LMusE - Linux Music Editor

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Da LMMS offenbar nicht mehr weiterentwickelt wird und ich einige Features in dieser DAW doch mittlerweile arg vermisse (z.B. MIDI CC send),
suche ich ja schon seit geraumer Zeit nach einer einsteigerfreundlichen Alternative, die sich intuitiv bedienen lässt und bei der ich nicht zunächst
100 Stunden Tutorial-Videos glotzen muss, um zu verstehen, wie ich eine Spur mit einem Plugin verklöppeln kann.

Ich habe in den vergangenen Monaten einige Softwareprodukte ausprobiert, u.a.
- Reaper
- Waveform 11
- Rosegarden
- Cakewalk (auf einer Windows Maschine)
- QTractor
- Ardour
sowie noch ein paar unbekannte...

Die meisten DAW sind für mich viel zu mächtig und mit irgendwelchem Zeug überladen, was mich kleinen Hobbymusiker schnell überfordert.
Ich will doch einfach nur drauflos komponieren!

Zufällig bin ich vorgestern über MusE gestolpert und bin durchweg positiv überrascht:
Einfacher und logischer GUI Aufbau.
Flotte Render-Enginge für Software Synths.
Endlich volle MIDI Unterstützung inkl. CC Send (Hurra!)
Komfortable Editierfunktionen
Keine Installation notwendig (AppImage)
Und das Ganze gratis :D

Bei meinen ersten Gehversuchen (einrichten eines Templates für Kompositionen mit dem JD-XI) musste ich kein einziges Mal die Anleitung konsultieren.
Ein paar Klicks und schon kann ich mich voll in mein Musikprojekt stürzen :)
Sooo muss datt sein!

https://muse-sequencer.github.io/
 
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Christian_Hofmann
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Sieht spannend aus, habe schon öfter darüber gelesen. Ich selbst nutze am liebsten Rosegarden in Kombination mit dem Linuxsampler (FluidSync mag ich nicht und mir fehlt mein Orchester).

Kann man bei LMusE eigentlich auch Noten eingeben statt dieser Pianoroll? Ich finde diese nämlich schrecklich :)
 
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Nein, einen Noteneditor gibt es nicht.
In dem Aspekt ist aber Rosegarden ohnehin unschlagbar oder? 🎶
 
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Christian_Hofmann
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In dem Aspekt ist aber Rosegarden ohnehin unschlagbar oder? 🎶
Zumindest für mich komfortabel. Ich nutze ja primär Notation ohne zusätzliche Plugins. Würde ich Plugins brauchen, dann wäre es vermutlich die falsche Software. Und Linux Sampler ist auch der einzige Sampler der mühelos mit einem 150GB Orchester Soundpool zurecht kommt und auch auch gleich ganze Besetzungen definieren lassen wie 4 Streicher die aber trotzdem Einzel angesprochen werden können.
 
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Die Plugins waren bei Rosegarden gar nicht mal das Thema, da bin ich an der kryptischen Anbindung von MIDI Geräten verzweifelt :LOL:
Das ist bei LMusE pragmatisch umgesetzt: MIDI Track anlegen, Kanal zuweisen und ab geht er, der Peter :cool:🎹
 
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Christian_Hofmann
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da bin ich an der kryptischen Anbindung von MIDI Geräten verzweifelt
Ja das ist am Anfang kaum zu durchschauen, alleine schon den gewünschten Ton beim Playback zu bekommen. In Rosegarden legt man ja nur den Midi Ausgabekanal fest und die Bank des Tons. Dann muss der Sampler der dahintersteht wissen welches Instrument denn auf diesem Kanal welche Bank ist... So was ist nicht ganz trivial da man in zwei Programmen arbeiten muss. Stelle ich die erste Violine in Rosegarden ein, dann muss ich dem Sampler noch sagen das er dann bitte bei dieser Quelle auch die erste Violine spielt und nicht ein Piano.

Das hat mich viele Tage oder Wochen Zeit gekostet meine Zusammenstellung zu machen, zu exportieren und im anderen Programm einzupflegen. Daher ist Rosegarden unheimlich unpraktisch wenn man mal schnell was machen möchte von Null auf oder ständig neue Soundpools nutzen möchte.

Aber ich sage immer: Es gibt nicht die perfekte Software, sondern nur die Software welche eine bestimmte Aufgabe am besten lösen kann. Wenn das bei dir LMusE ist, dann ist das doch in Ordnung.
 
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In dem Aspekt ist aber Rosegarden ohnehin unschlagbar oder? 🎶
Ich habe in einen Tutorial reingeguckt, viel habe ich nicht gefunden, sind denn die Orchester Sounds brauchbar in Rosegarden, gibt es da sowas wie eine "Library", oder holt man sich solche Sounds woanders?
 
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Christian_Hofmann
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sind denn die Orchester Sounds brauchbar in Rosegarden
Rosegarden bringt keine Sound mit und kann auch keine abspielen. Rosegarden wirft nur Midi raus und ein Sampler muss diese dann abspielen. Üblicherweise nutzt man FluidSynth was eben ein normaler software synthesizer ist. Als Pool nutze ich unter anderem dieses hier https://vis.versilstudios.com/vsco-community.html gibt es kostenfrei. Die Qualität was man damit machen kann, kannst du dir auch unter dem Link anhören. Es gibt aber noch anderer solcher Pools.

Du kannst diese Klänge aber auch mit jeder anderen Software nutzen.
 
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Aber ich sage immer: Es gibt nicht die perfekte Software, sondern nur die Software welche eine bestimmte Aufgabe am besten lösen kann. Wenn das bei dir LMusE ist, dann ist das doch in Ordnung.

LMMS war für mich eigentlich schon fast perfekt, nur eben mit dem Knackpunkt, dass die MIDI-Anbindung nie fertig programmiert wurde.
Ansonsten denke ich, dass LMusE meine (bescheidenen) Ansprüche voll und ganz erfüllt.
VST bindet man über Carla ein, da hab ich gestern auch ne Weile herumgefriemelt, aber jetzt passts :)
 
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Danke @Christian_Hofmann
 
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Update / Nachtrag:
Ich habe nun ein paar Projekte mit LMusE umgesetzt und bin soweit absolut zufrieden.
Die Automation ist etwas gewöhnungsbedürftig und manchmal stürzt das Programm komplett ab, wenn ich mehrere Noten markiere und verschiebe.
Ansonsten ne feine Sache. :)
 
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Christian_Hofmann
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Wenn du den Fehler reproduzieren kannst, dann wäre es eine gute Idee mit einem Beispielprojekt den Fehler beim Projekt zu melden, damit die Entwickler einmal drauf schauen können und ggf. das Problem lösen können.

Freut mich aber, dass du deine Lösung gefunden hast.
 
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Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen, braucht man dazu einen GitHub Account?
Der Fehler ist eigentlich relativ einfach im Noten-Editor einer MIDI-Spur reproduzierbar...
Ich check das mal!
 
nilsph
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Bin ein bisschen spät dran, aber danke auch von mir fürs drauf aufmerksam machen! Ich hab immer mal wieder mit MIDI (Rosegarden u.a.) rumgespielt, war dann aber entweder nicht von Erfolg gekrönt, oder schlecht reproduzierbar, wegen zu vielen Einzelschritten.
 
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Du kannst diese Klänge aber auch mit jeder anderen Software nutzen.
Auf Deinem Link wird ein "Paket" mit NI Kontakt angeboten, brauche ich Kontakt, um die Sounds zu benutzen/verarbeiten?

Wenn man Kontakt nicht braucht, welches Paket soll ich runterladen? Ich hätte gerne ein komplettes Orchester, würde es dann mit Tracktion/Waveform versuchen (fuchs mich da mal rein).

Vielen Dank im voraus.
 
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Christian_Hofmann
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So genau kann ich dir das nicht sagen, ich habe immer das gesamte Paket geladen.
 
Signalschwarz
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@Person Der Anbieter stellt grundsätzlich NUR SAMPLES zur Verfügung. Samples = nur eine kurze Aufnahme, bspw. eine gestrichene Saite einer Violine in einer bestimmten Tonhöhe. Macht man sowas mit allen Spielweisen und allen Tonhöhen, kann man ein virtuelles Instrument kreieren. Dazu braucht man noch eine Software, in der die Samples quasi organisiert und verwaltet werden, damit eine MIDI-Note den richtigen Klang triggert. So eine Software nennt sich gemeinhin SAMPLER. Verschiedene Leute haben nun für diverse SAMPLER das gemacht (und auch spezielle Sample-Sets zusammengestellt, wenn jemand nicht das ganze Paket laden möchte), das wird idR als "Programm" bezeichnet.

Du musst das gesamte Sample-Paket UND ein Programm für den von Dir verwendeten Sampler herunterladen.
 
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Bei den Orchester-Paketen steht immer das Format dabei und daraus ergibt sich, mit welchem Plugin/Programm Du das Instrument spielen kannst
.SFZ - Sforzando (nicht so mein Fall, da mühsam in der Konfiguration und merkwürdiges handling)
.VST/VST3 - läuft nur unter MS Windows, d.h. in der Linuxwelt brauchst Du wine und am besten die Carla bridge
.NKI - ich glaube für diese Instrumente braucht man tatsächlich den Kontakt player, damit hab ich mich aber nie beschäftigt
.WAV - das sind die Audiodateien, wahrscheinlich ziemlich viele, d.h. Du müsstest es dann irgendwie bewerkstelligen, jeder Note ihre passende Audiodatei zuzuweisen :D
(bei Drumkits geht das ja noch, aber bei Violinen...)
 
Signalschwarz
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.NKI - ich glaube für diese Instrumente braucht man tatsächlich den Kontakt player, damit hab ich mich aber nie beschäftigt

Ja, .nki ist das Dateiformat für Native Instruments' Kontakt. ABER um freie und nicht durch NI lizenzierte (das heißt der jeweilige Hersteller müsste einen Obolus an NI abdrücken) Libraries zu nutzen, braucht man zwingend die Kaufversion, der kostenlose Kontakt Player kann dies nicht.


.WAV - das sind die Audiodateien, wahrscheinlich ziemlich viele, d.h. Du müsstest es dann irgendwie bewerkstelligen, jeder Note ihre passende Audiodatei zuzuweisen :D
(bei Drumkits geht das ja noch, aber bei Violinen...)

Wenn ich die Erklärungen auf der verlinkten Seite richtig verstanden habe, sind das dann nur von Nutzern selbst erstellte Selektionen aus dem Gesamtpaket, für Leute die dieses, was ja immerhin 3 GB umfasst, nicht herunterladen wollen oder können.

Und ja, da müsste man das sogenannte Mapping der Samples und weitere Einstellungen (bspw. Velocity-Kurven, Filter etc.) selbst vornehmen, um zu einem spielbaren Instrument zu kommen.
 
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Danke sehr an Signalschwarz, für die Erklärung, mit Samplern habe ich bislang nie gearbeitet. Mein Midi-Wissen beschränkt sich auf Programme wie FL Studio, die haben das brauchbarste an Bord. Muss wohl ein paar Tutorials gucken.

Danke auch an Christian_Hofmann und Uwi 1976
 

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