Mikro update in akustisch schlechter Umgebung sinnvoll?

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Hallo;

mach so seit 1, 2 Jahren homerecording.

Fing an mit M-Audio fast track + Rhode NTA1. Hab jetzt mein Interface auf Babyface upgedated; schonmal eine Verbesserung; jetzt steht i-wann noch das Mikro an. Mir ist klar, dass ab nem gewissen level auch die Raumakustik verbessert werden sollte :( - Das wird bei mir nicht passieren. Der Raum in dem ich aufnehme ist wahrscheinlich zu groß? und "un-glechförmig" (komische Wort).

In der jetztigen Kombo (Babyface + RhodeNTA1) übersteuert mir das Signal beim singen auch i-wie zu schnell. Kann sein dass es nicht nur am Mic liegt. Grad bei den höheren Passagen mit mehr Dampf erhöh ich den Abstand zum Mic beim einsingen, trotzdem, bin da nicht so zufrieden. Sollte halt schon ein "lautes" "klares" Signal bei rumkommen und i-wie zu meinen Ansprüchen und Stimme passen (das is viel verlangt, i know)

Ich würd mir dann auch 1,2,3 Mics bestellen und daheim testen (erstmal KreditRahmen erhöhen - uff) - aba die Richtung sollte halt schonmal stimmen.

Ja, daher die Frage ob sich der Einstig in die obere Mittelklasse (500 - 1000 €) generell lohnt. Der Sticky hier von "whitealbum" is klasse. Die Frage wäre dann noch, ob eines dieser empfohlenen Mics eher "unempfindlich" bei "schlechter" Raumakustik is....ja, da sind so meine Fragen. Grundkenntnisse bzgl. EQ, Comp und so sind vorhanden.

In der Signatur gibts ne Hörprobe; wegen Stimme und so...

1000 Dank schonmal im voraus

Duggy
 
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Hi,

kurze Antwort: ja.
Wichtig ist zu schauen, dass die Positionen von Sänger und Mikro so sind, dass möglichst wenig Raum angeregt wird und davon noch möglichst wenig in den Aufnahmebereich des Mikros einstrahlt.

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist eine Nieren-Charakteristik da besser geeignet als eine Superniere.

MfG, livebox
 
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Hi und vielen Dank,

ähh, Niere?
Ich dachte schon eher wieder an ein groß Membran Kondensator Mic?
Oder verwechsel ich da was.
 
Hallo,

nein, Du verwechselst nichts, aber immerhin gibt es ja auch GMs mit umschaltbarer Richtcharakteristik ;)
Ansonsten schließe ich mich livebox an. Auch mein Aufnahmeraum ist akustisch nicht optimal, und trotzdem ist der Unterschied zwischen einem Einsteiger-GM und einem aus der Mittel- und Oberklasse deutlich zu hören.

Viele Grüße
Klaus
 
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livebox meint die Richtcharakteristik...
da neigt man instinktiv zur engeren Super-Niere um 'mehr Raum auszublenden'
tatsächlich scheint das in der Praxis aber weniger gut zu funktionieren als in der Vorstellung ;)

cheers, Tom
 
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Der Song "Across The Mountains gefällt mir mal richtig gut (da höre ich ne Spur Beck -> Album "Mutations").
Und ungewöhnlich gesungen, klasse!
Ganz fein, wobei mir, wenn wir gerade dabei sind, das Klavier oder besser Flügel voller klingen sollte, ein besseres VST-Instrument nehmen.
Das sollte dem Song noch mehr Tiefe geben.

Gesanglich bist Du in der Bariton Stimmlage, mit klarer und fester Stimme.
Ich höre über SHR840 KH jetzt auch keine störenden Raumanteile auf den Vocals (Du hast da ein kleines Slapbackecho bzw. Delay auf der Stimme schätze ich mal).

Interessant wäre, was ist an Deinem Raum klangmäßig nicht gelungen, hast Du Flatterechoes, zuviel Hall o.ä.?
Wenn Raum nicht so gut, dann geht eigentlich nur näher ran, Nachteil, Nahbesprechungseffekt wird größer, und ist nicht immer erwünscht.
Was man aber mit EQing (gut gesetzter Lowshelf) schon ausgleichen kann.

Mikrotechnisch, klingt das NT1-A ja schonmal recht gut hier bei der Aufnahme, es tendiert aber bei manchen zur Härte im Hochmitten wie Hochtonbereich, da geht noch mehr
Da sind das AT4047 oder das Gefell M930 von ganz anderer Qualität!
Bei Deiner Stimme denke ich an die Beiden, das AT4047 ist ein Ticken "wärmer", dunkler als das Gefell M930, dass aber wiederum im Aufllösungsbereich ein Hammer ist.
Das muss man sich so vorstellen, dass es zum Einen alle S-Laute, T-Laute etc. signalgetreu rüberbringt und zum anderen die anschließende Bearbeitung mit Comp und EQ zum Kinderspiel wird.

Ach ja, die reine Oberklasse würde ich übersrpingen, dann lieber gleich richtig.
DAs AT4047 und Gefell M930 bekommt man auch mit etwas handeln günstiger ;)
 
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Vielen Dank whiteAlbum, Tom (wiederundwieder...:)) und Baslech;

@Tom

Danke fürs erklären.

@whitAlbum

Der Song "Across The Mountains gefällt mir mal richtig gut (da höre ich ne Spur Beck -> Album "Mutations").
Und ungewöhnlich gesungen, klasse

Mensch vielen Dank

Ganz fein, wobei mir, wenn wir gerade dabei sind, das Klavier oder besser Flügel voller klingen sollte, ein besseres VST-Instrument nehmen.

stimmt.

Interessant wäre, was ist an Deinem Raum klangmäßig nicht gelungen, hast Du Flatterechoes, zuviel Hall o.ä.?

Wie gesagt. Ich hab keinen Vergleich. Nehm immer im gleichen Raum ab mit dem gleichen Equipment. Ich möcht insgesamt ein klareres, lauteres Signal.
Großes Problem sind auch die "P" Laute; wenn ich da nur nen Tick zuviel Luft hab, dann hab ich extremes clipping.
Ich geh eigentlich schon Recht nah ans Mic beim einsingen. Bis kurz vor den Pop Schutz.

Effekte sind halt Comp, TriComp, Reverb und EQ wobei ich unten immer viel wegschneide (bis 150 Hz)

Da sind das AT4047 oder das Gefell M930 von ganz anderer Qualität!


Vielen Dank für die tolle Beratung, whitealbum, incl. Stimmanalyse + Lob zu meinem song. Herz was willst du mehr :)

Dug
 
ähh, Niere?
Ich dachte schon eher wieder an ein groß Membran Kondensator Mic?

Ich auch ;) Gibt ja auch genug GMK mit Nieren-Charakteristik. Super-/Hyperniere sind zwar vorne raus oft etwas schmaler als eine Niere, aber nehmen halt wieder von hinten auf. Ich hatte mal ne Niere und Superniere im Vergleich, die sich abgesehen von der Charakteristik sehr ähnlich waren. Aufnahmesituation war vor einem Gitarren-Amp in einem nicht optimalen Raum. Da hat sich klar gezeigt, dass der rückwärtige Aufnahmebereich negative Einflüsse hat.
 
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Da spricht nichts gegen. Ist ein gutes Mikro für Dich und Du sparst noch Geld. Das wird aufnahmetechnisch ein Quantensprung zum NT1-A. Normale Räume müssen nicht schlecht sein. Ich mache bei mir zu Hause (mit vollen Bücherregalen) professionelle Sprachaufnahmen. Den Unterschied zum optimierten Studio hört keiner. Du kannst mit beweglichen Stellwänden

https://www.thomann.de/de/clearsonic_sx12_2d_sorber_extender.htm
https://www.thomann.de/de/clearsonic_s5_2_sorber_set.htm

noch Einiges erreichen. Solche Wände kann man aber auch selber bauen. Da kannst Du mal im Raumakustikunterforum suchen.

Es lohnt sich übrigens dem Wikipedialink zu den Mikrofonen in meiner Signatur nachzugehen :)
 
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Oke; Dank an artcore und die Anderen,

Bin deinem link gefolgt....alles gelesen hab ich aber nicht :(

Hab das Ding jetzt mal bestellt für 719 € denke ich ein guter Preis. Werd dann hier berichten wie s so is :)

Danke an Alle
 
... Mikrotechnisch, klingt das NT1-A ja schonmal recht gut hier bei der Aufnahme, es tendiert aber bei manchen zur Härte im Hochmitten wie Hochtonbereich, da geht noch mehr ...
interessant ist, dass Dug mit dem M-Audio FastTrack aufnimmt - ich kenne da einen 'Parallelfall', ebenfalls unter nicht optimalen 'Heimbedingungen'...
es ist sicher kein high-end, aber irgendwie hat genau diese Kombination einen gewissen spröden Charme
es klingt imho auf jedenfall deutlich besser, als die Papierform vermuten lässt

cheers, Tom
 
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interessant ist, dass Dug mit dem M-Audio FastTrack aufnimmt

nicht mehr - der song in der sig is der erste der mit dem babyface aufgenommen wurde
 
Oke; Dank an artcore und die Anderen,

Bin deinem link gefolgt....alles gelesen hab ich aber nicht :(

Hab das Ding jetzt mal bestellt für 719 € denke ich ein guter Preis. Werd dann hier berichten wie s so is :)

Danke an Alle

Da würde ich mich arg täuschen, wenn das bei Dir nicht passt. Ich mag das AT4047 sehr.
Es gibt zwar noch die MP (Multipattern Variante mit Acht und Kugel, ist aber kein Muss, bei Gesang sowieso eher nicht).

Wegen Plopp-Geräusche, zu laute Stellen etc.
Singe auch mit einem Ploppfilter leicht an der Membran vorbei, dann kannst Du auch näher dran, scharfe S-LAute werden dadurch auch reduziert.
Zu dynamisch singen, versuche undynamischer zu singen, kein Witz ;)
Ronnie James Dio war so einer, nicht Dein Genre, aber der konnte gleichmäßig mit Power singen, wie mit einem eingebauten Kompressor.

Wenn das nur minimal geht, kein Problem. Achte darauf, dass die Vocals mit max. -3db aufgenommen werden, eigentlich ist -6 db besser.
Du hast dann die Möglichkeit hervorragend mit Kompressoren zu agieren.
Auf Vocals sind folgende SW-Kompressoren sehr gut, holen auch dynamische Sänger ab.
Waves API2500, Fairchild 660, IKM Vintage Kompressor 670, IKM Black 76 auch der Voxformer von Voxengo kann das sehr gut.
Neutrale Comps wie die internen von allen DAWs oder Fabfilters C sind da in meinen Augen nicht so geeignet, sind eher fürs unauffällige.
 
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Oke, Danke für die Empfehlungen.

Ja, ich muss erst mal die basics der DAW internen Effekte gescheit blicken bevor ich da noch was dazu nehm.

Momentan dreh ich eher solange an den "Reglern" rum bis es für mich besser klingt - was i-wie auch nicht die schlechteste Hrangehensweise is :)
 
Was das clipping angeht. Es ist völlig ok, wenn der Pegel des Signals nicht besonders hoch ist. Du hast bei einer 24bit Aufnahme mit modernem rauscharmen Equipment keine Nachteile wenn deine Peaks bei -12dBfs oder -18dBfs liegen.

Es gibt einen unterschied zwischen Signal-Pegel und Lautstärke. Wenn dir zB dein Monitoring-Signal auf dem Kopfhörer zu leise ist, dann dreh nicht den Preamp weiter auf, sondern den Kopfhörer-Ausgang weiter auf und deinen Backing-Track weiter zurück. Dann clippt auch nix.

Ein verwinkelter Raum muss akustisch nicht schlechter sein als eine regelmäßiger. Man kann nur schwer akkustische Berechnungen anstellen und Dinge vorhersagen. Zum Aufnehmen ist das aber gar nicht schlimm.
 
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Danke klaus;

werd deine Tipps beherzigen.

LG
 
Will nur noch mal kurz auf die Basics eingehen...
Bei deinem Problem, dass der Eingang zu schnell übersteuert, wird ein anderes Mikrofon wohl keine Besserung bringen.
So wie du es beschreibst, nimmst du meiner Meinung nach einfach "zu heiß" auf.
Eingangsverstärkung und Ausgangsverstärkung sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Nicht, dass das neue Mikro keine Verbesserung wäre, aber so schlecht ist das NT1-A tatsächlich nicht.
Wenn ich mich recht erinnere, haben damit auch Leute schon "amtliche" Aufnahmen gemacht und die Ergebnisse sehr erfolgreich unters Volk gebracht. Ich denke da z.B. an das erste Album der Shins. Das hat James Mercer größtenteils in seinem Keller (damals noch simples homerecording-Niveau) aufgenommen. Ich meine, da kam größtenteils das NT1-A zum Einsatz.


Ich denke, wenn du Spaß mit dem neuen Mikro haben willst, solltest du echt noch mal an der ersten Stelle basteln, nämlich korrekt die Mikrofonvorverstärkung auszusteuern.
In deinem Fall wäre das: die Eingangsverstärkung soweit zurück drehen, dass die lautesten Gesangsstellen bei -6dB liegen. Das kannst/solltest machen, ohne mitzuhören, da das nur verwirrt. Ein Blick auf die Mixersoftware genügt da völlig. Einfach den höchsten Ausschlag im Auge behalten und drauf achten, dass er nicht höher als -6dB geht.
Wenn das passt, kannst du grundsätzlich die Finger von dem Knopf lassen und brauchst nur noch die Ausgangslautstärke zum Mit- und Abhören lauter oder leiser zu drehen. Da bist du völlig unabhängig, da das keinen Einfluss auf das aufgenommene Signal hat.

Man neigt gern dazu, alles sehr laut/mit hohem Pegel aufzunehmen, das ist aber - wie oben schon geschrieben - absolut nicht notwendig (bis teilweise sogar kontraproduktiv).

Trotzdem wünsche ich dir auf jeden Fall viel Spaß mit dem neuen Mikro und hoffe auf ein paar einschätzende Worte, sobald du es hast :)
Ich leg auch grad ein paar Euro auf die Seite für ein TLM 49.
 
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Frank; vielen Dank für deinen Beitrag; dass mit dem Eingangspegel werd ich ab jetzt berücksichtigen.

Ich muss mir da auch mal mehr Zeit lassen für die recording skillz.

Ich hab halt song und instrumental Ideen und will die dann so schnell wie irgend möglich "recorden"....

Geil war auch dein letzter Satz; nach dem Plädoyer für "weniger" hardware:

Ich leg auch grad ein paar Euro auf die Seite für ein TLM 49.

hihi
.
.

Ich hab jetzt bei so nem song Kontest nochmal das Rhode gewonnen. Aber das ist jetzt das Rode NT1.

Das is glaub ganz neu. Weiß Jemand ob das neue Rode NT1 viel besser is als das ALte und was das so kostet (werds wahrscheinlich gleich verkaufen solange es noch Original verpackt is und bräuchte ne Preis - Richtung)

Danke und LG
 
Geil war auch dein letzter Satz; nach dem Plädoyer für "weniger" hardware
Nein, nein, so war's nicht gemeint :)
Will ja nur, dass du dein neues Mikro auch richtig geniessen kannst.
Wenn's gut ist, behalte es.
Und verkauf den anderen Mikrokram - da hast du es auch schon wieder ein bisschen finanziert.

Aber trotzdem, mach doch mal ne kleine Technik-"Session", wo du mal bewusst nicht an nem Songs schraubst, sondern nur dein Werkzeug kennen lernst. Ich bin halt eher technikbegeistert, für mich ist das ja schon der halbe Spaß an der Sache.
 
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