Mysteriöse Latenz in Logic Pro (nach Send-Befehl)

Hallo Jan,

wenn ich mich recht erinnere, dann verwendest Du im Mixing Deine Spuren mit dem Software Instrument und als MIDI-Spuren.

Das ist schon mal keine gute Ausgangsbasis, auch wenn ich verstehe, dass Du Dir die Spuren für Änderungen "offen" halten willst.

Logic bietet Dir die Möglichkeit den Song in unterschiedlichen Versionen zu speichern, was dann z.B. die Komposition in Midi abbildet oder eine andere Version für das Mixing.

Solange Du deine Instrumente berechnen läßt, gleichzeitig Plugins und Busse verwendest, also alles in Echtzeit berechnet werden muss, schleicht sich gern Latenz ein.

Ich empfehle Dir die Spuren als WAV-Dateien im Mix zu verwenden, dann fällt schon mal die Berechnung der Instrumente weg...

Außerdem gibt es einen Latenz Knob, den Du eventuell nutzen kannst. Das kannst Du in den Einstellungen von Logic so einstellen, sodass er im Head Menue sichtbar wird.

Das Mastering dann auch noch in der Mixing Session zu machen, ist auch keine gute Idee, denn die Mastering Plugins sind gern leistungshungrig und kommen dann noch on top.

VG
Ray
 
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Danke, Ray (@RayBeeger) - die Verwendung von WAV-Dateien im Mixing habe ich bisher noch nicht gemacht, wird aber sicher ein Thema werden.

Das o.a. Problem tritt aber bereits viel früher auf: Es reicht schon, wenn ich das Template „frisch“ und ohne jedwede MIDI-Daten öffne, ein Instrument aufrufe und auf dessen Spur den Send-Befehl integriere. Sodann kommt es direkt, beim Spielen auf der Klaviatur, zu der genannten Latenz.

Wie gesagt verwende ich nun erst einmal eine ältere Fassung des Templates (womit leider einige Stunden Arbeit verloren gehen). Mal schauen, ob und wann das Problem wieder auftritt.
 
Freeze geht auch, aber WAV ist doch auch nur ein bouncing in place per short cut.
Außerdem ist das dann eine Entscheidung, dass die Spur so steht, also grundsätzlich fertig ist.
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Wegen der MIDI-Latenz gucke bitte in die Einstellungen. Es muss auch der richtige Controller anliegen, damit das mit dem Eingabegerät harmoniert. Bufferwert zu hoch?
Stimmen die Clock Signals vom Interface und stimmen die Abtastraten überein?
 
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Das o.a. Problem tritt aber bereits viel früher auf: Es reicht schon, wenn ich das Template „frisch“ und ohne jedwede MIDI-Daten öffne, ein Instrument aufrufe und auf dessen Spur den Send-Befehl integriere. Sodann kommt es direkt, beim Spielen auf der Klaviatur, zu der genannten Latenz.

Kannst du dieses Template nicht mal irgendwo posten, damit man es mal inspizieren kann?
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Wegen der MIDI-Latenz gucke bitte in die Einstellungen. Es muss auch der richtige Controller anliegen, damit das mit dem Eingabegerät harmoniert.

Diese Sätze verstehe ich gar nicht.
 
Kannst du dieses Template nicht mal irgendwo posten, damit man es mal inspizieren kann? …
Das hilft sehr wahrscheinlich nicht, weil ein dritter Betrachter ja nicht über die ganzen eingebetteten Instrumente und Drittanbieter-Plugins verfügt.

Vermutlich würde das Öffnen des Templates auf einem anderen Computer zu mehr oder minder unterhaltsamen Auffälligkeiten führen. Ich hatte das Thema kürzlich mit einem komplexen Template von EastWest Sounds: Hat man nicht deren Composer Cloud und deshalb nicht alle Instrumente, dann klappt sehr vieles nicht in dem Template. Dafür lernt man ganz neue Fehlermeldungen kennen…
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… Wegen der MIDI-Latenz gucke bitte in die Einstellungen. … Bufferwert zu hoch?
Stimmen die Clock Signals vom Interface und stimmen die Abtastraten überein?
Danke - das sagt mir leider noch nicht viel. Kommt auf die (lange) ToDo-Liste. ;)
 
Das hilft sehr wahrscheinlich nicht, weil ein dritter Betrachter ja nicht über die ganzen eingebetteten Instrumente und Drittanbieter-Plugins verfügt.

Das stimmt, aber man könnte das Routing inspizieren.
 
In Logic gibt es unter Einstellungen, MIDI-Einstellungen, die angepasst werden können.

Das Gleiche gilt für Controller-Zuweisungen und auch für MIDI-Gerätesteuerungen.

Beim Recording einer Gitarre muss z.B. der I/O Buffer deutlich reduziert werden, damit die Latenz zwischen Anschlag und Signal im Track angeglichen wird.
Das muss man sich ausprobieren und für sich selbst festlegen, wie weit man heruntergehen muss.

Beim Mixing muss man dann den I/O Buffer wieder erhöhen, damit dort keine Latenzen entstehen...

Jan, ich bin auch dafür, dass Du Dein Template mal zeigst, damit man nach den Ursachen forschen kann. Ich gehe mal davon aus, dass alle Deine Busse und
Plugins im Template ausgeschaltet sind, wenn Du es lädst. In den Bussen selbst kommt es auch darauf an, wie Du sie verwendest (Pre/Post Fader).

Ich selbst arbeite im Mixing, Mastering oder bei der Produktion nie mit Templates, weil ich das für unnötig halte.
 
In Logic gibt es unter Einstellungen, MIDI-Einstellungen, die angepasst werden können.

Und welche genau sollen da was mit der Latenz zu tun haben? Wenn man die standardmäßig belässt, ist das in einem herkömmlichen Setup vollkommen unbedenklich und man sollte da nur rumschrauben, wenn man genau weiß, was man tut.
Mit anderen Worten: Wenn man da ein handelsübliches Controller-Keyboard anschließt (via MIDI oder USB-MIDI) muss man idR einfach genau gar nix machen. Und mit der Latenz virtuell erzeugter Spuren (um die geht es hier ja) hat es ohnehin exakt gar nichts zu tun.

Beim Mixing muss man dann den I/O Buffer wieder erhöhen, damit dort keine Latenzen entstehen...

Sorry, aber das ist für Logic seit Jahrzehnten nicht mehr notwendig (war es tatsächlich auch noch nie so richtig).
Logic erhöht intern bei nur abgespielten Tracks (also allen, die nicht angewählt oder sonstwie für die Aufnahme scharfgeschaltet sind) die Puffergröße auf 1024 Samples. Da muss man also nichts ändern.
Die Puffergröße in Logic muss man ausschließlich (!) dann erhöhen, wenn die Rechenleistung bei Live-Spiel nicht ausreicht und es zu Knacksern und Co. kommt.

In den Bussen selbst kommt es auch darauf an, wie Du sie verwendest (Pre/Post Fader).

Auch das hat exakt gar nichts mit der Latenz zu tun.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber deine Tipps sind einfach vollkommen irrelevant und streckenweise sehr weit an der Sache vorbei. Hatten wir ja aber auch schon...
 
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Na, Du bist ja ein ganz Schlauer! Ich verneige mich vor Deinem umfänglichen Wissen!

Du solltest damit gleich YT-Videos mit Tips und Tricks zu Logic posten, dann haben alle etwas davon!

1. Der MIDI Controller benötigt mindestens ein passendes Protokoll und wird vom Hersteller vorgegeben...

2. Kannst Du gern weiter so machen. Ich reguliere die I/O Buffer-Größe weiterhin nach Bedarf und habe keine Latenzprobleme.

Von Apple:

Die I/O-Puffer speichern vorübergehend einen Teil der ein- und ausgehenden Audiodaten, um hörbare Aussetzer, Klicks oder Knackgeräusche zu vermeiden. Sie können die Größe der I/O-Puffer jederzeit anpassen, um die Latenz zu minimieren.

In Logic Pro verringern kleinere Puffergrößen die Latenz der Eingangsüberwachung. Allerdings benötigen kleinere Puffergrößen mehr Rechenleistung, was zu Systemüberlastungswarnungen führen kann . Größere Puffergrößen benötigen weniger Rechenleistung, erhöhen aber die Latenz.

Stellen Sie beim Aufnehmen den Puffer auf die niedrigste Stufe ein. Sollten Systemüberlastungswarnungen auftreten, erhöhen Sie die Puffergröße auf die nächsthöhere Stufe. Projekte mit vielen Spuren oder Software-Instrumenten benötigen je nach RAM-Kapazität und Prozessorgeschwindigkeit Ihres Macs größere Puffer.

So ändern Sie die Puffergröße:

  1. Wählen Sie Logic Pro > Einstellungen (oder Voreinstellungen) und klicken Sie dann auf Audio.
  2. Click-Geräte.
  3. Wählen Sie die Puffergröße aus dem Einblendmenü „E/A-Puffergröße“.
3. Das bezog sich nicht auf die Pre oder Post Position, sondern auf die Busse selbst. Je mehr Busse desto mehr Rechenleistung wird verbraucht, was auch an den dort verwendeten Plugins liegt,
wenn sie eingeschaltet sind.
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Jan,

vielleicht ist Deine Projektdatei (Template-Datei) kompromittiert. Übertrage das Template mal in eine neue Datei, eventuell ist es dann weg.

Low Latency Mode für das Einspielen per MIDI aktivieren kann auch helfen.
 
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Na, Du bist ja ein ganz Schlauer!

Korrekt - endlich würdigt es mal jemand.

1. Der MIDI Controller benötigt mindestens ein passendes Protokoll und wird vom Hersteller vorgegeben...

Das hat aber mit den MIDI Einstellungen in Logic nichts zu tun, es sei denn, du willst Dinge a la Fader-Controller einbinden. Aber davon war in diesem Thread nicht die Rede.

2. Kannst Du gern weiter so machen. Ich reguliere die I/O Buffer-Größe weiterhin nach Bedarf und habe keine Latenzprobleme.

Das kannst du gerne so machen, desungeachtet hat das mit dem Problem exakt *null* zu tun. Wenn irgendwo zusätzliche Latenzen (zu der durch die Puffergröße vorbestimmten "Grundlatenz") auftreten, so hat das schlichtweg exakt gar nichts mit den eingestellten Puffergrößen zu tun. Da gibt's überhaupt nix dran zu rütteln. Das kann man auch messen (und ja, das hat "man" auch schon gemessen...).

Und das von dir bei Apple kopierte Zeug sagt auch nichts anderes als das, was ich bereits gesagt habe, ganz im Gegenteil, es bestätigt das, was ich gesagt habe, nämlich dass es nur wichtig für Live-Spiel ist.

In Logic Pro verringern kleinere Puffergrößen die Latenz der Eingangsüberwachung.

Und genau das ist beim Mischen vollkommen irrelevant.

3. Das bezog sich nicht auf die Pre oder Post Position, sondern auf die Busse selbst.

Huh?

wie Du sie verwendest (Pre/Post Fader).

Wie ist das denn dann sonst zu verstehen? Man kann bei den Sends Pre- und Post-Fader einstellen. Und das war's. Was genau soll sich denn sonst noch auf "die Busse selbst" beziehen?
 

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