Ich mag als gelerner Schreinermeister natürlich schöne Handwerkskunst und mir gefallen feinere Einlegearbeiten (Inlays) die aber innerhalb der Bundgrenzen bleiben sollten.
Ich habe mich bei meinen Gitarren aber stets bewusst und auch unbewusst für keine (
meine Lowden), oder schlichte Punkte entschieden.
Ich orientiere mich ausschließlich an den (für mich absolut nötigen) Sidedots, insofern sind Inlays reine Zierde.
Beim Bau meiner E-Gitarre als Schüler vor 30 Jahren hatte ich mich für Punkte aus Ahorn im Mahagony-Griffbrett entschieden. Sie gehörten damals einfach noch dazu. Sidedots waren eher neu und ich fand sie sehr praktisch, also baute ich beides ein.
Für die Inlays bohrte ich mit einem 6er Holzbohrer mit kurz geschliffener Zentrierspitze einfach 2mm tiefe Löcher ins Griffbrett, suchte mir einen glatten, runden Ahorndübelstab mit schön gerader Maßerung, schlug ihn mit etwas Weißleim mit gerade ausgerichteter Maßerung ins Griffbrett ein, wischte herausquellenden Leim mit feuchtem Lumpen ab und sägte nach Aushärtung den Dübel leicht überstehend ab.
Am Schluß feilte ich die Dübel bündig und schliff dann das Griffbrett. So hatte ich passgenaue, schöne "Hirnholz-Inlays" die bei lackiertem Griffbrett heller und bei mittlerweile geöltem Griffbrett etwas dunkler, aber immer noch heller wie das Mahagony aussehen (
klick).
Ich mag sie vorallem durch ihre Schlichtheit und Natürlichkeit lieber wie die auffälligen Punkte in meiner
JTV59.
Wie macht ihr das konkret bei euch?
Wahrscheinlich fräst ihr sowohl die Inlays, als auch die Ausklinkungen im Griffbrett erstmal per CNC?
Dann stecht ihr die Ecken manuell per Stecheisen nach und verklebt anschließend mit eingefärbtem Kleber?
Es wäre schön wenn Du eure Methode bebildert erklärst.