen oder den Kompressor.
Die Effekte des THR finde ich übrigens sehr gut!
Yamaha*-Qualität. Das Line 6 ist vielseitiger, weckt aber auch andere Begehrlichkeiten: Mein HX Effects musste beispielsweise wieder gehen, weil ich den 1:1 Vergleich zu diversen meiner analogen Bodentretern machen konnte. Und da fehlte in der Regel der entscheidende Meter. Klar, wenn Line 6 die Vorbilder explizit benennt, dann ist das die Messlatte.
Yamaha macht das "psychologisch" geschickter mit der neutralen Benahmen, bzw. Reduzierung auf einen Flanger, einen Chorus, einen Kompressor etc., weckt da keine falschen Hoffnungen. Tatsächlich gelang es mir sogar, mit dem Flanger des THR meinem Electric Misters näher zu kommen als mit dem HX Effects, obwohl der eine explizite Nachbildung "("Courtesan Flanger") der "Lady" beinhaltet.
Bei mir ist jetzt so: "Lautes" üben + Band mache ich mit Röhrenamp und analogen Effekten, aber parallel ist halt der THR ideal, um leise und an allen Orten im Haus zu üben, wo ich gerade keinen störe - und für's Homerecording, dass ich nur als "Skizzenbuch" für neue Songs nutze, bevor es in den Proberaum geht - "genügt" mir der THR.
@VanFersen: Ist halt die Frage, wo Deine Prioritäten liegen. Kannst Du auf die Mobilität des THR verzichten und legst den Schwerpunkt auf Recording, ist ein HX Stomp an Monitoren sicher eine extrem vielseitige, zudem preiswerte Lösung.
Vom Spielgefühl her wiederum überzeugt mich der lütte THR immer noch mehr als z.B. eine jüngst mal wieder angetestete Lösung aus Helix LT und FRFR-Monitor. Das ist für mich halt nach wie vor immer irgendwie "HiFi" und weniger "Gitarren-Amp". Geschmacksache/subjektives Empfinden.