Mundstückwechsel, welche Bahnöffung nach SchülerMPC?

von cordfel, 15.05.08.

  1. cordfel

    cordfel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.08   #1
    Hallo,

    mal wieder ein MPC-Frage. Ich habe einige Jahre auf einem Standardmundstück von Yamaha gespielt, fragt nicht welches, vermutlich nicht das 4C, denn das Horn (YTS 23) ist sicher 18-20 Jahre alt. Da es bei mir in der Nähe kein Fachgeschäft gibt, bei dem ich Mundstücke testen oder ausleihen könnte, möchte ich mir welche zuschicken lassen.
    Nun stellt sich die Frage der Bahnöffnung. Klar, das ist individuell sehr verschieden, hängt mit der Anatomie zusammen, mit dem Ansatz und was man will. Deshalb kann auch nichts Verbindliches empfohlen werden.
    Ich dachte an z.B. bei Otto Link an 7 und 7*. Nicht, weil ich darauf schon einmal gespielt hätte, sondern einfach weil es scheinbar viele machen. Ich würde mir MPC mit dieser Bahnöffnung zusenden lassen und bei Nichtgefallen wieder zurückschicken.

    Kürzlich las ich jedoch in einem englischen Forum, das 7* nur was für Profis wäre, auch 7 eher was für sehr Erfahrene. Empfohlen wurde (von einem Profi), wenn man von einem Schüler-MPC kommt, ersteinmal auf ein 6* Kautschuk zu wechseln und erst nach weiteren Jahren auf ein Metall 7 oder 7*.
    Nun bin ich verunsichert. Wie sind Eure Erfahrungen beim ersten Wechsel von einem Standardschüler-MPC auf ein Besseres, mit welchen Bahnöffungen seit Ihr zurecht gekommen?

    Ich habe ein paar Jahre Erfahrung und denke, einen einigermassen gefestigten Ansatz zu haben.

    Vielleicht kann ich im Verlauf noch ein Foto von meinem derzeitigen MPC einstellen, vielleicht kennt jemand das Symbol auf dem MPC.

    Vielen Dank,

    cordfel



    PS: nochmal was anderes, warum werden die Seriennummern eigentlich nie voll ausgeschrieben, wenn irgendwo Saxophone zum Verkauf angeboten werden? Man liest immer soetwas wie 5236**
    Ist das nur Wichtigtuerei? Die letzten zwei Ziffern kann man doch genausogut ausschreiben, kann doch niemand etwas mit anfangen, oder.
     
  2. wiesenforce

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    Erstellt: 15.05.08   #2
    Geht auch ohne. Ich hab von einem Yamah 4C auf ein Berg Larsen 110 SMS gewechselt. Man muss sich nur ne Zeit lang dran gewöhnen. Ich denke nicht, dass der Aufwand sich lohnt. Nur wenn du echt zu viel Geld oder so.
     
  3. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.08   #3
    Ja ne, is klar....;) :D
    Aber wie meinst du das? "Der Aufwand"...ein neues MPC zu kaufen, oder was?
    Willst du damit sagen, dass der Wechsel sich nicht lohnt?!?! :screwy:
     
  4. wiesenforce

    wiesenforce Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.05.08   #4
    ich will sagen, dass es sich nicht lohnt ein OL 6 zu kaufen und später ein 7er
     
  5. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #5
    Hey =)

    Also, ich würd als erstes mal nicht drauf hören, was der "Profi"
    geschrieben hat, weil, wie du schon richtig gesagt hast, ist jeder
    Spieler unterschiedlich mit Ansatz etc.
    Was das Standard-Teil von Yamaha angeht ... ich versteh nicht,
    was sich eine inzwischen so gute Firma nur dabei denkt, immer
    noch die 4C's von sich zu geben. Das Teil muss weg ;)
    Wenn du Metall willst, geh ich mal davon aus, das du v.A. Jazz
    damit spielen willst, also Allrounder sind die meisten Metall-MPC's
    eben nicht ^^ Wenn du alles Mögliche spielst, würd ich eher n,
    vllt offeneres, Kautschuk-MPC empfehlen.

    Was ich nicht machen würde; nur die zwei OL's kommen
    lassen. Ich weiß nicht, wieviele MPC's dir der Laden einfach mal
    so zum Ausprobieren schickt, aber ich würd auf jeden Fall n paar
    mehr ausprobieren. Du willst ja sicher von dem MPC ne Weile was
    haben, dann ist es vllt sinnvoller, mehr Auswahl zu haben.
    OL 7/7* sind tatsächlich sehr beliebt, also kannst die natürlich guten
    Gewissens ausprobieren, aber wie gesagt, einfach noch n paar mehr
    ausprobieren, vllt findest ja was, was dir noch besser gefällt :great:

    Die Ansatz-Geschichte ... Ist schon so, dass man sich dran gewöhnen
    muss. Metall ist meist offener, man braucht viel Luft und Kraft am
    Anfang, aber man gewöhnt sich dran. Das kriegst sicher hin, da du
    ja bereits n paar Jahre spielst.
    Zu deiner Frage mit dem ersten Wechsel ... Ich hab mit Altsax angefangen
    und hatte auch (sehr kurz) das 4C und hab dann n Selmer S80 C* gekauft
    und auf dem auch lang gespielt. Von der Öffnung her ist es nur etwas
    offener als das 4C und doch sind es Welten ^^.
    Als ich dann das erste Mal n Metall in den Fingern hatte,(dann aufm Tenor)
    war das natürlich nochmal was ganz anderes. War glaub ich n OL, ein 6er
    und ein 8er STM oder so. Hab kaum nen Ton rausgekriegt ^^ aber nach
    ner Weile gings.

    => Also hol dir einfach nen Haufen MPC's und probier sie aus. Lass dich
    nicht abschrecken wenn die nicht gleich super funktionieren :great:
     
  6. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.05.08   #6
    Hallöle!

    Dass etwas viele machen, *kann* ein Hinweis sein, *muss* aber nicht. Sont müsste ich Chartmucke hören ... :-)

    Ich bin ein Profi im ursprünglichen Sinne (profiteor: ich bekenne mich öffentlich zu etwas), aber nicht im heutigen Sinne (Kohle machen).

    Trozdem spiele ich auf meinem Bari ein OL STM 8*.

    Mein Story ist: Bari eine Zeit mit dem beigelegten braven Mundstück gespielt.
    Drei Bari-Mundstücke ausgeliehen (OL STM 7* und 8* sowie ein Berg Larsen, geschätzt 115er Öffnung) => fast keinen Ton rausbekommen
    Nach einem halben Jahr Sopran mit dem beigelegtem 47er (Yamaha 4cm) => konnte auf den drei Barimundstücken spielen, habe mich für das 8* entschieden. Nach zwei Wochen daran gewöhnt.
    Halbes Jahr später: Für Sopran ein Yanagisawa Meatall #7 gelauft, nach einem weiteren Jahr auf #9 umgestiegen. Das #7er habe ich verkauft.

    YMMV. Mit Sicherheit.

    Ich hab jeweils ein Neues gekauft, als ich gemerkt habe, dass ich darauf halbwegs speielen kann, vorher nicht. Wenn Du also
    - ein 8* bedienen kannst
    - der Sound Dir besser gefällt
    - Du damit klar kommst
    ist's einen Versuch wert.

    Grüße
    Roland

    PS:
    ... und probier nicht nur OL :-)
     
  7. TigerTatziKatzi

    TigerTatziKatzi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #7
    Hallo cordfel,
    ich gebe zu, dass ich die restlichen Beiträge nur flüchtig überflogen habe.

    Ich spielte ne Weile auf einem Yamaha 4C (passte immer noch besser wie das Originalmundstück des Instruments ^^) und wechselte dann vorletzte Weihnacht (auch wenn es kein Weihnachtsgeschenk war... :( ) auf das OL MST 7*.
    Ich brauchte zwar etwas Gewöhnungszeit, bis ich die tiefen wieder gut rausbrachte und die Hohen intonationstechnisch wieder gestimmt haben.. aber prinzipiell kann ich sagen: Den Wechsel kann man sehrt gut schaffen und ich würde es nicht mehr gegen das alte eintauschen:) Also ich würde nicht vorher erst 6 Kautschuk nehmen und dann hochwechseln....das ist geldverschwendung.

    Wie die anderen sagen würde ich mich aber nicht zusehr auf das eine Mundstück festlegen, sondern auch noch andere ausprobieren!
     
  8. cordfel

    cordfel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #8
    Na das macht mir doch schon mal Mut. :D Der Wechsel in die Regionen von 7 oder 7* scheint ja durchaus gut möglich, wenn gleich natürlich gewöhnungsbedürftig. Ich hatte vor, mir die Mundstücke von Duchstein schicken zu lassen, ich habe keine Ahnung, wieviele man sich zur Ansicht schicken lassen darf.

    @Roland: Da ich mit der Wahl der Bahnöffnung ersteinmal auf gut Glück loslege und sehen muss, was zu mir passt, dachte ich daran, ersteinmal ein MPC mit verschiedenen Öffnungen zu wählen, um das besser einschätzen zu können. Deshalb auch die OL-Wahl, irgendwomit muss ich ja anfangen zu testen, da es viele haben, und oft auch so um die 7-7* liegen, schien mir das eine Einstiegsmöglichkeit, um mich grob positionieren zu können.
    Wenn ich mir dann mal ein Berg Larsen oder ähnliches zusenden lassen möchte, hätte ich schon einmal einen Anhaltspunkt, um welche Bahnöffnungen es bei mir in etwa geht. Ich bin (glücklicherweise) nicht eingeschossen auf OL. ;)

    @saxofreak: tatsächlich geht es vor allem um Jazz, deshalb auch ein Metall-MPC; wobei es ja auch Stimmen gibt, die behaupten, dass es nicht unbedingt am Material liegt, ob das MPC sich für Jazz eignet, aber da scheiden sich die Geister ja auch etwas. Ich weiss es (noch) nicht und werde es mal probieren.

    Alles in allem wird deutlich, dass man nicht unbedingt schon nach einigen Stunden weiss, wie man zukünftig mit dem MPC klarkommt. Scheinbar benötigt man schon eine gewisse Eingewöhnungszeit (einige Wochen?) beim Wechsel auf eine grössere Öffnung, gut zu wissen.
    Scheint mir übrigens auch sehr gewöhnungsbedürftig, plötzlich Metall und kein Kautschuk mehr im Mund zu haben. Metall ist glaube ich auch flacher, oder?

    Also das mit dem Kautschuk zum Übergang lasse ich dann wohl ersteinmal. Es sei denn, Metall ist nichts für mich und ich entscheide mich generell für Kautschuk.

    Gruss,

    cordfel
     
  9. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #9
    Die Metall vs. Kautschuk Sache ist imho überbewertet. Viele holen sich ein Metall weil sie meinen, dann keine Anfänger mehr zu sein. Imho Blödsinn.

    Wenn du ein paar deiner Vorbilder angibst, kann dir ggf. eher geholfen werden. Es bringt nix, ein Berg 130/0 zu kaufen, wenn du wie Getz klingen möchtest!

    Viele Grüße

    Chris
     
  10. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #10
    Wunschkonzert?! ;)
    Ich hätte gerne ne Stanley Turrentine/John Coltrane/Jeff Coffin-Mischung :D
    Welches Mundstück?? ;)
     
  11. cordfel

    cordfel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.08   #11
    @kryz
    Tja, die Sonorität eines Sonny Rollins finde ich schon prima, wobei es allerdings auch nicht an Schärfe und "Aggressivität" fehlen sollte.
    Es gibt Leute, die behaupten, dass letzteres vor allem mit Metall-MPC´s zu erreichen ist, andere halten das für Unsinn. Ich hab bisher nur Kautschuk gespielt und somit keine Ahnung, allerdings ist fetziges Spielen auch mit Kautschuk möglich, wie ich festgestellt habe, vielleicht ist es mit Metall nocht etwas einfacher?
    Wer weiss, ich lasse mich überraschen und bin auch nicht eingeschossen auf Metall. Da ich noch nie Metall gespielt habe, möchte ich es mal ausprobieren, quasi meinen Horizont erweitern.
    Vielleicht verpasse ich ja etwas, wenn ich es nicht ausprobiere. :)

    Unwichtig ist mir, eine grosse Lautstärke zu erreichen.

    Tja, das ich mit dem gleichen Mundstück wie ein Stan Getz nicht wie dieser klingen kann (auch nicht mit gleichem Horn), ist schon klar, jeder hat seinen eigenen sound und warum sollte man auch jemanden kopieren wollen? Wobei inspirieren lassen und bestimmte Dinge abgucken einen schon weiter bringt und die Vorstellung vom eigenen sound formt.

    gruss,

    cordfel
     
  12. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.08   #12
    Servus,
    Metall vs. Kautschuk ist nicht soooo wichtig. Das Material an sich hat nicht soviel Einfluss, eher der Aufbau, Kammer und Bahn.
    Manche Hersteller haben einen Gewissen "Eigensound", den du mit der Zeit erkennen kannst und den man mehr oder weniger hört. Rollins gilt als das Beispiel für den Berg Larsen Ton. Du könntest mal ein Berg mit 1 und 2 Kammer probieren.
    Viele Grüße

    Chris
     
  13. cordfel

    cordfel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.08   #13
    An ein Berg Larsen hatte ich auch schon mal gedacht. Rein spekulativ am ehesten Bronze, Kammer 2, Öffnung so zwischen 100 - 110. Schaun wir mal, ob ich voll daneben liege. Werd mich auch mal zu Vandoren und Jody Jazz schlau machen.

    Erst mal vielen Dank an alle! :great:
     
  14. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #14
    Vandoren V16 Metall ist imho sehr gut! Hatte mal eins, das hat irgendwie "Beine bekommen"

    Viele Grüße

    Chris
     
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