Neuanschaffung Digitalpult mit 64 Kanälen

Also eine iLive T-Serie mit der 64er Stagebox wechselt derzeit für unter 8000 Euro den Besitzer (bspw. hier). Ich weiß ja nicht, wie hoch das Angebot bei der Pro2 ist, aber so klein sollte der Abstand im Preis dann doch nicht sein.

Neben der Bedienung noch ein paar harte Fakten zu den beiden Konsolen:
Midas hat wohl beim Klang leicht die Nase vorn, was nicht heißen soll, dass die iLive schlecht ist. Ob man das allerdings Live groß merken würde, wage ich stark zu bezweifeln.
Bei Midas hat man auch den Vorteil der doppelten Netzteile in Surface und Stagebox. Bei Allen&Heath wiederum bekommt man ein externes Ersatznetzteil für Mixrack oder Surface.
Bei Allen&Heath läuft das komplette Processing in der Stagebox und man braucht nur ein Kabel. Sollte das Kabel Probleme bereiten, passiert einfach nichts; man kann nur das Mixrack nicht mehr bedienen.
Bei der Pro2C braucht man min. 3 Kabel zwischen FoH und Bühne, bei einer Konfiguration mit einer DL251 und einer DL153. Will man auch noch den Havarie-Link mitnehmen, wären es derer schon 5. Die Kabel kosten auch Geld und können zu Problemen führen, die sich sehr unschön äußern können (ich verweise an dieser Stelle mal auf den Thread Digitalpultourallerlei im PA-Forum; Stichwort Knallen mit 0 dBFS auf den Ausgängen).
Recording funktioniert bei der kleinen iLive über Steckkarten im Mixrack (unpraktisch, da auf der Bühne) und bei Midas über ein externes Gerät (DN9650), was man über AES50 verbinden muss (unpraktisch, da doppelte Kabelanzahl und da die Konsole nur 6 AES50-Ports hat, fällt damit der Havarieschutz flach).
Das Pult von Midas bietet eine Delay-Kompensation für Doppelroutings; die iLive hat das nicht (wobei ihr das wohl nicht braucht).

Meiner Persönlichen Meinung nach, ist deswegen die iLive die klar günstigere und einfachere Lösung. Für 64 Kanäle bietet sich bei Midas eher eine der größeren Konsolen an. Ansonsten muss man entweder enorm viele Cat-Kabel legen und nutzen oder noch zusätzlich in den DN9680 (also zwei Stück) investieren, der die AES50-Ports auf eine Glasfaser oder Kupferverbindung zusammenführt. Mit den zusätzlichen Cat-Leitungen in entsprechender Länge oder eben dem Multiplexer DN9680 steigen auch die Kosten.
Die Sache ist also nicht immer so einfach, wie das auf dem ersten Blick scheint. Wenn ihr die Kosten für eine Pro2C mit allen Extras, wie Recording und Multiplexer zusammen rechnet, kann evtl. auch schon wieder eine dLive mit S3000 in Reichweite sein (ca. 25k).
 
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was ist es denn nun eigentlich geworden?

als neuere alternative zur iLive wäre auch die dLive in Betracht zu ziehen.
 
Hallo, wir haben uns am Ende doch für die neue Midas Pro2 C mit DL251 + DL151 entschieden, der Preis war sehr velockend und es sind dann doch auch Neugeräte. Das Bedienkonzept finde ich Top, bei dem Tisch kann man auch gerne auf die "fehlenden" 8 Fader gegenüber der T112 verzichten. Selbst bei solch einer Kanalanzahl...
 

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