probleme mit auswendig lernen

von oskopik, 03.10.16.

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Casio
  1. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.16   #1
    Hallo Piano Kollegen und Innen,

    ich habe relativ grosse Probleme mit dem auswendiglernen von schwierigeren Stücken.

    War eigentlich nie ein guter ausweniglernen sondern immer eher der typ der die dinge verstehen musste um sie sich zu merken.

    Beim piano ist das halt oft problematisch. Manchmal wünsche ich mir einfach das ich mir schneller dinge merke. Ich brauche teilweise wochen oder monate um ein stück dann auswenig zu können. Es gibt leute die machen sowas in paar tagen.

    Das zwingt mich fast immer dazu die stücke dann vom blatt zu spielen bzw. nur spielen zu können wenn ich die noten auch vor mir habe und das wiederum blockiert mich natürlich auch teilweise.

    Manchmal ist das auch sehr frustrieren wenn man für vier takte einige Tage braucht um sie sich dann letztendlich zu merken.

    Wer kennt dieses Problem noch und wie kann man das am besten meistern?

    Also welche techniken kann man anwenden um sich die sachen schneller zu merken bzw wie macht ihr das so?

    danke für tips und schönen tag noch.
     
  2. DonMias

    DonMias Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.16   #2
    Ist das so? Mir hilft es, wenn ich im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten versuche, das Stück zu verstehen. Ich suche nach für mich erkennbaren Strukturen (Akkorde, Läufe, Wiederholungen etc) und versuche dann eben, mir nicht Einzelnoten zu merken, sondern die ganze Struktur oder eben die kleinen aber feinen Unterschiede, wenn sich Strukturen fast identisch wiederholen. Das klapp mal besser und mal weniger gut, aber es hilft mir ein wenig.

    Das Erkennen der Strukturen kommt dabei oft erst beim Üben. Viele Strukturen erschließen sich mir einfach noch nicht durch reines Notenstudium.

    Was mir ebenfalls hilft, ist eine Klangvorstellung zu haben. So lange ich die nicht gebildet habe, habe ich keine Chance. Was ich nicht (mental) singen kann, kann ich nicht spielen. Dass ich nicht singen kann, stört dabei wenig bis gar nicht. Es muss nur in meinem Kopf stimmen. Das muss ich dann "nur noch" in die Tasten übertragen. *hüstel*
     
  3. oskopik

    oskopik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.16   #3
    Ja bei mir ist das so denn obwohl ich ein stück vorher meist einer kompletten analyse unterziehe fällt mir das auswengiglernen trotzdem immer noch schwer.

    Klar versuche ich auch nicht note für note auswendig zu lernen. Ich bin auch kein anfänger mehr. Spiel seid ca. 10 jahren klavier.

    Es ist eher so das ich mir die sachen einfach nicht merken kann. Genauso wie ich mir zb. namen sehr schlecht merken kann. Ist einfach eine Gehirnspezifische sache.

    Dafür kann ich mir melodien zB. innerhalb von sekunden merken und nachsingen.
     
  4. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.16   #4
    Das ist doch ein ganz normales Tempo, beim Auswendig lernen. Bei leichten bis normal schweren Stücken.

    Du spricht hier aber sogar von schwierigen Stücken. Die Zeit brauche ich bei schwierigen Stücken doch schon, um sie einigermaßen durch spielen zu können, aber bestimmt noch nicht auswendig.

    :eek: ne, sorry, ... schwierige Stücke in ein paar Tage auswendig lernen???.... *hust Aber DAS glaube ich erst, wenn mir das jemand vormacht und dann, wäre derjenige sicherlich die Ausnahme und nicht die Regel.


    Ich glaube dir gerne, das dir dein eigenes Tempo zu langsam ist. Das dürfte aber mehr mit Ungeduld zu tun haben, als mit einem zu langsamen Tempo. ;)

    Lg, TaTu
     
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  5. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 04.10.16   #5
    Gedächtnis ist eine besondere begabung und kann nur in grenzen trainiert werden. Die reisenden klaviervirtuosen hatten meist nur ein kleines répertoire. Wer vieles spielen will, braucht sein gedächtnis nicht zu belasten, und wo das klavier bei theaterproben als orchester-ersatz dient, erwartet niemand, dass man alle klavierauszüge im kopf hat.
    Ich habe peinliche situationen erlebt, wo einen solisten das gedächtnis verließ. Aber ein teil des publikums bewundert eher das gedächtnis als die präzise, künstlerische leistung.
    Zu wettbewerben gehören "pflichtstücke", und wenn die absolviert sind, kann das klavier sie auswendig, wenn man Berlioz glauben kann.
     
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