Melodien für Millionen

von Abendspaziergang, 16.02.20.

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  1. Abendspaziergang

    Abendspaziergang Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.20   #1
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  2. groovequantizer

    groovequantizer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.20   #2
    Das wirft ein paar interessante Fragen auf, von denen eine, die erste, im Artikel bereits angespochen wurde:
    1. Haben die da bereits existierende und damit urheberrechtilich geschützte Melodien veröffentlicht? Dann hätten sie massenhaft Urheberrechtsverletzungen begangen, oder?
    2. Bedeutet das, daß in Zukunft niemand mehr Melodien schützen lassen kann, die da veröffentlicht wurden selbt, wenn die Melodien kürzer, oder länger sind???
    3. Haben künstlich erzeugte Melodien überhaupt Anspruch auf Urheberrechtsschutz?
     
  3. Abendspaziergang

    Abendspaziergang Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.20   #3
    Zu 1.: Soviel ich verstanden habe, kann man sich da melden, wenn man meint bereits jetzt Urheberrechte an einer Tonfolge zu haben.

    Zu 2.: Vermutlich ja.

    Zu 3.: Die Frage der ausreichenden Schöpfungshöhe steht natürlich schon im Raum. Nur wird diese ja nicht höher, wenn sich die Tonfolge jemand ohne Algorithmus ausgedacht hat. Und am Ergebnis kann man ja auch überhaupt nicht erkennen, wie sie entstanden ist. Insofern, warum nicht.
     
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  4. adola

    adola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.20   #4
    Der Knackpunkt ist doch die Definition der Schöpfungshöhe. Und hier produz. einige Gerichte ja erst den Wahnsinn.

    Für mich haben (kurze) reine Tonfolgen ´keine´ Schöpfungshöhe, genauso wie es auch bei der Abfolge von rhytm. Schlagereignissen ist. Das fühlt sich f. mich auch logisch an, weil alle mögl. Rhytmen schon in der Steinzeit mal getrommelt wurden und weil Tonfolgen spätestens in der Klassik alle schonmal da waren.

    Entscheidend fänd ich eher einen ´dramaturgischen´ oder inhaltl. Zusammenhang. Wenn eine Tonfolge bsw. einen Gesangstext untermalt, dann finde ich das absolut schützenswert. Auch bei charkterist. Zusammenklang von Tonabfolgen mehrerer Instrumente, usw. Schwierig wirds die Denke dann bei der Bewertung von loopbasierten Werken. Aber da hat der Häuptling (Urteil) ja kürzlich gesprochen und das erlaubt, meines wissens.

    Alles freigeben wäre aber überh. nicht mein Weg. Dennoch wäre es schön, wenn man sich (weltweit) mal grunds. einigen würde. Wenn alle Tonfolgen frei wären, dürften es die Texte aber noch lange nicht sein. Und wenn das Business hinsichtl. Kompositionen billiger wird (weil die ja frei sind), müssten alle anderen Produktionen/Arrangements, über Filmmusik bishin zum Mini Werbejingle entspre. teurer werden. Ich bin gespannt, was passieren würde. Aber die Zeit wird uns eh überholen, hinsichtlich von Algorithmen.

    Alle solche Überlegungen werden von ´KI´ sowieso über den Jordan geschickt. Es ist gut mögl. das Algorithmen in zehn Jahren ´auf eingegebene Vorgaben´ deine Wunschproduktion machen. Und das wars dann. Alle Gerichte werden gegenüber Konzernen und der Realität einknicken.
     
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