..an das Teil noch etwas spezifizieren. Dann kann man Dir noch leichter Tipps geben?
Der Motif XS ist für mich die "musikalischste" der 3 großen Workstations.
Der Vorteil: Hervorragende Akustiksounds, die sehr gut programmiert sind und sofort spielbar sind. Ferner gibt es 8x2 Inserts + 16 EQs, die dafür sorgen, dass man sich beim Erstellen von Kombinationen keine Gedanken um die Effekte machen muss und kaum etwas manuell zuweisen muss. Das Piano ist hervorragend und benötigt wahrscheinlich keine Erweiterung von KSOUNDS. Ich hatte für meinen Motif ES damals ein 128 MB-Piano (oder noch größer) von KSOUNDS bestellt und anschließen, doch lieber die internen Sounds oder das kostenlose 16MB Sample von
Yamaha* gespielt.
Zum Nachteil: Ich persönlich finde die Synthsounds etwas weniger lebendig als bei Korg und Roland - aber das ist oft Geschmackssache. Leider kann man den XS nicht mehr mit einem Expansion-Board erweitern, wie der Vorgänger.
In Summe ist es aber ein tolles Board, dass sich kaum Schwächen leistet.
Zum M3: Die expanded Version wurde in den akustischen Klängen deutlich aufgewertet und er hat für meinen Geschmack bessere Synthsounds als
Yamaha*. Mit dem Radias-Board knallt es richtig. Mich persönlich stört jedoch die Begrenzung auf 5 Insert-Effekte, was immer zu einem Mehraufwand bei der Erstellung von Kombinationen führt. ´Die Karmafunktion und die internen Kombinationen sind sehr inspirierend.
Zum Fantom G:
Für meinen Geschmack hervorragende Synthsounds und ordentliche Akustiksounds.
Allerdings sind die Orgeln und die Bläser grottig, was man aber bei den Bläsern mit der hervorragenden aber teueren Erweiterung ARX03 ändern kann.
Ferner zeigen die Werksounds nicht, was das Teil kann. Die Klänge sind zum Teil einfach nicht fertig programmiert - Controller sind nicht zugewiesen usw.
Der Sampler ist im Moment fast nicht zu gebrauchen, da man ohne teuere Zusatzsoftware keine Multisamples in sein eigenes Projekt laden kann. Er kann seine eigenen Multisamples nicht in ein Projekt laden!
Es gibt 16 Insert-Effekte, von denen man jedoch keine 2 hintereinanderschalten kann. Dennoch sind 16 Inserts ordentlich. Besser als beim M3 aber schlechter als beim Motif XS, der das mit 8x2 Inserts besser gelöst hat. Die Parts in der Kombination haben keinen EQ wie Motif und M3 - es sei denn man missbraucht den Insert-Effekt.
Der größte Haken im Moment ist, dass man den Klang nicht fertig spielbar speichern kann. Tempo und der Part, der controlled werden soll müssen IMMER nach jedem Klangwechsel neu ausgewählt werden. Das ist live sehr ärgerlich.
In Summe ein ordentliches Teil - ich warte allerdings immer noch auf wichtige Bugfixes.
Ich kann hier die meisten Schwächen nennen, weil ich das Teil intensiv nutze. Korg kann also froh sein, dass ich den M3 nich habe ;-)
Gut Musik machen kann man wie gesagt mit allen 3 Teilen - aber abhängig von den eigenen Vorlieben könnte die Entscheidung anders ausfallen.
Zum Beispiel:
Livemusiker, der viel akustische Sounds benötigt => Motif XS
Livemusiker, der gerne schraubt, viele synthetische Sounds benötigt und dem Orgelklänge nicht so wichtig sind => Fantom G (nach dem Bugfixing)
Den M3 kann ich noch nicht ganz zuordnen. Ich habe mit dem Vorvorgänger der Triton aber schon ordentlich Live- und Studiomusik machen können.
Dies nur ein paar Entscheidungshilfen.
Viele Grüße
Micha