Multieffekt für jungen Gitarrenanfänger

  • Ersteller Ersteller oobboo
  • Erstellt am Erstellt am
oobboo

oobboo

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
22.07.26
Registriert
15.01.15
Beiträge
813
Kekse
3.694
Liebes Musiker-Board,

angelehnt an meinen Gitarrenberatungsthread für meinen kleinen Neffen, suche ich für ihn ein Multieffektgerät. Mir wurde eine Squier Strat und ein kleiner Crate-Übungsverstärker geschenkt. Cool! Aber rocken kann man damit noch nicht. Ich hätte auch einen Verstärker kaufen können, glaube aber, dass das Multieffekt sinnvoller ist.
Einige werden sagen, dass das für einen so jungen Anfänger Overkill ist, aber Musik ist seit er wenige Jahre alt war, seine Passion. Er beschäftigt sich den ganzen Tag mich nichts anderem als Alben der letzten 30 Jahre durchzuhören (oder mit Minecraft :ROFLMAO:). Er ist aktuell auf einem absoluten Rock- und Metaltripp (ganz klassisch Metallica).

Jetzt bin ich mir nicht sicher, was für ihn Frage kommt. Am besten ein Multieffekt, das keine großen Menüunterstrukturen hat.

Mir kommen in den Sinn:
  • Ein gebrauchtes Boss ME80 für ca 120€, Vorteil: Kein Menü, alle Parameter direkt zugreifbar, viele Soundmöglichkeiten, Looperfunktion (je früher desto besser)
  • Ein gebrauchtes TC Nova System für ca 120€, Vorteil: Vielleicht besserer Sound? Großer Nachteil: Deutlich mehr Menügefrickel, kein Looper
  • Ein gebrauchtes Mooer Black Truck für ca 120€, Vorteil: Voll auf Rock- und Metal ausgelegt, das neuste Gerät Nachteil: Weniger Möglichkeiten, kein Looper

Ihr seht, eigentlich ist das eher eine Abfrage zum Boss ME80. Das ist doch ganz vernünftig, oder? Damit kriegt er aus dem kleinen Crate erstmal einen okayen Zerrsound, er kann auch mal über Kopfhörer spielen) und dann kann man irgendwann schauen, dass man ihm einen bandtauglichen Amp zu gegebener Zeit kauft. Klar, der Boss Katana ist die eierlegende Wollmilchsau, aber ich persönlich mag den Sound nicht so gern und finde die Programmiererei eher nervig. Und wie cool ist es, wenn er direkt einen Looper hat?

Danke euch :)
 

Ich kann dir nicht weiterhelfen, aber ich glaube @Oliver Revilo kann da was zu sagen !

😉
 
:unsure: meinst du das ernst mit dem Crate GT15R und einem Multieffekt wie Boss ME 80?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

  • Ersteller
  • #4
Bin mit meinem Axe FX gerade ohne Boxensimulation reingegangen und es hat geklappt, warum denn nicht? Im Endeffekt ist es ja dann nur der Lautmacher für das Multieffektgerät. Es klang natürlich viel besser als der Verstärker ohne alles.
 
Ein gebrauchtes Boss ME80 für ca 120€, Vorteil: Kein Menü, alle Parameter direkt zugreifbar, viele Soundmöglichkeiten, Looperfunktion (je früher desto besser)
Ich würde noch 30 Euro drauflegen und ein BOSS GT-10 nehmen, vor allem, weil das ME80 doch schon sehr alte Technik ist und das GT-10 wirklich sehr viel mehr bietet. Es gibt eine ganze Reihe damals zeitgenössische Pendants zum GT-10 von anderen Herstellern, aber das Vergleichen von Details ufert aus und führt zu keinem klaren Ergebnis.

eher eine Abfrage zum Boss ME80. Das ist doch ganz vernünftig, oder? Damit kriegt er aus dem kleinen Crate erstmal einen okayen Zerrsound
Zerrsound ist nur eine Funktion eines Multieffekts und es ich wichtig, auch andere Effekte (in Vorlagen) zu erkennen und verwenden zu lernen, was ja gerade der Vorteil von einem All-in-One-Gerät ist. Womöglich ist die Blickweise doch sehr eindimensional.

:unsure: meinst du das ernst mit dem Crate GT15R und einem Multieffekt wie Boss ME 80?
Mein Gott, den Crate haben sie halt nun mal und er dient zeitweise zum "Lautmachen", da ja auch über Kopfhörer vom Multieffekt weg gespielt werden soll. Ob und wann der Crate eventuell ersetzt wird, kann man dann ja sehen und hängt sicher von der Entwicklung des Buben ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Das Geld würde ich lieber in einen besseren gebrauchten Verstärker investieren und den Crate für 20,- verkaufen. Und du schreibst ja, es ist für deinen 9-jährigen als Anfänger und nicht für dich selbst. Was will und braucht er denn?
 
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was für ihn Frage kommt. Am besten ein Multieffekt, das keine großen Menüunterstrukturen hat.
Wenn der Bengel sich den ganzen Tag mit Musik beschäftigt, wird er sich in seinem Alter auch in Menüstrukturen Eindenken können..
 
Blöde Frage: Laut dem anderen Thread hört Dein Neffe

sich seit er sehr klein ist durch alle Ären der Rock- und Metalgeschichte durch, spielt seit 4 Jahren schon Schlagzeug und ist mittlerweile sogar in einer Band seiner Musikschule. Aktuell interessiert ihn die E-Gitarre sehr

Ich frage mich gerade, ob so eine EierlegendeWollmilchsau wie z.B. das Boss ME80 für einen Anfänger nicht zuviel wäre? Sind denn die Sachen aus der "Rock- und Metalgeschichte", die Dein Neffe richtig toll findet und am liebsten spielen können würde, mit solchen Effekten auf der Gitarre? Oder könnte ihm vielleicht eine gute Ampsimulation oder ein analoges Amp-Pedal mehr bringen?

(Geht mich ja eigentlich gar nichts an. Nur zur Erklärung der Hintergrund: In unserem Umfeld gab es jemanden, der hatte einen gelben Ibanez* Flanger, wohl den den FL-301. Den Sound fand ich als Bass-Einsteiger toll und irgendwann hatte ich auch einen. Damit hab' ich eine zeitlang herumprobiert, schnell das Interesse daran verloren, Jahre später in Slap-Zeiten nochmal getestet, aber die meiste Zeit nicht benutzt. In der Metal-Zeit hatte ich für die Egitarre ein Zoom* Bodengerät im ca. DIN A4 Format. Von den Effekten habe ich wohl nur den Hall benutzt und ansonsten wie blöd und vergeblich versucht dem Amp-Sound unseres Gitarristen nahe zu kommen. Also irgendwie können auf Manche vielleicht all die Effekte nicht inspirierend - oder sogar verzettelnd - wirken und diese brauchen nur ein paar wirklich gute Amp-Sounds. Was, falls es für Deinen Neffen auch so wäre?)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Moin.
Einen Flanger, der wirklich nur eine Sache "kann" mit einem Multieffekt zu vergleichen macht hier gar keinen Sinn. Im Gegensatz zum Flanger kann man im Multi alles aus oder einschalten, wenn (falls) nur Zerre gewünscht, gibt es halt nur Zerre usw. Ich glaube egal welches Multi man dem Jungen hinstellt, hat der sich da schneller eingefummelt und bekommt gute Ergebnisse aus der Kombi mit dem Crate als wir (vorsichtig mal ü40 jährigen)...da spielt natürlich die Erwartungshaltung und Erfahrung mit. Diese Multis gibt's in neu für um die 100€, da würde ich mir kein altes Boss, Nova oder so für 120€ holen.
Der nächste bitte...
 
  • #10
Wenn es mein Kind oder Neffe oder ich selbst wäre, würde ich die € 120 auf die hohe Kante legen und später (oder besser gleich jetzt) in einen Verstärker mit zwei, drei vernünftigen Sounds investieren. Effekte sind toll aber am Anfang unnötig, ein guter Grundsound ist wichtig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #11
Bei dem Interesse eines Kindes auf Zukunft zu setzen, macht wenig Sinn. Begeisterung will sich jetzt entfalten und nicht in ein paar Jahren - wer weiß, was dann ist. Das gleiche gilt für sounds: Wenn er jetzt auf Rock und Metal abfährt, will er jetzt den Rock- und Metalsound haben. Und damit hat er absolut recht. Wenn er Feuer fängt, fängt er Feuer. Wenn nicht, dann nicht. So einfach ist das.

Der Sound muss nicht auf Knopfdruck kommen, sollte aber auch nicht allzuviel Tüfteln erfordern. Gebraucht kaufen. Die Boss-Sounds halte ich für wirklich vernünftig - was nicht gegen andere Geräte spricht: die gefragten Rock- und Metalsounds sollten die alle recht gut rüberbringen: es geht um einen Einstieg mit hohem Faktor Bock. Looper erhöht auch den Bock-Faktor, weil man eben Akkorde drunterlegen kann, was einfach mehr Spaß macht und mächtiger klingt.

x-Riff
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 7 Benutzer
  • #12
Ich habe mir mit Glück das

Harley Benton DNAfx GiT Core für 79.-​

holen können und bin mit Sound und Bedienung ganz zufrieden.........
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #13
Das Boss ME80 ist sehr übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Der Sound ist absolut brauchbar, eben auch ohne viel Gefrickel an Hoch-/Tief-Pass und IRs. Dennoch ist alles drin, was man als Gitarrist kennen sollte. Mit etwas Erklärungsbeistand, ist man da auch nicht überfordert.
Der Übungsverstärker wäre hier der soundlimitierende Faktor , aber es geht doch darum, vernünftig Gitarre zu lernen und nicht darum ein Album aufzunehmen.
Das ist eine Zusammenstellung, die für den Einstieg IMO allemal ausreichend Potential hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 6 Benutzer
  • #14
Einen Flanger, der wirklich nur eine Sache "kann" mit einem Multieffekt zu vergleichen macht hier gar keinen Sinn.
Meine Aussage war, dass ich das Interesse an einem Effekt schnell verlor. Und dass sich diese Erfahrung mit dem Bodentreter Multieffekt(!) wiederholte.

die gefragten Rock- und Metalsounds sollten die alle recht gut rüberbringen
Kann ich nicht bestätigen. Ich habe bei einigen der ME80 Klangbeispiele in U2B Videos auf Anhieb gedacht "das knallt nicht". Es gibt meiner Meinung nach nicht *die* gefragten Rock- und Metalsounds. Zum Einen sind beide Genres schon sehr unterschiedlich und zum Anderen ist jedes Genre in sich viel zu detailliert ausdifferenziert. Zum Beispiel haben Dream Theatre ganz andere Gitarrensounds als Prong. Und Jimmy Page klingt ganz anders als die Gitarren bei Revolverheld.

es geht um einen Einstieg mit hohem Faktor Bock
Ja, dem stimme ich 100%ig zu. Deswegen meine Frage nach den
Sachen aus der "Rock- und Metalgeschichte", die Dein Neffe richtig toll findet und am liebsten spielen können würde

Bei dem Interesse eines Kindes auf Zukunft zu setzen, macht wenig Sinn.
;-) ... stimmt vielleicht auch. Landet wahrscheinlich sowieso irgendwann in der Ecke und dann kommt was anderes. Insofern ist das *Was* vielleicht gar nicht so wichtig, sondern dass überhaupt erstmal erste Erfahrungen gesammelt werden können. Andererseits war das schon ein ziemlicher Kick, als ich damals meinen ersten richtigen Amp bekam (ein gebrauchter mehrkanaliger Hohner Röhrencombo/-orgelverstärker, 2x12" oder 2x10" - immerhin hatte unser Musikladen nicht gar nichts, sondern jedenfalls sowas bei sich rumstehen). *Das* war der Turbo, nicht irgendein Effekt. Damit konnten wir, ich mit meinem Bass und auch ein Gitarrist gleichzeitig verstärkt richtig lauten Sound machen, also was wir dafür hielten. Ich weiß ja nicht wie's jetzt ist, würde aber vermuten, dass gerade dieses Erlebnis immer noch wichtig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #15
Ich finde das ME-80 voll okay!
Klar würde ein Kind Menues auch checken aber die Knöpfe für jeden Effekt einzeln laden viel besser zum Ausprobieren und Rumspielen ein. Gerade weil der Crate nicht der Burner ist muss das Multi auch nicht "Gourmet-Anssprüche" erfüllen. Und eigentlich sind ja nur die Amp-Sims der Schwachpunkt im Vergleich zu neueren Geräten, die Effekte sind echt ordentlich!
In einer Schulband kann man damit in die PA gehen, zu Hause ohne Amp mit Kopfhörern üben, an einem später besseren Amp kann man es in den Loop hängen.
Ich hatte das ME-80 selbst und hatte jahrelang riesig Spaß damit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #16
+1 für das ME-80. Für 120€ sowieso!
Looper erhöht auch den Bock-Faktor, weil man eben Akkorde drunterlegen kann, was einfach mehr Spaß macht und mächtiger klingt.
Alternativ erhöht auch der Freeze-Effekt den Bock-Faktor schon ganz ordentlich - mit quasi "einem Knopf-, bzw. Pedaldruck". Das überfordert auch einen Neunjährigen nicht. Aux In gibt's auch noch.

Beim Spielen über PA/HiFi ggf. unbedingt an die Sache mit dem (Dummy-) Stecker im Phone Out denken (Cab Sim an/aus)!

EDIT:
Der Hinweis auf das GT-10 weiter oben ist in der Form Käse. Erstens ist es (und damit auch das Modeling) noch eine Generation älter, zweitens geht der "Intuitiv-zu-bedienen-Faktor" verloren und drittens ist "option paralysis" wohl eher ein Problem, als dass das ME-80 zu wenig könnte. Wobei es einiges kann, was das GT-10 nicht kann; den Freeze Effekt z. B..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Moin,
Zur App Bedienung gehört auch Zugriff auf ein Gerät dafür. Das ist zB bei unseren Kindern in dem Alter nicht der Fall.

Das ME80 ist wegen der Knopfbedienung auch mein Favorit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • #18
Wenn er so etwas denn schon bedienen kann?

Hier ein neuer China Kracher von Thomann*:

Sogar mit Drums aus der Dose und einem einfachen Looper.
Und der Knaller: Das Ding klingt sogar richtig gut. ;-)

Warum irgendein altes Zeug kaufen?

Noch ein bisschen Lieferzeit, aber da würde ich echt warten, bis das Zeug wieder da ist.

Je nach Alter und Zugang zu solchen ja schon eher etwas komplexeren Teilen muss man halt gut überlegen was da vielleicht am besten passt.
 
  • #19
Warum BOSS, statt China-Kracher..?

Zuverlässigkeit, Verarbeitung, Support, Datenbank, Nutzerzahlen, Update Policy, Online Community, Wiederverkaufswert, ...

Wobei ich zugebe, das billige (und lieferbare!) Ding zu 59€ wäre grundsätzlich auch ganz interessant - wenn auch eher für den "klassischen" Neunjährigen. Dieser hier scheint ja doch recht entschlossen zu sein. Außerdem bestätigt eben leider die einzig vorhandene Bewertung zu dem Gerät recht anschaulich oben angeführte Einwände...
 
  • #20
in einen Verstärker mit zwei, drei vernünftigen Sounds investieren
Das würde ich wiederum nicht machen, ich bezweifle, dass ein jetzt 9 Jähriger auf lange Frist noch klassische Amps nutzen wird.

Ebenso ist ein Übungskombo super unpraktisch wenn man ihn mitnehmen will, einen Modeler kann man zum Kumpel mitnehmen und an eine Stereoanlage anstöpseln, den kann man zum Üben via Kopfhörer nutzen, oder auch bei den Ersten bands einfach direkt ins Mischpult.

@oobboo
ich werf mal das GP-50 ins Rennen. ich habe selber das GP5 zum Stimmen und Warmspielen im Backstage gekauft, onboard sounds sind gut, aber ab dem Moment wo NAM Profile drauf sind ist der Sound echt mega (bin normal Quad Cortex Nutzer) falls es eines der Serie sein soll, dann nimm aber lieber das GP-50, das hat aber folgende Vorteile:
- integrierter Akku, ideal für Unterwegs/Urlaub
- zwei Fußschalter, EXP Pedal Anschluss und MIDI
- Metronom und Drumcomputer integriert
- Backingtracks über Youtube einspielbar
- Import von NAM Profilen (konvertiert bei automatisch im Editor auf firmeneigenes Snaptone format)
- 119€ anschaffungspreis

Nachteil: man benötigt zumindest beim GP-5 Rechner oder Smartphone zur vollständigen Bedienung, Drumcomputer geht aber beim GP50 soweit ich das richtig gesehen habe auch ohne App/Editor

hier Produkt:
*

Videos vom GP-50 und NAM gibts zu genüge auf Youtube

Falls dir NAM nicht bekannt ist: Das ist so ähnlich wie Kemper, allerdings komplette Open Source Freeware, wird auch in immer mehr Geräte integriert, hat also den Vorteil falls mal auf Professionelle Hardware umgesattelt wird (Darkglass Anagram, DIME-HEAD, Hotone Ampero) kann man zumindest die Amps mit zum nächsten gerät nehmen.
Soundbibliothek ist wie bei allen Profilern quasi unendlich groß und hat echt durchgängig sehr geile Sounds.

 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Affiliate/Werbung
MXR
M291 Dyna Comp Mini
115 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben