Multieffekt für jungen Gitarrenanfänger

  • Ersteller Ersteller oobboo
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  • #21
ich bezweifle, dass ein jetzt 9 Jähriger auf lange Frist noch klassische Amps nutzen wird
Sorry, aber das halte ich für eine selbsterfüllende "Prophezeiung". Wenn allen jetzt angehenden Gitarristen mit diesem Argument die Erfahrung klassischer Amps vorenthalten würde, dann würden klassische Amps aufgrund der abnehmenden Verkaufszahlen auch eher zu einem Nischenprodukt werden oder aussterben. Weswegen dann angehende Gitarristen die Erfahrung klassischer Amps auch eher nicht mehr machen könnten.

Ich will hier aber nicht insistieren, nur daran erinnern: Manche Gitarristen (z.B. auch ich) haben bestimmt solche Argumente auch bedacht, also all die Features und die Bequemlichkeit und die Smartphone-Enabledheit und und ... Und manche (z.B. auch ich) haben sich überzeugen lassen und haben dann, weil das ja gut sein muss wenn das so beworben wird, da gesessen und versucht da einen (für sie) richtigen Ton herauszuholen. Und weil das (für sie) nicht funktionierte, haben manche (z.B. auch ich) vielleicht noch den Fehler bei sich selbst gesucht. Und dann ging der ganze "Krempel" doch wieder weg und ein klassischer Amp her und plötzlich war da wieder Ton und Musik, so wie solche Leute es brauchen.

Es gab schon in den 80ern einen Trend, dass sich Gitarristen ganze Effekt-Racks in ihre Anlage integrierten. Und ein paar Jahre später gab es den entgegengesetzten Trend zurück zu Gitarre-Kabel-Amp, weil manchen aufgefallen war, dass der ganze "Druck" weg war. Interessanter Sound, aber rockt nicht mehr.

Ich will hier nicht sagen, das Eine sei besser als das Andere. Nur, dass die Entscheidung für das Eine oder das Andere die Erfahrung des Neffen betreffen wird. Also so wenn ich das wäre

a) "Boah, hör mal, so'n Sound. Sowas haben die bei Song xyz auch. Und wenn ich den nochmal probiere, oder den, oder den? Aber welchen soll ich denn jetzt nehmen? Und ist das jetzt mit Chorus und Delay noch besser? Und warum ist dieser Sound bei mir zu Hause so toll, aber bei der Probe gar nicht. Und mal gucken, vielleicht kann ich mir im Internet ja noch'n paar Soundpresets runterladen. Die muss ich dann erstmal alle durchhören und schauen, welches ich nehme."

b) "Klingt, irgendwie am besten, wenn die Hosenbeine flattern. Aber dann gibt's immer Schimpfe. Egal ..."

ich werf mal das GP-50 ins Rennen
Das macht ja mal für Variante a) schon ziemlich guten Sound zum Hören. Damit ein Vergleich mit Variante b) möglich ist, verweise ich mal auf den 30 Euronen teureren TUBE5 von der Hausmarke vom großen T hin. Der macht vielleicht nicht so viel Sound, aber fühlt sich ganz anders an. Für beide, GP-50 und TUBE5 gibt's vergleichbare Hörbeispiele beim großen T. Was würde dem Neffen vielleicht mehr bringen?
 
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  • #22
kann man so sehen, ich sehe das aber nicht.

ich hatte bisher noch nie einen Übungsamp gespielt der bei moderater und schon gar nicht bei leiser Lautstärke einen besseren Sound liefert als ein Modeler an der Stereoanlage, das hatte zur folge, dass ich immer kacksound oder viel Lautstärke hatte.

bei Amps sehe ich schon eine Gewisse Berechtigung, nahezu alle digitalen Modele basieren ja auf den Vorbildern, aber die Übungsamps sind halt immer der Versuch was großes in die kleine Kiste zu bringen und das klingt halt in den allermeisten fällen nicht gut, entweder im Geldbeutel, oder in den Ohren... kann man sich jetzt aussuchen.
 
  • #23
Warum kann es nicht den einen Weg mit Amp und den anderen Weg mit Modeller und noch einen anderen Weg mit reinen Software-Lösungen und viele Wege dazwischen geben, ohne dass einer davon für alle seligmachend sein muss? Was für einzelne von Euch die optimale Lösung war/ist, muss doch für den Buben nicht gelten. Nicht weil ihm jeder etwas anderes sagt, was für ihn das Beste ist und gar, was ihm gefälligst am besten gefällt, wird das so sein. Welchen Weg er für sich finden wird, hängt aber sicher davon ab, was er alles kennenlernt, und dafür braucht er Möglichkeiten und Zeit. Also soll er doch mal machen, vor allem selbst Erfahrungen ...
 
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  • #24
ja, den weg kann es schon geben, aber:
Bildschirmfoto 2026-06-07 um 16.24.56.webp


dann steht in #4 noch dass oobboo ein AxeFX hat, d.H. da ist dann jemand zur hand der einen Modeler bedienen kann.
 
  • #25
Wenn der Bengel sich den ganzen Tag mit Musik beschäftigt, wird er sich in seinem Alter auch in Menüstrukturen Eindenken können..
Wahrscheinlich sogar beser und schneller als wir alle
 
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  • #26
dann steht in #4 noch dass oobboo ein AxeFX hat, d.H. da ist dann jemand zur hand der einen Modeler bedienen kann.
Ja aber das nützt nicht viel, da sein Neffe am anderen Ende der Republik wohnt.

Das würde ich wiederum nicht machen, ich bezweifle, dass ein jetzt 9 Jähriger auf lange Frist noch klassische Amps nutzen wird.
Tja das wär möglich aber was wirklich auf lange Sicht vom Nachwuchs benutzt werden wird ist nicht vorhersehbar.
Ich glaube eher das alle möglichen Werkzeuge auch in der Zukunft für unterschiedliche Situation ihre Berechtigung behalten werden .....

ich hatte bisher noch nie einen Übungsamp gespielt der bei moderater und schon gar nicht bei leiser Lautstärke einen besseren Sound liefert als ein Modeler an der Stereoanlage,
Ich hab noch niemand gehört, der über ne Stereoanlage richtig guten Sound hatte, aber wenn du das so siehst bitte sehr.
Aber wer sagt das er mit moderater oder gar leiser Lautstärke mittelfristg zufrieden ist ? Krach machen ist Teil des Ganzen.

Die Frage nach einem Multieffekt kam auf, weil der TO ein Crate Amp geschenkt bekommen hat.
Wär das mein Neffe/Sohn/Enkel würde ich ein gebrauchten Modeling Amp suchen.
Die sind recht billig zu bekommen, einfach in der Anwendung und es muss nicht in Menüs rumgesucht werden.
Den Line 6 Catalyst 60 z.B. gibts bei EBK 3x zwischen 95-145€.
Was ein 9 jähriger in 2,5,8 Jahren macht/braucht ist doch nicht vorhersehbar....
 
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  • #27
Es gibt doch massig passende Produkte dafür. Ich selbst hab mir zum Wiedereinstieg den Fender Mustang LT 25 geholt. Würd ich jeder "Stereoanlage" vorziehen.
Wenn der Junior ein Upgrade will, soll er halt erst mal zeigen, dass er am Ball bleibt, übt und weiter kommt.
 
Tremar
  • Gelöscht von C_Lenny
  • Grund: OT-"Weiche"
  • #28
Bitte bleibt bei "individueller Beratung" gem. Startbeitrag und lasst allzu massive Meta-Plaudereien aussen vor ;) .

LG Lenny (für die Moderation)
 
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  • #29
Wenn der Junior ein Upgrade will, soll er halt erst mal zeigen, dass er am Ball bleibt, übt und weiter kommt
Ihm wird doch ein ME-80 für ein Drittel weniger angeboten, als der Mustang-Brüllwürfel kosten soll; der obendrein auch noch von Fender* ist! :sick:

Außerdem ist ein Amp vorhanden; NATÜRLICH nimmt man das ME-80!
 
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  • #30
Nachteil: man benötigt zumindest beim GP-5 Rechner oder Smartphone zur vollständigen Bedienung, Drumcomputer geht aber beim GP50 soweit ich das richtig gesehen habe auch ohne App/Editor
Das GP-50 (und GP-150) lässt sich vollständig und sehr einfach am Gerät bedienen.
 
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  • #31
@cirex , danke für die ergänzung, ich hab wie gesagt selbst nur das GP-5, wenn das GP-50 vollständig am Gerät bedienbar würde das aus meiner Sicht nocheinmal mehr dafür sprechen.
im Eingangspost steht ja Metallica als Idol, die hatten wenn ich mich nicht täusche JCM am ANfang, später dann Mesa MARK irgendwas, das sind amps die auf Tone 3000 auch als Profile verfügbar sind und damit auch auf die Valeton GP geräte importiert werden können.
 
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Michael Scratch
  • Gelöscht von C_Lenny
  • Grund: OT
  • #32
  • Ein gebrauchtes TC Nova System für ca 120€, Vorteil: Vielleicht besserer Sound? Großer Nachteil: Deutlich mehr Menügefrickel, kein Looper
Klares nein. Habe ich gehabt, ist ein hochwertiges und gut klingendes Multieffekt.

Aber: Overdrive ist gut (nicht hervorragend), Distortion ist allenfalls ok.

Kein Modeller mit Amp und Speakersimulatuon, sondern ein reines Effektboard. Damit ist man sehr vom Ampsound abhängig.

Für einen Anfänger der "instant" große Rocksounds will, ist jeder aktuelle Modeller/Profiler besser geeignet.

Ehrlich gesagt klingen die aktuellen Geräte alle sehr sehr brauchbar. Da geht es eher um Präferenzen (die er noch nicht hat) und workflow. Ich zum Beispiel mag den Sound der Boss-Multieffekte irgendwie nicht. Die klingen objektiv gut, haben aber für meine Ohren einen Grundcharakter, mit dem ich nicht abschließend warm werde.
 
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