Monitorbox swissonic ASM5 Netzteilschaden?

von ArKa_47, 16.07.19.

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  1. ArKa_47

    ArKa_47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.19   #1
    Moin, das ist mein erster Beitrag hier ;)

    Ich da ein kleines Problemchen:
    Ich hab von Thomann zwei swissonic ASM5 Monitorlautsprecher gekauft.. nun funktioniert einer davon nicht mehr . Ich schalte hinten an/aus und nichts passiert (LED an der Front bleibt aus, Kein Relais schaltet)
    Sicherung direkt an der Stromsteckerbuchse ist intakt.
    Äußerlich sind keine Schäden zu sehen.. alle Elkos sehen gut aus, es gibt keine verbrannten oder braunen Stellen auf den Platinen zu sehen und es riecht auch nichts verbrannt.

    [Ich konnte drei Platinen sichten: eine scheint für die Signalaunahme zu sein, eine zweite für die Filter + Lautstärkeregelung und die dritte für die Verstärkung (Kühlkörper und co.)]

    Jetzt hab ich das Ding auseinandergebaut. Ich habe festgestellt, dass der Trafo beim normalen Einschalten nicht mit Spannung versorgt wird. (Ist das normal, also im vermeintlichen Standby?)
    Die Phase (rot) geht direkt auf die Platine [Für Verstärkung], der Neutralleiter wird (geschätzt) auf zwei Leiter aufgeteilt (Blau und Schwarz) mit der Phase(rot) geht der blaue Leiter auf die Platine.
    Direkt darüber soll wohl parallel die Phase abgegriffen werden. (Auf der Platine steht: TO Transformer, roter Leiter). Dieser Leiter führt zusammen mit dem schwarzen (Vermutlich Neutralleiter) zu dem Trafo.
    Wenn der Stecker eingesteckt ist, liegt aber keine Spannung an am Stecker für die Phase zum Trafo.

    Gibt es jemanden der sich damit auskennt, oder Erfahrung hat.

    ich könnt noch Fotos der Platinen und kabel stellen, wenn's gewünscht ist :)


    p.s. Nein ich will die nicht zurückschicken oder Umtauschen (Zumal ich sie ja schon aufgeschraubt hab).. Ich würde gerne selbst (und/oder mit Hilfe) versuchen den Lautsprecher zu reparieren.

    Bis dahin erstmal danke und alles Gute
    MfG
     
  2. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 16.07.19   #2
    Ohne Fotos ist das alles nur Raterei.
     
  3. Stollenfiddler

    Stollenfiddler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.07.19   #3
    Ein/Aus Schalter kaputt? Netzkabel kaputt? Kabelbruch zwischen Netzsteckerbuchse und Trafo?
     
  4. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 16.07.19   #4
    Hallo,
    hast Du die Sicherung geprüft und wie oder hast Du eine neue eingesetzt?

    Bei reiner Sichtprüfung: Manchmal trügt der Schein ... ;)

    Gruß Ulrich
     
  5. ArKa_47

    ArKa_47 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.19   #5
    Nachdem ich hier wohl, keine Bilder hochladen kann, hab ich es über einen externen Dienst versucht:
    https://ibb.co/MkLwSV7
    https://ibb.co/G5vFmYN
    https://ibb.co/s6YbRwb
    https://ibb.co/Lvr6Ndp
    https://ibb.co/9n2WthH
    https://ibb.co/bgRJmVn
    https://ibb.co/whC4v8z
    https://ibb.co/PNxq7Pf
    https://ibb.co/5LtsYb1
    https://ibb.co/m4ZFFpg
    https://ibb.co/4mxQN1m
    https://ibb.co/pZVScwx
    https://ibb.co/Bg3ndvc

    Der Netzschalter ist in Ordnung, wenn er aus ist liegt auch auf L und N1 keine spannung an

    MfG
    --- Beiträge zusammengefasst, 16.07.19, Datum Originalbeitrag: 16.07.19 ---
    Hab die Feinsicherung rausgenommen und mit dem Multimeter den Durchgang geprüft, es piept , also ist alles okay. An den Leitern L und N liegen ja auch 230V ~ beim, Einschalten an ;) also is da alles okay

    MfG
     
  6. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.07.19   #6
    Vorweg:

    Wenn du @ArKa_47 nicht über eingehende Erfahrung mit Netzspannung führenden Schaltungen und mindestens über einen Trenntrafo verfügst würde ich dir dringend abraten, selber weiter an der Box zu messen und zu arbeiten! Sonst könnte dieser erste Thread von dir in diesem Forum eventuell auch dein letzter gewesen sein.

    Noch etwas: ist auf der Box keine Garantie mehr? Normalerweise würde ich sie einschicken, wenn noch Garantie darauf ist.
    Allerdings wird sich keiner die Mühe machen, so eine billig-Box zu reparieren, man bekommt eine neue und die alte landet im Elektroschrott. Für den Kunden ist das ja egal, für die Umwelt allerdings weniger.

    Der Platinenteil, den du rückseitig mit "Verstärkung" markiert hast, ist in Wirklichkeit das Netzteil, genauer, zwei Netzteile. Der Verstärker-Teil ist von dieser Seite gesehen der rechte Platinenbereich (dort, wo die integrierten Amp-IC´s montiert sind, die du auch korrekt als solche bezeichnet hast).
    Über dem Aufdruck "ROHS" sieht man die zwei Spannungsregler-IC´s für die positive und negative Spannung der eigentlichen Schaltung. Soweit ich erkennen kann, handelt es sich hier um ´klassische´ lineare Netzteilschaltungen.
    Der Schaltungsteil, in den der von dir mit L/N1/230V bezeichnete Stecker geht, ist ein kleines Hilfsnetzteil für die Stand-By-Funktion. Dieses könnte ein kleines Schaltnetzteil für geringen Strombedarf sein, da man zwei kleine Trafos erkennen kann (bzw. eine Siebdrossel - mit Kupferlitze - und einen Trafo - gelb). Im Bild "m4ZFFpg" sieht man rechts unten unter dem kleinen gelben Trafo ein Bauteil, das ein Schalttransistor sein könnte wie man ihn in Schaltnetzteilen findet. Das Hochspannungssymbol ganz unten rechts deutet auch auf ein Schaltnetzteil hin.

    Wie die Stand-By-Funktion ausgelöst wird, z.B. ob ein Eingangssignal anliegt oder längere Zeit nicht, steht sicher in der Gebrauchsanweisung, das kann ich der Schaltung nicht entnehmen. In jedem Fall wird der eigentliche Verstärker über das Relais eingeschaltet, das die 230V-Phase (bzw. L1) auf die Anschlussklemme L(2) aufschaltet, dann liegt die Netzspannung am eigentlichen ´dicken´ Trafo an.

    Da das Relais nicht schaltet, würde ich den Fehler im Hilfsnetzteil suchen, zumal solche absoluten billig-Netzteilschaltungen (man beachte den Komplettpreis für zwei Boxen von nur 169,- €!) gerne störanfällig sind.
    Die Fehlersuche auch in einfachen Schaltnetzteilen kann leider etwas zeitaufwändig sein und wegen der hohen Spannungen hinter der Siebdrossel am Schaltransistor ist die Arbeit daran nicht ungefährlich (zusätzlich zur eingangs erwähnten Problematik mit der anliegenden Netzspannnung!)

    Wenn ein Einschicken jetzt nicht mehr möglich und das Hilfsnetzteil zu aufwändig zu reparieren ist, könnte ich mir vorstellen, das Hilfsnetzteil einfach still zu legen. Da man die Box über den Netzschalter sowieso komplett abschalten kann, erschließt sich mir die Stand-By-Funktion sowieso nicht wirklich. Der Stecker "L/N1" bleibt einfach abgezogen (gut isolieren mit Schrumpfschlauch) und der Stecker "L(2)" wird direkt am Netzschalter angeschlossen (so ließe sich auch prüfen, ob die Verstärkerschaltung selber noch funktioniert).

    Aber noch einmal die Bitte: Arbeiten dieser Art nur machen, wenn jegliche Sicherheitsaspekte zu 100% gewährleistet sind !!!
     
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  7. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.19   #7
    Strom macht klein, schwarz und hässlich.
     
  8. ArKa_47

    ArKa_47 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.19   #8
    Erstmal ein dickes Danke! an dich. Ich hab schon fast befürchtet, dass es hier keinen gibt, der sich etwas oder gut damit auskennt.
    Ich bin zwa nur quasi im ersten Semester E-Technik Student, aber finde es interessant, mal sowas vielleicht selbst anzuschauen.
    Wenn ich etwas messen will, werde ich NUR für den Zeitpunkt der Messung (falls nötig) die Spannung anlegen.

    Ich bin da sehr vorsichtig, was hohe Wechselspannungen angeht.
    Eigentlich hätte ich eher gedacht, dass vlt ganz am Anfang etwas kaputt ist wie z.B Sicherung, Elkos oder so.
    Da da das augenscheinlich nicht der Fall ist, wurde ich etwas neugieriger.
    Die Box ist für mich erstmal schrott. Wenn ich sie hinbekomme, okay. und wenn ich sie richtig schrotte.. auch okay xD (Die Lautsprecher lasse ich derzeit abgeschlossen)
    Ich guck mir alles, was du geschrieben hast, nochmal an (spannungslos ;)

    Dieses ganze Gummikleber-Schmiere-Zeug.. ist das zum Schutz, dass niemand daran rumbastelt, oder vonwegen Garantie? .. zwei Schrauben zum lösen des großen Trafos waren am Gewinde mit Gummiezeugs eingeschmiert, dass ich 40 Min. gebraucht habe um sie rauszuschrauben. Ich finde es schade, dass wir vieles wegschmeissen müssen, um dann neue Ware zu kaufen. Bei 2€ Kopfhörern mit Kabelbruch finde ich das ja noch verständlich, aber bei solchen Boxen nicht mehr so. (Meine Meinung)

    Dennoch und nochmal ein Danke von mir ;)


    Mit freundlichem Gruß

    P.S 169€?! wow .. vor 3 Jahren habe ich noch ca 300€ gezahlt
    also 85€ / Box ... vlt kauf ich mir ne neue, bei dem Preis.
     
  9. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.07.19   #9
    Die Klebemasse ist zur Sicherung von Schrauben und Bauteilen gedacht. Immerhin sind diese China-Teile einige Wochen auf dem Seeweg im Container unterwegs und überhaupt längere Zeit ´auf Achse´ bis sie beim Kunden sind.
    Ich habe da schon viel schlimmere Klebe-Orgien gesehen. An sich geht das Zeugs aber meistens ganz gut ab und schränkt die Wartungsfreundlichkeit nicht allzusehr ein.

    Bei den Schaltnetzteilen gehen neben den Schalttransistoren schon mal gerne die thermisch höher belasteten Widerstände kaputt (die dickeren). Zum Messen, ob der Transistor schaltet und wenn ja, ob die Frequenz stimmt, ist ein Oszilloskop hilfreich, wobei man immer aufpassen muss, mit der Masse des Oszilloskops, die direkt am Schutzleiter anliegt, keine Kurzschlüsse zu produzieren - daher der Tipp mit dem Trenntrafo, an den man die zu messende Schaltung anschließt.

    Ansonsten bei Messungen anliegender Netzspannungen bei beweglichen Verbrauchern immer ein Multimeter mit mindestens der Kategorie Cat II / 600 Volt nehmen.

    Wenn man ein baugleiches zweites Gerät hat, das funktioniert, was hier ja gegeben ist, dann kann man durch vergleichende Messungen beider Geräte den Fehler ganz gut eingrenzen, vor allem, wenn man keinen Schalt-/Serviceplan hat.

    Ich drücke jedenfalls die Daumen!
     
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  10. ArKa_47

    ArKa_47 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.19   #10
    Kleines Update:
    LoboMix hat mit seiner Einschätzung richtig gelegen ;)

    Nachdem Ich den Trafo direkt mit den 2x16V~ an die Platine gesteckt habe (und den L mit L(2) kurzgeschlossen[Ohne Platinenkontakt]) , gab es keine Spannung zwischen den Polen der Front-LED (Ich war etwas enttäuscht).
    Ich konnte am Trafo tatsächlich 16.5V~ gegen Masse messen.
    Zum testen hab ich dennoch ein Signal gegeben und die Lautsprecher angeschlossen..Nach dem Einschalten konnte ich tatsächlich den verstärkten Klang meiner E-Gitarre hören. <3
    Die Front-LED blieb weiterhin aus (hab ich aber kein direktes Problem mit).

    Ich hab den Sound gleich mit der zweiten "heilen" Box getestet und der Sound war dort etwas lauter. Ich denke das hat was mit Resonanzen zu tun, da ich meine zerlegte Box ja noch nicht zusammengeschraubt habe.


    Falls es gut bleibt oder doch schlechter wird, schreibe ich hier nochmal.
    Also, das genaue Problem konnt ich jetzt nichtmehr finden (mit mehr Lust und Zeit vlt. )

    Danke nochmal an LoboMix für den kleinen Einblick in die Logik ;)

    Mit freundlichem Gruß
     
  11. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.07.19   #11
    Bei frei liegenden Lautsprecherchassis ohne Gehäuse findet ein sog. "akustischer Kurzschluss" zwischen dem vorder- und rückseitig abgestrahlten Schall statt, wobei die Frequenzen, deren Wellenlänge größer ist als der Durchmesser des Lautsprechers bedämpft bzw. ausgelöscht werden. Deshalb klingen Lautsprecher ohne Gehäuse immer dünn und eher leise.

    Die LED wird offensichtlich vom Hilfsnetzteil versorgt. Man könnte aber die LED direkt an eines der 16-Volt-Rails anschließen, bei einer Standard-LED mit 3,6 V über einen Vorwiderstand von 680R (wenn sie dann zu hell sein sollte, einfach einen der nächst höheren Widerstände aus der E24-Reihe nehmen). Dann hätte man wieder eine optische Einschaltkontrolle.
     
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