Motivation um Piano zu spielen

von jjMurx, 21.07.16.

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  1. jjMurx

    jjMurx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #1
    Hiho,

    ich spiele sehr gerne Piano/Klavier (aber auch andere Instrumente wie E-Drum, Gitarre, gelegentlich Akkordeon von meine Vater). Aktuell versuche ich "Vom Blatt spielen" zu lernen/üben. Aber ich habe immer wieder das Problem, dass ich dann aufhöre, weil es nicht so klappt wie ich mir das vorstelle bzw gerne hätte (aber bis jetzt habe ich immer weiter gemacht, auch wenn es zwischen drin dann mal Pausen von bis zu 1-2 Wochen gibt). Ich habe daher mal folgend Frage: Wie kommt ihr über solche Löcher weg? Gibt es andere Ziele als "ich möchte das Stück in der nächste Woche lernen" die die Motivation längerfristig aufrecht halten? Mein Traum wäre es zum Beispiel auch mal Stücke "öffentlich" vorzuführen. Da ich mir alles alleine bei bringen und sonst auch keine Anlauf stelle habe, komm ich halt nicht so weit. Ich nehme mir daher immer wieder vor, Aufnahmen zumachen, auf YT hochzuladen und dann ein Feedback von Leuten zu bekommen. Aber der innere Schweinehund... kennt vielleicht auch der ein oder andere :-)

    Freue mich über jeden Vorschlag/Anregung :-)

    Liebe Grüße!
     
  2. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.07.16   #2
    Die gibt es in der Tat.

    Alle aus zumindest meinem persönlichen Umfeld, die ein Instrument spielen, die haben einfach Freude daran.
    Am SPIELEN direkt. Das heißt, auch am ÜBEN. Und an der Beschäftigung mit Musik im allgemeinen.

    Wie lange es dann gedauert hat, dieses oder jenes Stück zu erlernen, wird dann zur Nebensache.
    Und es entstehen keine Motivationslücken, weil es nichts zu motivieren GIBT. Weil es als eine Belohnung verstanden wird, sich jetzt gerade mit dem Instrument beschäftigen zu dürfen, und nicht als Pflicht oder gar Zwang.

    Thomas
     
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  3. Gast 2351

    Gast 2351 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #3
    Der Weg ist das Ziel...


    (Ich weiß, klingt soooo erbärmlich abgedroschen, aber passt ganz gut, wie ich finde)
     
  4. Klaraklavier

    Klaraklavier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #4
    Ich finde das Spielen sehr entspannend. Vorausgesetzt man kann das betreffende Stück fehler- und ruckelfrei spielen.. Der Weg dahin ist steinig, aber es ist auch ein schöner Ausgleich vom Alltag..

    By the way: In meinem Abiturjahrgang am Gymnasium (ist schon länger her), da war es auffällig, dass jeder der Klavier spielen konnte, ich glaub 8-10 Leute waren das, das diese Personen tatsächlich auch eher die Schlaueren waren.. Ist wirklich so, ich kenne keinen der Klavier spielen kann und eher dumm daherkommt. Das Klavier verknüpft anscheinend irgendwas im Gehirn was sich positiv auf die Leistung auswirkt. Ein toller Nebeneffekt :)

    Grüße,
    Klara
     
  5. Gast 2430

    Gast 2430 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #5
    Bei mir dauert es manchmal Jahre bis ich ein bestimmtes Stück dann wirklich fertig einstudiere. Das Nocturne 48/2 von Chopin habe ich vor 2 Jahren mal im Radio gehört und fand das wunderschön. Ich habe mir dann die Noten vom IMSLP besorgt und habe gemerkt, daß das nicht so einfach ist, und entschied, es lieber doch nicht selbst zu spielen. Vor ein paar Monaten war ich bei einem Klavierkonzert an der Musikhochschule, wo der Professor das Stück als Zugabe gespielt hat, und da war die Motivation wieder da. In den 2 Jahren dazwischen hatte ich unbewußt immer mal wieder über das Stück nachgedacht und immer mehr davon verstanden, so daß der zweite Anlauf nun von Erfolg gekrönt war, jetzt kann ich das Stück. Ich habe dann auch eine Aufnahme aufs IMSLP hochgeladen, weil ich als Amateur ebenfalls keine öffentlichen Auftritte oder Konzerte habe (mal abgesehen vom PianoClub in Hamburg).

    Youtube finde ich weniger gut, da tummeln sich alle möglichen Leute, von denen die wenigsten musikalisch sind, und die Kommentare dort finde ich eher auf einem wenig ansprechenden Niveau. Entweder steht dort nur "So amazing" oder "Great" (selbst wenn es gar nicht "great" ist), oder es gibt unsachliche und demütigende Kommentare (selbst wenn die Darbietung gut ist).

    Auch wollte ich immer mal eine Barcarole spielen, weil ich Venedig so schön finde. Tolle Barcarolen gibt es von Anton Rubinstein, an denen ich aber gescheitert bin. Ich bin halt kein Pianist mit Konzertexamen. Nach ein paar Monaten habe ich dann die Barcarole von Tschaikowski aus den "Jahreszeiten" gehört, und die klang nicht so schwer. Also Noten besorgt, und tatsächlich - jetzt kann ich eine wunderschöne Barcarole spielen.

    Also nicht den schnellen Erfolg erwarten, sondern der Sache Zeit geben. Die Motivation wird dann durch einen bestimmten Anlaß von selbst wieder aufleben.
     
  6. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 21.07.16   #6
    Mir fallen auf die Schnelle zwei Wege ein, die Motivation hoch zu halten:
    1. Gründe eine Band oder tritt einer bei. Kann auch ein Kammermusik-Ensemble sein. Oder begleite eine Sängerin. Gemeinsam etwas zu machen, bringt noch mal einen zusätzlichen Schub.
    2. Nimm Klavierstunden. Die Regelmäßigkeit und der Druck, ein Ergebnis abliefern zu müssen, ist ebenfalls förderlich, weil man überschaubare Wochenziele hat, auf die man hin steuert.
     
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  7. Gast 2351

    Gast 2351 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #7
    Ich denke andersherum.
    Die Doofen fangen erst gar nicht mit dem Klavierspielen an oder geben es schnell wieder auf, weil sie nicht diszipliniert genug sind und keine Ausdauer haben.
     
  8. DonMias

    DonMias Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #8
    Ist "doof" das gleiche wie "dumm"? Hängen Intelligenz, Disziplin und Ausdauer zusammen?
     
  9. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.07.16   #9
    Hoffentlich schaut hier jetzt kein Gitarrist rein ... :embarrassed: :D
     
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  10. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.07.16   #10
    Den Gitarristen ist so eine Diskussion, wie wir sie hier führen, ganz sicher fremd ... weil ein Gitarrist muß nicht zwangsläufig auch Gitarre SPIELEN ... die sind auch gut beschäftigt, wenn sie nur ihr Equipment miteinander vergleichen ... da kommen keinerlei Motivationsprobleme auf ... :)

    Bin selber (auch) Gitarrist ...

    Thomas
     
  11. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.16   #11
    wen interessiert auch das können wenn er einen neuen Röhren Amp hat?:rolleyes:
    Ansonsten, nicht so gehässig.
    Würde man die Gitarre richtig beherrschen, wären wir Gitarristen ein ganzes Orchester ;):D
    Gitarristen sind nicht dumm! E Gitarristen vielleicht, aber der Rest ?:rofl::rofl::rofl:

    Was den Punkt Motivation angeht:
    Eine Band oder einfach ein anderes Instrument hilft, weil du von da an nicht mehr nur für dich übst.

    Auch ein Lehrer kann hilfreich sein, denn das üben wird dann benötigt für eine feste Zielvorgabe.
    Das pusht auch nochmal gewaltig.

    Ansonsten, eigentlich solltest du das Problem gar nicht haben, weil du als Multi instrumentalist eher ein Zeit Management Problem haben solltest;)

    Ach, "mach mal Pause" ist dennoch kein schlechter Rat. Ab und an spielt mal halt 2 Wochen nicht und kommt dann mit einer Riesen Portion Motivation zurück an sein Instrument.
    Und was dir früher die Fingernägel aufrollen ließ, fällt dir dann plötzlich super leicht :)
     
  12. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #12
    das kommt mir bekannt vor, völlig unabhängig vom Instrument... ;)
    (ich neige dabei zu inneren Wutanfällen, die sich in einem körperlich fühlbaren 'Unwohlsein' äussern)
    also habe ich Notation weitestgehend vermieden, bis auf wenige Ausnahmen, und richte mich nur nach der Akkordfolge - was dann oft seeehr eigenwillige Ergebnisse produziert...

    interessanterweise kam der innere Wunsch 'vom Blatt' bzw selbiges als 'nützlich' zu empfinden beim Gesang - da habe ich das erstemal einen echten Bezug herstellen können, der eine gewisse Motivation erzeugt hat - obwohl das sonst überhaupt nicht meine Tasse Tee ist.

    bezogen auf die Gitarre als Begleitinstrument empfinde ich ein vorgegebenes (zB) Arpeggio als Zwang der ganz unangenehmen Art
    die Stimme korrekt auf eine hingeschriebene Melodielinie setzen zu können (hypothetisch) kommt dagegen als Erleichterung an... sehr strange...
    es scheint also etwas mit der inneren Zielsetzung zu tun zu haben, weniger mit einer 'ich muss das jetzt können' pseudo-Motivation...

    vielleicht hast du das Gefühl, die Klavier-Rolle selbst ausfüllen zu können - im übertragenen Sinn - und eben daraus resultiert eine gewisse Aversion
    von mir selbst weiss ich, dass man so eine Haltung auch als Stümper (quasi grössenwahnsinnig) locker aufrecht erhalten kann... :D

    cheers, Tom
     
  13. Yocker

    Yocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #13
    Ich für meinen Teil konzentriere mich selten komplett auf ein Stück, was ich lernen will sondern spiele vor allem worauf ich gerade Lust hab (aus meinem "Repertoire"). Das Stück was ich gerade lerne nimmt da vielleicht 25 oder max. 50% der Zeit ein, und ja, wenn man gerade keine Lust hat einfach sein lassen, wenn das Spielen aus nem Zwang heraus ist ist das auch nicht der Sinn der Sache
    Ein Lehrer kann auch nicht falsch sein, nicht damit man die Sachen die man auf dem Notenblatt hat bzw. von denen man prinzipiell weiß wie man's macht schneller lernt sondern vor allem da er einem die Dinge aufzeigen kann, die man selbst gar nicht im Blick hat. Ich hatte z.B. in meinem ersten Unterrichtsjahr mal die Situation dass ich mit mir ganz zufrieden war weil ich das Stück einigermaßen wie es auf dem Blatt stand spielen konnte, und dann sagt mein Lehrer auf einmal "So, jetzt spiel das ganze mal mit etwas Gefühl" ;) (Dynamik). Unter Umständen findet man ja auch jemanden, wo man sich nach Bedarf einzelne Stunden nehmen kann.
    Das Spielen vom Blatt ist auch nicht so meine Sache, auch wenn ich es oft versucht habe - vielleicht ähnlich wie du. Bei mir ist es meist so dass ich dann wenn ich ein (anspruchsvolles) Stück spielen kann die Noten eh nicht mir brauche weil ich es dann eh auswendig spiele.
     
  14. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.16   #14
    Mit anderen zusammen Musik zu machen ist die grösste Motovation. Dadurch kann man auch sehr schnell fortschritte machen.

    Ich hab selber früher in einer Band Keyboard gespeilt. in der Zeit konnte ich mich am meisten weiterentwickeln und hatte am meisten Spass am üben.
     
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