Marshall 1960B mit Greenbacks und G12 T75 Erfahrungsbericht

von Sandrox, 09.09.16.

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  1. Sandrox

    Sandrox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.16   #1
    Hallo,
    Ich spiele seit ca 2 Jahren folgendes Setup:

    Amp & Box:
    • Marshall JVM 410H
    • Marshall 1960B (4xG12 T75)

    Gitarren:
    • Fender American Vintage 1962 Strat
    • Fender American Telecaster
    • Eastwood Airline H78

    War immer ganz zufrieden damit und bin vorige Woche auf die Idee gekommen 2x T75 mit 2x G12M 16Ohm Greenbacks zu ersetzen.
    Hab zu diesem Thema nicht wirklich Erfahrungsberichte finden können. Auf gut Glück hab 2 Greenbacks bestellt und heute eingebaut (übers Kreuz) und getestet.
    Lange Zeit hab ich gedacht, dass ich als Laie, keinen Unterschied erkennen würde. FALSCH GEDACHT!

    Gitarre angestöpselt und losgehts! Mich hat es fast vom Hocker geworfen! Der Amp hat, wie durch die Paarung zu erwarten, wesentlich mehr und vorallem wärmere Mitten bekommen.
    Die aggressiven Höhen (Strat am Bridge PU) und der oft zu dumpfe Bass (H78 Neck PU) sind abgeschwächt aber trotzdem noch knackig present. So bluesig, warm und gefühlvoll habe ich noch nie einen JVM410 gehört.

    Die einzelnen Kanäle:
    Clean Kanal: angenehm, ausgeglichen, rund, warm, aber nicht schlaff oder matschig.
    Roter Clean: blues blues blues blues blues mehr muss ich nicht sagen!
    Roter Crunch: etwas höher und viel definierter durch die Mittenanhebung (beim alten Setup hat sich roter Crunch oft dem roten Clean angenähert)
    Gelber OD1: Sind keine großen Unterschiede, fett wie eh und je ;)

    Im direkten Vergleich (Ampsetting und Gitarre gleich) mit einer Marshall 1936 mit 2x GT75 war dieser Unterschied nochmal deutlich zu hören.


    Grüße Sandrox
     
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  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.09.16   #2
    Jo, die Einflüsse von Lautsprechern und vor allem Box werden immer stark unterschätzt.

    Spiel den Amp jetzt mal an seine Grenzen, dann zeigen die Greenbacks nochmal ihren Charakter...
     
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  3. Jaydee79

    Jaydee79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.16   #3


    Dann probier jetzt nochmal die Celestion T75 durch WGS HM-75 zu tauschen! DAS ist mal toll, gerade mit dem JVM.
     
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  4. MHN1

    MHN1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #4
    Spielst du live?
    Wie würdest du die Speaker mischen wenn die Box doppelt abmikrofoniert wird?
     
  5. Jaydee79

    Jaydee79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #5
    Ich jetzt? Ja, ich spiele live. Das Mischverhältnis bestimmt wohl der persönliche Geschmack.

    Ich hab`s mir aber einfach gemacht, da man nicht immer den gleichen Mischer hat und sich ein fremder eher "bedanken" wird, wenn du ihm mit `ner Mischbestückung und "tollen" Anweisungen bzgl. Mischverhältnis kommst ;-), gerade wenn es schnell gehen muss mit dem Soundcheck.

    Ich hab mir in Kleinarbeit jeweils den sweetspot der Speaker "erhört", da dann via ampclamp (immer die gleiche Mikroposition) ein Mikro vor und beide mittels Y-XLR verkabelt, sprich das Signal beider Speaker kommt auf einem Kanal an. Funktioniert prima! Klappt aber nur, wenn du zwei dynamische Mikros nutzt. Ein Kondensator und ein dynamisches passt ned. Ich nutze ein Shure SM 57 und ein Sennheiser e906.

    Zur Not würde ich den HM-75 solo abnehmen, ein toller Allrounder in Kombination mit Marshall.
     
  6. Michi der

    Michi der Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #6
    Ich spiele ne Box mit 2 Greebacks und 2 Vin30.
    Live sage ich dem Mischer immer wo welcher Speaker ist und überlasse dem entweder doppelt zu mikrofonieren (macht keiner) oder sich einen Speaker auszusuchen den er abnehmen will. Alle wollen den Vin30. ;)
    Im Endeffekt ist es der Job des Mischers vor der Bühne für einen guten Sound zu sorgen, meiner ist es im ein Singal anzubieten mit dem er arbeiten kann.
    Wenn das hinterher nicht so wie auf der Bühne klingt dann ist das eben so. Ansonsten würde der Mischer halt am EQ drehen. Mitten und Hochmitten sind live oft gar nicht so schlecht um die Gitarren hörbar zu machen.
    Bisher haben wir immer Lob für unseren Bandsound bekommen. Und das ist es worauf es ankommt. Finde ich.
     
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  7. MHN1

    MHN1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #7
    Dann ist ja das ganze Cab mit X Speaker Anordnung überflüssig.

    Für mich ist das Speaker Mischen unter normalen Gitarristen eine Spielerei die Live bei normalen Gigs nur Schwierigkeiten bringt.
    Es gibt meiner Meinung nach zu gute einzelne Speaker anstatt man die mischen muss.
    Außerdem kann man mit einem 5 oder 7 Band EQ sehr gut nachhelfen.

    Wenn man Bonamassa oder Petrucci heißt und eigene Mischer hat ist das ja was anderes.
     
  8. Michi der

    Michi der Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #8
    Nö, sehe ich nicht so. Im Studio bringt das Flexibilität mit. Und im Proberaum und auf der Bühne habe ich den Sound den ich haben möchte.
    Und wer glaubt dass die Gitarre FOH so klingt wie auf der Bühne nur weil er nur einen statt mehrere verschiedene Speaker in der Box hat und den abnehmen lässt, hat noch nie gesehen was ein Mischer mit dem EQ macht...
     
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  9. MHN1

    MHN1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.16   #9
    Das ist schon klar aber wenn man sag ich mal puren Rock spielt kann man auf 2 Speaker verzichten und den simpleren Weg wählen. Es gibt übrigens auch viele Mist-Mischer. Dann kommt erst Recht Müll raus.
     
  10. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 15.09.16   #10
    Es reicht eigentlich das Mikro an die richtige Stelle zu stellen, den EQ neutral zu lassen außer einem Loch bei 100-120Hz je nach Boxenresonanz (4x12) und sich zu freuen, dass die Gitarre gut klingt?
    Gut, vorausgesetzt die PA ist kein Schrott und der Gitarrist hat seine Soundfindungshausaufgaben gemacht... daran hakts meistens :D

    Zu der Greenback-Geschichte: Ja, das ist eine interessante Sache. Vor allem dann, wenn man als Tontechniker den Bandsound kennt und die Wahl hat zwischen den definierten, knackigen Mitten der G12T75 und den runden warmen der Greenbacks. Und zwei Mikros hinzustellen und sich dann was auszusuchen ist in einer Band mit einer Gitarre und einem Raum, in dem die Mikrofonierung der Gitarre überhaupt hörbar ist, kein unnötiger Luxus sondern eine Vereinfachung des Gesamtablaufs. Wenn man sich am FoH während des Gigs aussuchen kann, ob man jetzt etwas wärmeren oder knackigeren Sound (oder beides, in Stereo) haben will, dann ist das doch nicht schlecht.

    MfG Stephan
     
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