Monitore: Fragile Aktivmodule, aber genug DSP-Endstufen vorhanden? Bastelzeit!

CarstenO
CarstenO
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
06.02.26
Registriert
07.01.19
Beiträge
571
Kekse
5.312
Ort
Niederrhein
Hallo zusammen,

auf dem Markt befinden sich unter verschiedenen Markennamen einander sehr ähnliche Monitorboxen, die es über die Produktionsdauer sowohl in aktiver, als auch in passiver Ausführung gab. Die Rede ist von
Den größten Unterschied machen der the box Pro Mon P10 und der Proel WD10P, die einen kleineren Hochtontreiber mit einer 1-Zoll-Schwingspule haben, während alle anderen Modelle einen 1-Zoll-Treiber mit 1,35-Zoll-Schwingspule haben. Die mir wichtigste Gemeinsamkeit ist der seitliche Ausschnitt, in dem das Anschlusspanel, bzw. das Bedienpanel eingelassen ist. Das ist bei den passiven und aktiven Modellen gleich groß.

Warum ist mir das wichtig?

Die verbauten Lautsprecherchassis haben sich bei mir und anderen Nutzern hier in der Region als robust erwiesen. Die Aktivmodule eher nicht. Nach dem x-ten Austausch der Aktivmodule sinken Vertrauen und Kontostand. Beim Umbau auf eine passive Box (mit eigens entwickelter passiver Frequenzweiche oder als reine „Bi-Amp“-Box) muss ein anderes Anschlussterminal hinein. Thomann bietet als Ersatzteil ein passendes Speakon-Anschlussterminal an. Andere am Zubehörmarkt verfügbare Anschlussterminals haben andere Abmessungen und erforderten Holzarbeiten.

Das Vorhaben.

Ein Umbau einer ehemals aktiven auf eine passive Box mit eingebauter Passivweiche aus den o.g. Baureihen scheidet für mich jedoch aus, weil die Aktivversionen mit 4-Ohm-Chassis bestückt sind. Die als Ersatzteile verfügbaren Passivweichen (Omnitronic Restbestände, The box auf Nachfrage) sind auf die 8-Ohm-Chassis der jeweiligen Passivversionen ausgelegt. Für eine Entwicklung einer Passivweiche fehlen mir Know-How und Equipment.

An welchem Equipment es mir nicht mangelt sind DSP-Endstufen. Und darauf basiert meine Bastelzeit. Ich baue die Boxen zu passiv im Bi-Amping betriebene Boxen um. Praktisch werden nicht mehr Netz- und Mikrofonkabel zum Betrieb verwendet, sondern eine vieradrige Lautsprecherleitung pro Box.

Zwei Aktivmonitore Omnitronic KM 110 A erhalten das Speakon-Anschlussterminal von the box Pro Mon. Aus Sicherheitsgründen wird der Tieftöner an 1+/1- und der Hochtöner an 2+/2- angeschlossen. So würde bei einem Fehlanschluss mit zweipoligem LS-Kabel nur der Tieftöner angesteuert und der Hochtöner stumm bleiben. In meinem Aufbau wird der Hochtöner nämlich nicht durch passive Elemente geschützt, da beide Chassis der Box direkt an einer Endstufe hängen.

Als Endstufen verwende ich für dieses Vorhaben eine QSC PLD 4.2 und eine Crown XTi 2002. Da die QSC PLD 4.2 weniger Equalizerbänder (5 vs insgesamt 16 pro Chassis inkl. Shelves) als die Crown bietet, muss das Ganze mit maximal 5 Korrekturen jeweils für Tieftöner und Hochtöner auskommen. Für den Tieftöner steht ein Endstufenkanal zur Verfügung, der einen Hochpassfilter bei 80 Hz (BW 48 dB) und zu Beginn einen Tiefpassfilter bei 3 kHz (BW 24 dB) nebst Limiter auf 150 Watt erhält. Für den Hochtöner setze ich zu Beginn einen Hochpassfilter bei 3 kHz (BW 24 dB), sowie einen Limiter auf 25 Watt im weiteren Endstufenkanal. 3 kHz sollten eine Trennfrequenz sein, die ein Treiber mit einer 1,35-Zoll-Schwingspule schon schafft und für einen 10-Zoll-Tieftöner noch unterhalb seiner kritischen Grenze liegt. Mit Rosa Rauschen werde ich nach Gehör Tief- und Hochtonweg auf etwa gleichen Pegel bringen. So der Plan, um dem Vorhaben erste Töne zu entlocken.

Was kann sich mir bis dahin in den Weg stellen?

Die Anschlussterminals wären unverhältnismäßig teuer. Dann käme anstelle des Terminals ein passendes Holzbrett mit einer Speakonbuchse hinein.

So weit von mir bis hierher, weiter geht`s, sobald der Zugang zur Box gelegt ist.

Carsten
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben