Workshop - Die komplette DAW fürs Mini-Budget - aktualisiert für 2017

von mk1967, 14.07.17.

  1. mk1967

    mk1967 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.17   #41
    In dem Sinne steuere ich mal noch ein paar Seiten bei zu den Programmen, die Frankeys oben aufgelistet hat:
    • Der Sequenzer Qtractor wird u.a. in einem langen deutschsprachigen Artikel im Stil eines Testberichts erläutert. Schon von 2012, aber immerhin. Die Anleitungs-PDF hier ist leider schon recht betagt; aber vielleicht kann sie ja immer noch helfen (ich kenne Qtractor leider nicht näher und kann das deshalb nicht einschätzen.) Ein paar neuere Anleitungen haben unsere französischen Kollegen hier hinterlegt.
    • AVL Drumkits (AVL ist die Abkürzung für das schon erwähnte Multimedia-System AVLinux) hat eine eigene Seite. Dort gibt's auch einige Filme über die Handhabung, u.a. zusammen mit Ardour und dem erwähnten Harrison Mixbus.
    • Und hier stellt die Zeitschrift Sound&Recording den für Windows, Mac und Linux geeigneten Helm Synthesizer vor. (Apropos Sprache - das notorische kleine Problem: man findet zu Linux und Audio schon einiges im Netz, aber kaum was auf Deutsch. Auch deshalb der Workshop hier.)
     
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  2. Frankeys

    Frankeys Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.17   #42

    Qtractor aktuelle Dokumentation:
    Handbuch und How-To's: [epub] [pdf]
    Aktuelles Wiki: [html]
    Forum: http://www.rncbc.org/drupal/forum/9

    Video Workshop:


    Alles in englischer Sprache,

    Frank
     
  3. mk1967

    mk1967 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.17   #43
    Die besonders skurrile Seite dieser ganzen Geschichte hat sich am vergangenen Wochenende bei mir fortgesetzt (das Procedere ist im ersten Beitrag schon mal ganz kurz angedeutet), als ich nämlich ein bißchen Bastel-Lust bekommen habe :D. Stichwort: die oben erwähnte Multimedia-Distribution TangoStudio.

    Handfester Sinn der Sache war, daß ich beruflich drauf angewiesen bin, ständig einen Rechner für Sprachaufnahmen und Digitalisieren von LPs oder anderen Analogmedien in 1-a-Tonqualität am Start zu haben. :gruebel: Die einzigen wohlklingenden Audiokarten, die ich habe, sind PCI-Karten (zwei unterschiedliche von RME) - und die passen bei mir nur in Rechner, die alle schon mindestens 10 Jahre auf dem Buckel haben. (Mein neuerer Rechner ist ein Notebook - weiterverarbeiten kann ich die Dateien dort, aber für gute Aufnahmen taugt er nicht.)
    Auf den alten Dingern muß man natürlich immer mit einem Hauptplatinen-Defekt rechnen, und der kommt bekanntlich immer dann, wenn man ihn am wenigsten brauchen kann :rolleyes:. Also wollte ich mir immer schon noch einen Reserve-Reserve-Rechner hinstellen, den ich nur anzuschließen brauche.

    Natürlich ist das jetzt ein echtes Relikt-Teil mit allen Resten aus meiner Bastelkiste geworden: ein 800-MHz-Pentium III ( :eek: gekauft 1999 in einem 08/15-Supermarkt, er läuft immer noch - ob das daran liegt, daß es ein Siemens ist? in meinem 2004er Medion ist schon vor zwei Jahren die Hauptplatine kaputtgegangen) mit 786 MB Arbeitsspeicher und zwei ebensoalten 8-GB-Festplatten :rofl:. Ich war selber neugierig, ob das überhaupt funktionieren würde. Das einzige qualitativ edle (natürlich auch schon alte) Stück in der Kiste ist die Audiokarte: eine RME Digi96/8 PAD.

    Stabil liefen auf dem Rechner zwar die Systeme Crunchbang Linux (auf der Basis von Debian 6 oder 7...) und sogar Lubuntu 16.04 (das natürlich sehr langsam, und die alte Grafikkarte ließ nur die gröbste Auflösung zu), allerdings war bei allem, was über die Audiokarte laufen sollte, Schluß: im besten Falle eine hoffnungslos ruckelnde oder viel zu langsame Wiedergabe - im schlechtesten Falle klappte die Kombination mit JACK von vornherein nicht. Unbrauchbar.

    Da kam also das besagte TangoStudio (auf Debian-7-Basis - in meinem Falle natürlich die 32-Bit-Version) zum Einsatz: wenn ich nach dem Eintrag im deutschen Wikipedia-Artikel gehe, wird Debian 7 noch bis Frühjahr 2018 mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Wichtig ist, daß man zur Installation das "komplette" Abbild mit ca. 2,2 GB nutzt, denn zusätzliche Programme geben die Paketquellen nicht mehr her. (In meinem Falle war auch wichtig, daß die Justage-Oberfläche für die RME-Karte mit an Bord ist.)
    Das Wurzelverzeichnis wanderte auf die erste, die /home-Partition samt 624 MB Swap auf die zweite Festplatte.

    Die Sicherheitsaktualisierung förderte dann erst mal über 400 MB aus dem Netz. (Sinnvollerweise macht man das, indem man sich von der graphischen Oberfläche abmeldet und eine virtuelle Konsole nutzt - das spart mächtig Rechenressourcen.)
    Wenn man den Rechner offline laufen läßt, dürfte man die wohl nicht brauchen. Dann ließe sich das Ganze auch nach 2018 noch aufziehen, denn die Programme selbst bringt das TangoStudio-Abbild praktisch alle mit.

    Fürs Aufnehmen habe ich dann aus rein hedonistischen Gründen :D noch Ardour 5.12.0 installiert (das TangoStudio-Abbild brachte Ardour 2 mit).
    Der gestrige Test hat mich dann selbst überrascht :eek:. Die Kiste funktioniert :juhuu:und bekommt ressourcenmäßig die Audio-Aufgaben in den Griff:

    Systemauslastung.png

    Natürlich wird der Prozessor arg gefordert, aber Mono- und Stereo-Aufnahmen mit Ardour klappen, wie sie sollen.
    Der Transfer einer *.wav-Datei aus dem Rechner raus (denken wir uns eine stereo digitalisierte LP mit ca. 500 MB) wird dann natürlich zur längeren Prozedur - mit USB 1.1 und 1 MB pro Sekunde :rofl: (eleganter wäre der Transfer über ein LAN-Netzwerkkabel) aber egal: sollten mein Haupt-Aufnahme-Rechner und auch das P4-Reserveteil mal die Grätsche machen, hab ich jetzt noch eine P-III-Reserve... ;)
     
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  4. Banjo

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    Erstellt: 01.11.17   #44
    Du bist ganz schön leidensbereit, um, wenn ich es richtig verstehe, den Kauf eines aktuellen, gut klingenden Audiointerfaces zu vermeiden.

    Aber vermutlich ist der Weg das Ziel und es ist ja auch schön, so einen betagten Rechner nochmal einer sinnvollen Aufgabe zuführen zu können:great:

    Banjo
     
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  5. mk1967

    mk1967 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.17   #45
    Ja, das stimmt :rofl: :prost:- aber ein gut genug klingendes Audiomodul (Stichwort adäquater Klang für ARD-Hörfunk) wäre in meinem Falle eben wirklich nicht billig :weep:... und da würde ich das Geld dann lieber doch für so ein Schätzchen ausgeben... ;)

    Vigier Passion III 1994 10.jpg
     
  6. metaforce

    metaforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.17   #46
    Das ist mein "neuerer" Rechner auch, ein MacBook Pro von 2012, welches ich mit einer SSD ausgerüstet habe. An die vorhandene Firewire Schnittstelle schließe ich mein StudioLive 24.4.2 Mischpult und es kommen unproblematisch und in guter Qualität 24 Spuren auf der Festplatte an. Alles keine aktuelle Hardware, die aber gut ihren Zweck erfüllt. Man braucht nicht immer das neueste um das zu machen, was man machen muss. Das Mischpult läuft auch recht gut mit Linux und Ardour, aber der Workflow ist mit Macos und den Möglichkeiten der erweiterten Fernbedienung (zb Remote Apps mit dem iPad) einfach noch besser. Aber trotzdem finde ich es gut und nachhaltig, verdiente Hardware mittels Linux vor dem Treiber und Schnittstellen Tod zu retten.
     
  7. Frankeys

    Frankeys Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.17   #47
    vielleicht reicht für deinen Anwendungsfall auch qtractor, welches deutlich geringere Hardwareanforderungen stellt.

    Da ich keinen Hersteller empfehlen möchte: durch die Eingabe von "refurbished pc" in die Suchmaschine findet man Anbieter, die leistungsfähige, lautlose Business-PCs für teilweise unter 100€ anbieten. Da wird Linux noch viele Jahre ordentlich seinen Dienst tun.

    Deinen Ansatz finde ich gut, ich habe hier auch ehemals teure Hardware im Betrieb. Aber auch keine Hardwaresammlung mehr im Keller :)
     
  8. mk1967

    mk1967 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.17   #48
    Guter Tip - merci! :w00t: Sobald die nächste Kiste bei mir von der Hardware her schlappmacht, weiß ich, wo ich dann mal suche (denn die kleine Werkstatt hier bei mir im Vorort verkauft leider keine gebrauchten Rechner).
     
  9. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.17   #49
    Hallo,

    ...was Gebrauchtrechner anbelangt, habe ich für Laptops bei greenpanda und für Desktops bei gebrauchtcomputer24 beste Erfahrungen gemacht, die Preise sind teilweise geradezu unverschämt niedrig ;) , die Qualität sehr gut und die Abwicklung des gesamten Prozesses völlig unproblematisch.

    Viele Grüße
    Klaus
     
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