Lötstellen halten auf Potis nicht

von Jerzy Rugby, 05.07.10.

Sponsored by
pedaltrain
  1. Jerzy Rugby

    Jerzy Rugby Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.05.09
    Zuletzt hier:
    22.02.17
    Beiträge:
    191
    Ort:
    Bayreuth
    Kekse:
    987
    Erstellt: 05.07.10   #1
    Hi,

    auf die Gefahr hin, mich hier als Technik-Noob zu outen, möchte ich zaghaft anfragen, was ich beim Löten vielleicht falsch mache. Und zwar bekomme ich die Masselitzen auf den Poti-Gehäusen nicht fest. An der Temperatur kann es eigentlich nicht liegen, ich hab mich einmal komplett eingedampft *hüstelundfarbenseh*
    Im Netz habe ich ein paar Sachen gefunden, die helfen könnten, bspw. Löthonig (wtf? Gibts Lötbienen?), Lötstelle anrauhen, Fließmittel fließen lassen usw.
    Könnte da was von helfen?

    Schonmal vielen Dank!
    Cheers Jerzy.
     
  2. klaatu

    klaatu E-Gitarren Moderator

    Im Board seit:
    05.11.06
    Beiträge:
    10.329
    Ort:
    München
    Kekse:
    104.357
    Erstellt: 05.07.10   #2
    Wenn die Potis verschmutzt oder z. B. lackiert sind, kann das nix werden. Am besten, du reinigst die Potioberfläche, so dass das Metall blank an der Luft ist. Dann mal einen Klecks Lötzinn auf das Poti und erst danach das Kabel (vorher verzinnen) anlöten.
     
  3. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

    Im Board seit:
    16.12.04
    Zuletzt hier:
    13.12.20
    Beiträge:
    1.555
    Ort:
    Düssburch
    Kekse:
    4.325
    Erstellt: 05.07.10   #3
    Du solltest mal verraten, welches Lötwerkzeug und welches Lötzinn Du verwendest.
    /V_Man
     
  4. masterpas

    masterpas Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.01.07
    Zuletzt hier:
    20.12.20
    Beiträge:
    65
    Ort:
    Münsterland
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.07.10   #4
    Hatte ich auch mal, liegt am Lötzinn. Dann habe ich mir so ein anständiges gerät zum löten und teueren Lötsinn gekauft, dann ging es problemlos.
    Das mit dem reinigen der Potis ist auch ne gute Idee.
     
  5. TheByte

    TheByte Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.01.09
    Zuletzt hier:
    16.01.21
    Beiträge:
    1.213
    Kekse:
    10.764
    Erstellt: 05.07.10   #5
    Ich mach das immer so:
    Lotstation auf 370°C, Elektroniklot und los geht's.
    Es ist einfach wichtig, das Gehäuse stark genug zu erhitzen,
    dass sich das Lötzinn mit dem Gehäuse verbindet.
    Was für nen Lötkolben hast du denn? (Watt)
     
  6. [E]vil

    [E]vil Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.11.03
    Beiträge:
    11.437
    Ort:
    Odenwald
    Kekse:
    14.423
    Erstellt: 05.07.10   #6
    es gibt echt grausame potis auf denen man ewig rumbraten kann. ich hab die dinger immer mit sandpapier angeschliffen dann gings. ich benutz inzwischen nur noch höldo potis, die haben ein verzinntes gehäuse da klebt das zeug praktisch von alleine :)
    https://www.thomann.de/de/goeldo_el500.htm
     
  7. Thhherapy

    Thhherapy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.01.08
    Zuletzt hier:
    20.12.20
    Beiträge:
    2.918
    Ort:
    nähe Salzburg
    Kekse:
    7.272
    Erstellt: 05.07.10   #7
    Du musst schon Potis aus Metal nehmen.:D (kleiner Scherz)

    Das wichtigste wird wohl sein die Lötstelle zu reinigen. Mit Sandpapier oder mit einem Messer ganz rau kratzen. Auf jeden fall muß das blanke Metal zu sehen sein.
    Da eine große Metalfläche die Wärme schnell ableitet muß der Lötkolben auch genug Hitze zuführen können. (Ich hab den sogar auf 450°C stehen. Dann sollte man aber nicht zu lange löten)
    Wenn man Lötzinn mit integriertem Flussmittel nimmt, bruacht man dazu eigentlich keine zusätzlichen Hilfsmittel.
     
  8. Jerzy Rugby

    Jerzy Rugby Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.05.09
    Zuletzt hier:
    22.02.17
    Beiträge:
    191
    Ort:
    Bayreuth
    Kekse:
    987
    Erstellt: 05.07.10   #8
    Whow, vielen Dank für die Antworten :-D
    Ich denke, es lag wohl an mehreren Sachen: Erst das Poti nicht vorbehandelt, dann zuwenig Temperatur auf den Kolben und dann auch keinen Klecks Lötzinn draufgemacht...
    Am Poti, Lötzinn oder Lötstation kanns eigentlich nicht gelegen haben, ich hab den ganzen Kram bei Rockinger und Das Musikding gekauft.
    Vielen Dank nochmal an alle *keksverteil*

    @Thhherapy: Mmmh, vielleicht hätte ich den Gasbrenner auf blaue Flamme stellen sollen :p

    Cheers Jerzy.
     
  9. [E]vil

    [E]vil Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.11.03
    Beiträge:
    11.437
    Ort:
    Odenwald
    Kekse:
    14.423
    Erstellt: 05.07.10   #9
    löten sollst du, nich anschweißen :D
     
  10. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    04.03.09
    Zuletzt hier:
    14.01.21
    Beiträge:
    6.695
    Ort:
    Ländleshauptstadt
    Kekse:
    56.773
    Erstellt: 06.07.10   #10
    Hallo,

    *Senfzugeb* Man schaffe sich an:

    - Glashaarpinsel (plus ein oder zwei Ersatz"spitzen"), gibts z.B. beim Reichelt
    - 60-Watt-Lötkolben, sowas hat man als alter Radio- und Fernsehreparateur ohnehin :D
    - Lötzinn mit Kolophonium-Seele oder man rührt sich Kolophonium in Spiritus als Flussmittel selbst an.

    (Kolophonium sollte es in jeder Musikalienhandlung geben - richtig, für die Geigenbögen).

    1. Potigehäuse an der künftigen Lötstelle mit Glasshaarpinsel reinigen
    2. Flussmittel auftropfen oder/und mit 60-Watt-Lötkolben und Kolo-Lötzinn einen schönen Lötfleck aufsetzen.

    Dann klappt das auch mit dene Potigehäuse. ;)

    Gruß Michael
     
  11. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.01.06
    Zuletzt hier:
    16.01.21
    Beiträge:
    7.526
    Ort:
    Tal der Ahnungslosen
    Kekse:
    90.815
    Erstellt: 06.07.10   #11
    Ich nehme zum Potis belöten immer einen kleinen Tropfen Lötwasser als Flussmittel - das ätzt so ziemlich alle Unreinheiten weg und ermöglicht eine hervorragende Benetzung mit Lot. Aus leidvoller Erfahrung rate ich jedoch dringend zum Tragen einer Schutzbrille beim Umgang damit.
     
  12. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    04.03.09
    Zuletzt hier:
    14.01.21
    Beiträge:
    6.695
    Ort:
    Ländleshauptstadt
    Kekse:
    56.773
    Erstellt: 07.07.10   #12
    Ich nochmal:

    zum Löten sollte man grundsätzlich eine Brille tragen, entweder (wie ich) eine normale oder eine Schutzbrille, um die Augen zu schützen.

    Lötwasser etc. haben grundsätzlich nichts am Elektronik-Arbeitsplatz zu suchen. Das Zeug wirkt i.d.R. oft korrodierend und zersetzend und zerstört über längere Zeit die Lötstelle, besonders bei damit angelöteten Litzen.

    Daher nur in Spiritus gelöstes Kolophonium als Flussmittel verwenden zum Vorbehandeln des Untergrundes.
    Das ist zwar zugegebenermaßen ein uraltes Rezept, tut aber auf lange Zeit gesehen (!), sein Bestes.

    Gruß Michael
     
  13. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.01.06
    Zuletzt hier:
    16.01.21
    Beiträge:
    7.526
    Ort:
    Tal der Ahnungslosen
    Kekse:
    90.815
    Erstellt: 11.07.10   #13
    Oha. :eek: Ich hatte schon vermutet, dass es da irgendeinen Haken gibt, die Wirkung war ja zu schön um wahr zu sein. :) Danke für den Hinweis.
     
mapping